Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Clarice Lispector: Der große Augenblick

Clarice Lispector: Der große AugenblickDer Frankfurter Schöffling Verlag hatte anlässlich des Brasilien-Schwerpunkts der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2013 mit der Herausgabe des Werk von Clarice Lispector begonnen, einer der ungewöhnlichsten und bekanntesten Autorinnen Brasiliens. 2013 erschienen die Romane Nahe dem wilden Herzen (Originaltitel: Perto do coração selvagem, übersetzt von Ray-Güde Mertin) und Der Lüster (Originaltitel: O lustre, übersetzt von Luis Ruby).  Zur besseren Einordnung des Werks veröffentlichte der Verlag außerdem die große Lispector-Biographie des amerikanischen Autors Benjamin Moser.

Diese Reihe wird nun  mit Lispectors letztem Roman Der große Augenblick (A hora da estrela) fortgesetzt, der wieder von Luis Ruby übersetzt wurde. Der vielleicht bekannteste Roman von Clarice Lispector erzählt aus der Perspektive des kultivierten Schriftstellers Rodrigo S.M. die Geschichte des armen, aus dem brasilianischen Norden stammenden Mädchens Macabéa, das sich in der rauen Hafengegend von Rio de Janeiro mit Schreibarbeiten durchschlägt. Niemand hat das unansehnliche Mädchen gern, aber Macabéa besitzt eine große innere Freiheit, die Rodrigo bewundert. In ihrem gefeierten letzten Roman, der als Schlüssel zu ihrem Werk gilt, öffnet die Autorin auch Türen zu ihrer eigenen Gedankenwelt.

Bei uns in der Buchhandlung finden Sie wie immer den Titel im Original und in deutscher Übersetzung:

Clarice Lispector: Der große Augenblick, Schöffling 2016, 18,95 EUR,

Clarice Lispector: A hora da estrela, 14,90 EUR

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Brasilien, ein Paradox – Diskussionsabend mit Luiz Ruffato

ruffatoLuiz Ruffato im Gespräch mit seinem Übersetzer Michael Kegler zum Thema

Brasilien, ein Paradox.

Diskussionsabend (Sprache: Deutsch-Portugiesisch). Eintritt frei

Mittwoch, 03. Februar 2016, 19:30 UhrHaus am Dom, Domstr. 3, Frankfurt/Main

Luiz Ruffato ist einer der wichtigsten brasilianischen Autoren der Gegenwart. Als politisch-moralischer Kommentator begleitet er den Weg Brasiliens aus der Unterentwicklung in den Rang eines Global Players, der nun über Korruptionsskandale in Bedrängnis gerät, begleitet von einer Wirtschaftskrise die längst zur moralischen Krise eines ganzen Landes geworden ist. Der Abraum der Eisenerzmine, die über Jahrzehnte den Wohlstand der umliegenden Gemeinden garantierte, verseucht gerade die Lebensader einer ganzen Region. Als wäre ein Traum zerplatzt. Fast könnte man dies als Symbol für die Krise Brasiliens nehmen…

Eine gemeinsame Veranstaltung von CCBF e.V. und der Heinrich Böll Stiftung Hessen.

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Prémio Oceanos geht an Silviano Santiago

Silviano Santiago: Mil rosas roubadasDer brasilianische Autor Silviano Santiago ist der erste Preisträger des Prémio Oceanos. Er wird für seinen  Roman  Mil Rosas Roubadas ausgezeichnet, der 2014 im Verlag Companhia das Letras erschienen ist. Der neu ins Leben gerufene Preis Oceanos ist mit 100.000 Reais dotiert und wird vom Institut Itaú Cultural in Brasilien vergeben und ersetzt den bisherigen Prémio Portugal Telecom de Literatura.

Der 79jährige Silviano Santiago hat bisher über 30 Bücher verschiedener literarischer Genre veröffentlicht und arbeitete auch als Professor für brasilianische Literatur sowie als Journalist.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Schriftsteller Elvira Vigna und Alberto Mussa.

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Prêmio São Paulo de Literatura

Der Prêmio São Paulo de Literatura, neben dem Prêmio Jabuti, einer der renommiertesten brasilianischen Literaturpreise wurde gestern an den Schriftsteller Estevão Azevedo für seinen im letzten Jahr bei Cosac&Naify 9788540507593erschienenen Roman Tempo de espalhar pedras verliehen. Der Preis ist mit 200.000 Reais (z.Z. ca. 50.000 Euro) dotiert.  Für ihre Debütromane wurden außerdem die beiden Schriftstellerinnen Micheliny Verunschk für Nossa Teresa – Vida e morte de uma santa suicida(Patuá) und Débora Ferra für Enquanto Deus não está olhando (Record) prämiert und erhalten jeweils ca. 25.000 Euro.

Unterdessen hat der Verlag Cosac&Naify, einer der interessantesten Verlage  Brasiliens, was Programm und Buchdesign betrifft, mitgeteilt, dass er seine Arbeit zum Ende des Jahres einstellen wird. Somit ist unklar, wie es mit den Büchern des Verlags weitergeht und ob der Preisträgerroman überhaupt noch länger lieferbar sein wird.

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Eliane Brum am 18.11. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im November auf Eliane Brum.

Eliane Brum, copyright: Lilo Clareto/Divulgação

Eliane Brum, copyright: Lilo Clareto/Divulgação

Sie liest am Mittwoch, dem 18. November um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4. Moderation und Übersetzung: Michael Kegler, die deutschen Texte liest Jochen Nix. Der Eintritt ist wie immer frei.

Eliane Brum ist eine der bekanntesten brasilianischen Journalistinnen. In ihren Reportagen gilt das Augenmerk dabei vor allem den Menschen außerhalb der Wahrnehmung der Mehrheitsgesellschaft, etwa den indianischen Gesellschaften am Rio Xingu, deren Lebensweise vom Bau eines gigantischen Wasserkraftwerks bedroht ist. Neben ihrer journalistischen Arbeit veröffentlichte Eliane Brum bisher zwei Romane und einen Erzählband. Auf Deutsch erschien von ihr eine Erzählung in dem von Meus desacontecimentosLuiz Ruffato herausgegebenen Sammelband Der Schwarze Sohn Gottes (Assoziation A, 2013). Sie schreibt regelmäßig Kolumnen für die brasilianische Ausgabe von El País

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Vier brasilianische Autoren zu Gast bei TFM

Die Buchmesse beginnt am Mittwoch, dem 14. Oktober und endet am Sonntag, 18.Oktober. Mittwoch bis Freitag sind Fachbesuchertage, am Wochenende ist die Messe für alle geöffnet. TFM wird mit einem Buchhandlungs- und Verlagsstand Stand in Halle 5.1 A27 vertreten sein. Unsere Buchhandlung bleibt während der Messewoche geschlossen, wir bieten Ihnen aber in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und dem Brasilianischen Kulturverein CCBF e.V. zwei interessante Lesungen am Donnerstag, dem 15.10. und Freitag, dem 16.10. jeweils um 20.00 Uhr in unseren Räumen in der Großen Seestraße 47 an.

Noemi Jaffe, copyright: Renato Parada

Noemi Jaffe, copyright: Renato Parada

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Ricardo Lisias, copyright: Fernanda Fiamoncini

Ricardo Lisias, copyright: Fernanda Fiamoncini

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Fernando Bonassi, copyright: cris bierrenbach

 Donnerstag freuen wir uns auf die Schriftstellerin Noemi Jaffe und den Autor und Übersetzer Luis Krausz. Marlen Eckl wird den Abend unter dem Titel „Ein Stück lebendiger Vergangenheit“ moderieren und übersetzen.Noemi Jaffe wurde 1962 in São Paulo geboren. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit unterrichtet sie Kreatives Schreiben und ist Literaturkritikerin der Folha de São Paulo. Zuletzt erschien in Brasilien der Roman Irisz – As Orquídeas. Luis Krausz, geboren 1961 als Kind exilierter Wiener Juden in São Paulo, studierte klassische Philologie und Hebräisch an der Columbia University, der University of Pennsylvania und der Universität Zürich. Er promovierte in jüdischer Literatur an der Universidade de São Paulo, arbeitete als freier Journalist, Übersetzer und Redakteur und ist heute Professor für hebräische und jüdische Literatur an der Universidade de São Paulo.  In deutscher Übersetzung erschien 2013 bei Hentrich und Hentrich sein Debütroman Verbannung (Desterro).In Brasilien hat er in diesem Jahr Bazar Paraná, den Albert von Brunn schon für nova cultura! gelesen und rezensiert hat. Am Freitag werden ebenfalls um 20.00 Uhr  Fernando Bonassi und Ricardo Lísias zu Gast sein. Michael Kegler moderiert und übersetzt die Lesung mit dem Titel „Was ist das für ein Land?“. Fernando Bonassi wurde 1962 in São Paulo geboren. 1998 war er mit einem Künstlerstipendium des DAAD in Berlin zu Gast. Zu dieser Zeit entstand sein bis dato wichtigster Roman Subúrbio. In Brasilien veröffentlicht er vor wenigen Wochen den neuen Roman Luxuria, über den er auch bei uns sprechen wird. Ricardo Lisias wurde 1975 ebenfalls in São Paulo geboren. Er veröffentlicht seit 1999. Zuletzt erschienen der Roman Divórcio (2013) sowie die Anthologie Concentração e outros contos  (2015). Alle Veranstaltungen sind zweisprachig portugiesisch-deutsch, der Eintritt ist frei. Partner und Sponsoren dieser Veranstaltungen: Die Autoren wurden vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland eingeladen. Organisation: Goethe Institut Besucherprogramm. Mit tatkräftiger Unterstützung des Centro Cultural Brasileiro Frankfurt CCBF e.V. und der Frankfurter Buchmesse. Über weitere interessante Veranstaltungen auf dem Buchmessegelände informieren wir in den nächsten Tagen.

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José Eduardo Agualusa und Luiz Ruffato – neu in deutscher Übersetzung

Die Sommerpause hier im Blog ist vorbei. Wir hoffen, Sie hatten erholsame Ferien und freuen sich so wie wir über die ersten Herbstnovitäten.

Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dichAssoziation A setzt seine Werkreihe mit Titeln von Luiz Ruffato aus Brasilien fort. Eben erschienen ist der Band Ich war in Lissabon und dachte an dich (Original: Estive em Lisboa e lembrei-me de você) in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler.

Serginho aus dem brasilianischen Cataguases (übrigens auch die Geburtsstadt des Autors) hat Arbeit und Frau verloren und die Schnapsidee, sich nach Europa abzusetzen. In Lissabon ohne Geld und Papiere angekommen, schlägt er sich durch und entdeckt die portugiesische Hauptstadt mit den Augen eines Einwanderers. In den traditionellen Restaurants der Touristenviertel arbeiten Osteuropäer, Brasilianer, Afrikaner – alle getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben und mit einer Fluchtgeschichte im Gepäck.  Es wäre kein „Ruffato“, wenn uns nicht auch hier das Lissabon der kleinen Leute, der Mittellosen, Benachteiligten vorgestellt würde, fernab aller touristischen Klischees.

José Eduardo Agualusa: Das Lachen des GeckosDie zweite Neuerscheinung ist eigentlich eine Wiederauflage eines vergriffenen Titels. Mit einem schicken neuen Cover präsentiert uns der A1 Verlag aus München einen der besten Romane von José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados, ebenfalls in der Übersetzung von Michael Kegler.

Der Protagonist Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie, beliefert sie mit Fotografien von Großeltern und Urgroßeltern und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus. Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Agualusas Roman wurde 2007 mit dem britischen Independent Foreign Fiction Award ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Wenn Sie das Buch noch nicht kennen, sollten Sie die „zweite Chance“ auf keinen Fall verpassen.

Wie immer finden Sie Original und deutsche Übersetzung in unserer Frankfurter Buchhandlung und in unserem Onlineshop.

Luiz Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dich, Assoziation A, 14,00 EUR

José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos,A1 Verlag, 17,80 EUR

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Mineirinha na Alemanha – Lesung am 22.05. bei TFM

Zusammen mit dem Verein Imbradiva e.V., der sich für besonders für brasilianische Frauen in Deutschland einsetzt,  laden wir am Freitag, dem 22. Mai, um 19.00 Uhr  ein zu einer Lesung mit der brasilianischen Autorin Sandra Santos, die ihr Buch Mineirinha na Alemanha, das den Untertitel „Eine interkulturelle Reise zwischen Brasilien und Deutschland“ trägt vorstellen wird. Die Lesung und Diskussion wird diesmal überwiegend in portugiesischer Sprache sein. Deutsche Fragen können wir aber sicher spontan übersetzen. Der Eintritt frei.

Sandra Santos lebt seit 1993 in Deutschland. Sie arbeitet als Human Resources Managerin und als freiberufliche Autorin am Bodensee, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebte 23 Jahre in Brasilien, bevor sie Deutschland als neue Heimat wählte.

O livro “Mineirinha n’Alemanha” fala sobre como driblar o choque cultural no país, descrevendo muitos de seus costumes e desvendando aspectos nem sempre claros de sua cultura. “A autora não só retrata o sentimento de como é viver em um país diferente do país natal, mas também fala dos requisitos para obter a cidadania alemã, de questões ligadas ao mercado de trabalho alemão para estrangeiros, além de contar muito da vida dentro do país e falar de temas da atualidade brasileira e alemã”.

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Beatriz Bracher am 27.05. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im Mai  auf Beatriz Bracher

Sie liest am Mittwoch, dem 27. Mai um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem Roman Die Verdächtigung (Não falei), der vor kurzem in deutscher Übersetzung von Maria Hummitzsch bei Assoziation A erschienen istDie Lesung wird von Claudia Stein moderiert und übersetzt. Die deutschen Texte liest Jochen Nix. Der Eintritt ist wie immer frei.

Beatriz Bracher(c) Francisco Perosa

Beatriz Bracher(c) Francisco Perosa

Gustavo Ferreira wird während der brasilianischen Militärdiktatur als Sympathisant linker Oppositionsbewegungen verhaftet. Unter der Folter soll er seinen Freund verraten haben, der daraufhin von den Militärs getötet wird. Doch er weiß, dass er nichts gesagt hat. Jahrzehnte später, nach seiner Pensionierung aus dem Universitätsdienst, lässt er seine Geschichte Revue passieren.

Beatriz Bracher: Die VerdächtigungBeatriz Bracher gelingt es auf exemplarische Weise, die persönlichen Tragödien und inneren Konflikte der Menschen unter der Militärdiktatur nachempfindbar zu machen. Ihr Roman ist zugleich eine über den zeitgenössischen Kontext hinausweisende Auseinandersetzung mit der Frage von Schuld, Verantwortung und der Bosheit falscher Verdächtigung.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin und Empório VidaBio.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal und Banco do Brasil.

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Neu in deutscher Übersetzung – die Frühjahrsnovitäten (1)

José Saramago: HellebardenDer Bücherfrühling hält eine ganze Reihe von Neuübersetzungen portugiesischsprachiger Autoren bereit. Schon eingetroffen sind das nachgelassene Romanfragment Hellebarden (Alabardas, Alabardas) des 2010 verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträgers José Saramago.  In den nun veröffentlichten Seiten, erschienen bei Hoffmann und Campe, an denen Saramago bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hat, setzt er sich mit den Folgen des Waffenhandels auseinander, einem brisanten Thema, das heute mehr denn je die ganze Welt bewegt. Der Text wurde von Karin von Schweder-Schreiner ins Deutsche übersetzt. Dem Buch beigefügt sind Essays von Roberto Saviano und Fernando Gómez Aguilera, die Illustrationen stammen von Günter Grass.

Beatriz Bracher: Die VerdächtigungMit der brasilianischen Militärdiktatur setzt sich der jetzt von Maria Hummitzsch ins Deutsche übertragene Roman Die Verdächtigung (Não falei) von Beatriz Bracher, erschienen bei Assoziation A auseinander. Ein Universitätsdozent lässt nach der Pensionierung sein Leben Revue passieren. Als Oppositioneller unter der Militärdiktatur verhaftet und gefoltert, lebte er jahrzehntelang mit dem Makel des Verdachtes, seinen Freund verraten zu haben. Beatriz Bracher wird im Mai den Roman auf einer Lesereise in Deutschland und Österreich vorstellen.

Carola Saavedra: Blaue BlumenAb 12. März ist Carola Saavedras Briefroman Blaue Blumen (Flores azuis) lieferbar, der ebenfalls von Maria Hummitzsch ins Deutsche übersetzt wurde und bei C.H. Beck erscheint. Eine Frau schreibt Briefe an einen Mann, der sie verlassen hat, aber der Mann, der sie erhält und liest, der von ihnen berührt und ergriffen wird, so sehr, dass er nicht mehr zur Arbeit geht, ist gar nicht der richtige Adressat. Er selbst lebt in Trennung von seiner Frau und seinem Kind, ist ebenfalls verlassen worden und so wechselt sich seine eigene Geschichte ab mit den Briefen, die offenbar irrtümlich bei ihm landen und auf die er zu warten beginnt.

Carola Saavedra liest am 17.3. in Frankfurt aus ihrem Buch.

Vanessa da Mata: BlumentochterDas Romandebüt Blumentochter (Filha das flores) der bekannten brasilianischen Sängerin Vanessa da Mata ist in der Übersetzung von Kirsten Brandt jetzt bei Ullstein erschienen. Hauptfigur ist die junge Giza, die mit ihren Tanten Florinda und Margarida in einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen lebt. . Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück.

Alle Bücher im Original und der deutschen Übersetzung gibt es wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über unsere Webseite.

Sollten Sie an den Ebooks der deutschen Übersetzungen interessiert sein, können Sie diese hier bestellen.

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