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Luis Krausz – am 11. November zu Gast bei TFM

Der November wird ein veranstaltungsreicher Monat bei TFM. Nach der Weinprobe am 08.11. laden wir bereits am darauffolgenden Montag wieder zu einer Lesung ein.

Luis Krausz: Das Kreuz des SüdensAm 11.November, 20.00 Uhr stellt der brasilianische Autor Luis S.Krausz bei uns in der Buchhandlung seinen eben in deutscher Übersetzung von Marlen Eckl erschienenen Roman Das Kreuz des Südens (Bazar Paraná) vor. Michael Kegler moderiert und übersetzt, die Lesung ist wie immer zweisprachig, Eintritt frei.

Der Roman spielt in Rolândia, einer landwirtschaftliche Siedlung im brasilianischen Bundesstaat Paraná, die in den 1930er Jahren ein Zufluchtsort für mehr als 80 Familien wurde,  die aus politischen und/oder rassistischen Gründen vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Sie kamen aus großbürgerlichem, städtischem Milieu und mussten sich in der ungezähmten Natur als Landwirte und Kaffeepflanzer eine neue Existenz aufbauen.

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Luis S. Krausz, geboren 1961 als Kind exilierter Wiener Juden in São Paulo, studierte klassische Philologie und Hebräisch an der Columbia University, der University of Pennsylvania und der Universität Zürich. Er promovierte in jüdischer Literatur an der Universidade de São Paulo, arbeitete als freier Journalist, Übersetzer und Redakteur und ist heute Professor für hebräische und jüdische Literatur an der Universidade de São Paulo.  In deutscher Übersetzung erschien 2013 bei Hentrich und Hentrich sein Debütroman Verbannung (Desterro), 2017 bei Sonderzahl Deserto. Zwischen den Welten.

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Vier brasilianische Autoren zu Gast bei TFM

Die Buchmesse beginnt am Mittwoch, dem 14. Oktober und endet am Sonntag, 18.Oktober. Mittwoch bis Freitag sind Fachbesuchertage, am Wochenende ist die Messe für alle geöffnet. TFM wird mit einem Buchhandlungs- und Verlagsstand Stand in Halle 5.1 A27 vertreten sein. Unsere Buchhandlung bleibt während der Messewoche geschlossen, wir bieten Ihnen aber in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und dem Brasilianischen Kulturverein CCBF e.V. zwei interessante Lesungen am Donnerstag, dem 15.10. und Freitag, dem 16.10. jeweils um 20.00 Uhr in unseren Räumen in der Großen Seestraße 47 an.

Noemi Jaffe, copyright: Renato Parada

Noemi Jaffe, copyright: Renato Parada

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Luis Krausz, copyright: Hentrich&Hentrich

Ricardo Lisias, copyright: Fernanda Fiamoncini

Ricardo Lisias, copyright: Fernanda Fiamoncini

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Fernando Bonassi, copyright: cris bierrenbach

 Donnerstag freuen wir uns auf die Schriftstellerin Noemi Jaffe und den Autor und Übersetzer Luis Krausz. Marlen Eckl wird den Abend unter dem Titel „Ein Stück lebendiger Vergangenheit“ moderieren und übersetzen.Noemi Jaffe wurde 1962 in São Paulo geboren. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit unterrichtet sie Kreatives Schreiben und ist Literaturkritikerin der Folha de São Paulo. Zuletzt erschien in Brasilien der Roman Irisz – As Orquídeas. Luis Krausz, geboren 1961 als Kind exilierter Wiener Juden in São Paulo, studierte klassische Philologie und Hebräisch an der Columbia University, der University of Pennsylvania und der Universität Zürich. Er promovierte in jüdischer Literatur an der Universidade de São Paulo, arbeitete als freier Journalist, Übersetzer und Redakteur und ist heute Professor für hebräische und jüdische Literatur an der Universidade de São Paulo.  In deutscher Übersetzung erschien 2013 bei Hentrich und Hentrich sein Debütroman Verbannung (Desterro).In Brasilien hat er in diesem Jahr Bazar Paraná, den Albert von Brunn schon für nova cultura! gelesen und rezensiert hat. Am Freitag werden ebenfalls um 20.00 Uhr  Fernando Bonassi und Ricardo Lísias zu Gast sein. Michael Kegler moderiert und übersetzt die Lesung mit dem Titel „Was ist das für ein Land?“. Fernando Bonassi wurde 1962 in São Paulo geboren. 1998 war er mit einem Künstlerstipendium des DAAD in Berlin zu Gast. Zu dieser Zeit entstand sein bis dato wichtigster Roman Subúrbio. In Brasilien veröffentlicht er vor wenigen Wochen den neuen Roman Luxuria, über den er auch bei uns sprechen wird. Ricardo Lisias wurde 1975 ebenfalls in São Paulo geboren. Er veröffentlicht seit 1999. Zuletzt erschienen der Roman Divórcio (2013) sowie die Anthologie Concentração e outros contos  (2015). Alle Veranstaltungen sind zweisprachig portugiesisch-deutsch, der Eintritt ist frei. Partner und Sponsoren dieser Veranstaltungen: Die Autoren wurden vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland eingeladen. Organisation: Goethe Institut Besucherprogramm. Mit tatkräftiger Unterstützung des Centro Cultural Brasileiro Frankfurt CCBF e.V. und der Frankfurter Buchmesse. Über weitere interessante Veranstaltungen auf dem Buchmessegelände informieren wir in den nächsten Tagen.

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Brasilianischer Bücherfrühling

Am kalendarischen Frühlingsanfang lässt das entsprechende Wetter in diesem Jahr leider noch ein bisschen auf sich warten. Da kommt die schon recht beachtliche Anzahl an Neuerscheinungen brasilianischer Autoren in deutscher Übersetzung gerade recht, um das nächste Wochenende und vielleicht auch noch Ostern am warmen Ofen mit einem Buch zu verbringen.

Rafael Cardoso: Sechzehn FrauenNeun brasilianische Schriftstellerinnen und Schriftsteller waren auf der Leipziger Buchmesse zu Gast und haben in den vergangenen Tagen auch noch in anderen Städten ihre Bücher, einige davon in deutscher Übersetzung vorgestellt.

Druckfrisch bei uns eingetroffen sind:

Sechzehn Frauen (Entre as mulheres) von Rafael Cardoso, erschienen bei S.Fischer, ist  ein literarisches Porträt von Rio de Janeiro anhand von sechzehn Geschichten, in deren Zentrum jeweils eine Frau aus einem der Stadtteile von Rio steht. Verbindendes Element ist ein gewisser Rafael, der in jeder Geschichte auftaucht, mal als Liebhaber, mal als DJ und noch in allerlei anderen Nebenrollen.

Carola Saavedra: Landschaft mit DromedarEine Dreiecksgeschichte steht im Zentrum des Romans Landschaft mit Dromedar (Paisagem com dromedário) von Carola Saavedra aus dem C.H.Beck Verlag . Érika hat sich auf eine Insel zurückgezogen und spricht ihre Gedanken auf ein Tonbandgerät. Diese Aufnahmen richten sich an Alex, mit dem sie das Leben und auch die gemeinsame Geliebte Karen teilte.

Ronaldo Wrobel: Hannahs BriefeRonaldo Wrobels bei Aufbau erschienener Roman Hannahs Briefe (Traduzindo Hannah) führt uns in das Rio der 1930er Jahre, wo gerade die Hetzjagd auf Kommunisten eröffnet wird. Der Schuhmacher Max Kutner, ein jüngst aus Europa eingewanderter Jude, muss für die Geheimpolizei Briefe aus dem Jiddischen übersetzen. Dabei stößt er auf die Korrespondenz einer gewissen Hannah, in die er sich verliebt.

Luis S. Krausz: VerbannungLuis Krausz erzählt in seinem  Roman Verbannung (Desterro), erschienen bei Hentrich&Hentrich, über die Vielschichtigkeit seiner jüdisch-österreichischen Herkunft sowie von den komplizierten Beziehungen seiner Familie sowohl zur brasilianischen Gesellschaft als auch zur deutschsprachigen Welt. Verbannung bezieht sich einerseits auf die Auswanderung der Wiener Juden und andererseits auf das permanente Gefühl der Entfremdung, das zu einer Idealisierung der verlorenen Heimat und zugleich in Einsamkeit und Isolation führt.

Alle Bücher im portugiesischen Original und in deutscher Übersetzung sind bei uns in der Buchhandlung erhältlich. Wir wünschen eine anregende Lektüre.

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