Archiv der Kategorie: brasilianische autoren

Leticia Wierz eröffnet Veranstaltungsreihe „Brasilesen“

Die brasilianische Schriftstellerin Leticia Wierz eröffnet am

Montag, dem 26.9.2011 um  19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 die neue Veranstaltungsreihe

mit einer Lesung aus dem mitreißenden historischen Familienroman Das Haus der sieben Frauen (A Casa das Sete Mulheres): 10 Jahre warten die Frauen der Familie Gonçalves auf ihre Männer, die ausgezogen sind, die Unabhängigkeit zu erringen. 10 Jahre voller Einsamkeit, Hoffen und Mut. Brasiliens Bestseller zeigt die „weibliche Seite der Revolution“.

Die Lesung ist zweisprachig portugiesisch-deutsch. Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

Leticia Wierzchowski, Copyright: Carin Mandelli

Leticia Wierz (eigentlich Leticia Wierzchowski) wurde 1972 in Porto Alegre geboren. Ihre große Familiensaga »Das Haus der sieben Frauen« stand monatelang auf Platz eins der brasilianischen Bestsellerliste; die Verfilmung des Romans wurde zu einer der erfolgreichsten südamerikanischen TV-Produktionen der letzten Jahre. Leticia Wierz lebt bis heute in Porto Alegre.

BrasiLesen soll das Interesse für eine neue, hierzulande noch unbekannte  Schriftstellergeneration Brasiliens lenken und einen Vorgeschmack auf die vielen zu erwartenden Veranstaltungen im Jahr 2013 geben, wenn Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), des  Generalkonsulat von Brasilien, TAM Airlines, Litprom, der Literarischen Agentur Mertin und TFM-Centro do Livro.

weitere Termine der Veranstaltungsreihe (Beginn jeweils 19.30 Uhr, Zentralbibliothek Frankfurt)

02.11. Santiago Nazarian

17.11. Adriana Lisboa

05.12. João Gilberto Noll

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João Ubaldo Ribeiro liest in Wien

Im Rahmen der brasilianischen Literaturwoche liest João Ubaldo Ribeiro am kommenden Freitag, 16.9. um 19.00 Uhr in der Hauptbücherei Wien, Urban Loritz-Platz 2a aus seinem in unserem Verlag veröffentlichten Buch

Um Brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin

Deutsche Lesung: Kathrin Sartingen (Romanistik Wien), Moderation: Ute Hermanns (Bundesuniversität Ceará, Fortaleza – Brasilien).

Sollten Sie in der Nähe sein, schauen Sie unbedingt vorbei, es wird sicher ein sehr unterhaltsamer Abend.

Der Eintritt ist frei!

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Metropolitan Festival mit José Eduardo Agualusa und Fernando Molica

Der literarische Herbst, der in diesem Jahr mit besonders vielen Veranstaltungen rund um die portugiesischsprachige Literatur aufwarten wird, wirft bereits seine Schatten voraus.

Vom 31.August bis 4. September findet zum wiederholten Mal das von der Frankfurter Romanfabrik organisierte Metropolitan Festival statt. Unter dem Motto „Die erzählte Stadt“ nehmen diesmal mit José Eduardo Agualusa und Fernando Molica auch zwei portugiesischsprachige Autoren teil und vertreten die Städte Luanda bzw. Rio de Janeiro.

José Eduardo Agualusa liest aus seinem neuesten Buch Barroco Tropical  (deutsch von Michael Kegler, erschienen im A1-Verlag) und diskutiert in

Frankfurt: Donnerstag, 01.09., 19.30 Uhr
Haus am Dom, Domplatz 3

Darmstadt: Freitag, 02.09., 18.00 Uhr
Kammerspiele/Staatstheater, Georg-Büchner-Platz 1

Darmstadt: Samstag, 03.09,17:00 Uhr
PODIUM I mit José Eduardo Agualusa, Lilian Faschinger, Helmuth Berking, Julika Griem und Ruth Fühner, Darmstadt, TU/Schloß.

 

Die Veranstaltungen mit Fernando Molica (Er liest aus Krieg in Mirandão, übersetzt von Michael Kegler, erschienen bei Nautilus)  finden statt in

Darmstadt: Freitag, 02.09., 21.00 Uhr
Kammerspiele/Staatstheater, Georg-Büchner-Platz 1

Frankfurt: Samstag, 03.09., 20.00 Uhr
Mainforum, Wilhelm-Leuschner-Straße 79

Frankfurt, Sonntag, 04.09, 11:00 Uhr
PODIUM II mit Fernando Molica, Eduardo Mendoza, Joachim Schares, N.N. und Dieter Bartetzko
Frankfurt, Deutsches Architekturmuseum

Eintritt jeweils 8,00 EUR/ ermäßigt 4,00 EUR

Weitere Informationen zu den Büchern, Autoren und weiteren Festivalteilnehmern aus New York, Paris, Wien und Barcelona auf der eigens von der Romanfabrik eingerichteten Seite.

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Moacyr Scliar (1937-2011)

Der brasilianische Schriftsteller  Moacyr Scliar ist am vergangenen Wochenende in Porto Alegre an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer wurde 1937 im südbrasilianischen Porto Alegre geboren. Er veröffentlichte neben seiner langjährigen Tätigkeit als Arzt mehr als 70 Romane, Essays, Kinder- und Jugendbücher und war einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Brasiliens. In deutscher Übersetzung erschienen unter anderem der großartige Roman Die Ein-Mann-Armee (O exercíto de um homem só) und Der Zentauer im Garten (O Centauro no Jardim). Beide sind im Moment leider nicht mehr lieferbar. Dreimal wurde Moacyr Scliar mit dem wichtigsten brasilianischen Literaturpreis dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr sein Roman Eu vos abraço milhões.

Wie vielen anderen ist auch mir der Diskussionsbeitrag Moacyr Scliars beim portugiesischen Literaturfestival Correntes d’Escritas im Jahr 2009 in Erinnerung geblieben. Bei einer Debatte  mit dem Titel O medo ou o fascínio do desconhecido (Die Angst oder die Faszination des Unbekannten) erzählte er  dort von seinem Vater, der 1917 als Jugendlicher in Russland ein Schiff nach Brasilien bestiegen hatte, ohne zu wissen, was ihn dort erwarten würde. Niemals zuvor hatte er eine Ananas, Mango oder Banane gesehen – doch verband er mit Brasilien vor allem die  ein Land mit mildem Klima, liebenswürdigen Menschen und tropischen Früchten. Als das Schiff schließlich im Hafen von Porto Alegre anlegte,  stand dort ein Großteil der Bevölkerung am Kai und einer der Gaúchos reichte dem Jungen eine Banane. Er verstand, dass es sich um etwas zu essen handelte, hatte jedoch keine Ahnung, wie er die Banane essen sollte.  Nachdem er entdeckt hatte, dass sich die Banane wie eine Orange schälen ließ,  nahm er an, dass auch die Banane aus Schale und Kern bestehen würde, hielt die Frucht für den Kern und begann zur Verwunderung des Gaúchos die Schale der Banane zu essen.

„Der Schriftsteller ist jemand, der die Banane anschaut und die Schale isst“, so Scliar in seinem Vortrag, „dieser Schritt ins Unbekannte ist die Voraussetzung für Literatur, die die Aufgabe hat, das Unbekannte in Magie zu verwandeln.“

siehe auch:

Isabel Coutinho in Ciberescritas

Correntes d’Escritas 2009

Público

Der brasilianische Verleger Luis Schwarcz über Moacyr Scliar

Nachruf von Albert von Brunn bei nova cultura!

Nachruf in der taz

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Agualusa und Verissimo – neue Hörbücher

Unser Hörbuchsortiment wird entsprechend des nach wie vor nicht sehr umfangreichen Angebots in Portugal und Brasilien stetig erweitert. Neu hinzugekommen sind jetzt je ein Titel des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa und von Luis Fernando Verissimo aus Brasilien.

Der Schauspieler Fernando Alves hat Agualusas Reiseroman Um estranho em Goa eingelesen. Das Begleitheft enthält bisher unveröffentlichte Illustrationen des Autors, und Texte von Ana Paula Guimarães, António Tomás und Marta Lança.

Luis Fernando Verissimo humoristische Kurzerzählungen um den Psychoanalytiker Bagé Todas as histórias do Analista de Bagé wurden von Nelson Freitas gelesen und auf einer MP3-CD veröffentlicht.

Beide Titel sind ab sofort bei uns erhältlich.

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Eduardo Bueno: Brasil – uma história

In erweiterter und überarbeiteter Neuauflage ist jetzt der großformatige Band Brasil – uma história von Eduardo Bueno neu erschienen. Mit dem Slogan „O historiador pop“ bewirbt der Verlag seinen Autor auf dem Umschlag, und tatsächlich macht das Buch sehr lesbaren Eindruck, der durch die vielen Abbildungen noch unterstützt wird.  Eduardo Bueno hat bisher ca. 20 Titel veröffentlicht, die meisten haben die brasilianische Geschichte zum Thema. Er arbeitet als Journalist sowohl für Zeitungen als auch für das brasilianische Fernsehen.

Brasil – uma história bietet auf knapp 500 Seiten einen populärwissenschaftlichen Zugang zur brasilianischen Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, die Regierungszeit von Lula wird bereits berücksichtigt. Das Buch ist ab sofort in unserer Frankfurter Buchhandlung und online erhältlich.

Eduardo Bueno: Brasil – uma história, LeYa Brasil 2010

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Prémio Portugal Telecom geht an Chico Buarque

Leite derramado, der 2009 erschienene Roman des brasilianischen Schriftstellers und Musikers Chico Buarque, wurde gestern in Brasilien mit dem Prémio Portugal Telecom ausgezeichnet. Damit erhielt Chico Buarque innerhalb weniger Tage bereits die zweite Auszeichnung, nachdem auch die Jury des Prémio Jabuti den Roman zum besten Buch des vergangenen Jahres gekürt hatte. Bisher liegt noch keine deutsche Übersetzung vor, sie ist jedoch bereits in Planung.

Der Prémio Portugal Telecom ist mit insgesamt 150.000 Reais dotiert, Chico Buarque erhält davon 100.000, die verbleibende Summe geht an Rodrigo Lacerda (für den Roman Outra Vida), der den zweiten Preis erhielt sowie an Armando Freitas Filho für den Lyrikband Lar.

 

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Ein Brasilianer in Berlin – Um Brasileiro em Berlim

Hier im Blog war im Rahmen der Buchmesseberichterstattung schon von unserem neuesten Buchprojekt die Rede – der zweisprachigen Ausgabe von João Ubaldo Ribeiros Ein Brasilianer in Berlin – Um Brasileiro em Berlim, aber nach den hektischen Wochen rund um die Messe soll es noch einmal offiziell vorgestellt werden.

Der brasilianische Autor João Ubaldo Ribeiro, bekannt hierzulande vor allem durch die Romane Brasilien, Brasilien (Viva o Povo Brasileiro) und Das Lächeln der Eidechse (O sorriso do lagarto) – beide bei Suhrkamp erschienen -, erhielt 1990/1991 ein Stipendium des DAAD und kam in dieser für Deutschland so spannenden Zeit für fünfzehn Monate nach Berlin. Die Frankfurter Rundschau bat ihn seinerzeit, seine Erfahrungen und Eindrücke, Beobachtungen und Gedanken aufzuschreiben –  die daraus entstandenen Kolumnen erschienen monatlich in der Wochenendbeilage der Zeitung. Später wurden sie in deutscher Übersetzung von Ray-Güde Mertin bei Suhrkamp und im portugiesischen Original in Brasilien veröffentlicht. Obwohl inzwischen 20 Jahren ins Land gegangen sind, haben die Texte kaum an Aktualität eingebüßt, humorvolle sind dabei wie Sexy Brasil, Sexy Berlin oder Die Indianer von Berlin und andere, die zum Nachdenken anregen, wie Alte, kriegerische Stadt.

Wir denken und hoffen, dass wir mit dieser zweisprachigen Ausgabe vielen Leserinnen und Lesern entgegen kommen, die eine der beiden Sprachen lernen oder ihre Kenntnisse der Sprache und Kulturen vertiefen möchten und wünschen viel Spaß bei der Lektüre. Das Buch gibt es direkt bei uns, es kann aber selbstverständlich auch in jeder guten Buchhandlung bestellt werden.

João Ubaldo Ribeiro: Um brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin, zweisprachige Ausgabe portugiesisch-deutsch, TFM – Verlag Teo Ferrer de Mesquita 2010, 14,80 EUR, ISBN 978-3-939455-04-2

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Preisträger des Prêmio Jabuti

Die Preisträger des bedeutendsten brasilianischen Literaturpreises Prêmio Jabuti, der alljährlich in zahlreichen Kategorien vergeben wird, sind Ende letzter Woche bekannt gegeben worden.

In der Kategorie bester Roman erhält der hierzulande noch unbekannte Autor Edney Silvestre den ersten Preis für sein Buch Se eu fechar os olhos agora. An Chico Buarques Roman Leite derramado wurde der zweite Preis vergeben, dritter wurde Luis Fernando Verissimos neuester Roman Os espiões.

In der Kategorie Jugendbuch wurde der angolanische Schriftsteller Ondjaki für Avódezanove e o segredo do Soviético ausgezeichnet.

Alle Preisträger wurden auf der Seite der Câmara Brasileira do Livro veröffentlicht.

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Valdir Cruz: Raízes/Roots

Der brasilianische Verlag Imprensa Oficial präsentiert am Freitag, den 8.Oktober um 12.45 Uhr den Bildband Raízes – Árvores da paisagem do Estado de São Paulo des Fotografen Valdir Cruz im Forum Dialog Halle 6.1 E913 der Frankfurter Buchmesse.

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