Viva Portugal! – im Naxos Kino

vivaportugalDer April steht vor der Tür und damit auch der Jahrestag der portugiesischen Nelkenrevolution. Einen Tag später, am 26. April um 19.30 Uhr wir im Frankfurter Naxos-Kino ( im Theater Willy Praml, Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19, gegenüber Mousonturm) der Dokumentarfilm Viva Portugal! von Malte Rauch, Christiane Gerhards und Samuel Schirmbeck gezeigt. Der Film  begleitet den revolutionären Prozess „ aus der Sicht von unten nach oben“. Er lässt die Akteure selbst zu Wort kommen. Auf die unblutige Revolution mit den roten Nelken in den Gewehrläufen, folgte die ebenso gewaltfreie Niederschlagung des Gegenputsches. Mangels echter Berichterstattung über die Ereignisse in Portugal lockte der Film Viva Portugal! seinerzeit viele Menschen in die Kinos und in die Versammlungssäle; nicht nur in Deutschland.

Zum Filmgespräch werden der Regisseur Malte Rauch und der Ex- ZEIT Redakteur Michael Schwelin erwartet. Vor und nach dem Film singt der 3. Welt Chor das Revolutionslied Grandola Vila Morena und andere portugiesische Lieder.

Filmbeginn 19:30 Uhr
Diskussion ab ca. 21:00 Uhr
Naxoshalle: Einlass und Theke geöffnet ab 19.00 Uhr, Eintritt 7 EUR, ermäßigt 4 EUR.

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Ilse Losa: Die Welt in der ich lebte – wieder aufgelegt

Ilse Losa: Die Welt in der ich lebteLange war es in deutscher Übersetzung vergriffen, Ilse Losas Roman Die Welt in der ich lebte, der 1949 als O Mundo em que vivi in portugiesischer Sprache erschien, seither in Portugal zahlreiche Auflagen erlebt hat und zur Schullektüre gehört. Das von Maralde Meyer-Minnemann noch unter Mitarbeit der 2006 verstorbenen Autorin übersetzte Buch wurde jetzt vom Bergmann Verlag aus Melle wieder aufgelegt.

Als Ilse Lieblich wurde Ilse Losa 1913 in Buer geboren und wuchs in Osnabrück auf. 1934 floh sie vor der Gestapo und verließ das von den Nazis regierte Deutschland. Sie gelangte in den Norden Portugals, wo sie 1935 in Porto den Architekten Armênio Losa heiratete und die portugiesische Staatsbürgerschaft annahm. Nach O Mundo em que vivi folgten zahlreiche weitere Bücher, unter anderem Sob Céus Estranhos (Unter fremden Himmeln, leider zur Zeit vergriffen), das sich mit dem Ankommen in Portugal beschäftigt und Kinderbücher wie O Príncipe Nabo oder Um Fidalgo de Pernas Curtas, die auch heute noch in Portugal gern gelesen werden.

2013, anlässlich des 100. Geburtstags von Ilse Losa,  hat Deutschland Radio Kultur einen sehr interessanten Beitrag veröffentlicht, den wir unbedingt zur Lektüre empfehlen, ebenso wie natürlich Die Welt in der ich lebte, das sie ab sofort bei uns in der Buchhandlung finden können.

Ilse Losa: Die Welt in der ich lebte, Bergmann Verlag, 2016, 12,90 EUR

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Lura – Konzert in Mainz

3567257623521Die kapverdische Sängerin Lura hat ein neues Album mit dem Titel Herança. Es ist Ende letzten Jahres beim Label Lusafrica erschienen und seit 2009 das erste Album mit neuen Liedern. Lura ist Anfang April in Deutschland unterwegs und stellt ihre neuen Songs in Berlin, Karlsruhe und Mainz vor.

7.4. 20.00 Uhr Berlin, Lido

9.4. 20.30 Uhr Karlsruhe, Tollhaus

11.4. 20.00 Uhr Mainz, Frankfurter Hof

Für alle Konzerte gibt es noch Tickets, die Sie auch bei uns in der Buchhandlung bekommen können, ebenso wie natürlich diverse Alben von Lura.

Herança ist eine wundervolle Gelegenheit, die reiche Kultur von Cabo Verde und seine Menschen, Traditionen und Musik in der Gesellschaft der wohlklingenden, charismatischen Sängerin wiederzuentdecken.

Zum Reinhören hier der erste Song Sabi di Más der neuen CD .

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Histórias de bolso – Lesestoff für fortgeschrittene Lerner

Mit dem von Gonçalo Duarte herausgegebenen Titel Histórias de bolso hat der portugiesische Verlag Lidel endlich einen „Easy Reader“für fortgeschrittene Lerner der portugiesischen Sprache veröffentlicht (Niveau B2/C1 des europäischen Referenzrahmens).

Gonçalo Duarte: Histórias de bolsoDas Buch enthält 21 Erzählungen zeitgenössischer lusophoner Autorinnen und Autoren aus allen Ländern des portugiesischsprachigen Sprachraums.  Die Erzählungen stammen unter anderem von Pepetela, Luís Cardoso, Ana Paula Maia, Daniel Galera, Joana Bértholo, Adilia Lopes, José Eduardo Agualusa, Altino do Tojal, Olinda Beja, Bernardo Carvalho, Luís Carlos Patraquim und Fernando Bonassi. Alle Texte sind mit Vokabelerklärungen in  portugiesischer Sprache versehen, sodass schwierige Wörter – ein bestimmtes Basisvokabular vorausgesetzt – gleich verständlich sind, ohne ein Wörterbuch bemühen zu müssen. Somit ist ein erster Zugang zur Literatur gesichert, bei der die erlernten Portugiesischkenntnisse auf den Prüfstand gestellt werden können. An die einzelnen Texte schließen sich Übungen zum Vokabular, zur Syntax und Grammatik an.  Kurze biographische Angaben zu allen Autoren und ein Lösungsschlüssel runden das gelungene Buch ab.

Es versteht sich von selbst, dass das Buch ab sofort bei uns in der Buchhandlung oder online erworben werden kann.

Gonçalo Duarte (Hrsg.): Histórias de bolso. 21 contos de autores lusófonos anotados para estrangeiros. Lidel 2016

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Leipzig liest – Portugal auf der Leipziger Buchmesse

In der kommenden Woche beginnt die Leipziger Buchmesse, an der in diesem Jahr auch Portugal mit einem eigenen Stand und einer Autorendelegation vertreten sein wird. Hier das Programm:

Rui Zink: Die Installation der Angst17.03.2016 12.00 Uhr Leseinsel der jungen Verlage, Halle 5, G 200
Rui Zink: Die Installation der Angst
vorgestellt von Stefan Weidle (Verleger) und Michael Kegler (Übersetzer)

18.03.2016 10:00-10:30 Uhr João Tordo liest aus
Stockmanns Melodie
(Übers.: Barbara Mesquita, Droemer 2016)
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 10:30-11.00 Uhr David Machado9789722052764
Literaturpreis der Europäischen Union für Índice Médio de Felicidade , 2015
Moderation: Markus Sahr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 11:30-12:00 Uhr João Tordo / David Machado
am Stand der Portugiesischen Botschaft
Halle 4, C406

Hélia Correia: Lillias Fraser18.03.2016 14:00-15:00 Uhr Hélia Correia
Lesung und Gespräch mit Christiane Lange
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

João Tordo: Stockmans Melodie18.03.2016 15:30-16:30Uhr João Tordo
Lesung und Gespräch
Moderation: Günter Keil
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 17:00 Uhr
Alexandra Lucas Coelho
Lesung und Gespräch O Meu Amante de Domingo
Moderation: Christiane Lange
Café Europa, Halle 4, E 401

19.03.2016 10:30-11:00 Uhr Alexandra Lucas Coelho am Stand
Stand Botschaft von Portugal Halle 4, C4069789896712372

19.03.2016  11:30 – 12:30 Uhr
Hélia Correia liest aus dem Werk von Luís de Camões.
Stand Botschaft von Portugal Halle 4, C406 (in Zusammenarbeit mit dem Elfenbein-Verlag)

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Zelia Fonseca am 19.3. in der Brotfabrik

Die in Heidelberg lebende brasilianische Sängerin Zélia Fonseca präsentiert ihr neues Album O terceiro olho da abelha (Das dritte Auge der Biene) am Samstag, 19. März, 20.00 Uhr in der Frankfurter Brotfabrik.

Karten für 18,60 EUR gibt es bei uns im Vorverkauf.

abelha_zeliaFrankfurt war Zélia Fonsecas erstes Zuhause, als sie 1993 mit der Sängerin Rosanna Tavares über Portugal und Finnland nach Deutschland kam. Und so bleibt die Stadt am Main für immer so etwas wie eine zweite Heimat für sie.
„Diese Release-Konzerte in der Brotfabrik sind eine schöne Tradition geworden“, sagt Fonseca und führt diese auch nach dem tragischen Tod von Rosanna Tavares 2006 als Solistin fort.

Live präsentiert Gitarristin und Sängerin Zélia Fonseca ihren einzigartigen, melodisch-rhythmisch sowie poetischen Sound mit ihrer wunderbaren Band mit Angela Frontera (Drums, Percussion), Kosho (E-Gitarre), Sebastian Schlappner (Bass, Moog) und den beiden Celistinnen Rosana Leventhal und Anne Schumacher.

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Chico Buarque: Mein deutscher Bruder

Chico Buarque: Mein deutscher BruderChico Buarque, seit den 1960er Jahren einer der bekanntesten brasilianischen Sänger, hatte einen deutschen Halbbruder. Sergio Günther war der Sohn von Chico Buarques Vater, dem bekannten Historiker Sérgio Buarque de Holanda, der in den 1930er Jahren als Journalist in Berlin war und der jungen Deutschen Anne Ernst. Sergio wurde adoptiert und war als Sergio Günther ein erfolgreicher Moderator und Sänger in der DDR. Er starb 1981, sodass sich die singenden Halbbrüder nie begegnet sind.

In Chico Buarques Familie war die Existenz des Halbbruders zunächst ein gut gehütetes Geheimnis, von dem er erst mit Mitte 20 erfuhr.  Jetzt, Jahre später und inzwischen auch als Schriftsteller erfolgreich, ist diese zweifellos spannende Familiengeschichte Ausgangspunkt für seinen Roman O irmão alemão, der 2015 im Original erschien und jetzt in deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner bei S. Fischer mit dem Titel Mein deutscher Bruder veröffentlicht wurde.

Chico Buarque: O irmão alemãoDer Roman, in dem der Protagonist Ciccio heißt und auch nur einen Bruder und nicht wie im wirklichen Leben sechs Geschwister hat, ist Ergebnis einer jahrelangen Recherche von Chico Buarque, die besonders in dieser Reportage der portugiesischen Zeitung Público sehr gut dokumentiert ist.

Für die deutschen Leser ist auch ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur interessant.

Original und Übersetzung erhalten Sie wie immer bei uns in der Buchhandlung.

Chico Buarque: Mein deutscher Bruder, S.Fischer 2016, 19,99 EUR

Chico Buarque: O meu irmão alemão, Companhia das Letras, 22,50 EUR

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Carla Maia de Almeida: Bruder Wolf

9783737353601Eines unserer Lieblingsjugendbücher erscheint heute in deutscher Übersetzung: Bruder Wolf geschrieben von der portugiesischen Autorin Carla Maia de Almeida und wunderbar zweifarbig illustriert von António Jorge Gonçalves. Der Originaltitel Irmão Lobo wurde 2013 bei Planeta Tangerina veröffentlicht, einem portugiesischem Verlag, der immer wieder durch hervorragende Gestaltung beeindruckt und dessen Autoren bereits einige Preise, unter anderem auf der Kinder-und Jugendbuchmesse in Bologna erhalten haben. Auch Irmão Lobo wurde für den renommierten White Ravens Katalog ausgewählt.

Bruder Wolf, übersetzt von Claudia Stein, und jetzt bei Fischer/ Sauerländer erschienen, erzählt mit leichter Hand von einem eigentlich komplizierten Thema, dem langsamen Auseinanderbrechen einer portugiesischen Familie vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise.

Wenn man fünfzehn ist, sind sieben Jahre fast das halbe Leben. So lange ist es her, dass Bolotas Kindheit jäh endete. Dass in jenem Sommer alles außer Kontrolle geriet, weiß Bolota mit Sicherheit, warum und wie genau das passierte, jedoch nicht. Ihre Erinnerungen sind Bruchstücke. Da war die Autofahrt mit ihrem Vater zum Haus der Großeltern. Die Rückfahrt durch den Wald. Das Feuer, das immer näher kam. Der Vater, der Hilferufe hörte und in die Flammen lief. Und da war plötzlich ihr Hund, der aus dem Nichts neben dem Wagen auftauchte und ihr beistand – ihr Bruder Wolf.

Ein ungewöhnliches, großartiges Buch, das sich nur schwer in Worte fassen lässt und das wir Ihnen wirklich ans Herz legen möchten. Altersempfehlung 12-15 Jahre, aber auch für erwachsene Leser ein tolles Buch.

Bei uns wie immer im Original und der deutschen Übersetzung verfügbar.

Carla Maia de Almeida/António José Gonçalves: Bruder Wolf, 14,99 EUR

Carla Maia de Almeida/António José Gonçalves: Irmão Lobo, 19,50EUR

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Javier Cercas

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

Javier Cercas: As leis da fronteiraIn diesem Jahr wurde wieder ein belletristisches Werk ausgezeichnet. Die Jurymitglieder Carlos Vaz Marques, Helena Vasconcelos, Isabel Pires de Lima, João Rios und José Manuel Fajardo haben sich aus der Liste der 13 Nominierten für den spanischen Autor Javier Cercas  und seinen 2014 in Portugal bei Assírio und Alvim erschienenen Roman As leis da fronteira (deutsche Übersetzung: Outlaws, bei S. Fischer erschienen) entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen.

Javier Cercas wurde 1962 in Cárceres geboren und hat bereits einige erfolgreiche Bücher veröffentlicht. Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. In Portugal erschien zuletzt 2015 der Roman O Impostor.

Die Pressemeldung der Festivalorganisation findet sich hier.

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Maria Isabel Barreno: Der Herr der Inseln

Maria Isabel Barreno: Der Herr der InselnEine erfreuliche Nachricht erreicht uns aus dem Berliner Verlag Editon Tranvia. Der „Kapverden-Roman“ Der Herr der Inseln (Originaltitel: O Senhor das Ilhas, leider vergriffen)  von Maria Isabel Barreno ist wieder lieferbar.  Erstmals 2005 erschienen, erzählt das von Renate Heß ins Deutsche übersetzte Buch die Geschichte des jungen portugiesischen Kapitäns Manuel António Martins, der im Jahr 1792 auf der Insel Boavista Schiffbruch erleidet. Mit seinem Leben und dem seiner Familie erzählt Maria Isabel Barreno auch die Geschichte der Kapverdischen Inseln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Maria Isabel Barreno, geboren 1939, wurde als Schriftstellerin international durch den gemeinsam mit Maria Teresa Horta und Maria Velho da Costa („die drei Marias“) verfassten feministischen Briefroman Neue Portugiesische Briefe (Novas Cartas Portuguesas) bekannt. Bei TFM ist 1997 der zweisprachige Band Letras Portuguesas erschienen.

Bis zum 15. März gilt für Der Herr der Inseln ein Subskriptionspreis von 20,00 EUR, danach kostet das Buch 24,80 EUR.  Die Neuauflage können Sie ab sofort bei uns in der Buchhandlung kaufen oder online bestellen.

Maria Isabel Barreno: Der Herr der Inseln, Edition Tranvia 2016

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