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Leipzig liest – Portugiesischsprachige Autoren auf der Leipziger Buchmesse

Wir sind auch in Leipzig, daher hat die Buchhandlung in den kommenden Tagen wie folgt geöffnet:
am 15. und 16. März von 09.00 bis 13.00 Uhr
Am Samstag, 17.3. bleibt die Buchhandlung geschlossen, am Montag, 19.3.,  sind wir mit sicher vielen frischen Eindrücken zu den gewohnten Öffnungszeiten zurück.

PORTUGIESISCHSPRACHIGE AUTOREN AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE 2018

15, 16, 17, 18 März 2018 | Leipziger Buchmesse

Im dritten Jahr in Folge stellt sich Portugal zwischen dem 15. und 18. März auf der Leipziger Buchmesse vor, der zweitgrößten Buchmesse in Deutschland und eine der wichtigsten Europas. Wie in den letzten Jahren baut die Botschaft von Portugal / Camões Berlim bei ihrem Auftritt auf die Reichweite der CPLP (Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder) und vermag so dem deutschen Publikum die umfassende Welt der portugiesischsprachigen Literatur zu vermitteln. Die im Rahmen der Leipziger Buchmesse eingeladenen Autoren Almeida Faria, Isabela Figueiredo und Rui Cardoso Martins werden außerdem noch in Luxemburg, Wien und Genf lesen.

Autorinnen wie Hélia Correia, die 2015 mit dem Prémio Camões ausgezeichnet wurde, und Sophia de Mello Breyner werden herausgehoben, neben anderen namhaften Autoren wie Bernardo Carvalho, brasilianischer Schriftsteller, der bereits zweimal mit dem Prémio Jabuti ausgezeichnet wurde, den kapverdischen Autoren Arménio Vieira, Preisträger des Prémio Camões 2009 und Filinto Elísio sowie Rui Cardoso Martins, der 2017 Residenzautor in Berlin war, den Dichtern Marta Chaves, Miguel Manso und Ricardo Domeneck, dem angolanischen Schriftsteller Kalaf Epalanga sowie Isabela Figueiredo e Almeida Faria.

Die Präsenz der portugiesischsprachigen Literatur auf der Leipziger Buchmesse ist Ergebnis der Partnerschaft zwischen der Botschaft von Portugal / Camões Berlim, der DGLAB-Direção Geral do Livro, dos Arquivos e das Bibliotecas, der Calouste Gulbenkian Stiftung, der EGEAC/Casa Fernando Pessoa und den Botschaften von Brasilien und Kap Verde in Berlin.

PROGRAMM

Donnerstag, 15. März

11.30 – 12.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Almeida Faria
Lesung und GesprächAlmeida Faria, einer der größten Namen der portugiesischen Literatur wurde mehrfach ausgezeichnet und in über 10 Sprachen übersetzt. Almeida Faria stellt in Leipzig O Conquistador (1990) vor, einen Roman, der – ungewohnt in der zeitgenössischen portugiesischen Literatur – mit der Parodie arbeitet und eines der größten nationalen Mythen erkundet: Die Rückkehr des Königs D. Sebastião, der 1578 in Nordafrika „verschwunden“ ist.Übersetzerin: Barbara Mesquita
Moderator: Michael Kegler

12.00 – 12.30 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Almeida Faria
Begegnung und Signierstunde

15.00 – 15.30 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Arménio Vieira
Lesung und GesprächDer erste Schriftsteller aus Kap Verde, der mit dem Prémio Camões ausgezeichnet wurde, dem wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Arménio Vieira stellt in Leipzig mit Silvenius – Antologia Poética vor (2016) eine Sammlung von circa 90 Gedichten vor, die in den letzten 40 Jahren entstanden sind.Übersetzer und moderator: Michael Kegler

15.30 – 16.00 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Filinto Elísio
Lesung und GesprächDer Dichter, Romancier und Essayist Filinto Elísio hat bereits zwölf Bücher publiziert. Der Autor stellt in Leipzig sein Werk Zen Limites (2016) vor, ein Gedichtband, der sich mit der Weltliteratur auseinandersetzt ohne seine kapverdische Identität zu verlieren.Übersetzer und moderator: Michael Kegler

16.00 – 16.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Isabela Figueiredo
Lesung und GesprächIsabela Figueiredo ist eine der stärksten Stimmen in der Anklage des portugiesischen Kolonialismus. Sie wurde in Moçambique geboren und kehrte 1975 wie Tausende andere mit dem Kontingent an Rückkehrern nach Portugal zurück. Caderno de Memórias Coloniais (2009) und A Gorda (2016) sind intime Porträts, die den Widerspruchsgeist und die Unzufriedenheit der Autorin mit der konventionellen Erzählung des kolonialen Portugal offenbaren.Übersetzer: Marianne Gareis und Markus Sahr
Moderator: Markus Sahr

16.30 – 17.00 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Isabela Figueiredo
Begegnung und Signierstunde

19.30 Uhr
Café Tunichtgut
Kolonnadenstraße 5,
04109 Leipzig

Lyrik aus Portugal bei Niemerlang – Lyrik-Spezial zur Leipziger Buchmesse
Miguel-Manso und Marta Chaves

Lesung und GesprächMiguel-Manso und Marta Chaves stellen ihre jüngsten Gedichte in einer gemeinsamen Lesung mit den deutschen Dichtern Thilo Krause und Sylvia Geist vor.Übersetzerin: Odile Kennel
Moderation: Carl-Christian Elze,
Mitwirkende: Ricardo Domeneck

 

Freitag, 16. März

10.30 – 11.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Bernardo Carvalho
Lesung und GesprächBernardo Carvalho ist einer der großen Namen der brasilianischen Literatur. Zweimal wurde er bereits mit dem wichtigsten Literaturpreis Brasiliens, dem Prémio Jabuti, ausgezeichnet. In seinem jüngsten Werk Simpatia pelo Demônio (2016) verbindet Bernardo Carvalho das sehr aktuelle Thema des islamistischen Terrorismus mit der Geschichte einer Leidenschaft zwischen dem Protagonisten und einem mexikanischen Studenten, die in Berlin spielt.Übersetzerin: Karin von Schweder-Schreiner
Moderation: Margrit Klingler-Clavijo

11.00 – 11.30 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Bernardo Carvalho
Begegnung und Signierstunde

12.00 – 12.30 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Hélia Correia, Zwanzig Stufen und andere Erzählungen
Lesung und GesprächHélia Correia ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Portugals. 2015 wurde sie mit dem wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, dem Prémio Camões, ausgezeichnet. 2016 war sie Teil der portugiesischen Schriftstellerdelegation und Gast bei der Leipziger Buchmesse. Dieses Jahr stellt der Leipziger Literaturverlag ihr erstes, ins Deutsche übersetzte Buch vor.Übersetzung und moderation: Dania Schüürmann

16.30 – 17.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Rui Cardoso Martins
Lesung und GesprächRui Cardoso Martins ist hauptberuflich Schriftsteller, Drehbuchautor und Kolumnist. Zweimal wurde er bereits mit dem Großen Preis der Portugiesischen Autorenvereinigung ausgezeichnet. In Leipzig stellt Rui Cardoso sowohl den Roman O Osso da Borboleta (2014) vor, der das Portugal des vergangenen Jahrhunderts porträtiert, als auch Levante-se o Réu (2015), eine Sammlung von Gerichts-Kolumnen, die über einen Zeitraum von 17 Jahren in der Tageszeitung Público veröffentlicht wurden und für die er zweimal mit dem Preis Gazeta de Jornalismo ausgezeichnet wurde.Übersetzung und moderation: Michael Kegle

17.00 – 17.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Portugiesischsprachige Literatur
Lesung und GesprächWas bedeutet es, wenn Schriftsteller aus 4 Kontinenten in einer gemeinsamen Sprache schreiben? Margrit Klingler-Clavijo und vier Schriftsteller sprechen über das Schreiben auf Portugiesisch.
Mit Almeida Faria, Rui Cardoso Martins, Bernardo Carvalho, Isabela Figueiredo, Kalaf Epalanga.Moderation: Margrit Klingler-Clavijo

17.30 – 18.00 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Autoren am Stand
Begegnung und SignierstundeMit Almeida Faria, Rui Cardoso Martins, Bernardo Carvalho, Isabela Figueiredo, Kalaf Epalanga.

 


 

Samstag, 17. März

12.00 – 12.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Lyrik aus Portugal
Miguel-Manso

Lesung und Gespräch2008 publiziert Miguel-Manso seine ersten zwei Titel im Eigenverlag. Von der Kritik wird er als Offenbarung gefeiert.Übersetzerin: Odile Kennel
Moderation: Ricardo Domeneck

12.30 – 13.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Lyrik aus Portugal
Marta Chaves

Lesung und GesprächMarta Chaves schreibt seit ihrem 17. Lebensjahr Gedichte; ihr neues Buch Varanda de Inverno wird im April 2018 beim Verlag Assírio e Alvim (Porto Editora) erscheinen.Übersetzerin: Odile Kennel
Moderation: Ricardo Domeneck

13.00 – 13.30 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Lyrik aus Portugal
Marta Chaves und Miguel-Manso

Begegnung und Signierstunde

14.30 – 15.00 Uhr
Stand Botschaft von Portugal / Instituto Camões, Halle 4,  Stand C402

Sophia de Mello Breyner Andresen – Poetischer Widerstand im Estado Novo
Lesung und GesprächSophia de Mello Breyner Andresen (1919-2004), eine der bedeutendsten portugiesischen Schriftstellerinnen, ist in verschiedene Sprachen übersetzt und wurde, neben zahlreichen anderen wichtigen Literaturpreisen, als erste portugiesische Schriftstellerin mit dem Prémio Camões ausgezeichnet (1999). Die Dissertation von Diana Gomes Ascenso stellt eine Neubewertung des Werks von Sophia de Mello Breyner Andresen (1919-2004) als politische Poesie des vermeintlich Unpolitischen vor.Autorin: Diana Gomes Ascenso
Moderation: Prof. Dr. Verena Dolle

15.00 – 15.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Ricardo Domeneck
Lesung und GesprächDer Schriftsteller lebt in Berlin. In Leipzig stellt er seine zweisprachige Anthologie Körper: ein Handbuch / Corpo: um manual vor. Der Körper als Subjekt der Lust, als Ort der Anatomie, als Instanz der Wahrnehmung von Welt: Geschichte, Alltag, Philosophie, Pop und Poesie, Persönliches und Politisches gehen in den Gedichten des Brasilianers Ricardo Domenecks eine Synthese ein.Übersetzerin: Odile Kennel
Moderation: Jo Frank

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Leipzig liest – Portugal auf der Leipziger Buchmesse

In der kommenden Woche beginnt die Leipziger Buchmesse, an der in diesem Jahr auch Portugal mit einem eigenen Stand und einer Autorendelegation vertreten sein wird. Hier das Programm:

Rui Zink: Die Installation der Angst17.03.2016 12.00 Uhr Leseinsel der jungen Verlage, Halle 5, G 200
Rui Zink: Die Installation der Angst
vorgestellt von Stefan Weidle (Verleger) und Michael Kegler (Übersetzer)

18.03.2016 10:00-10:30 Uhr João Tordo liest aus
Stockmanns Melodie
(Übers.: Barbara Mesquita, Droemer 2016)
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 10:30-11.00 Uhr David Machado9789722052764
Literaturpreis der Europäischen Union für Índice Médio de Felicidade , 2015
Moderation: Markus Sahr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 11:30-12:00 Uhr João Tordo / David Machado
am Stand der Portugiesischen Botschaft
Halle 4, C406

Hélia Correia: Lillias Fraser18.03.2016 14:00-15:00 Uhr Hélia Correia
Lesung und Gespräch mit Christiane Lange
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

João Tordo: Stockmans Melodie18.03.2016 15:30-16:30Uhr João Tordo
Lesung und Gespräch
Moderation: Günter Keil
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C500

18.03.2016 17:00 Uhr
Alexandra Lucas Coelho
Lesung und Gespräch O Meu Amante de Domingo
Moderation: Christiane Lange
Café Europa, Halle 4, E 401

19.03.2016 10:30-11:00 Uhr Alexandra Lucas Coelho am Stand
Stand Botschaft von Portugal Halle 4, C4069789896712372

19.03.2016  11:30 – 12:30 Uhr
Hélia Correia liest aus dem Werk von Luís de Camões.
Stand Botschaft von Portugal Halle 4, C406 (in Zusammenarbeit mit dem Elfenbein-Verlag)

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Prémio Camões 2015 geht an Hélia Correia

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2015 an die portugiesische Autorin Hélia Correia verliehen.  Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Im letzten Jahr hatte der brasilianische Historiker Alberto Costa e Silva den Preis erhalten.

Hélia Correia: Vinte degraus e outros contosDer Jury, die sich einstimmig für Hélia Correia entschied, gehörten in diesem Jahr der Literaturkritiker Pedro Méxia, Rita Marnoto von der Universität Coimbra, der brasilianische Lyriker und Essayist Antonio Carlos Secchin, der Schriftsteller Affonso Romano Sant’Anna ebenfalls aus Brasilien sowie Inocência Mata aus São Tomé e Príncipe und der mosambikanische Autor Mia Couto, der Preisträger von 2013, an.

Hélia Correia hat bisher ein sehr vielfältiges Werk veröffentlicht, das sowohl Romane und Erzählungen, aber auch von der klassischen griechischen Tragödie inspirierte Theaterstücke, Gedichte und Kinderbücher beinhaltet.

Für ihren zuletzt erschienenen Erzählband Vinte degraus e outros contos hatte sie im vergangenen Jahr bereits den Grande Prémio do Conto Camilo Castelo Branco 2014 zuerkannt bekommen.

In einer ersten Reaktion zeigte sich die Autorin überrascht über die Preisvergabe. Ihr langjähriger Verleger Francisco Vale vom unabhängigen Verlag Relógio d’água sprach ebenfalls von einem „unerwarteten, aber wohlverdienten“ Preis.

In deutscher Übersetzung wurden bisher nur einzelne Gedichte und Erzählungen in Anthologien veröffentlicht, so in der 1999 zum 25. Jahrestag der Nelkenrevolution erschienen Ausgabe der Literaturzeitschrift „die horen“ sowie in der 1997 zum Portugal-Schwerpunkt der Buchmesse veröffentlichten Zeitschrift „Metaphora“.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Hélia Correia im Público erschienen.

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2 Preise für Hélia Correia

Innerhalb weniger Tage ist die portugiesische Autorin Hélia Correia mit zwei Literaturpreisen geehrt worden. Anfang der Woche gab die Universität Évora bekannt, dass der diesjährige Prémio Vergílio Ferreira (dotiert mit 5000 Euros)  an die Lyrikerin und Romanautorin verliehen wird.

Hélia Correia: A terceira misériaDie Jury  des seit gestern im nordportugiesischen Póvoa de Varzim stattfindenden Literaturfestivals Correntes d’Escritas hat heute mitgeteilt, dass der diesjährige Prémio Literário Correntes d’Escrita – Casino da Póvoa, ebenfalls an Hélia Correia geht. Prämiert wird ihr im letzten Jahr erschienener Lyrikband A Terceira Miséria.

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am Ende des Festivals verliehen. Der Preis wird im jährlich wechselnden Rhythmus an einem Roman und ein lyrisches Werk verliehen. Neben Hélia Correia waren in diesem Jahr Manuel António Pina, Luís Filipe Castro Mendes, Fernando Guimarães, José Agostinho Baptista, Armando Silva Carvalho, Bernardo Pinto de Almeida und  Ferreira Gullar nominiert.

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