Der Hörbuchmarkt in Portugal und Brasilien ist ja leider fast nicht mehr existent, viele kleinere Verlage haben mangels Interesse aufgegeben. Umso erstaunlicher ist das Projekt, das der Schauspieler António Fonseca im vergangenen Jahr zusammen mit dem kleinen Verlag Caleidoscópio auf die Beine gestellt hat: Eine vollständige Vertonung des portugiesischen Nationalepos – Os Lusíadas.
Das Werk Os Lusíadas como nunca os ouviu besteht aus 7 CDs, 9 der insgesamt 10 Cantos hat António Costa eingelesen, die Aufnahme des 10. teilt er sich mit insgesamt 40 Mitstreitern aus der gesamten portugiesischsprachigen Welt und der portugiesischen Diaspora.
Nach umjubelten Auftritten in Mainz und Bad Homburg, kommt Gisela João nun in diesem Jahr endlich auch nach Frankfurt. Sie singt am Donnerstag, dem 27. April in der Brotfabrik und wird dort ihr neues Album Nua vorstellen.
Tickets zum Preis von 25,20 EUR gibt es ab sofort bei uns in der Buchhandlung in Vorverkauf.
Wer Gisela João und ihre unverwechselbare tiefe Stimme noch nicht kennt, sollte hier oder bei uns in der Buchhandlung in ihr neues Album reinhören.
geht nach dem enormen Zuspruch beim letzten Mal schon im März in eine neue Runde. Wir freuen uns dann auf Patrícia Melo.
Sie liest am Mittwoch, dem 8.März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem Krimi Trügerisches Licht (Fogo-Fátuo), das im letzten Jahr in der Übersetzung von Barbara Mesquita bei Tropen erschienen ist. Moderation und Übersetzung: Barbara Mesquita. Der Eintritt ist wie immer frei.
Patrícia Melo wurde 1962 in São Paulo geboren. Die Autorin und Dramaturgin schreibt Romane, Hörspiele und Drehbücher. Die »Times« kürte Patrícia Melo zur »führenden Schriftstellerin des Millenniums« in Lateinamerika. Zweimal erhielt sie den Deutschen Krimi Preis, außerdem den LiBeraturpreis und den Prix Deux Océans. Patrícia Melo lebt in Brasilien und in der Schweiz.
Sensationslust folgt überall den gleichen Regeln: Schön ist interessanter als hässlich, reich spannender als arm, und nichts geht über einen ermordeten Star. Trügerisches Lichtist ein abgründiger Krimi über den Kontrast zwischen glamouröser Fernsehwelt und einem Brasilien, das im Chaos versinkt.
Tatort São Paulo: Bei einer Theatervorstellung erschießt sich der Serienstar Fábbio Cássio auf der Bühne. Schnell ist der Kriminaltechnikerin Azucena klar, dass dieser Selbstmord in Wahrheit ein geschickt inszenierter Mord ist. Zunächst fällt ihr Verdacht auf die Ehefrau des Toten, die zur Tatzeit Kandidatin einer Reality-Show ist und deren Beliebtheitswerte beim Publikum nach Fábbios Tod in die Höhe schnellen. Und während Azucena noch um das Sorgerecht für ihre Töchter kämpft, wird sie mit einem skrupellosen Mörder konfrontiert, der es am Schluss auf die Ermittlerin selbst abgesehen hat.
Seit einem Jahr beherbegt das Gelände derFrankfurter Brotfabrik in Hausen auch eine Kizomba Tanzschule: Die Kizomba Fabrik. Dort wird neben Kizomba auch Semba und Tarraxinho unterrichtet und es gibt regelmäßig Parties.
Am Samstag, dem 4. Februar feiert die Kizomba Fabrik mit einem kleinen Festival ihren „1. Geburtstag“ . Zu Gast ist der kapverdische Musiker Grace Évora mit seiner Band. Das Konzert beginnt um 22.00 Uhr, schon vorher gibt es Tanzworkshops.
Mit Grace Évora erleben die Besucher der Brotfabrik Anfang Februar dem Namen zum Trotz einen männlichen Kollegen, der von einer der kleineren Cabo Verde-Inseln, São Vicente, stammt. Schon früh zog es die musikvernarrte Familie des heute 48-Jährigen erst nach Paris, bevor Rotterdam zum Wohnsitz der Évoras wurde. Seinen Durchbruch hatte Gracindo genannt Grace zunächst als Schlagzeuger der Band Livity, das war 1989. Vier Jahre später durfte er mit „Bia“ einen ersten eigenen Song auf dem zweiten Livity-Album platzieren. Der ebnete ihm nach Erfolgen in Angola, Mozambique, Guinea-Bissau und natürlich den Kapverdischen Inseln den Weg zur Solokarriere.
Tickets zum Preis von 18,60 EUR gibt es im Vorverkauf bei uns in der Buchhandlung.
Gerade ausgepackt haben wir einige neue DVDs, die Sie ab sofort in unserem Sortiment finden.
Neu erschienen ist jetzt Cartas da Guerra, der seine Premiere auf der letztjährigen Berlinale hatte. Der Film basiert auf den Briefen des Schriftstellers António Lobo Antunes, die dieser aus dem Kolonialkrieg in Angola an seine Frau geschickt hat. Der Film von Ivo Ferreira ist eine wichtige Auseinandersetzung mit der jüngeren portugiesischen Vergangenheit.
Mit dem „Cante Alentejano“, dem traditionellen, mehrstimmigen portugiesischen Männergesang aus dem Alentejo, inzwischen wie auch der Fado immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO, beschäftigt sich der Dokumentarfilm Alentejo, Alentejo von Sérgio Tréfaut.
Maria Schraders Erfolgsfilm Vor der Morgenröte über die letzten Jahre von Stefan Zweig mit Josef Hader in der Hauptrolle ist inzwischen auch auf DVD erschienen.
Außerdem neu: Die Komödie A Canção de Lisboa von Pedro Varela und der Dokumentarfilm A Toca do Lobo von Catarina Mourão. Ab sofort online oder in unserer Frankfurter Buchhandlung.
Stimmwunder über vier Oktaven, Starsänger, „Countertainer“ mit Abo für Goldene CDs, Gay-Ikone – Edson Cordeiro ist eine Ausnahmeerscheinung. Nach standing ovations im letzten Jahr am Internationalen Theater Frankfurt kommt er jetzt wieder, diesmal ganz im Zeichen seiner Heimat Brasilien: Cooler Bossa Nova, heiße Sambas, Latin Soul.
Eintrittskarten ab 19,70 EUR gibt es direkt beim Internationalen Theater.
Weitere Termine in anderen Städten (u.a. Berlin und Köln) finden Sie auf der Webseite von Edson Cordeiro.
wird 2017 fortgesetzt. Die erste Lesung findet am Donnerstag, dem 2. Februar um 19.30 Uhr am angestammten Ort in der Stadtbücherei Frankfurt stattfinden. Zu Gast ist dann die brasilianische Philosophin Marcia Tiburi.
Marcia Tiburi wurde 1970 geboren, sie studierte Bildende Künste und promovierte anschließend in Philosophie. Ethik, Ästhetik und Feminismus sind ihre Hauptthemen. Zuletzt erschien 2016 ihr teilweise in Berlin angesiedelter Roman Uma fuga perfeita é sem volta.
Wir laden ein zu einem Gespräch mit dem portugiesischen Comiczeichner und Architekten João Valente am Dienstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt). Thema ist die Auseinandersetzung mit dem „Massentourismus“ in Porto. João Valente hat sich mit dem Phänomen in Comicform beschäftigt, nach dem ihm und anderen Einwohnern Portos immer wieder dieselben Fragen gestellt wurden, wie z.B. „Was ist der beste Portwein?“, „Warum sind die Portugiesen so klein?“, Wo befindet sich die berühmte Buchhandlung“? Ergebnis ist ein Buch, das jetzt schon in portugiesisch, französisch, spanisch und englisch vorliegt und den Titel Perguntas frequentes sobre o Porto bzw. FAQ about Porto trägt.
Wir planen das Gespräch in portugiesischer Sprache, können bei Bedarf aber auch ins Deutsche übersetzen, João Valente spricht außerdem u.a. auch Englisch.
João Valente wurde in Porto geboren, hat Architektur studiert, denkt sich tagsüber Comics aus und spielt nachts Violine, kurzum, er wusste nie genau, welchen Weg er einschlagen sollte. Am Ende hat er sich so verlaufen, dass er nach Frankfurt kommen wird, um seinen Portoreiseführer in Comicform vorzustellen und um mit uns gemeinsam eine, von den hiesigen Temperaturen sicher eisgekühlte, Flasche Portwein aufzumachen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Eintritt frei.
Convidamos para uma conversa com o autor portuense João Valente, terça-feira, dia 24 de janeiro, às 19h30 na TFM (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt), Entrada franca.
Desde 2009 que ser portuense inclui ter sido abordado na rua por desconhecidos e ouvido „Qual é melhor vinho do Porto?“, „Há uma convenção sobre o Harry Potter?“, „Porque é que os portugueses são tão baixinhos?“. Com o turismo de massa chegaram também as perguntas desconcertantes e a necessidade de ter respostas que obrigam a cruzar a realidade local e a mentalidade do viajante. Localmente ensaiam-se várias formas de abordar o novo fenómeno mas esta, uma banda desenhada que responde a algumas das perguntas mais frequentes sobre o Porto, transbordou e vem ser apresentada pela primeira vez fora de portas pelo autor.
Portuense de nascença, arquitecto de formação, imaginador de bandas desenhadas de dia, e violinista de noite, João Valente nunca soube muito bem que caminho seguir. E de tal maneira se perdeu que veio parar ao centro de Frankfurt-sobre-o-Meno para apresentar um guia do Porto em Banda Desenhada e para abrir uma garrafa de Porto possivelmente congelada pelas germanicas temperaturas.
Karten für 14,20 EUR gibt es bei uns in der Buchhandlung im Vorverkauf.
Anders als man außerhalb Brasiliens denkt, ist der Samba nicht die dominierende Musikrichtung des Landes. Denn das ist zweifelsfrei der Forró, eine volksnahe Tanzmusik, die der Seele der ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung entspricht. Die vielen Landflüchtlinge nahmen sie auch in die Metropolen mit, so dass Forró heute in allen Regionen Brasiliens präsent ist und überall von immer neuen Musikern gespielt wird.
Geraldinho Lins ist einer der erfolgreichsten Musiker des Forró. Er stammt aus dem Bundesstaat Pernambuco, wo diese Gattung entstand und der bis heute als dessen Zentrum gilt. Auch in Europa wird Forró immer bekannter und beliebter, so dass Lins inzwischen regelmäßig Tourneen in mehreren Ländern absolviert. Er komponiert viele seiner Lieder selbst in allen populären Tanzgattungen des Nordostens: xote, baião, caboclinho, frevo. Es darf getanzt werden!
Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 18.Mal.
Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an einen Lyriker verliehen. Das prämierte Werk muss in in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein. Insgesamt wurden 70 Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Almeida Faria, Ana Gabriela Macedo, Carlos Quiroga, Inês Pedrosa und Isaque Ferreira gebildet wird. Die acht Titel umfassende Shortlist wurde jetzt veröffentlicht und enthält folgende Titel:
Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 22. Februar nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.
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