Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Literaturnobelpreis 2008 geht an…

den französischen Autor Jean-Marie Gustave Le Clézio – das gab soeben die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. In portugiesischer Übersetzung sind nur relativ wenige Titel erschienen, in Brasilien das Buch O Africano , in Portugal O caçador de tesouros. Auch auf dem deutschen Buchmarkt sind nicht sehr viele Titel lieferbar, aber das wird sich sicher in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Für die Agenten auf der Frankfurter Buchmesse, die in der kommenden Woche beginnt, werden gewiss einige neue Termine hinzukommen.

Übrigens erhielt José Saramago die höchste Auszeichnung der Literaturwelt vor 10 Jahren, gestern jährte sich das Datum der Bekanntgabe. Im Blog der Fundação José Saramago lässt sich das Ereignis noch einmal nachvollziehen.

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Die Stadt der Blinden – Deutschlandpremiere

Der Termin für die Deutschlandpremiere der Romanverfilmung Blindness von Fernando Meirelles, von der wir hier schon mehrfach berichtet haben steht fest. Das auf dem Roman Die Stadt der Blinden (Ensaio sobre a cegueira) von José Saramago basierende Werk mit Juliane Moore, Marc Ruffalo und Gael Garcia Bernal in den Hauptrollen wir in Deutschland erstmals am 1. Oktober beim Filmfest Hamburg gezeigt. Offizieller Kinostart ist der 23.Oktober. Inzwischen ist auch die deutsche Webseite des Films vom Verleiher Kinowelt online.

Das Filmfest Hamburg, das morgen beginnt, bietet neben der Saramago-Verfilmung übrigens eine ganze Reihe weiterer Filme portugiesischer Regisseure. Gezeigt werden unter anderem Filme von Teresa Villaverde, Luís Filipe Rocha, Maria de Medeiros und Margarida Cardoso, hier geht’s zur Übersicht. Neben Blindness laufen auch noch weitere Filme aus Brasilien.

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José Cardoso Pires – Histórias de amor

Der neu gegründete Verlag des ehemaligen Dom Quixote-Verlegers Nelson de Matos setzt sein ambitioniertes literarisches Programm fort und hat eben mit den Histórias de amor von José Cardoso Pires ein echte Rarität veröffentlicht.

Die Erstausgabe erschien 1952 (geschrieben vom damals 27jährigen José Cardoso Pires) in einer Auflage von 250 Exemplaren und wurde innerhalb weniger Wochen von der portugiesischen Zensur kassiert. Später wurden die Erzählungen nie wieder in ihrer ursprünglichen Fassung veröffentlicht. Jetzt sind erstmals die originalen Geschichten wieder zugänglich, die von der Zensur beanstandeten sind kenntlich gemacht und im Anhang ist der Brief des Autors an die Zensurbehörde zu lesen.

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nova cultura! in neuem Gewand

Das von Michael Kegler betreute Kulturportal nova cultura! hat sich verändert.

Es gibt ein paar Neuerungen auf der Website, einen Blog, den Felipe Tadeu und Urariano Mota regelmäßig mit sehr lesenswerten Texten füttern. Aktuell können Sie dort eine sehr ausführliche Rezension des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Asche vom Amazonas von Milton Hatoum aus der Feder von Albert von Brunn lesen. In portugiesischer Sprache wird der Roman Só por Amor von Sofia Marrecas Ferreira vorgestellt. Wir, d.h. Michael Kegler und das restliche Redaktionsteam, zu dem die Blogredakteurin auch gehört, würden uns freuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit auch dort vorbeischauen würden. Übrigens können Sie im Kulturkalender von nova cultura! auch über Veranstaltungen von und mit portugiesischsprachigen Autoren, Musiker, Künstler informieren.

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Saramago bloggt auch

Schon mehrmals haben wir auf das sehr informative Blog der Fundação José Saramago hingewiesen, das hauptsächlich von Saramagos Ehefrau Pilar del Río geführt wird. Seit ein paar Tagen schreibt der portugiesische Nobelpreisträger nun auch selbst in der Rubrik O Caderno de Saramago. In den ersten Einträgen widmet er sich Lissabon, Darwin und George W. Bush.

Für November ist übrigens bereits der neue Roman Saramagos A viagem do elefante angekündigt worden. Einen kleinen Text von Pilar del Río und einen ersten Auszug kann man hier lesen.

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Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen

Der Roman Ontem não te vi em Babilónia von António Lobo Antunes ist jetzt in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann mit dem Titel Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen im Luchterhand Verlag erschienen. Damit erweitert der Luchterhand seine umfangreiche Antunes-Werkausgabe um eine weitere Übersetzung. Alle Titel im Original und deutscher Übersetzung sind natürlich wie immer hier erhältlich.

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Paulo Teixeira auf kleiner Lesereise

Vom Elfenbein-Verlag erreichte uns die Nachricht, dass der portugiesische Dichter Paulo Teixeira im September zu zwei Lesungen in Deutschland unterwegs ist.

Termine:

17. September 2008, 20 Uhr
im Goethe-Institut e. V. Hamburg
Hühnerposten 1, 20097 Hamburg

und am
18. September 2008, 20 Uhr
in der daadgalerie Berlin
Zimmerstraße 90-91, 10117 Berlin

Paulo Teixeira liest aus seinem in diesem Jahr erschienenen, von Niki Graça übersetzten Gedichtband Autobiografia Cautelar -Einstweilige Autobiografie.

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weiterer Preis für António Lobo Antunes

Der portugiesische Autor António Lobo Antunes wird Ende November mit dem Preis der internationalen Buchmesse Guadalajara (PREMIO FIL DE LITERATURA 2008) ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 150.000 Dollar dotiert und wird jährlich zu Beginn der Messe an einen Autor aus dem romanischen Sprachraum verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Rubem Fonseca, Sergio Pitol, Juan Goytisolo, Juan Marsé und Nélida Piñon.

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Ricardo Adolfo: Mizé

Relativ selten geworden sind in den letzten Jahren die Übersetzungen aktueller portugiesischsprachiger Literatur ins Deutsche. José Saramago, António Lobo Antunes und Paulo Coelho werden natürlich regelmäßig übersetzt, aber junge Autoren aus Portugal und Brasilien haben es doch relativ schwer. Umso erfreulicher, dass der schon so langsam beginnende Bücherherbst einige Neuerscheinungen bereithält, die wir hier vorstellen werden, sobald sie lieferbar sind.

Gerade eingetroffen ist Mizé – Die schärfste Braut der Vorstadt (portugiesisch: Mizé), erschienen bei Bloomsbury Berlin in der Übersetzung von Barbara Mesquita. Der Verlag feiert das Buch, das in Kürze auch verfilmt werden soll, als neuen Almodóvar. Der Roman spielt in der Lissabonner Vorstadt, die attraktive Mizé hat sich mit Palha eingelassen und nimmt sogar dessen Heiratsantrag an. Doch Mizé wird es bald zu eng in der kleinen Welt der Vorstadt, sie sehnt sich nach ein bißchen Glamour. Eines Abends schaut sich Palha mit ein paar Kumpels ein Sexfilmchen an und plötzlich flimmert Mizé über den Bildschirm.

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Blogschau

Die morgendliche Bloglektüre führte heute zum – wie immer interessanten – und in diesem Fall auch appetitanregenden Beitrag von portugalmania über portugiesische Schokoladenläden. Hingewiesen wurde dort unter anderem auf den Chocolatier Claudio Corallo der im Lissabonner Bairro Alto Plantagenschokolade und Kakao aus São Tomé e Príncipe anbietet.

Der passende Roman zum Schokoladengenuss wäre wahrscheinlich Equador von Miguel Sousa Tavares, einer der erfolgreichsten Romane der letzten Jahre, der vor ein paar Jahren mit dem Titel Am Äquator ins Deutsche übersetzt wurde und nun auch in einer Taschenbuchausgabe vorliegt. In diesem historischen Roman geht es um einen Lissabonner Müßiggänger, der nach São Tomé – damals eine portugiesische Kolonie – versetzt wird, um dort den Vorwurf der Engländer zu entkräften, die Portugiesen würden auf ihren Kakaoplantagen Sklavenarbeit dulden.

Zum Tourismus in São Tomé e Príncipe wurde im April auch ein interessanter Artikel in der Zeit veröffentlicht.

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