Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Preisträger Prémio PEN 2009

Der portugiesische PEN-Club hat in diesem Jahr jeweils zwei Preisträger in den vier Kategorien (Prosa, Lyrik, Essay und bestes Debüt) prämiert.

Für den besten Roman wurden Dulce Maria Cardosos O Chão dos Pardais und Ilusão von Luísa Costa Gomes ausgezeichnet. Beide Romane haben vorher schon andere Literaturpreise erhalten. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 5000 Euro dotiert (Debüt 2500 Euro) und wird von der Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) unterstützt.

Die Preisträger der anderen Kategorien sind.

in der Kategorie Lyrik:
A.M. Pires Cabral, Arado (Cotovia) und
Maria da Saudade Cortesão Mendes, O Desdobrar da Sombra, seguido de Fragmentos de um Labirinto (Roma);

in der Kategorie Essay:
Fernando Guimarães, História do Pensamento Estético em Portugal (Presença) sowie
Manuel Gusmão, Finisterra – o Trabalho do Fim: reCitar a Origem (Angelus Novus);

Debüt:
Maria da Conceição Caleiro, O Cão das Ilhas (Sextante)
Ricardo Gil Soeiro, Iminência do Encontro: George Steiner e a leitura responsável (Roma)

 

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Prémio Fernando Namora

Die portugiesische Autorin Luísa Costa Gomes erhält für Ihren im letzten Jahr veröffentlichten Roman Ilusão den Literaturpreis Prémio Fernando Namora/Estoril Sol. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.  Mehr als 50 Werke standen zur Auswahl. Die Jury, bestehend aus Vasco Graça Moura, Guilherme d’Oliveira Martins, José Manuel Mendes , Maria Carlos Loureiro, Manuel Frias Martins , Maria Alzira Seixo, Liberto Cruz,  Lima de Carvalho und Dinis de Abreu lobte insbesondere die exzellente Konstruktion des Romans und die ironische Auseinandersetzung mit typischen Verhaltensweisen in der aktuellen portugiesischen Gesellschaft.

Luísa Costa Gomes wurde in Lissabon geboren, sie studierte Philosophie und hat danach einige Zeit als Lehrerin gearbeitet. Heute widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben.

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Buchmesse 2010 – Veranstaltungen

In knapp zwei Wochen beginnt die diesjährige Frankfurter Buchmesse (06. bis 10.Oktober) mit dem diesjährigen Gastland Argentinien. Wie immer sind wir wieder mit einem Stand vertreten, Sie finden uns in Halle 5.1.Stand F935, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Auf zwei Veranstaltungen am Buchmessewochenende möchten wir Sie ganz besonders hinweisen:

Am Samstag, 9.Oktober von 17.00-18.00 Uhr stellen wir in Halle 5.0 E953, im Weltempfang – Salon der Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika (litprom) unser neuestes Buch, eine zweisprachige Ausgabe von João Ubaldo Ribeiros Berlinbuch Um Brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin vor. Es lesen Jochen Nix und Michael Kegler. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit litprom und  dem Generalkonsulat von Brasilien in Frankfurt.

Am Sonntag, 10. Oktober von 14.30-15.30 Uhr gedenken wir in einer Hommage dem im Juni verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträger José Saramago. Jochen Nix liest aus den bei Hoffmann und Campe erschienenen Büchern Die Reise des Elefanten und Das Tagebuch.  Eine Veranstaltung der Verlage Hoffmann und Campe (Hamburg), TFM – Teo Ferrer de Mesquita (Frankfurt/Main), und der Literarischen Agentur Mertin (Frankfurt/Main) im Forum Dialog Halle 6.1 E913

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Helder Macedo: Weiße Flecken von Afrika

Der Leipziger Literaturverlag (vormals Erata) setzt seine Reihe mit Übersetzungen portugiesischer Autoren fort. Nach Titeln von Jorge de Sena, Yvette Centeno, Herberto Helder und Fernando Pessoa ist nun im Herbstprogramm der von Markus Sahr übersetzte Roman Partes de África von Helder Macedo erschienen. Der deutsche Titel lautet Weiße Flecken von Afrika . Es handelt sich um einen autobiographischen Roman,  in Portugal bereits 1991 erschienen, der sich mit der portugiesischen Diktatur vor ihrem Untergang und dem Problem der Kolonisierung auseinandersetzt.

Leser aus Leipzig und Umgebung haben am 30.September Gelegenheit, den Roman in einer Lesung mit dem Übersetzer Markus Sahr kennenzulernen. Mitglieder des Übersetzerverbandes „Die Fähre“ lesen aus Ihren Neuerscheinungen um 20.00 Uhr im Haus des Buches in Leipzig, Gerichtsweg 28.

Für alle anderen ist das Buch ab sofort bei uns im Sortiment verfügbar.

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Grande Prémio APE/DGLB Romance für Rui Cardoso Martins

Der große Preis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Associação Portuguesa de Escritores) für den besten Roman 2009 geht an Rui Cardoso Martins für sein 2009 veröffentlichtes Deixem passar o homem invisível.

Die Jury unter Vorsitz von Eugénio Lisboa hatte die Wahl aus 85 eingereichten Werken von über 30 Verlagen.  Rui Cardoso Martins ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist. Er wurde 1967 in Portalegre geboren und schreibt unter anderem als Chronist regelmäßig für die portugiesische Tageszeitung Público.

Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

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Lyrikpreis geht an Fernando Echevarría

Der Lyrikpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio de Poesia da Associação Portuguesa de Escritores) geht in diesem Jahr an den Autor Fernando Echevarría. Prämiert wird sein Werk Lugar de Estudo. Der Preis wurde dem Autor einstimmig von einer Jury, der Armando Silva Carvalho, Maria João Reynaud und Sérgio Sousa angehörten, zuerkannt und ist mit 5000 Euro dotiert.

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Pedro Rosa Mendes mit neuem Roman

Als vor ca. 10 Jahren Pedro Rosa Mendes‘ Buch Baía dos Tigres erschien, wurde der junge Journalist der Tageszeitung Publico dafür gefeiert, eine eindringliche, ungewöhnliche literarische Auseinandersetzung mit der politischen Situation in Angola veröffentlicht zu haben. Es gab lange Diskussionen darüber, ob man das Buch als Roman bezeichnen kann oder nicht. Die deutsche Übersetzung Tigerbucht (von Inés Koebel) im Ammann Verlag erschienen, ließ nicht lange auf sich warten. Dann war es – zumindest literarisch – längere Zeit ruhig um Pedro Rosa Mendes. Es erschien der gemeinsam mit dem Fotografen Wolf Böwig herausgegebene Band Schwarz.Licht (2006 bei Brandes &Apsel) und Lenin Oil, die aber nicht an den vorherigen Erfolg anknüpfen konnten.

Eben ist der neue Roman Peregrinação de Enmanuel Jhesus erschienen, ein Roman der sich mit der politischen Entwicklung in Timor Leste auseinandersetzt – Pedro Rosa Mendes hat dort über zwei Jahre für die portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa gearbeitet. Bei der Präsentation des Romans in Portugal zeigte sich António Lobo Antunes voll des Lobes, hier nachzulesen in der Online-Ausgabe des Diário de Notícias.  Der Roman erzählt aus acht unterschiedlichen Perspektiven die jüngere Geschichte von Timor Leste, beginnend noch während der Zeit der indonesischen Besatzung bis zur Unabhängigkeit im Mai 2002.

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Sophia de Mello Breyner Andresen

Eine Auswahl bekannter Gedichte der portugiesischen Lyrikerin und Kinderbuchautorin Sophia de Mello Breyner Andresen (1919-2004) sind jetzt in einer zweisprachigen Ausgabe (portugiesisch-deutsch)  übertragen von Maria de Fátima Mesquita-Sternal und Michael Sternal im Verlag Langewiesche-Brandt erschienen. Der Band Poemas-Gedichte ist ab sofort bei uns lieferbar.

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João Aguiar (1943-2010)

Der populäre portugiesische Schriftsteller João Aguiar ist gestern nach langer schwerer Krankheit in Lissabon gestorben. Zu seinen bekanntesten, oft historischen Romanen zählen die auch ins Deutsche übersetzten Inês de Portugal (Die Hofdame) und Os comedores de pérolas (Die Perlenesser von Macau). Beide sind leider vergriffen und nur noch antiquarisch zu bekommen. Zuletzt veröffentlichte João Aguiar 2008 mit O Priorado do Cifrão eine Krimi-Persiflage auf Dan Browns Welt Erfolg Sakrileg. Darüberhinaus war er als Jugendbuchautor sehr populär, die Reihe O Bando dos Quatro zählt weit über 20 Bände.

Einen ausführlichen Nachruf hat Público in seiner gestrigen Ausgabe veröffentlicht.

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Rui Zink: Portugal BB+

In Portugal gibt es in dieser Woche kaum ein anderes Thema als den Besuch des Papstes, sieht man vielleicht vom Gewinn der Fußballmeisterschaft durch Benfica Lissabon einmal ab. Der portugiesische Schriftsteller Rui Zink, der nie um einen Scherz verlegen ist, hat zu diesem Thema die Glosse Portugal Bem Bom+ verfasst, die sie im Original hier lesen können. Michael Kegler von nova cultura! hat den Text übersetzt, nachzulesen hier, viel Vergnügen!

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