Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Pedro Tamen

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim, wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Lyrik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Almeida Faria, Carlos Vaz Marques, Fernando Pinto do Amaral, Patrícia Reis e valter hugo mãe haben sich für

Pedro Tamen und sein Werk O Livro do Sapateiro

entschieden.

Nominiert waren

A Inexistência de Eva, Filipa Leal, Deriva

Anthero, Areia & Água, Armando da Silva Carvalho, Assírio & Alvim

Arado, A. M. Pires Cabral, Cotovia

Curso Intensivo de Jardinagem, Margarida Ferra, & Etc

Guia de Conceitos Básicos, Nuno Júdice, Dom Quixote

Mais Espesso que a Água, Luís Quintais, Cotovia

Necrophilia, Jaime Rocha, Relógio D’Água

O Anel do Poço, Paulo Teixeira, Caminho

O Livro do Sapateiro, Pedro Tamen, Dom Quixote

O Viajante sem Sono, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

Bis Sonntag nehmen 65 Schriftsteller aus 12 Ländern an der 12. Ausgabe der Correntes d’Escritas teil. Mit dabei sind unter anderem Luis Sepúlveda, Alberto Torres Blandina, Inês Pedrosa, Rui Zink und Francisco José Viegas. Die komplette Teilnehmerliste mit biobibliographischen Informationen wird hier zur Verfügung gestellt.

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Helder Macedo – im März auf Lesereise

Helder Macedo stellt sein Buch Weiße Flecken von Afrika (erschienen 2010 im Leipziger Literaturverlag) bei uns in Frankfurt und im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor:

Mittwoch/Quarta-feira, 16.03. 20.00 Uhr

TFM-Centro do Livro de Língua Portuguesa lädt ein zu einer Lesung aus Partes de África/Weiße Flecken von Afrika mit Helder Macedo

TFM, Große Seestr. 47, Frankfurt/Main

Moderation und Übersetzung/ Moderação e Tradução: Markus Sahr

Eintritt frei/Entrada livre

zweisprachig portugiesisch/deutsch

Donnerstag/Quinta-feira, 17.03. 20.00 Uhr

Vorstellung des Romans Partes de África/Weiße Flecken von Afrika anlässlich der Leipziger Buchmesse

Literaturhaus / Haus des Buches, Raum 016, Gerichtsweg 28, Leipzig

Moderation und Übersetzung/ Moderação e Tradução: Markus Sahr

Eintritt/Entrada: 2,00/1,00 EUR

zweisprachig portugiesisch/deutsch

Eine Iniative des Übersetzervereins Die Fähre e.V., der Buchhandlung TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa, Frankfurt am Main mit Unterstützung von Direcção-Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) /Ministério da Cultura, Portugal.

Uma iniciativa da Associação de Tradutores Die Fähre e.V., Leipzig e da livraria TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa, Frankfurt am Main.

Apoio: Direcção-Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) /Ministério da Cultura, Portugal.

Helder Macedo ist ein portugiesischer Romancier, Essayist, Kritiker und Literaturwissenschaftler. Er wurde 1935 in Südafrika geboren, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Moçambique und kam noch als Jugendlicher nach Portugal. 1957 erschien sein erster Lyrikband Vesperal, seinen ersten Roman Partes de África, der jetzt in deutscher Übersetzung von Markus Sahr vorliegt, veröffentlichte er erst 1991. Helder Macedo ist neben weiteren Lyrik- und Prosaveröffentlichungen Autor eines umfangreichen essayistischen Werks, das in Portugal und im Ausland erschienen ist.

In den 1960er ging Helder Macedo – Gegner der faschistischen Diktatur – ins Exil nach England, er promovierte an der Londoner Universität, an der er anschließend auch unterrichtete. Von 1982 bis 2004 hatte er den nach Camões benannten Lehrstuhl inne und leitete die Abteilung für Portugiesische und Brasilianische Studien am King’s College.

Nach der Nelkenrevolution 1974 hatte er in Portugal zeitweise öffentliche Ämter inne, unter anderem war er 1979 Staatssekretär für Kultur. Helder Macedo ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Portugal.

Helder Macedo, poeta, romancista, ensaísta, critico e investigador literário. Nasceu em 1935 na África do Sul, viveu em Moçambique e veio para Portugal ainda adolescente. Estreou-se como poeta em 1957, com Vesperal, e publicou em 1991 o primeiro romance, Partes de África, agora traduzido para o alemão por Markus Sahr para a editora Leipziger Literaturverlag. Além da poesia e ficção, é autor de vasta obra ensaística publicada em Portugal e no estrangeiro.

Opositor à ditadura fascista, Helder Macedo exilou-se em Inglaterra no início dos anos 60, tendo-se doutorado na Universidade de Londres, onde lecionou. Foi Professor titular da cátedra Camões, entre 1982 e 2004, função que acumulou com a de diretor do departamento de Estudos Portugueses e Brasileiros do King’s College onde atualmente é Emeritus Professor of Portuguese.

Após o 25 de Abril ocupou em Portugal cargos oficiais, nomeadamente o de Secretário de Estado da Cultura, em 1979. É membro da Academia das Ciências de Lisboa.

Helder Macedos autobiografischer Roman Weiße Flecken von Afrika liefert ein Bild der portugiesischen Diktatur vor ihrem Untergang und eröffnet eine Sicht auf das Problem der Kolonisierung im allgemeinen. In Südafrika geboren, wächst der Erzähler in Mosambik auf. In den Ko­lonien führen die portugiesischen Verwalter häufig eine Willkürherrschaft: Einer von ihnen richtet seine häuslichen Untergebenen beim Servieren zu Duetten aus Carmen oder Tosca ab. Gelingt es den Eingeborenen nicht, ihn zufrieden zu stellen, läßt er sie auspeitschen. Demgegenüber sorgt sich der Vater des Erzählers um eine nachhaltige Ent­wicklung der ihm anvertrauten Distrikte: Er läßt Straßen und Hospitäler bauen, kümmert sich um die vielen Leprakranken und gründet Schulen. Erst zum Studium wechselt der Sohn für längere Zeit nach Europa, durch­streift als Bohémien Lissabon und beteiligt sich am Wahlkampf des oppositionellen Generals Humberto Delgado. Einem drohenden Zugriff durch die Geheimpolizei entzieht er sich durch die Flucht nach Südafrika und anschließend nach England. Er bereist Guinea-Bissau und die Kapverdischen Inseln kurz nach deren Unabhängigkeit und glaubt, mit diesen Aktionen über seinen Vater zu triumphieren.

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nova cultura! im Februar

Die Februar-Ausgabe von nova cultura! ist online, hier die Themen:

Ein Interview von Felipe Tadeu mit der brasilianischen Sängerin Luciana Souza, eine Rezension des Romans Matteo perdeu o emprego von Gonçalo M. Tavares sowie Kurzgeschichten von Urariano Mota und Rui Zink.
Im  Terminkalender steht am 23. Februar die Abschiedsveranstaltung der portugiesischen Stipendiaten der Villa Concordia in Bamberg, unter anderem mit Dulce Maria Cardoso und José Riço Direitinho. Anschließend berichtet nova cultura! aus Portugal  über das Literaturfestival Correntes d’Escritas.

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Sophia de Mello Breyner Andresen

Der Nachlass der berühmten portugiesischen Lyrikerin, die auch viele bis heute populäre Kinderbücher geschrieben hat, wird morgen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an die Portugiesische Nationalbibliothek übergeben. Im Anschluss findet die Eröffnung einer der Autorin gewidmeten Ausstellung Sophia de Mello Breyner Andresen – Uma Vida de Poeta statt. Der gleichnamige von der Kuratorin Paula Morão herausgegebene Ausstellungskatalog wird in Kürze bei uns erhältlich sein.

Eine Gesamtausgabe des lyrischen Werks von Sophia de Mello Breyner Andresen ist im Dezember erschienen und kann ebenfalls schon vorgemerkt werden.

Vom 27. bis 28. Januar veranstaltet die Fundação Gulbenkian ein Internationales Kolloquium zu Ehren der Autorin. Das Programm findet sich hier.

In deutscher Übersetzung ist im vergangenen Jahr die zweisprachige Lyrikanthologie  Poemas – Gedichte erschienen.

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nova cultura! feiert 10.Geburtstag

Am 15.Januar 2001 ging unsere Partnerseite nova cultura! ihre ersten Schritte im Internet, damit feiert die Webseite jetzt ihren 10.Geburtstag, und wir gratulieren natürlich ganz herzlich und freuen uns auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit.

Michael Kegler, Herausgeber und Redakteur von nova cultura! dankt allen Lesern und Mitstreitern (Mitschreibern), die sich seit 2001 mit Texten, Anregungen, oder einfach als Leserinnen und Leser an dem Projekt beteiligt haben.

nova cultura! gab es viele Jahre in gedruckter Form als boletim bibliográfico unserer Verlagsbuchhandlung (TFM – Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa), um Kunden über Neuerscheinungen aus der lusophonen Welt und Veranstaltungen zu informieren.  Rezensionen und Veranstaltungstipps gibt es auch heute noch, alles ein bißchen schneller und interaktiver als früher. Hinzugekommen sind unter anderem ein Blog, in dem verschiedene Autoren regelmäßig schreiben (neben Michael Kegler, unter anderem der brasilianische Musikjournalist Felipe Tadeu und der brasilianische Autor Urariano Mota).  Besonders empfehlenswert ist auch die Rubrik literatrip. Zuletzt erschienen dort Kurgeschichten von Rui Zink, Gedichte von Ivo Machado und Luís Filipe Cristóvão und Gonçalo M.Tavares. Schauen Sie doch mal wieder vorbei bei nova cultura! – die aktuellsten nova cultura! Nachrichten finden Sie übrigens auch hier im Blog als newsfeed.

 

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Prémio Correntes d’Escritas – Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 12.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen. Auf die Shortlist haben es folgende Titel geschafft:

A Inexistência de Eva, Filipa Leal,

Anthero, Areia & Água, Armando da Silva Carvalho,

Arado, A. M. Pires Cabral,

Curso Intensivo de Jardinagem, Margarida Ferra,

Guia de Conceitos Básicos, Nuno Júdice,

Mais Espesso que a Água, Luís Quintais,

Necrophilia, Jaime Rocha,

O Anel do Poço, Paulo Teixeira,

O livro do sapateiro, Pedro Tamen,

O viajante sem sono, José Tolentino Mendonça.

Der Preisträger wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 23. Februar bekannt gegeben.

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Prémio LeYa 2010 ohne Preisträger

Wie die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre gestern bekannt gab, wird der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa in diesem Jahr nicht verliehen. Unter den eingereichten Texten fand sich offenbar keiner, der die gewünschte stilistische und narrative Qualität erreicht hat.

Preisträger in den vergangenen beiden Jahren waren der brasilianische Autor Murilo Carvalho für den Roman O rastro de Jaguar und der mosambikanische Autor João Paulo Borges Coelho für den Roman O olho de Hertzog.

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Gonçalo M. Tavares in Frankreich ausgezeichnet

Aprender a rezar na era da técnica ist der beste ausländische Roman des Jahres in Frankreich. Der Roman des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares aus seiner „schwarzen“ Serie O Reino wurde gestern mit dem Prix du livre étranger Hyatt Madeleine ausgezeichnet. In Frankreich ist das Buch im Verlag Viviane Hamy mit dem Titel Apprendre à prier à l’ère de la technique erschienen.

Gonçalo M. Tavares ist einer der interessantesten portugiesischen Gegenwartsautoren. Mit Anfang 30 begann er zu veröffentlichen, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon bald ein Dutzend fertige Bücher in der Schublade. Besonders die beiden Zyklen O Bairro und O Reino haben ihn in Portugal aber auch international bekannt gemacht. Vor wenigen Tagen ist sein neues Buch Uma Viagem à Índia, einer der spannendsten Titel des diesjährigen Literaturherbstes, in Portugal erschienen. In Sprache und Stil an das portugiesische Nationalepos, Die Lusiaden, angelehnt, begibt sich der Held Bloom (der nicht zufällig diesen Namen trägt) auf eine Reise. Die Literaturkritik hat begeistert auf das neue Werk reagiert, das in Kürze auch wieder in unserer Buchhandlung lieferbar sein wird.

 

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Portugal spart

Der portugiesische Finanzminister hat in dieser Woche seinen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgestellt, der unter anderem auch große Kürzungen in der öffentlichen Verwaltung vorsieht. Insgesamt sind fünfzig Institutionen und Organismen betroffen, und leider bleibt wie so oft auch der Kulturbereich nicht verschont.

Die renommierte Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas (ehemals Instituto Português do Livro e das Bibliotecas), die sich im Ausland vor allem einen Namen durch ihr Übersetzungsförderungsprogramm gemacht hat und in Portugal selbst sehr viel für die Weiterentwicklung der öffentlichen Bibliotheken geleistet hat, wird aufgelöst. Die Aufgaben und Programme sollen in der Biblioteca Nacional weitergeführt werden. Inwieweit auch die Programme von Einsparungen betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

Das Budget für das Instituto Camões sieht für das kommende Jahr Einsparungen von 8% vor.

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Prémio Fernando Namora

Die portugiesische Autorin Luísa Costa Gomes erhält für Ihren im letzten Jahr veröffentlichten Roman Ilusão den Literaturpreis Prémio Fernando Namora/Estoril Sol. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.  Mehr als 50 Werke standen zur Auswahl. Die Jury, bestehend aus Vasco Graça Moura, Guilherme d’Oliveira Martins, José Manuel Mendes , Maria Carlos Loureiro, Manuel Frias Martins , Maria Alzira Seixo, Liberto Cruz,  Lima de Carvalho und Dinis de Abreu lobte insbesondere die exzellente Konstruktion des Romans und die ironische Auseinandersetzung mit typischen Verhaltensweisen in der aktuellen portugiesischen Gesellschaft.

Luísa Costa Gomes wurde in Lissabon geboren, sie studierte Philosophie und hat danach einige Zeit als Lehrerin gearbeitet. Heute widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben.

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