Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Pessoa-Wörterbuch erschienen

Dicionário de Fernando PessoaWährend um den Nachlass Fernando Pessoas auch nach der Versteigerung im November vergangenen Jahres heftig gestritten wird – zuletzt in einem Brief der Erben an einige Wissenschaftler, die mit der Digitalisierung betraut waren, nachzulesen u.a. hierhier und hier, schreitet die Pessoa-Forschung natürlich immer weiter fort.

Ein lesenswertes Resultat dieser wissenschaftlichen Arbeit ist das kürzlich erschienene von Fernando Cabral Martins herausgegebene  Nachschlagewerk Dicionário de Fernando Pessoa e do Modernismo Português.  Es versucht den derzeitigen Wissenstand der Pessoa-Forschung abzubilden, mehr als 80 Spezialisten haben hier zusammengefunden, um in über 600 Artikeln das gesamte Spektrum von Pessoas Werk zu beschreiben. Zu bekommen natürlich wie immer bei uns.

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Weihnachtliches

Am Wochenende ist schon der 2.Advent, und im Weihnachtsgeschäft bleibt leider wenig Zeit zum Bloggen, geschweige denn zum Lesen – da geht es uns ähnlich, wie es Michael Kegler in seinem novacultura-Beitrag beschreibt.

Canções de NatalPassend zur Saison hier wenigstens einige Weihnachtstipps für Kinder und Erwachsene. Weihnachtslieder mit Texten, Noten und Begleit-CD bietet das Buch Canções de Natal. Weihnachtsgeschichten verschiedenster portugiesischsprachiger Autoren, u.a. von Sophia de Mello Breyner Andresen, Fernando Namora, Jorge de Sena, Maria Judite de Carvalho und José Saramago hat Vasco Graça Moura in der Anthologie As Mais Belas Histórias Portuguesas de Natal herausgegeben. Und alle, die eher nach kulinarischen Genüssen suchen, werden vielleicht im Grande Livro de Receitas para o Natal fündig.

In diesem Sinne einen geruhsamen 2.Advent.

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Pessoa-Nachlass wird heute versteigert

Für Pessoaner ist heute ein wichtiger Tag, denn ein Teil des Nachlasses des berühmten portugiesischen Dichters kommt heute um 21.00 Uhr im Lissabonner Centro Cultural de Belém unter den Hammer. Die Auktion ist vor allem unter Wissenschaftlern, die sich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit Fernando Pessoa beschäftigt haben, nicht unumstritten, denn es wird befürchtet, dass Teile der berühmten Truhe ins Ausland gelangen und für die allgemeine Forschung dann nicht mehr zur Verfügung stehen werden. In der heutigen Ausgabe des Público werden unter anderem Inês Pedrosa, die aktuelle Direktorin der Casa Fernando Pessoa und Jorge Couto, der Direktor der Biblioteca Nacional zitiert.

Die Versteigerung wird von der Firma P4 durchgeführt, alle angebotenen Objekte kann man hier einsehen und nach Registrierung auch online darauf bieten.

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Ein Elefant reist an

A viagem do elefanteGemeint ist das neue Buch von José Saramago A viagem do elefante, das in der vergangenen Woche in Portugal erschienen ist und ab Ende der Woche (15.11.) auch bei uns verfügbar sein wird.

Saramago erzählt darin die Geschichte einer Reise des indischen Elefanten Salomão von Lissabon nach Wien. Der portugiesische König D. João III schenkte Mitte des 16. Jahrhunderts seinem Cousin, Maximilian von Österreich, einen Elefanten – ein historisch belegtes Ereignis, das die Grundlage des Romans bildet.

A viagem do elefante entstand in einer Zeit, als es Saramago gesundheitlich sehr schlecht ging, über die Entstehungsgeschichte hat er unter anderem hier und hier in Interviews berichtet (beide in portugiesischer Sprache).

Der neue Saramago ist auf jeden Fall einer der Höhepunkte des literarischen Herbstes in Portugal, und wir freuen uns schon sehr auf den purpurfarbenen Elefanten, der auch eine Neuausrichtung in Cover-Design der Saramago-Titel einläutet.

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Portugiesische Klassiker als Kinderbuch

Eine interessante Kinderbuchreihe aus Portugal ist dieser Tage bei uns eingetroffen. Die Idee: Bekannte zeitgenössische portugiesische Autoren wie Francisco José Viegas, Manuel Jorge Marmelo oder Gonçalo M. Tavares erzählen Klassiker der portugiesischen Literatur für Kinder nach. Herausgekommen ist unter dem Titel Clássicos da Literatura Portuguesa contados às crianças eine schön illustrierte Reihe mit adaptierten Titel unter anderem von Eça de Queiroz, Júlio Dinis, Gil Vicente, Almeida Garrett und Camilo Castelo Branco.

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Prémio Portugal Telecom

Ein weiterer bedeutender Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wurde in dieser Woche in Brasilien verliehen. Der mit 100.000 Reais dotierte Prémio Portugal Telecom wurde an den brasilianischen Autor Cristóvão Tezza für seinen Roman O Filho Eterno vergeben. Erst kürzlich war Tezza mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet worden. Den zweiten Platz teilen sich Beatriz Braacher und António Lobo Antunes, der dritte Preis wurde Bernardo Carvalho zugesprochen.

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Presseschau Mariza und José Saramago

Leider und wie schon fast befürchtet war während der Buchmesse keine Zeit zum Bloggen, aber sicher werden wir in den nächsten Tagen einige Neuerscheinungen vorstellen, die auf der Buchmesse präsentiert wurden.

Morgen läuft Die Stadt der Blinden Fernando Meirelles‘ Verfilmung von José Saramagos gleichnamigen Roman (Originaltitel: Ensaio sobre a cegueira) in den deutschen Kinos an. Die Presse berichtet ausführlich darüber, Rezensionen sind u.a. im Spiegel und hier erschienen.

Ebenfalls im Spiegel wird Marizas neue CD Terra bejubelt, zum Text bitte hier entlang, kaufen kann man die CD natürlich wie immer bei uns.

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Prémio LeYa geht an…

den brasilianischen Autor Murilo António Carvalho für den noch unveröffentlichten Roman O Rasto do Jaguar.

Der Preisträger, der die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa erhält, wurde heute in Lissabon bekannt gegeben. Die namhafte Jury, der unter anderem Manuel Alegre, Nuno Júdice und Pepetela angehören, hatte insgesamt 422 eingereichte Werke zu begutachten. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und ist derzeit der höchstdotierte Preis der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Roman des Preisträgers erscheint in Kürze in einem der LeYa-Verlage.

Murilo António Carvalho wird morgen auf der Frankfurter Buchmesse erwartet, wo der Preis um 17.30 Uhr am Stand der Verlagsgruppe in Halle 5.1D953 übergeben und der Preisträger dem internationalen Verlagspublikum vorgestellt werden soll. Ob er es bis dahin nach Frankfurt schafft, wird man sehen, denn, wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dreht Carvalho derzeit einen Dokumentarfilm im Amazonas und erfuhr von der Preisverleihung über Satellitentelefon. In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich überrascht.

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neue Taschenbuchreihe

Der neu entstandene Verlagsriese LeYa, der unter anderem die Verlag Caminho, Dom Quixote, Texto Editores und ASA umfasst, hat jetzt mit der Herausgabe einer neuen Taschenbuchreihe begonnen, in der neben Klassikern zahlreiche zeitgenössische Autoren in einer günstigen Ausgabe erscheinen werden.

Den Anfang machen unter anderem José Eduardo Agualusa, António Lobo Antunes, Mia Couto, Chico Buarque und João Aguiar. Alle Titel der Reihe gibt es wie immer in unserer Frankfurter Buchhandlung und über unsere Webshop.

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Literaturnobelpreis 2008 geht an…

den französischen Autor Jean-Marie Gustave Le Clézio – das gab soeben die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. In portugiesischer Übersetzung sind nur relativ wenige Titel erschienen, in Brasilien das Buch O Africano , in Portugal O caçador de tesouros. Auch auf dem deutschen Buchmarkt sind nicht sehr viele Titel lieferbar, aber das wird sich sicher in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Für die Agenten auf der Frankfurter Buchmesse, die in der kommenden Woche beginnt, werden gewiss einige neue Termine hinzukommen.

Übrigens erhielt José Saramago die höchste Auszeichnung der Literaturwelt vor 10 Jahren, gestern jährte sich das Datum der Bekanntgabe. Im Blog der Fundação José Saramago lässt sich das Ereignis noch einmal nachvollziehen.

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