Die 29jährige portugiesische Autorin Raquel Ochoa ist die erste Preisträgerin des neu vergebenen Prémio Agustina Bessa-Luís Revelação, wie die Jury unter Vorsitz des portugiesischen Autors und Politikers Vasco Graça Moura heute bekannt gab. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert – das Preisgeld kommt von Estoril Sol – und wird an ein noch unveröffentlichtes Werk eines jungen portugiesischen Autors (Altersgrenze 35 Jahre) verliehen. Die Veröffentlichung des Buches ist Bestandteil des Preises. Raquel Ochoa wird für ihren Roman Casa-Comboio ausgezeichnet, der die Geschichte einer indo-portugiesischen Familien über mehrere Generationen hinweg erzählt.
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Bewegung im portugiesischen Verlagsmarkt
Der Konzentrationsprozess in der portugiesischen Verlagslandschaft hält weiter an. Nachdem vor kurzem die Verlage Verbo und Ulisseia von Paulo Teixeira Pinto gekauft wurden, der bereits im Besitz von Guimarães und Ática ist und diese vier Verlage nun unter der neuen Dachmarke Babel weiterführen möchte, wurde jetzt bekannt, dass Bertelsmann über den Verkauf der portugiesischen DirectGroup nachdenkt. Dazu gehören unter andem die Verlage Bertrand, Quetzal und Pergaminho, der portugiesische Buchclub Círculo de Leitores und die 54 Läden umfassende Buchhandelskette Bertrand. Ein Käufer wurde bisher offensichtlich noch nicht gefunden.
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Albert von Brunn über „Caim“
Unser Autor Albert von Brunn, von dem zuletzt das Buch Milton Hatoum. Zwischen Orient und Amazonas erschienen ist, hat José Saramagos neuen Roman Caim gelesen, seine ausführliche Rezension mit dem Titel „Der ausgestoßene Rebell. José Saramagos Kain“ finden Sie bei nova cultura!
Weihnachtslektüre
Der 1.Advent liegt nun schon wieder hinter uns, und bis Weihnachten sind es nur noch gut 3 Wochen. Zeit also für ein paar Lektüretipps zum Thema Weihnachten:
Der portugiesische Autor Vasco Graça Moura hat eine schöne Anthologie portugiesischer Erzählungen herausgegeben, die den Titel Gloria in Excelsis – As Mais Belas Histórias Portuguesas de Natal trägt und Weihnachtsgeschichten von über dreißig bekannten portugiesischsprachigen Schriftstellern enthält. Vertreten sind beispielsweise Eça de Queirós, Jorge de Sena, José Saramago, Miguel Torga, José Eduardo Agualusa und Sophia de Mello Breyner Andresen.
Sophia de Mello Breyner Andresen ist neben ihrem herausragenden lyrischen Werk auch für ihre Kinderbücher bekannt, die schon seit vielen Jahren zur (Pflicht)lektüre gehören. In
O Cavaleiro da Dinamarca erzählt sie die Geschichte eines dänischen Ritters, der sich im Zeitalter der Renaissance auf eine lange Reise begibt, aber verspricht am Weihnachtsabend wieder zurück im Kreis der Familie zu sein.
Einen eher faulen Weihnachtsmann beschreibt Ana Saldanha in ihrem amüsanten, von Alain Corbel illustrierten Kinderbuch, O Pai Natal e a Rena Rodolfa. Das am Ende doch noch alle rechtzeitig ihre Geschenke erhalten, ist nicht zuletzt dem Rentier Rodolfa zu verdanken.
Sofia Marrecas Ferreira auf Lesereise
Wir begegnen den grauen Novembertagen auch weiterhin mit kulturellen Veranstaltungen und freuen uns, im November die portugiesische Schriftstellerin Sofia Marrecas Ferreira zu einer Lesereise begrüßen zu dürfen.
Sofia Marrecas Ferreira studierte Romanistik an der Universidade Clássica Lissabon, schloss ihr Studium in São Paulo und legte ihren Master am King’s College in London ab. Auf ihrer Lesereise stellt sie ihren fünften Roman O Sangue da Terra, eine Familiengeschichte zwischen Alentejo, Lissabon und Paris vor.
Die Termine:
25.11. Romanisches Seminar der Johann-Gutenberg Universität Mainz (nicht öffentlich)
25.11. 14.30 Uhr Universität Germersheim, An der Hochschule 2, großer Hörsaal – anfiteatro (öffentlich), in portugiesischer Sprache
26.11. 18.15 Uhr Universität Heidelberg, Seminar für Übersetzen und Dolmetschen (SÜD), Konferenzsaal, in portugiesischer Sprache, ein Teil der Veranstaltung wird von Studenten des Seminars verdolmetscht.
27.11. 20.00 Uhr Buchhandlung TFM-Centro do Livro , Große Seestr. 47, 60486 Frankfurt, zweisprachig portugiesisch-deutsch, Moderation und Übersetzung: Michael Kegler
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Prémio LeYa geht an…
den mosambikanischen Autor João Paulo Borges Coelho für den Roman O olho de Hertzog.
Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal von der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa verliehen und prämiert ein bisher noch unveröffentlichtes Werk eines portugiesischsprachigen Autors. Zur Jury gehören die Schriftsteller Manuel Alegre, Nuno Júdice, Pepetela, Carlos Heitor Cony, Pepetela, Carlos Heitor Cony, Lourenço do Rosário, Rektor der ISPU Maputo, die Kritikerin Rita Chaves und João Amaral von der Verlagsgruppe LeYa.
Insgesamt wurden 201 Originale eingereicht, von denen 11 in die engere Auswahl kamen. Manuel Alegre, der Vorsitzende der Jury, würdigte vor allem die große Intensität des Romans.
João Paulo Borges Coelho wurde 1955 in Porto geboren. Sein Vater stammt aus der portugiesischen Region Trás-Os-Montes, seine Mutter ist Mosambikanerin. Schon sehr früh ging er mit seinen Eltern nach Moçambique und nahm die mosambikanische Staatsbürgerschaft an. Er studierte Geschichte und unterrichtet heute zeitgenössische Geschichte an der Universidade Eduardo Mondlane in Maputo. Seit 2003 veröffentlicht er Romane, die im portugiesischen Verlag Caminho erschienen sind, der heute zur Verlagsgruppe LeYa gehört. Lieferbar sind u.a. As visitas do Dr. Valdez, Campo de trânsito und Hinyambaan (alle bei TFM erhältlich)
Der prämierte Roman wird in Kürze in der Verlagsgruppe LeYa erscheinen.
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Prémio Portugal Telecom – Finalisten
Zehn Romane portugiesischsprachiger Autoren stehen im Finale des Prémio PT Brasil. Der mit insgesamt 150 000 Reais dotierte Preis wird jährlich an den besten portugiesischsprachigen Roman verliehen. Voraussetzung ist die Veröffentlichung in Brasilien jeweils im Vorjahreszeitraum. Auf der Shortlist stehen in diesem Jahr:
A arte de produzir efeito sem causa von Lourenço Mutarelli (Brasilien)
A eternidade e o desejo von Inês Pedrosa (Portugal)
Acenos e afagos von João Gilberto Noll (Brasilien)
Aprender a rezar na era da técnica von Gonçalo M. Tavares (Portugal)
Cemitério de pianos de José Luís Peixoto (Portugal)
Cinemateca Eucanaã Ferraz (Brasilien)
Heranças de Silviano Santiago (Brasilien)
Ó de Nuno Ramos (Brasilien)
O livro dos nomes de Maria Esther Maciel (Brasilien)
Ontem não te vi em Babilônia de António Lobo Antunes (Portugal)
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Wieder zurück
Bedingt durch die Urlaubszeit ist es hier in den letzten Wochen ziemlich ruhig gewesen. In der Zwischenzeit ist natürlich ein bisschen was passiert: Saramago hat sich Ende August von seinem Blog verabschiedet , um sich ganz auf das Schreiben eines neuen Romans zu konzentrieren. Ganz konsequent ist er aber nicht, denn in einem Eintrag vom 11.9. bloggt über eine Veranstaltung zu Ehren von Jorge de Sena. Für die Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober), die derzeit mit ihrem diesjährigen Gastland China überall in den Schlagzeilen ist, wurde außerdem Saramago neuer Roman mit dem Titel Caim angekündigt.
Ansonsten bereiten wir für den Herbst einige Veranstaltungen vor, über die zu einem späteren Zeit noch genauer die Rede sein wird. Die Buchmesse wirft ihre Schatten voraus, und natürlich gibt es auch eine Reihe von interessanten Neuerscheinungen, die in nächster Zeit hier im Blog vorgestellt werden sollen.
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Ammann Verlag hört 2010 auf
Das Frühjahrsprogramm 2010 wird das letzte sein, das im Züricher Ammann-Verlag erscheint. Diese traurige Nachricht gab das Verlegerehepaar – Egon Ammann und Marie Luis Flammersfeld – heute in einer Pressemitteilung bekannt. Als Gründe nennen die Verleger neben dem fortgeschrittenen Alter vor allem die zunehmend schwierigere Marktsituation für ein anspruchsvolles literarisches Programm. In der heutigen Online-Ausgabe der FAZ findet sich ein ausführliches Interview mit Egon Ammann, in dem er seinen Entschluss begründet.
Neben sehr erfolgreichen zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren, wie Thomas Hürlimann oder Ulrich Peltzer, hat der Ammann Verlag auch immer wieder herausragende „Klassiker“ in hervorragend übersetzten Werkausgaben für die deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht – Dostojewskij, Mandelstam und natürlich, für die lusophone Welt besonders hervorzuheben, Fernando Pessoa sind durch Ammann bekannt geworden. Man kann nur hoffen, dass gerade diese herausragenden Backlistautoren in anderen Verlagen weitergepflegt werden, und das soll nicht nur heißen, dass die Bücher weiterhin lieferbar sein sollen, sondern auch dass sich Verlage finden, die diese ambitionierten Projekte fortführen.
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Die Reise des Elefanten – Saramago auf den Spuren Salomãos
Für alle die Jose Saramagos jüngsten Roman A viagem do elefante noch nicht gelesen haben, gibt es vielleicht jetzt einen Grund mehr. Denn José Saramago hat sich in den letzten Tagen selbst auf Reisen begeben und in Portugal die Strecke zurückgelegt, die auch der Elefant Salomão im Roman durchquerte.
Eigens dafür wurde von der Fundação José Saramago ein eigenes Blog eingerichtet, in dem man die Reise nachverfolgen, Saramago Eindrücke nachlesen und auch Bilder der Reise anschauen kann, hier entlang bitte.
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