Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Gonçalo M. Tavares in Frankreich ausgezeichnet

Aprender a rezar na era da técnica ist der beste ausländische Roman des Jahres in Frankreich. Der Roman des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares aus seiner „schwarzen“ Serie O Reino wurde gestern mit dem Prix du livre étranger Hyatt Madeleine ausgezeichnet. In Frankreich ist das Buch im Verlag Viviane Hamy mit dem Titel Apprendre à prier à l’ère de la technique erschienen.

Gonçalo M. Tavares ist einer der interessantesten portugiesischen Gegenwartsautoren. Mit Anfang 30 begann er zu veröffentlichen, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon bald ein Dutzend fertige Bücher in der Schublade. Besonders die beiden Zyklen O Bairro und O Reino haben ihn in Portugal aber auch international bekannt gemacht. Vor wenigen Tagen ist sein neues Buch Uma Viagem à Índia, einer der spannendsten Titel des diesjährigen Literaturherbstes, in Portugal erschienen. In Sprache und Stil an das portugiesische Nationalepos, Die Lusiaden, angelehnt, begibt sich der Held Bloom (der nicht zufällig diesen Namen trägt) auf eine Reise. Die Literaturkritik hat begeistert auf das neue Werk reagiert, das in Kürze auch wieder in unserer Buchhandlung lieferbar sein wird.

 

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Schriftstellerprotest gegen die Schließung der DGLB

Dem immer lauter werdenden Protest gegen die geplante Schließung der Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas (und Fusion mit der Biblioteca Nacional) haben sich nun auch fünfzehn namhafte portugiesische Schriftsteller (u.a. António Lobo Antunes, Lídia Jorge und Gonçalo M. Tavares) angeschlossen. In einem offenen Brief an die Kulturministerin Gabriela Canavilhas, der gestern von der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa veröffentlicht wurde, fordern Sie die Entscheidung zu überdenken.

In einer ersten Stellungnahme, nachzulesen in der Onlineausgabe des Público,  antwortet die Kulturministerin, dass die geplante Fusion keineswegs Stellenstreichungen oder drastische Kürzungen der bestehenden Programme vorsehe.

Die vom italienischen Professor und Literaturübersetzer Giorgio de Marchis begonnene Onlinepetition gegen die Schließung der DGLB hat inzwischen mehr als 1800 Unterzeichner, darunter viele Schriftsteller, Verleger und Kulturschaffende aus der ganzen Welt, die sich für den Erhalt der DGLB einsetzen. Unterschreiben kann man weiterhin hier.

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Dulce Maria Cardoso liest in Bamberg

Im Rahmen der Bamberger Herbstlese der Verlagsbuchhandlung Collibri stellt die portugiesische Autorin Dulce Maria Cardoso – im Augenblick Stipendiatin des Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg – ihren Roman Os meus sentimentos dem deutschen Publikum vor. Michael Kegler moderiert und übersetzt und wird auch einen kleinen Teil, des bisher noch nicht in deutscher Übersetzung erschienenen Buchs, in deutscher Sprache lesen.

Dulce Maria Cardoso ist eine der interessantesten zeitgenössischen Autorinnen aus Portugal und hat für ihr Werk schon zahlreiche Preise erhalten (zuletzt den Prémio PEN des portugiesischen Schriftstellerverbands)

Der Eintritt ist frei.

Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Concordiastr. 28, 96049 Bamberg
Dienstag, 23. November 2010, 19 Uhr

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Petition gegen die Schließung der DGLB

Wie an dieser Stelle berichtet, sieht der Haushaltsentwurf der portugiesischen Regierung für das kommende Jahr die Schließung der Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) durch Fusion mit der portugiesischen Nationalbibliothek vor.

Die Weiterführung der zahlreichen, erfolgreichen Programme der DGLB (Förderung von Übersetzungen portugiesischer Autoren in andere Sprachen, Leseförderung, Unterstützung von Bibliotheken, um nur einige zu nennen) sind dadurch akut gefährdet. Es besteht nun die Möglichkeit, durch Unterzeichnung einer Onlinepetition gegenüber der portugiesischen Kulturministerin gegen diese Entscheidung zu protestieren. Unterschreiben kann man hier.

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Preisträger Prémio PEN 2009

Der portugiesische PEN-Club hat in diesem Jahr jeweils zwei Preisträger in den vier Kategorien (Prosa, Lyrik, Essay und bestes Debüt) prämiert.

Für den besten Roman wurden Dulce Maria Cardosos O Chão dos Pardais und Ilusão von Luísa Costa Gomes ausgezeichnet. Beide Romane haben vorher schon andere Literaturpreise erhalten. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 5000 Euro dotiert (Debüt 2500 Euro) und wird von der Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) unterstützt.

Die Preisträger der anderen Kategorien sind.

in der Kategorie Lyrik:
A.M. Pires Cabral, Arado (Cotovia) und
Maria da Saudade Cortesão Mendes, O Desdobrar da Sombra, seguido de Fragmentos de um Labirinto (Roma);

in der Kategorie Essay:
Fernando Guimarães, História do Pensamento Estético em Portugal (Presença) sowie
Manuel Gusmão, Finisterra – o Trabalho do Fim: reCitar a Origem (Angelus Novus);

Debüt:
Maria da Conceição Caleiro, O Cão das Ilhas (Sextante)
Ricardo Gil Soeiro, Iminência do Encontro: George Steiner e a leitura responsável (Roma)

 

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Prémio Fernando Namora

Die portugiesische Autorin Luísa Costa Gomes erhält für Ihren im letzten Jahr veröffentlichten Roman Ilusão den Literaturpreis Prémio Fernando Namora/Estoril Sol. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.  Mehr als 50 Werke standen zur Auswahl. Die Jury, bestehend aus Vasco Graça Moura, Guilherme d’Oliveira Martins, José Manuel Mendes , Maria Carlos Loureiro, Manuel Frias Martins , Maria Alzira Seixo, Liberto Cruz,  Lima de Carvalho und Dinis de Abreu lobte insbesondere die exzellente Konstruktion des Romans und die ironische Auseinandersetzung mit typischen Verhaltensweisen in der aktuellen portugiesischen Gesellschaft.

Luísa Costa Gomes wurde in Lissabon geboren, sie studierte Philosophie und hat danach einige Zeit als Lehrerin gearbeitet. Heute widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben.

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Buchmesse 2010 – Veranstaltungen

In knapp zwei Wochen beginnt die diesjährige Frankfurter Buchmesse (06. bis 10.Oktober) mit dem diesjährigen Gastland Argentinien. Wie immer sind wir wieder mit einem Stand vertreten, Sie finden uns in Halle 5.1.Stand F935, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Auf zwei Veranstaltungen am Buchmessewochenende möchten wir Sie ganz besonders hinweisen:

Am Samstag, 9.Oktober von 17.00-18.00 Uhr stellen wir in Halle 5.0 E953, im Weltempfang – Salon der Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika (litprom) unser neuestes Buch, eine zweisprachige Ausgabe von João Ubaldo Ribeiros Berlinbuch Um Brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin vor. Es lesen Jochen Nix und Michael Kegler. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit litprom und  dem Generalkonsulat von Brasilien in Frankfurt.

Am Sonntag, 10. Oktober von 14.30-15.30 Uhr gedenken wir in einer Hommage dem im Juni verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträger José Saramago. Jochen Nix liest aus den bei Hoffmann und Campe erschienenen Büchern Die Reise des Elefanten und Das Tagebuch.  Eine Veranstaltung der Verlage Hoffmann und Campe (Hamburg), TFM – Teo Ferrer de Mesquita (Frankfurt/Main), und der Literarischen Agentur Mertin (Frankfurt/Main) im Forum Dialog Halle 6.1 E913

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Helder Macedo: Weiße Flecken von Afrika

Der Leipziger Literaturverlag (vormals Erata) setzt seine Reihe mit Übersetzungen portugiesischer Autoren fort. Nach Titeln von Jorge de Sena, Yvette Centeno, Herberto Helder und Fernando Pessoa ist nun im Herbstprogramm der von Markus Sahr übersetzte Roman Partes de África von Helder Macedo erschienen. Der deutsche Titel lautet Weiße Flecken von Afrika . Es handelt sich um einen autobiographischen Roman,  in Portugal bereits 1991 erschienen, der sich mit der portugiesischen Diktatur vor ihrem Untergang und dem Problem der Kolonisierung auseinandersetzt.

Leser aus Leipzig und Umgebung haben am 30.September Gelegenheit, den Roman in einer Lesung mit dem Übersetzer Markus Sahr kennenzulernen. Mitglieder des Übersetzerverbandes „Die Fähre“ lesen aus Ihren Neuerscheinungen um 20.00 Uhr im Haus des Buches in Leipzig, Gerichtsweg 28.

Für alle anderen ist das Buch ab sofort bei uns im Sortiment verfügbar.

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Grande Prémio APE/DGLB Romance für Rui Cardoso Martins

Der große Preis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Associação Portuguesa de Escritores) für den besten Roman 2009 geht an Rui Cardoso Martins für sein 2009 veröffentlichtes Deixem passar o homem invisível.

Die Jury unter Vorsitz von Eugénio Lisboa hatte die Wahl aus 85 eingereichten Werken von über 30 Verlagen.  Rui Cardoso Martins ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist. Er wurde 1967 in Portalegre geboren und schreibt unter anderem als Chronist regelmäßig für die portugiesische Tageszeitung Público.

Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

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Portugiesische Nationalbibliothek schließt ab November

Eine große Polemik hat in Portugal die ab 15. November angekündigte Schließung eines großen Teils der Portugiesischen Nationalbibliothek ausgelöst. Der Lesesaal wird erst ab 1. September 2011 wieder zugänglich sein. Ein großer Teil der Bestände wird in dieser Zeit nicht zugänglich sein. Grund für die Schließung sind notwendige Bauarbeiten am Turm, in dem die Bestände lagern. Die betroffenen Wissenschaftler und andere Nutzer kritisieren neben der unzumutbar langen Schließung vor allem die recht kurzfristige Ankündigung der Bauarbeiten (Vorlauf ca. 3 Monate). Viele Wissenschaftler sind von Stipendien abhängig und können nun während der Bauphase nicht oder nur sehr eingeschränkt an ihren Projekten arbeiten. Eine Online-Petition gegen die Schließung haben in kürzester Zeit 3800 Menschen unterschrieben, aber ob ihre Forderungen gehört werden, ist derzeit fraglich.

Die portugiesische Tageszeitung Público berichtet in ihrer Onlineausgabe ausführlich

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