Archiv der Kategorie: filme

Africa Alive! mit Filmen aus Moçambique und Angola

Vom 27. Januar bis 23. Februar findet das diesjährige Festival Africa Alive! statt, das sich bereits zum 20. Mal der afrikanischen Kultur in Frankfurt widmet. Der diesjährige Schwerpunkt ist den den Frauen in Afrika und in der Diaspora gewidmet. Veranstaltungsorte sind das Deutsche Filmmuseum, Filmforum Höchst, Brotfabrik, Haus am Dom, und die Zentralbibliothek. Das komplette Programm können Sie hier einsehen.

Wir möchten hier besonders auf zwei Filme aus Angola und Moçambique hinweisen.

Am kommenden Freitag, 31.1. um 20.30 Uhr läuft im Filmforum Höchst die angolanisch-portugiesische Koproduktion Por aqui tudo bem – All is well von Maria Esperança (Pocas) Pascoal. Die Regisseurin wird zu Gast sein.

Um dem Bürgerkrieg in Angola zu entkommen, fliehen die 16-jährige Alda und ihre 17-jährige Schwester Maria im Spätsommer 1980 in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Mittellos und sich selbst überlassen warten die Schwestern verzweifelt auf ihre Mutter, die versprochen hatte, ihnen nach Europa zu folgen.

Der Film wird am Samstag, 1.2. um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum wiederholt.

Der Spielfilm Virgem Margarida des mosambikanischen Regisseurs Licinio Azevedo wird am Dienstag, 4.2., um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum gezeigt.  Die Handlung spielt im Mosambik  kurz der Erlangung der Unabhängigkeit von Portugal. In den Straßen von Maputo werden Prostituierte eingesammelt. Unter ihnen auch die junge Margarida, die aus einem Dorf in der Nähe von Maputo stammt. Da sie keine Papiere besitzt, wird sie aufgegriffen und gemeinsam mit den anderen Prostituierten vom Militär in Busse verladen und in ein staatliches Umerziehungslager gebracht.

Beide Filme laufen im portugiesischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln.

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CineBrasil in Frankfurt + Filmreihe Glauber Rocha

Das 7. Brasilianische Filmfest CineBrasil tourt seit September und noch bis März 2012 durch Deutschland und macht Ende November Station in Frankfurt (Filmforum Höchst).

Gezeigt werden die Filme

Bróder

O Sol do Meio Dia

Mutum

5x Favela

Pro Dia nascer feliz

jeweils im Original mit englischen Untertiteln. Eröffnet wird das Festival am 24.11. um 19.30 Uhr im Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a.

Ausführliche Informationen zu den Filmen finden sich hier, das komplette Monatsprogramm des Filmforum Höchst hier.

Unabhängig von CineBrasil zeigt das Filmforum Höchst bereits am 5. und 6. November Filme von und über Glauber Rocha. Eryk Rocha, der Sohn des bekannten brasilianischen Regisseurs wird heute und morgen zu Gast sein.

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Manoel de Oliveira: Aniki-Bóbó

Der erste Langfilm des immer noch aktiven portugiesischen Regie-Methusalems Manoel de Oliveira – im Dezember wurde er 102 Jahre alte – ist jetzt in einer restaurierten Fassung erschienen. Aniki Bóbó – eigentlich der Beginn eines Kinderreims – erzählt die Geschichte von zwei Jungen – Carlitos und Eduardinho – denen das selbe Mädchen (Teresinha) gefällt. Der Film wurde 1942 uraufgeführt und spielt in Manoel de Oliveiras Heimatstadt Porto. Die restaurierte DVD-Fassung enhält englische und französische Untertitel und zahlreiche Extras, unter anderem drei verschiedene Fassungen des dokumentarischen Stummfilms Douro, Faina Fluvial aus dem Jahr 1931, dem ersten Film Manoel de Oliveiras.

Manoel de Oliveira: Aniki Bóbó – ab sofort bei uns erhältlich.

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Portugiesische Komödie startet in den deutschen Kinos

Das portugiesische Kino ist nicht unbedingt für seine heiteren Filme bekannt. Doch das soll sich nun ändern. In der kommenden Woche (9.Dezember) startet die Komödie dot.com in einigen ausgewählten Programm-Kinos  (Berlin-Mitte: Babylon, Stuttgart: EM, Köln: Filmhaus, Nürnberg: Cinecitta).

Im Film geht es um ein kleines Dorf im portugiesischen Norden, dessen Webseite zufällig genauso heißt wie das Mineralwasser eines multinationalen Konzerns.

Die Domain gehört angeblich der Firmaund muss sofort geräumt werden! Ansonsten drohen 500.000 Euro Schadenersatz. Doch nur die Dorfgemeinschaft kann die Seite tatsächlich löschen, und die hofft auf das große Geschäft. Ihre Logik:
Wenn die Webseite 500.000 Euro Schadensersatz wert ist, dann auch umgekehrt. Und so fordern sie als Ablöse eine halbe Million von der Firma. Die Situation gerät vollends außer Kontrolle, als die Presse von New York bis Hong Kong Wind von der Story bekommt.

dot.com vom Regisseur Luis Galvão Teles kam 2007 in die portugiesischen Kinos und wurde seither erfolgreich auf zahlreichen Filmfestivals präsentiert. Für alle, die nicht die Gelegenheit haben, den Film im Kino zu sehen, gibt es bei uns eine DVD (portugiesisch mit Untertiteln in englisch, spanisch und portugiesisch)

 

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FestibAAm – Iberoafroamerikanisches Kulturfestival

Das Iberoafroamerikanische Kulturfestival, besser bekannt als FestibAAm, beginnt am 27. Oktober in Köln und präsentiert bis zum 28.11. in vier Städten -neben Köln auch in Berlin, Frankfurt und Bonn – Filme und viele weitere kulturelle Veranstaltungen aus Lateinamerika, Spanien, Portugal und dem lusophonen Afrika.

Veranstaltungsort in Frankfurt ist das Studierendenhaus auf dem alten Uni-Campus in Bockenheim. Die Filme werden im Pupille-Kino gezeigt.

Das komplette Programm kann auf der Festivalwebseite eingesehen und heruntergeladen werden.

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Viva Portugal!

Die seltene Gelegenheit, den Dokumentarfilm Viva Portugal! (1975) von Malte Rauch, Christiane Gerhards und Samuel Schirmbeck zu sehen, bietet am Sonntag, den 25.April (wie sollte es anders sein) der Frankfurter Club Voltaire. Beginn 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Nähere Informationen hier

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As ilhas desconhecidas

Nachdem wir vor kurzem an dieser Stelle den filmischen Streifzug auf den Spuren Fernando Pessoas vorgestellt haben, ist jetzt ein neue DVD erschienen, die sich mit den portugiesischen Insel – Madeira und dem Archipel der Azoren – beschäftigt.  Wieder stand ein Schriftsteller Pate für den Dokumentarfilm As ilhas desconhecidas – und es ist nicht José Saramago, wie man angesichts des Titels vermuten könnte und von dem in Kürze wieder die Rede sein wird.

Gemeint ist statt dessen Raul Brandão (1867-1930). Der portugiesische Schriftsteller reiste im Jahr 1924 auf die Azoren und veröffentlichte danach 1926 den Band As ilhas desconhecidas – Notas e paisagens, das das Bild der Azoren im In- und Ausland in der Folge prägte. Der portugiesische Regisseur Vicente Jorge Silva nahm Brandãos Buch zum Anlass, um die portugiesischen Inseln zu bereisen und das heutige Leben dort mit den Aufzeichnungen aus dem 1920er Jahren zu vergleichen.  Es handelt sich um die erste ausführliche Dokumentation, die alle 11 portugiesischen Inseln zeigt. Die DVD-Edition As ilhas desconhecidas – The unknown islands (2 DVD portugiesisch mit englischen Untertiteln ) ist ab sofort bei uns erhältlich.

Von Raul Brandão ist 2002 im Elfenbein Verlag der Titel Die Fischer (Os pescadores) in deutscher Übersetzung erschienen.

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Berlinale 2010

In der kommenden Woche beginnt die diesjährige Berlinale, und seit ein paar Tagen ist nun auch das Programm online.

Im Hauptwettbewerb laufen in diesem Jahr keine Filme aus Portugal oder Brasilien, aber in einigen Sektionen (Panorama, Berlinale Shorts und Forum) sind eine ganze Reihe von Werken lusophoner, vor allem brasilianischer Regisseure vertreten.  In der Retrospektive Play it again werden Filme von Walter Salles (Central do Brasil) und Glauber Rocha (António das mortos) gezeigt.

Alle Filme aus Brasilien finden Sie hier, die Filme mit portugiesischer Beteiligung hier.

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Oscar Niemeyer – Das Leben ist ein Hauch

Der Dokumentarfilm Das Leben ist ein Hauch (Originaltitel: A vida é um sopro) des italienischen Regisseurs Fabiano Maciel über den mittlerweile 102jährigen brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer ist jetzt auch hierzulande lieferbar.

Das Leben ist ein Hauch entstand 2007 anlässlich des 100. Geburtstags von Niemeyer und lässt ihn ausführlich persönlich zu seinen Bauten – unter anderem der Entwurf der brasilianischen Hauptstadt Brasilia – zu Wort kommen. Die Presse hat sich sehr positiv über den Film geäußert, Rezensionen gibt es zum Beispiel bei Deutschland Radio Kultur, in der Welt , im Tagesspiegel und im Art Magazin

Das der Film ab sofort in unserer Buchhandlung zu finden ist, versteht sich von selbst. Der Soundtrack ist übrigens von João Donato.

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Birdwatchers im Mal Seh’n Kino Frankfurt

Das Frankfurter Programmkino  Mal Seh’n zeigt ab morgen Abend den Film Birdwatchers des italienischen Regisseurs Marco Bechis.

Der Film hat bei seinem Start im Sommer vergangenen Jahres durchweg hervorragende Kritiken bekommen und erzählt die Geschichte des Aufeinandertreffens einer Gruppe von Reisenden im brasilianischen Regenwald, die sich zum Vögelbeobachten auf dem Flussboot durch die Natur führen lässt und einer Gruppe von Guarani-Kaiowa Indianern.  Die mit Pfeil und Bogen bewaffneten Urwaldbewohnenden machen den Gästen Eindruck; das Bild fürs Fotoalbum haben sie auf sicher. Ausgehend von diesem Moment einer typischen Begegnung auf Distanz nähert sich Marco Bechis sanft der Realität im Mato Grosso do Sul, dem einst gigantischen Urwaldgebiet in Brasilien. Er lässt uns eintauchen in die einzigartige Atmosphäre des Regenwalds und erzählt von einer Gruppe Guarani-Kaiowá-Indigener, die ein Stück Ackerland besetzen, das einst von ihnen bewohnt worden war.

Birdwatchers läuft im Mal Seh’n Kino (Adlerflychtstr.6, 60318 Frankfurt)vom 7.1.-12.1. um 21.45 Uhr. Wer nicht die Gelegenheit hat, den Film im Kino zu sehen, kann Birdwatchers bei uns auf DVD erwerben.

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