Archiv der Kategorie: angolanische literatur

VERSschmuggel – Contrabando de VERSOS

VERSschmuggel - Contrabando de VERSOS 2008 organisierte die Literaturwerkstatt Berlin (wie jedes Jahr ein Poesiefestival), in dessen Mittelpunkt diesmal die portugiesischsprachigen Literaturen standen. Wir haben letzten Sommer hier im Blog ausführlich darüber berichtet. Eine Vielzahl von Autoren aus fast allen Ländern des portugiesischen Sprachraums (Portugal, Brasilien, Angola, Moçambique, Guiné-Bissau, Cabo Verde, São Tomé e Príncipe) wurden eingeladen.

Jetzt ist herausgegeben von Thomas Wohlfahrt und Aurélie Maurin und mit dem schönen Titel VERSschmuggel – Contrabando de VERSOS eine zweisprachige, portugiesisch-deutsche Lyrikanthologie mit 2 Audio-CDs erschienen. Das Buch ist das spannende Ergebnis der Übersetzungswerkstatt, die während des Festivals stattfand. Vertreten sind die folgenden Autoren Ana Luísa Amaral, Paulo Henriques Britto, Ricardo Domeneck, Ulrike Draesner, Daniel Falb, Angélica Freitas, Norbert Hummelt, Barbara Köhler, Nicolai Kobus, Marco Lucchesi, Luís Carlos Patraquim, Richard Pietraß, Hans Raimund, Arne Rautenberg, Monika Rinck, Sabine Scho, Pedro Sena-Lino, Ana Paula Tavares, Tony Tcheka und Paulo Teixeira.

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José Eduardo Agualusa in deutscher Übersetzung

Druckfrisch eingetroffen ist der von Michael Kegler übersetzte, preisgekrönte Roman O vendedor dos passados des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa, der jetzt im A1-Verlag mit dem Titel Das Lachen des Geckos erschienen ist.

Ich will der Geschichte nicht zu sehr vorgreifen, denn der Roman bietet einige Überraschungen, und nichts ist für den Leser ärgerlicher, finde ich, wenn diese schon vor der Lektüre bekannt sind. Felix Ventura, der Protagonist, geht jedenfalls einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach – er handelt mit erfundenen Vergangenheiten, stattet die neue angolanische Oberschicht mit glanzvollen Stammbäumen aus, liefert neue Pässe ebenso wie alte Fotografien. Doch eines Tages tritt ein Fremder in Venturas Leben, wie immer erfüllt Ventura seinen Auftrag, erfindet eine neue Identität für den Fremden, der ab sofort José Buchmann heißt – doch dann begibt sich dieser auf die Suche nach den erfundenen Figuren seiner Vergangenheit… – mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Wie immer gibt es das Buch im Original und der deutschen Übersetzung natürlich bei uns in der Buchhandlung.

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Auszeichnung für Ondjaki

Der junge angolanische Autor Ondjaki (*1977) ist mit dem Grande Prémio de Conto „Camilo Castelo Branco“ der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores ausgezeichnet wurde. Prämiert wurde der Erzählband Os da minha rua. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Stadtverwaltung in Vila Nova de Famalicão gesponsort.

In deutscher Übersetzung von Claudia Stein ist von Ondjaki der Titel Bom dia camaradas, erschienen im Nord-Süd Verlag, lieferbar.

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Gegen den Strom

Contos de MorteMehrmals war an dieser Stelle schon von der zunehmenden Verlagskonzentration in Portugal die Rede. Neben den großen Gruppen LeYa, Bertelsmann und Porto Editora gibt es natürlich weiterhin eine Vielzahl engagierter Kleinverlage mit interessanten Programmen.

So hat beispielsweise der bekannte Verleger Nelson de Matos, der jahrelang das große Verlagshaus Dom Quixote (heute zu Leya gehörend) geleitet hat, seinen eigenen Verlag gegründet. Mit großem Erfolg hat er Anfang des Jahres einen bisher unveröffentlichten Text von José Cardoso Pires mit dem Titel Lavagante veröffentlicht.

Gerade erschienen ist eine Band mit dem Titel Contos de Morte, der fünf Erzählungen des angolanischen Autors Pepetela enthält.

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Prémio Casino da Póvoa

DesmedidaDer angolanische Autor Ruy Duarte de Carvalho erhält den Prémio Casino da Póvoa, der anlässlich der heute beginnenden Correntes d’Escritas verliehen wird. Die Shortlist hatten wir hier vor einigen Tagen vorgestellt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird dem Autor für sein 2006 erschienenes Buch Desmedida – Luanda, São Paulo, São Franciso e volta. Crónicas do Brasil verliehen.

Ein Interview mit dem Ruy Duarte de Carvalho (in portugiesischer Sprache), in dem er über das prämierte Buch und seine Entstehung spricht, findet sich hier auf den Seiten des Diário de Notícias.

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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen

Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.

L�dia Jorge: Combateremos a sombraSeit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.

In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:

PredadoresA Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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