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Frühjahrsnovitäten für den Sommerurlaub

Jetzt, da für einige schon die ersehnten Sommerferien beginnen, möchten wir noch auf ein paar Frühjahrsnovitäten hinweisen, die in den letzten beiden Monaten erschienen sind. Vielleicht findet das eine oder andere Buch ja noch Platz in Ihrem Reisegepäck.

Der mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnete Roman Os Malaquias der brasilianischen Autorin Andrea del Fuego ist in Portugal erschienen. Erzählt wird in die Geschichte der Geschwister Nico, Júlia e Antônio aus dem Hinterland Brasilien, deren die Eltern sind bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen sind . Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche, etwas aus der Zeit fallende Sprache, Elemente, die aus dem realismo mágico stammen könnten, und eine spannende Geschichte. Die deutsche Übersetzung soll im kommenden Jahr erscheinen.

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa, dank der verlegerischen Arbeit des A1 Verlags inzwischen auch dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff, hat mit Teoria Geral do Esquecimento ebenfalls einen neuen Roman vorgelegt. Die Handlung spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie  – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet.

Ein ganz anderes Thema steht im Mittelpunkt von A confissão da leoa, dem neuen Roman des mosambikanischen Schriftstellers und Biologen Mia Couto. Er basiert auf einer realen Begebenheit, im Jahr 2008 wurde die Provinz Cabo Delgado immer wieder von Löwen attackiert, in relativ kurzer Zeit starben mehr als 200 Menschen. Um das Problem zu lösen, wurden zwei professionelle Jäger in die Provinz entsandt, die über viele Wochen hinweg gegen die Löwen kämpften. Ein interessantes Interview (in portugiesischer Sprache) zur Entstehungsgeschichte des Romans ist im Blog des Literaturkritikers José Mário Silva erschienen.

Alle vorgestellten Bücher sind natürlich in unserer Frankfurter Buchhandlung oder online erhältlich.

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José Eduardo Agualusa auf Lesereise

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa ist im November in Deutschland und Österreich unterwegs und stellt seinen im A1-Verlag in deutscher Übersetzung von Michael Kegler erschienenen Roman Barroco Tropical  vor.

Die Termine:

16.11. um 20:00 / Café Muffathalle / München
17.11. um 19:00 / Universität / Salzburg
18.11.  um 20:00 / Grüne Akademie / Graz
21.11. um 19:30 / Allerweltshaus / Köln

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Literaturherbst 2011 in Portugal

Traditionell veröffentlichen die Verlage im Herbst eine große Anzahl von Neuerscheinungen, so auch in Portugal. Eine Auswahl der wichtigsten Titel, die im September und Oktober erschienen sind bzw. noch erscheinen, stellen wir hier kurz vor.

Bei Editorial Caminho erscheint José Saramagos erster Roman Clarabóia. Dieses Frühwerk sollte auf Wunsch des 2010 verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträgers erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Inhaltlich geht es um den Alltag von sechs Familien eines Hauses im Lissabon der 1950er Jahre. Seit Anfang Oktober veröffentlicht die Fundação José Saramago im Blog O Caderno de José Saramago kleine Romanfragmente, um die Zeit bis zur Veröffentlichung zu überbrücken. In ein paar Tagen ist das Buch aber auch bei uns in „ganzer Schönheit“ erhältlich.

Der neue Roman von António Lobo Antunes trägt den Titel Comissão das lágrimas und beschäftigt sich wie viele seiner Werke mit dem Kolonialkrieg in Angola und seinen Auswirkungen. Eine Episode dieses dichten und dunklen Romans behandelt das Schicksal von Elvira, der Anführerin eines Bataillons der MPLA, die verhaftet, misshandelt und 1977 ermordet wurde.

Lang erwartet wurde der neue Roman von Dulce Maria Cardoso, die sich in O Retorno mit dem Leben der nach Ende des Kolonialkriegs aus Angola zurückgekehrten Portugiesen auseinandersetzt.

Angola und seine Geschichte steht im Mittelpunkt von A sul. O sombreiro des angolanischen Autors Pepetela. Dieser historische Abenteuerroman führt den Leser ins 16. und 17. Jahrhundert zu den Anfängen der Kolonialzeit in Angola.

Ein anderer auch hierzulande bekannter angolanischer Autor, José Eduardo Agualusa legt mit  A educação sentimental dos pássaros, das den Untertitel Onze contos sobre anjos, demónios e outras pessoas quase normais trägt, einen neuen Band mit Erzählungen vor. Jonas Savimbi und Hillary Clinton sind nur zwei der Protagonisten in dieser Anthologie, die Erzählungen aus der gesamten Schaffensperiode Agualusas enthält.

In valter hugo mães neuem Roman O filho de mil homens bedauert die Hauptfigur Crisóstomo, dass er bis zum Alter von 40 Jahren kinderlos geblieben ist. Eine erfundene Familie ist das Ergebnis seines Traums, Vater eines Kindes zu sein.


Alle genannten Bücher sind selbstverständlich über uns zu bestellen bzw. in Kürze vorrätig.

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Metropolitan Festival mit José Eduardo Agualusa und Fernando Molica

Der literarische Herbst, der in diesem Jahr mit besonders vielen Veranstaltungen rund um die portugiesischsprachige Literatur aufwarten wird, wirft bereits seine Schatten voraus.

Vom 31.August bis 4. September findet zum wiederholten Mal das von der Frankfurter Romanfabrik organisierte Metropolitan Festival statt. Unter dem Motto „Die erzählte Stadt“ nehmen diesmal mit José Eduardo Agualusa und Fernando Molica auch zwei portugiesischsprachige Autoren teil und vertreten die Städte Luanda bzw. Rio de Janeiro.

José Eduardo Agualusa liest aus seinem neuesten Buch Barroco Tropical  (deutsch von Michael Kegler, erschienen im A1-Verlag) und diskutiert in

Frankfurt: Donnerstag, 01.09., 19.30 Uhr
Haus am Dom, Domplatz 3

Darmstadt: Freitag, 02.09., 18.00 Uhr
Kammerspiele/Staatstheater, Georg-Büchner-Platz 1

Darmstadt: Samstag, 03.09,17:00 Uhr
PODIUM I mit José Eduardo Agualusa, Lilian Faschinger, Helmuth Berking, Julika Griem und Ruth Fühner, Darmstadt, TU/Schloß.

 

Die Veranstaltungen mit Fernando Molica (Er liest aus Krieg in Mirandão, übersetzt von Michael Kegler, erschienen bei Nautilus)  finden statt in

Darmstadt: Freitag, 02.09., 21.00 Uhr
Kammerspiele/Staatstheater, Georg-Büchner-Platz 1

Frankfurt: Samstag, 03.09., 20.00 Uhr
Mainforum, Wilhelm-Leuschner-Straße 79

Frankfurt, Sonntag, 04.09, 11:00 Uhr
PODIUM II mit Fernando Molica, Eduardo Mendoza, Joachim Schares, N.N. und Dieter Bartetzko
Frankfurt, Deutsches Architekturmuseum

Eintritt jeweils 8,00 EUR/ ermäßigt 4,00 EUR

Weitere Informationen zu den Büchern, Autoren und weiteren Festivalteilnehmern aus New York, Paris, Wien und Barcelona auf der eigens von der Romanfabrik eingerichteten Seite.

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Internationaler Literaturpreis – Shortlist

Die Shortlist des Internationalen Literaturpreises – Haus der Kulturen der Welt wurde heute bekannt gegeben, und wir freuen uns sehr, dass mit José Eduardo Agualusas Buch Barroco Tropical (übersetzt von Michael Kegler) auch ein portugiesischsprachiger Autor vertreten ist (vor kurzem haben wir den Roman hier im Blog vorgestellt).

Hier die komplette Shortlist:

José Eduardo Agualusa und Michael Kegler, Lesung TFM 2009

José Eduardo Agualusa: „Barroco tropical
A1 Verlag 2011, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler

Joanna Bator: „Der Sandberg“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Polnischen von Esther Kinsky

Edwidge Danticat: „Der verlorene Vater“
Edition Büchergilde 2010, aus dem Amerikanischen von Susann Urban

Mathias Énard: „Zone“
Bloomsbury/Berlin-Verlag 2010 , aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller

Elias Khoury: „Yalo“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Arabischen von Leila Chammaa

Michail Schischkin: „Venushaar“
Deutsche Verlags-Anstalt 2011, aus dem Russischen von Andreas Tretner

Nähere Informationen zu allen Büchern bietet die Webseite des HKW in Berlin.

Das Haus der Kulturen der Welt (Berlin) und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) verleihen in diesm Jahr zum 3. Mal den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Seit 2009 zeichnet der Preis einen herausragenden, ins Deutsche übersetzten fremdsprachigen Titel der gegenwärtigen internationalen Erzählliteratur und seine Übersetzung aus. Der Preis ist mit 25.000 € für die Autorin / den Autor und 10.000 € für die Übersetzerin / den Übersetzer des Werkes dotiert.

In diesem Jahr reichten 64 Verlage über 130 Titel ein, übersetzt aus 24 Sprachen, von Autoren aus 52 verschiedenen Herkunftsländern. Zur Jury gehören in diesem Jahr Ramón García-Ziemsen (Journalist, Deutsche Welle), Marie Luise

Knott (Kritikerin / Übersetzerin), Claudia Kramatschek (Literaturkritikerin / Kulturjournalistin) Lothar Müller (Redakteur / Feuilleton Süddeutsche Zeitung), Ilma Rakusa (Schriftstellerin / Übersetzerin / Publizistin), Susanne Stemmler (Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt) und Stefan Weidner (Autor / Übersetzer / Literaturkritiker).

Die Preisträger werden am 15. Juni 2011 bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit der Preisträger am 29. Juni in Berlin statt.

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José Eduardo Agualusa: Barroco tropical

Vor wenigen Wochen ist im Münchner A1-Verlag bereits der dritte Titel des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa  erschienen. Barroco Tropical heißt das neue Buch sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung (von Michael Kegler), das die Nachfolge von Das Lachen des Geckos und Die Frauen meines Vaters  antritt.

Barroco Tropical spielt in der nahen Zukunft Angolas, die exorbitanten Gewinne aus den Zeiten des Ölbooms sind erschöpft, es besteht ein krasser Gegensatz zwischen arm und reich, Überwachung und politische Einflussnahme sind an der Tagesordnung.

Bartolomeu Falcato, Schriftsteller und Drehbuchautor, ist dem aufmerksamen Leser schon aus den vorangegangenen Romanen Agualusas bekannt – hier hat er nun in einem temporeichen, spannenden Plot die Hauptrolle übernommen. Gleich zu Beginn fällt Falcato das Model Núbia de Matos buchstäblich vor die Füße. Die Sängerin Kianda wird ebenfalls Zeuge dieses merkwürdigen „Absturzes“. Und kurz darauf sind beide – Bartolomeu und Kianda – in Gefahr. Über die weitere Entwicklung dieser spannenden, kritischen, musikalischen und abwechslungsreichen Geschichte soll hier noch nicht zuviel verraten werden. Um in der figurenreichen Geschichte nicht den Überblick zu verlieren, werden in einem Kapitel alle Hauptfiguren und ihre interessanten Geschichte(n) vorgestellt. Trotz der Detailfülle – wahrlich barroco tropical  – schweift man gerne in die Nebenhandlungen ab, um sich anschließend wieder dem Schicksal von Bartolomeu, Kianda und den geheimnisvollen schwarzen Engeln zuzuwenden.

Alle Titel von José Eduardo Agualusa erhalten Sie im Original und Übersetzung in unserer Buchhandlung.

José Eduardo Agualusa: Barroco Tropical, A1 Verlag, 2011, 22,80 EUR

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Agualusa und Verissimo – neue Hörbücher

Unser Hörbuchsortiment wird entsprechend des nach wie vor nicht sehr umfangreichen Angebots in Portugal und Brasilien stetig erweitert. Neu hinzugekommen sind jetzt je ein Titel des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa und von Luis Fernando Verissimo aus Brasilien.

Der Schauspieler Fernando Alves hat Agualusas Reiseroman Um estranho em Goa eingelesen. Das Begleitheft enthält bisher unveröffentlichte Illustrationen des Autors, und Texte von Ana Paula Guimarães, António Tomás und Marta Lança.

Luis Fernando Verissimo humoristische Kurzerzählungen um den Psychoanalytiker Bagé Todas as histórias do Analista de Bagé wurden von Nelson Freitas gelesen und auf einer MP3-CD veröffentlicht.

Beide Titel sind ab sofort bei uns erhältlich.

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José Eduardo Agualusa auf Lesereise

Foto: Jordi Burch

Der Münchner A1-Verlag lädt ein zu einer Lesereise des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa. Er liest aus seinem Buch Die Frauen meines Vaters (Originaltitel: As mulheres do meu pai), einem Roadmovie durch die Küstenstädte des südlichen Afrikas.  Mehr über die Geschichte der Hauptfigur Faustino Manso – einen bekannten angolanischen Musiker –  können Sie in folgenden Städten erfahren:

25.10.2010 um 20:30 Uhr / Muffatcafé / München
27.10.2010 um 16:00 Uhr  / Johannes Gutenberg Universität / Mainz
28.10.2010 um 19:30 Uhr / Stadtbibliothek/Zentralbibliothek / Frankfurt am Main
30.10.2010 um 19:30 Uhr / Iwalewa-Haus / Bayreuth

Es moderiert und übersetzt Michael Kegler, der das Buch auch in Deutsche übersetzt hat. Bei der Lesung in Frankfurt sind wir mit einem Büchertisch vor Ort, auf dem Sie übrigens auch schon Agualusas neuestes, in Portugal erschienenes Buch Milagrário Pessoal finden können.

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José Eduardo Agualusa: Die Frauen meines Vaters

Seit wenigen Tagen im Handel ist das neue Buch von José Eduardo Agualusa: Die Frauen meines Vaters, das in deutscher Übersetzung von Michael Kegler im A1-Verlag erschienen ist – nach Das Lachen des Geckos schon der zweite Titel des Autors bei A1.

Inhaltlich geht es im roadmovieartigen Roman um den angolanischen Musiker Francisco Manso, der bei seinem Tod sieben Frauen zurücklässt. Diese leben verstreut in verschiedenen Städten an der Küste des südlichen Afrikas, und eine der Töchter Franciscos – Laurentina – macht sich nach seinem Tod von Portugal aus auf den Weg, um die Familie kennenzulernen.

2007 ist anlässlich der Veröffentlichung des portugiesischen Originals As mulheres do meu pai eine kurze Besprechung von mir bei nova cultura! erschienen, die Sie hier nachlesen können.

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José Eduardo Agualusa bei TFM

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa war letzten Freitag bei uns zu Gast, und die Buchhandlung platzte aus allen Nähten. Hier ein paar Impressionen von der Präsentation des Romans Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) in der Übersetzung von Michael Kegler im A1-Verlag erschienen.

José Eduardo Agualusa bei TFM

Agualusa - Publikum

José Eduardo Agualusa ist in dieser Woche noch in Deutschland unterwegs. Falls Sie Gelegenheit haben, schauen Sie doch vorbei, es lohnt sich:

25.05.2009 um 20:00 / Haus des Buches / Leipzig

26.05.2009 um 19:00 / Brasilianische Botschaft / Berlin

27.05.2009 um 20:00 / andere buchhandlung / Rostock

28.05.2009 um 20:00 / Buchhandlung Bittner / Köln

29.05.2009 um 19:00 / Werkstatt 3 / Hamburg Altona

Präsentation José Eduardo Agualusa

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