Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Buchmesse 2019 – Das Programm

Vom 16.bis 20. Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Als Gastland präsentiert sich in diesem Jahr Norwegen.  Wir sind mit einem Stand in  Halle 5.1. A18 vertreten.

Neben der bereits angekündigten Lesung am 17.10., 20.00 Uhr  mit Mbate Pedro und Luiz Ruffato bei uns in der Buchhandlung, sind noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen auf dem Messegelände geplant:

Donnerstag, 17. Oktober

Alle Veranstaltungen im neuen Pavillon auf dem Messegelände (Agora).  An diesem Tag benötigen Sie eine Fachbesuchereintrittskarte.

13.00-14.00 Uhr Außerhalb der „Heimat“ schreiben, im eigenen Land schreiben – unterschiedliche Perspektiven? mit den Autor/innen Carlos Franz (Chile), Leonardo Padura (Kuba), Patricio Pron (Argentinien) und Carola Saavedra (Brasilien), moderiert von Corinna Santa-Cruz

Seit jeher verlassen Schriftsteller*innen, gewollt oder ungewollt, ihre Länder, hören indes selten auf, sich literarisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Andere, wenngleich mit einem offenen Blick in die Ferne, bleiben in ihrer Heimat, die literarischen Themen womöglich in greifbarer Nähe. Ist der Blick von innen unweigerlich „authentischer“ als der von außen? Inwieweit beeinflusst die lokale Kultur das literarische Schaffen? Welche Bedeutung nimmt „Heimat“ in den Werken der einzelnen Schriftsteller*innen ein bzw. inwieweit verändert sich die Wahrnehmung ihr gegenüber?

14.00-15.00 Uhr   Geschichte schreiben

mit María Cecilia Barbetta, Gioconda Belli, María José Ferrada und Luiz Ruffato, moderiert von Lutz Kliche

In Zeiten politischen Wandels verbreiten sich fake news und mit dem Aufstieg sozialer Netzwerke verliert die vierte Gewalt ihren Stellenwert. Nahezu jeder verkauft seine eigene Geschichte und nicht wenige schaffen es, ihre Stimmenzahl dadurch zu erhöhen. Geschichte wird neu geschrieben. Die Zahl der Zeitzeugen nimmt ab und die neuen Generationen verlieren den Kontakt zu echten Referenzen. Welche Rolle spielen Autor*innen in diesem Zusammenhang?  Inwieweit werden sie als Chronist*innen verstanden? Wer ist ihr Zielpublikum?

15.30 Uhr – TFM-Messestand, Halle 5.1 A18

Die Autoren Albert von Brunn und Nicola Schneider  stellen die Novelle Fluchtgut vor, die eben bei TFM erschienen ist.

20.00 Uhr  Buchhandlung TFM – Lesung mit Mbate Pedro und Luiz  Ruffato

Freitag, 18. Oktober

10.30-11.30 Uhr Was macht die Religion in der Außenpolitik?
Weltempfang Salon (Halle 4.1 B81)

Astrid Prange De Oliveira (Deutsche Welle, Redakteurin in der brasilianischen Redaktion der Deutschen Welle), Prof. Heinrich Wilhelm Schäfer (Institut für Auslandsbeziehungen) und Dr. Claudia Zilla (Forschungsgruppenleiterin „Amerika“ bei der Stiftung Wissenschaft und Politik) diskutieren

Freikirchen, evangelikale Strömungen und charismatische Prediger erleben weltweit Zulauf. Ihr Einfluss auf die Politik wächst, so wird z.B. Jair Bolsonaro, der Präsident Brasiliens, von Evangelikalen unterstützt. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf die internationalen (Kultur-)Beziehungen aus? Wie gehen die religiösen Akteure vor? Wo verläuft die Grenze zum Populismus?

13.00-13.30 Gold | Mein Land, unsere Erde, Halle 3.1 L25

Sebastião Salgado auf dem blauen Sofa, Moderation: Gert Scobel

13.30-14.00 Halle 3.K15

Art in Bolsonaro’s time – Decolonizing Brazilian Literature – mit Alexandre Ribeiro und Fred Di Giacomo

2 peripheral Brazilians writers reflecting literature under an extreme right regime

Samstag, 19. Oktober

An diesem Tag benötigen Sie eine normale Eintrittskarte

14:30 – 15:30 Uhr

Populismus versus Demokratie – was ist los in Lateinamerika?
Weltempfang Salon (Halle 4.1 B81)

mit Gioconda Belli, Carlos Franz und Luiz Ruffato, moderiert von Lutz Kliche

Nach dem Ende der Militärdiktaturen in vielen Ländern Lateinamerikas entwickelten sich demokratische Strukturen. Populisten von Rechts und von Links errichten dagegen wieder autoritäre Systeme, wie zuletzt in Brasilien und Nicaragua. Wie gehen Schriftsteller aus Lateinamerika mit den politischen Veränderungen und Unsicherheiten um? Wie offen können und wollen sie schreiben? Welche Erfahrungen machen Sie?

15.00-16.00 Uhr

What is going to be the new children literature?

mit den brasilianischen Kinderbuchautor/innen Ilan Brenman, Regina Drummond und Fernanda Oliveira

Hallen Foyer 5.1-6.1

15.30-16.00 Uhr

Art in Bolsonaro’s time – Decolonizing Brazilian Literature – mit Alexandre Ribeiro und Fred Di Giacomo

2 peripheral Brazilians writers reflecting literature under an extreme right regime

Für weitere Veranstaltungen können Sie den Kalender der Buchmesse konsultieren.

 

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 29. Oktober

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Afonso Cruz: A boneca de KokoschkaWir treffen uns  das nächste Mal am Dienstag, 29. Oktober, 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung und werden dann über den Roman A Boneca de Kokoschka des portugiesischen Autors Afonso Cruz sprechen. Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

A Boneca de Kokoschka ist ab Montag (30.09.) in der Buchhandlung erhältlich.

TFM - Unsere Buchhandlung in Frankfurt

Desde 2014 encontramos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. Se quiser participar, envie-nos um e-mail para info@tfmonline.de. O próximo encontro será no dia 29 de outubro às 19h. Vamos falar sobre o livro A Boneca de Kokoschka do autor português Afonso Cruz. Os livros estão disponíveis na livraria a partir de segunda-feira (30.9.)

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Stipendium in Berlin für Miguel Cardoso

Der portugiesische Autor Miguel Cardoso erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin. Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins und Isabela Figueiredo.

Im Oktober wird Miguel Cardoso  nach Deutschland kommen, geplant sind verschiedene Lesungen (u.a. in Frankfurt zur Buchmesse). Während seines Aufenthalts in Berlin wird er an einem literarischen Projekt arbeiten, in dessen Mittelpunkt die Stadt steht.

Miguel Cardoso wurde 1976 geboren, er lehrt, übersetzt und schreibt in Lissabon Seine Gedichte, Essays und andere Texte sind in verschiedenen Anthologien und Periodika veröffentlicht. Bisher hat er sechs Lyrikbände publiziert: Que se diga que vi como a faca corta (Mariposa Azual, 2010), Pleno Emprego (Douda Correria, 2013), Os engenhos necessários (&etc, 2014), Fruta Feia (Douda Correria, 2014), À barbárie seguem-se os estendais (&etc, 2015),Víveres (Tinta-da-China, 2016) und Mais de mil anos (Douda Correria 2017).

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Miguel Cardoso é o vencedor da Bolsa de Residência Literária em Berlim

Depois de Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins e Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso é o autor selecionado para a Bolsa de Residência Literária em Berlim, estando programadas várias leituras públicas durante a referida residência, em outubro, entre as quais a participação na Feira do Livro de Frankfurt.

Em Berlim estará a trabalhar num projeto que terá a cidade como um acervo vivo, quotidiano a partir do qual constituirá a matéria literária. O projeto explora os pontos de contacto entre o literário (ou o lírico) e o documental.

Miguel Cardoso ensina, traduz e escreve em Lisboa, onde nasceu em 1976. Passou alguns anos em Londres, tendo regressado a Portugal. É membro do colectivo Unipop e colaborador na revista Imprópria. Tem poemas, ensaios e outros textos publicados em diversas antologias e periódicos. Traduziu recentemente Letters against the firmament, do poeta inglês Sean Bonney (Douda Correria, 2016) e publicou seis livros de poesia: Que se diga que vi como a faca corta (Mariposa azual, 2010), Pleno Emprego (Douda Correria, 2013), Os engenhos necessários (&etc, 2014), Fruta Feia (Douda Correria, 2014), À barbárie seguem-se os estendais (&etc, 2015),Víveres (Edições tinta-da-china, 2016) e Mais de mil anos (Douda Correria, 2017).

Em 2017 integrou o programa literário da Feira do Livro de Leipzig onde foi apresentada uma seleção de poemas de Víveres na tradução de Odile Kennel que este ano será publicado no Brasil na coleção Poesia Portuguesa Hoje, pelas Edições Macondo, juntamente com obras de Manuel de Freitas, Tatiana Faia, Mariano Alejandro Ribeiro e Cláudia R. Sampaio.

Iniciada em 2016, a Bolsa de Residência Literária em Berlim enquadra-se no programa de divulgação internacional estruturado pela Embaixada de Portugal/Camões Berlim na área do Livro, no âmbito do plano anual de ação cultural externa, coordenado pelo Ministério dos Negócios Estrangeiros de Portugal e o Ministério da Cultura.

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José Luís Peixoto: Autobiografia

Eine der spannendsten Neuerscheinungen des ersten Halbjahrs in Portugal ist José Luís Peixotos Roman Autobiografia (erschienen bei Quetzal)

José Luís Peixoto: AutobiografiaIm Lissabon der ausgehenden 1990er Jahre treffen zwei Schriftsteller aufeinander, der junge José – Anfang 30, in einer Lebenskrise, dem Alkohol und dem Spiel verfallen, auf der Suche nach einem Anfang für seinen zweiten Roman  – und der etablierte José Saramago auf dem Höhepunkt seines Schaffens. José soll eine Biographie über Saramago schreiben, doch das ist nur der Beginn eines komplexen Spiels mit Realität und Fiktion.

Saramago als Hauptfigur eines Romans zu besetzen ist natürlich ein bisschen gewagt, zumal es viele reale Bezüge zwischen den beiden Autoren Peixoto und  Saramago gab, sie sind sich natürlich oft begegnet, Peixoto gewann 2001 im Alter von 27 Jahren den Prémio José Saramago für seinen Roman Nenhum Olhar. Dennoch besteht darin auch der große Reiz der Konstruktion, die mit ganz vielen Spiegelungen, Einfällen und intertextuellen Bezügen zu Romanen Saramagos, wie Das MemorialDie Stadt der Blinden oder naheliegend Der Doppelgänger arbeitet.  So bereitet der Roman an sich nicht nur eine großes Lesevergnügen, sondern lädt gleichzeitig dazu ein, das Werk von Saramago wieder- oder neu zu entdecken.

José Luís Peixoto: Autobiografia – ab sofort bei uns in der Buchhandlung und online, ebenso wie viele weitere Romane von José Luís Peixoto und José Saramago.

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Blicke auf Lissabon – neue Anthologie erschienen

Blicke auf LissabonLetzte Woche wurde die neue Anthologie Blicke auf Lissabon. Urbane Geschichten und Illustrationen in Anwesenheit von zwei beteiligten Autoren – Afonso Cruz  und Valério Romão – offiziell in Frankfurt vorgestellt.

Inzwischen haben wir das Buch auch erhalten, Sie finden es ab sofort bei uns in der Buchhandlung vor Ort in Frankfurt und natürlich auch online.

20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben sich mit 20 der bekannten  Illustratorinnen und Illustratoren für diese Anthologie zusammengefunden, die Lissabon von ganz vielen verschiedenen Seiten und sich hervorragend als literarischer Reisebegleiter eignet.

Von den beteiligten Autoren sind bisher nur wenige in deutscher Übersetzung erschienen, daher eignet sich die Sammlung auch sehr gut, um sich ein erstes Bild der portugiesischen Gegenwartsliteratur mit ihren unterschiedlichen Facetten zu machen.

Der Dank gilt hier den beteiligten Übersetzerinnen und Übersetzern Barbara Mesquita, Bettina Wind, Dania Schüürmann, Marianne Gareis, Markus Sahr, Michael Kegler, Niki Graça und Odile Kennel, die den Band gemeinsam ins Deutsche übertragen haben.

Die Themen sind dabei so unterschiedlich wie die Beteiligten, von den portugiesischen Seefahrern über Treppen, die zum Bairro Alto führen bis hin zu den Katzen aus der Rua dos Poços Negros.

Die Erzählungen sind von:

Anonym, Afonso Cruz, Alice Vieira, Ana Margarida de Carvalho, Bruno Vieira Amaral, Catarina Fonseca, David Machado, Joana Bértholo, Kalaf Epalanga, Luísa Costa Gomes, Mário Zambujal, Miguel Real, Patrícia Portela, Patrícia Reis, Ricardo Adolfo, Rui Cardoso Martins, Rui Zink, Sandro William Junqueira und Valério Romão.

Illustriert haben:

Alex Gozblau, Ana Ventura, André Carrilho, André Letria, António Jorge Gonçalves, Bárbara Assis Pacheco, Bernardo Carvalho, Danuta Wojciechowska, Gonçalo Viana, João Fazenda, João Maio Pinto, Madalena Matoso, Maria Imaginário, Maria João Worm, Paulo Galindro, Pedro Lourenço, Rui Sousa, Teresa Lima, Tiago Albuquerque und Yara Kono

Dem Buch beigefügt ist eine von Maria Bouza gezeichnete Karte, die alle beschriebenen Orte kenntlich macht.

Blicke auf Lissabon. Urbane Geschichte und Illustrationen, EGEAC/Prado, 19 EUR

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Agustina Bessa-Luís (1922-2019)

O Poço e a Estrada. Biografia de Agustina Bessa-LuísDie portugiesische Schriftstellerin Agustina Bessa-Luís ist heute im Alter von 96 Jahren gestorben. Sie lebte bereits einige Jahre krankheitsbedingt zurückgezogen abseits der Öffentlichkeit.

Agustina Bessa-Luís war eine der bekanntesten portugiesischen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Einige ihrer Romane wurden von  Manoel de Oliveira verfilmt. Ihr umfangreiches Werk wird seit 2017 im portugiesischen Verlag Relógio d’Água wieder aufgelegt.

In deutscher Übersetzung von Georg Rudolf Lind und Lieselotte Kolanoske sind die beiden Romane Die Sibylle und Fanny Owen bei Suhrkamp erschienen.

Die Trauerfeier findet heute Nachmittag in Porto statt, in der portugiesischen Presse sind zahlreiche Nachrufe erschienen:

Diário de Notícias, Observador, TSF, Público.

 

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 13.Mai

Inês Pedrosa: O Processo VioletaSeit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Wir treffen uns das nächste Mal am Montag, 13. Mai, 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung und werden dann über das Buch O Processo Violeta der portugiesischen Autorin Inês Pedrosa sprechen.  Das Buch spielt in den 1980er Jahren und zeichnet vor dem Hintergrund einer Liebesbeziehung zwischen einer Lehrerin und ihrem minderjährigen Schüler ein subtiles Gesellschaftsporträt.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

O Processo Violeta  ist bei uns in der Buchhandlung verfügbar.

TFM - Unsere Buchhandlung in Frankfurt

Desde 2014 encontramos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. Se quiser participar, envie-nos um e-mail para info@tfmonline.de. O próximo encontro será no dia 13 de maio às 19h00. Vamos falar sobre o livro „O Processo Violetada escritora portuguesa Inês Pedrosa.

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Portugiesischsprachige Literatur auf der Leipziger Buchmesse 2019

 

 

Wir besuchen die Leipziger Buchmesse und haben daher an den kommenden Tagen veränderte Öffnungszeiten:

Donnerstag 21.3. , 9.00-13.00 Uhr
Freitag 22.3., 9.00-13.00 Uhr
Am Samstag, 23.3. bleibt die Buchhandlung geschlossen.

Portugal ist dieses Jahr wieder mit einem Nationalstand auf der Leipziger Buchmesse vertreten und stellt vom 20. bis 23. März ein umfangreiches Programm mit Lesungen vor.

Zu Gast sind 10 Schriftsteller portugiesischer Sprache: José Eduardo Agualusa, Afonso Cruz, Ana Margarida de Carvalho, Joana Bértholo, Valério Romão, João Luís Barreto Guimarães, Raquel Nobre Guerra, Luís Castro Mendes, Lucílio Manjate und Mbate Pedro.

2021 wird Portugal Gastland der Leipziger Buchmesse sein, das Programm wird federführend von der Kulturabteilung der Portugiesischen Botschaft in Berlin/Instituto Camões mit Unterstützung anderer Partner organisiert:

PROGRAMM

 


 

Mittwoch, 20. März

21.10 Uhr
Lyrikbuchhandlung, Tapetenwerk
Lützner Strasse 91,
04177 Leipzig

Lesung aus dem Gedichtband Senhor Roubado von Raquel Nobre Guerra (Portugal), erschienen bei hochroth.

„Das Ende der Welt beginnt immer im Café um die Ecke.”

Übersetzung: Odile Kennel

 


 

Donnerstag, 21. März

10.30 – 11.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Afonso Cruz (Portugal)

A Boneca de Kokoschka – Ein Roman über den Wert der Freundschaft und die Bedeutung des anderen für unsere Identität.

O Princípio de Karenina – In seinem jüngsten Roman imaginiert Afonso Cruz den Brief eines Mannes an seine Tochter, die er nicht kennen lernte und der er sein Leben von Kindestagen an erzählt.

Übersetzung: Marianne Gareis

Lesung und Gespräch
Moderation: Claudia Kramatschek

10.30 – 11.00 Uhr 
Kinder- und Jugend Literatur
Halle 2, Stand H 320

Joana Bértholo (Portugal)
O Museu do Pensamento„Wo bleiben unsere Gedanken, wenn sie uns durch den Kopf gegangen sind? Und woher kommen sie?“Übersetzung: Barbara Bichler
Illustration: Pedro Semeano und Susana DinizLesung und Gespräch
Moderation: Toby Ashraf

11.30 – 13.00 Uhr
Halle 4, Stand Portugal D400

Generation XXI – Literatur aus Mosambik heute:
Lucílio Manjate und Mbate Pedro 
Für wen und über was schreiben junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Mosambik?Lucílio ManjateBarcolino oder Die traurige Geschichte des Mannes, der nicht sterben kann
Im Fischerdorf steht auf einmal der Tote da. Als Gerücht und leibhaftig geht er durch die Spelunken.Mbate Pedro –Vakuum / Unter der brennenden Stille
nie war die lüge so groß / wie die eukalyptusbäume / und so kommt die poesie ins gedichtÜbersetzung: Michael KeglerLesung und Gespräch
Moderation: Michael Kegler

13.00 Uhr
Leseinsel Junge Verlage
Halle 5, Stand G200

Raquel Nobre Guerra (Portugal) 
Senhor Roubado„Das Ende der Welt beginnt immer im Café um die Ecke“.Neuerscheinungen bei hochroth, eine Lyriklesung verschiedener Autoren.Übersetzung: Odile Kennel

15.00 – 16.00 Uhr
Halle 4, Stand Portugal D400

José Eduardo Agualusa (Angola)
Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer, erschienen bei C.H. Beck 2019Wenn wir im Schlaf davon träumen, zu schlafen, wachen wir dann in einer helleren Wirklichkeit auf?Übersetzung: Michael KeglerLesung und Gespräch
Moderation: Michael Kegler

16.00 – 17.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Gespräch mit Verlegern aus dem deutsch- und portugiesischsprachigen Raum
Wie unterscheidet sich die Arbeit des Verlegers – Beispiele aus der Schweiz, Deutschland, Portugal und Mosambik.Mbate Pedro (Mosambik), Zeferino Coelho (Portugal),
Stefan Weidle (Deutschland), Lucien Leitess (Schweiz)Moderation: Markus Sahr

16.30 – 17.00 Uhr
Kinder- und Jugend Literatur
Halle 2, Stand H 320

Afonso Cruz (Portugal)
A Contradição Humana (Der menschliche Widerspruch) wurde vielfach ausgezeichnet.„Der Nachbar aus dem siebten Stock links spielt Klavier, er singt und trifft immer die richtigen Töne. Er hat ungekämmte Haare, und seine Finger sind länger als eine Mathestunde. Aber was mich wirklich beeindruckt: er spielt traurige Lieder und das macht ihn glücklich.“Übersetzung: Viktoria WenkerLesung und Gespräch
Moderation: Toby Ashraf

17.00 – 18.00 Uhr
Halle 4, Stand Portugal D400

Ausblick auf „Portugal Gastland der Leipziger Buchmesse 2021“
Vorstellung der zweiten deutschsprachigen Ausgabe des Jornal de Letras
Vorstellung des Übersetzungs-Förderprogramms für Verlage
Anschließender Empfang

 


 

Freitag, 22. März

10.15 – 11.00 Uhr 
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Lyrik in portugiesischer Sprache – João Luís Barreto Guimarães (Portugal)
Mediterrâneo In Mediterrâneo lustwandelt João Luís Barreto Guimarães durch die europäische Kultur und Geschichte – der Lyrikband wurde 2017 mit dem Nationalpreis für Lyrik António Ramos Rosa ausgezeichnet.Übersetzung: Melanie P. StrasserLesung und Gespräch
Moderation: Dania Schüürmann

11.30 – 12.30 Uhr
Halle 4, Stand Portugal D400

Portugiesischsprachiges Afrika?
Die Literaturen Angolas und Mosambiks eint eine gemeinsame Sprache, was aber noch?Mitwirkende: José Eduardo Agualusa (Angola), Lucílio Manjate (Mosambik), Zeferino Coelho (Portugal)Lesung und Gespräch
Moderation: Michael Kegler, Margrit Klingler-Clavijo

14.00 – 15.00 Uhr 
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Ana Margarida de Carvalho (Portugal)
Não Se Pode Morar nos Olhos de um GatoÜber die Schwierigkeit, selbst in Extremsituationen Klassen- und Rassenvorurteile zu überwinden.Übersetzung: Marianne GareisLesung und Gespräch
Moderation: Christine Watty

16.00 – 16.30 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Joana Bértholo (Portugal)
Ecologia (Ökologie)Tausende Worte gibt es auf der Welt für „gemeinsam“, doch wo man für Worte zahlt, ist man einsam.Übersetzung: Barbara BichlerLesung und Gespräch mit dem Verleger Zeferino Coelho.
Moderation: Michael Kegler

18.00 – 19.00 Uhr 
Alte Nikolai Schule
Nikolaikirchhof 2,
04109 Leipzig

José Eduardo Agualusa bei den Europäischen Autoren-Gesprächen
Eine Veranstaltung von Das Blaue Sofa, Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und  3sat, in Kooperation mit C.H.Beck und Camões BerlimModeration: Michael Kegler

19.00 – 20.00 Uhr
Die naTo Leipzig,
Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig

Leipzig Liest – Neue Literatur aus Portugal
Afonso Cruz, Joana Bértholo, Ana Margarida de Carvalho, Valério Romão
Fernando Pessoa, José Saramago und Lobo Antunes sind die 3 Schriftsteller, die in Deutschland für die portugiesische Literatur stehen. Aber eine neue Generation von Autoren hat mit originellen und innovativen Werken einen eigenen Platz erobert. Vier Vertreter dieser Erneuerung stellen die neuen Wege vor, die in der Literatur in Portugal heute beschritten werden.Moderation: Jobst Welge, Ricardo Duarte

 


 

Samstag, 23. März

Halle 4, Stand Portugal, D400

Verleger stellen vor…

11.00 Uhr

Viktor Kalinke (Leipziger Literaturverlag) und Markus Sahr (Übersetzer) stellen die Autorin Yvette Centeno vor

11.30 Uhr

Ingo Držečnik (Elfenbein Verlag) stellt Luís de Camões und das Werk Com que Voz vor

12.00 Uhr

Viktor Kalinke (Leipziger Literaturverlag) stellt den Lyriker Luís Filipe Castro Mendes vor

12.30 Uhr

Martin Hielscher (C.H. Beck Verlag) stellt im Gespräch mit Zeferino Coelho die Schriftstellerin Sophia de Mello Breyner vor, anlässlich ihres Geburtstages, der sich 2019 zum hundertsten Mal jährt

14.00 – 15.00 Uhr
Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Valério Romão (Portugal)

O da Joana – Das Buch ist der zweite Band der Trilogie „Paternidades Falhadas“ und erzählt über das körperliche, psychologische und emotionale Leid einer Frau, die nur Mutter sein wollte.

Autismo – Von autobiographischen Erfahrungen ausgehend, erzählt uns der Autor wie die von der Krankheit zerbrochenen Erwartungen eines Paares die eigene Beziehung aushöhlen.

Übersetzung und Moderation: Markus Sahr

19.00 – 21.30 Uhr
Café Tunichtgut, Kolonnadenstraße 5,
04109 Leipzig

Niemerlang Lyrik-Spezial zur Leipziger Buchmesse 

1. Tom Schulz (Hanser Berlin)
2. Alexander Graeff (Verlagshaus Berlin)
3. Raquel Nobre Guerra (hochroth)
4. João Luís Barreto Guimarães (Quetzal)

Übersetzung: Odile Kennel, Melanie P. Strasser, Dania Schüürmann

Lesung und Gespräch
Moderation: Janin Wölke, Sibylla Vričić Hausmann, Carl-Christian Elze, Christian Kreis

20.00 Uhr
Leipziger Literaturverlag, Brockhausstraße 56,
04229 Leipzig

Leipziger Literaturverlag: Übersetzernacht im Verlag
Luís Filipe Castro Mendes (Portugal)
Übersetzung: Ilse PollackModeration: Viktor Kalinke

Das vollständige Programm finde Sie auch  hier zum Herunterladen.

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Gelesen: Dulce Maria Cardoso – Eliete

Es wird Sie vermutlich nicht verwundern, dass wir die Weihnachtspause unter anderem auch zum Lesen genutzt haben.

Darunter war auch der lang erwartete, neue Roman Eliete von Dulce Maria Cardoso, der letzten Jahres in Portugal erschienen ist. Nach ihrem großen Erfolg bei Kritik und Publikum mit dem Vorgängerroman O Retorno, der sich mit dem Schicksal Rückkehrer aus den portugiesischen Kolonien in der Mitte der 1970er Jahre auseinandersetzt , bildet diesmal das gegenwärtige Portugal den Handlungsrahmen.

Eliete ist eine Frau in der Mitte ihres Lebens, sie ist verheiratet, hat zwei fast erwachsene Kinder und führt ein normales Leben in geregelten Bahnen.  Die Demenzerkrankung ihrer Großmutter ist Auslöser für immer neue auftretende kleine Risse, die Eliete ihr bisheriges Leben hinterfragen lassen. Ihr Vater ist früh verstorben, sie wächst mit ihrer Mutter zunächst im Hans der Großmutter auf, ehe sich die Mutter eine eigene Wohnung leisten kann. Früh lernt sie ihren Mann Jorge kennen, mit dem sie zwei Töchter bekommt.   Neben dem Alltag in Cascais, wo die Handlung spielt, und der portugiesischen Zeitgeschichte nimmt die Auseinandersetzung mit der Oberflächlichkeit der sozialen Netzwerke eine große Rolle ein. Eliete versucht, ihre Töchter Márcia und Inês besser zu verstehen, in dem sie ihnen auf Instagram und Facebook  folgt. Sie selbst legt sich unter falschem Namen ein Profil bei Tinder an.

Zuviel soll an dieser Stelle nicht verraten werden, außer vielleicht, dass eine Fortsetzung geplant ist und der Roman mit einem Cliffhanger endet.

Dulce Maria Cardoso: Eliete, Tinta da China 2018 ab sofort bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

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Neu übersetzt und wieder aufgelegt – Patrícia Melo und José Saramago

Von Patrícia Melo, die schon den Deutschen Krimipreis erhalten hat, ist jetzt bei Tropen ein neues Buch in deutscher Übersetzung erschienen. In Der Nachbar (Originaltitel: Gog Magog, Deutsch von Barbara Mesquita) geht es um einen in São Paulo lebenden Biologielehrer, der sich zunehmend durch den titelgebenden Nachbarn gestört fühlt.  Dieser, der auf den seltsamen Namen Ygor Upsilon hört, verursacht andauernd Geräusche. Immer stärker steigert sich der Erzähler in eine unkontrollierbar werdende Wut. Er beginnt, den Nachbarn zu verfolgen, bricht bei ihm ein und findet sich plötzlich mit seiner Leiche wieder.

Patrícia Melo wird im Januar in Frankfurt bei den Litprom Literaturtagen zum Thema Global Crime zu Gast sein (Der Vorverkauf beginnt in Kürze.)

 

Zum 20. Jahrestag der Nobelpreisverleihung an José Saramago wurden  jetzt drei bislang vergriffene Bücher von ihm bei Atlantik wieder neu aufgelegt.

Das Memorial (Memorial do Convento, übersetzt von Andreas Klotsch) über den Bau des Klosters in Mafra ist einer der Klassiker aus dem Werk Saramagos. Das gilt ebenso für Hoffnung im Alentejo (Levantado do Chão übersetzt von Rainer Bettermann), das über den harten Alltag der Arbeiter auf den Latifundien erzählt. Das Tagebuch (O Caderno, übersetzt von Marianne Gareis und Karin von Schweder-Schreiner) hingegen ist ein essayistisches Spätwerk, das auf den Blogeinträgen beruht und viele zeitgeschichtliche Themen behandelt.

Alle Bücher von Patrícia Melo und José Saramago finden Sie natürlich in unserer Buchhandlung online und vor Ort in Frankfurt.

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