Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Lesetreff – Tertúlia wieder am 19. März

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Rui Zink: A instalação do medo

Weiter geht es am Mittwoch, 19. März um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über A Instalação do Medo des portugiesischen Autors Rui Zink, eine (obwohl schon vor mehr als 10 Jahren erschienen) topaktuelle Novelle.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Die Bücher sind schon lieferbar und können bei uns in der Buchhandlung abgeholt werden.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 19 de março, às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livro A Instalação do Medo do autor português Rui Zink que esteve aqui na livraria em janeiro.

Os livros já estão disponíveis na livraria.

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Einladung zur Lesung mit David Machado am 5. Februar

Copyright: Marlene Babo

Wir freuen uns auf unsere nächste Veranstaltung im Februar Unser Gast wird am 5. Februar, um 19.30 Uhr der portugiesische Autor David Machado sein. Michael Kegler moderiert und übersetzt. David Machado stellt seinen neuen Roman Os Dias do Ruído vor, der Ende letzten Jahres in Portugal erschienen ist und bisher noch nicht in deutscher Übersetzung vorliegt. Die Lesung ist wie immer zweisprachig.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

David Machado wurde 1978 in Lissabon geboren, er ist sowohl für seine Romane als auch für seine tollen Kinder- und Jugendbücher wie O Tubarão na Banheira oder Os Reis do Mar bekannt. Sein Roman Índice médio de felicidade wurde mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet.

David Machado: Os Dias do Ruído - portugiesischer Roman

Im neuen Roman Os Dias do Ruído geht es Laura, die ein islamistisches Attentat in Paris verhindert hat, in dem sie den Attentäter umgebracht hat. Zwei Jahre späer hat sie darüber ein Buch geschrieben und reist durch die Welt, um ihre Geschichte zu erzählen. Schnell ist sie berühmt geworden. Laura wird von vielen verherrlicht, aber sie ist auch das Ziel von Morddrohungen, die sie, auch wenn sie sie zunächst lieber herunterspielt, schließlich dazu zwingen, zu fliehen und an dem einzigen Ort Zuflucht zu suchen, an dem sie sich, entgegen ihrer Überzeugung, sicher fühlt. In den Pausen dieses virtuellen Lärms, der die Welt erfüllt und von dem auch sie unaufhaltsam abhängt, wird Laura die Tragweite ihrer Tat bewusst.

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Prémio Vergílio Ferreira geht an Djaimilia Pereira de Almeida

Der von der Universität Évora vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht  in diesem Jahr an die Schriftstellerin Djaimilia Pereira de Almeida.

Copyright: Humberto Brito

Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und wird seit 1996 jährlich für das Gesamtwerk eines portugiesischsprachigen Autors oder einer Autorin aus dem Bereich Literatur oder Essay verliehen. Die Preisverleihung findet im März statt.

Zuletzt wurden u.a. Ondjaki, Helena Carvalhão Buescu, Ana Luísa Amaral, Carlos Reis, Nélida Piñon und Gonçalo M. Tavares ausgezeichnet.

Die Jury begründete die Preisvergabe an Djaimilia Pereira de Almeida, die unter anderem mit den Romanen Esse Cabelo und Lisboa, Luanda, Paraíso bekannt wurde, mit der entscheidenden Rolle, die sie bei der Erneuerung der zeitgenössischen portugiesischen Erzählung gespielt hat, indem sie Geschichten und Figuren geschaffen hat, die Fragen der Identität, der Vertreibung und des Kolonialismus problematisieren.

Von Djaimilia Pereira de Almeida sind schon zwei Romane in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im Unionsverlag erschienen:

Im Auge der Pflanzen (Original: A Visão das Plantas)

Seebeben (Original: Maremoto)

In Portugal erschien zuletzt Ende letzten Jahres O Livro da Doença.

Alle Bücher von Djaimilia Pereira de Almeida sind bei uns in der Buchhandlung vorrätig oder bestellbar.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 4. Februar

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es am Dienstag, 4. Februar um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über Matarás Um Culpado e Dois Inocentes des portugiesischen Autors Rodrigo Guedes de Carvalho, einen interessanten Roman mit Elementen des magischen Realismus.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Die Bücher sind ab Januar wieder in der Buchhandlung verfügbar und können gerne schon vorgemerkt werden.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 4 de fevereiro, às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livro Matarás Um Culpado e Dois Inocentes do autor português Rodrigo Guedes de Carvalho.

Os livros vão estar de novo disponíveis na livraria em janeiro.

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Einladung zur Lesung mit Rui Zink am 14. Januar

Im Moment stecken wir noch mitten im Weihnachtsgeschäft, freuen uns aber auch schon auf Januar und unserer erste Lesung im neuen Jahr.

Unser Gast wird am 14. Januar, um 19.30 Uhr der portugiesische Autor Rui Zink sein. Michael Kegler moderiert und übersetzt. Rui Zink stellt die Novelle Die Installation der Angst (A Instalação do Medo) vor, der vor einigen Jahren in der deutschen Übersetzung von Michael Kegler im Weidle Verlag (jetzt Wallstein) erschienen ist.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

Rui Zink wurde 1961 in Lissabon geboren. Er hat seit Mitte der 1980er ein vielfältiges literarisches Werk veröffentlicht von Comic über Romane bis hin zu Kinderbüchern. Er war im portugiesischen Fernsehen präsent und ist heute Professor für portugiesische Literatur an der Universität Lissabon.

In deutscher Übersetzung erschien zunächst in den 1990er Jahren der satirische Roman Hotel Lusitano (Deutsch von Martin Amanshauser bei Deuticke), danach Apocalüpse Nau ebenfalls in der Übersetzung von Martin Amanshauser. Beide Übersetzungen sind leider nur noch antiquarisch zu bekommen.

Die kammerspielartige Novelle Die Installation der Angst wurde 2016 im Weidle Verlag veröffentlicht und auch schon mehrfach im Theater aufgeführt.

Zwei Männer klingeln bei einer alleinstehenden Frau. Sie sind gekommen, um in ihrer Wohnung die Angst zu installieren. Wortreich erklären die beiden die Notwendigkeit der Angst, ihre Funktion bei der Kontrolle der Bevölkerung. Die beiden sehr unterschiedlichen Installateure erläutern verschiedene Arten von Angst. Angst, so betonen sie, braucht die Kooperation der Menschen – je besser die Frau sich für die Angst öffne, desto schneller würden sie sie wieder in Ruhe lassen.
Die Männer ahnen jedoch nichts von der tatsächlichen Angst der Frau, nämlich dass die Beamten ihr im Badezimmer verstecktes Kind finden könnten. Als es schließlich doch zur Entdeckung kommt, verändert sich das Machtgefüge zwischen der passiven Frau und den aktiven Installateuren der Angst…

Mit freundlicher Unterstützung der Professur für Romanische Literaturwissenschaft (Hispanistik und Lusitanistik) der Goethe-Universität, vielen Dank.

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Prémio Oceanos 2024

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurde in der Lyrik-Kategorie:

Uma Colheita de Silêncios des in diesem Jahr verstorbenen portugiesischen Autors Nuno Júdice, erschienen 2023 bei Publicações Dom Quixote.

Den Preis als bester Roman erhielt Caminhando com os mortos der brasilianischen Autorin Micheliny Verunschk, erschienen bei Companhia das Letras, die bereits für ihren vorangegangen Roman O Som do Ruído da Onça den Prêmio Jabuti erhalten hatte.

Der prämierte Roman zeigt, wie sich der Hass auf Frauen und Minderheiten durch die Jahrhunderte zieht, insbesondere wenn er durch religiösen Fanatismus geschürt wird.

Der Prêmio Oceanos ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert.

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Prémio José Saramago 2024 geht an Francisco Mota Saraiva

Copyright: Neusa Ayres/Fundação Circulo de Leitores

Francisco Mota Saraiva ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 13. Mal verliehenen Prémio Literário José Saramago. Er erhielt den Preis heute für den Roman Morramos ao menos no porto, der im kommenden Jahr veröffentlicht wird. Der Preis wird seit 2022 für ein bisher unveröffentlichtes Werk eines Autors oder einer Autorin verliehen, der/die bis zum Zeitpunkt der Abgabe des Manuskripts jünger als 40 Jahre alt ist. Mit der Preisvergabe (Dotierung 40.000 EUR) ist die Veröffentlichung des Werks in Portugal und Brasilien verbunden. Der Roman erscheint in Kürze bei den Verlagen Porto Editora und Globo.

Francisco Mota Saraiva wurde 1988 in Coimbra geboren. Der studierte Jurist lebt in Lissabon, arbeitet dort als Anwalt und Berater und schreibt nebenbei. Im Jahr 2021 und 2023 erhielt er Literaturstipendien und wurde für seinen ersten Roman Aqui onde canto e ardo , der in diesem Herbst bei Gradiva erschien, mit dem Prémio Revelação Agustina Bessa-Luís ausgezeichnet.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo (2009-„As três vidas“) und Andréa del Fuego (2011-„Os Malaquias“) , Ondjaki ( 2013-Os Transparentes), Bruno Vieira Amaral (2015- As primeiras coisas) ,  Julian Fúks (2017- A resistência), Afonso Reis Cabral (2019 -Pão de açucar ) und zuletzt Rafael Gallo (2022 – Dor Fantasma).

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Portugiesische Krimis und Thriller – Ein Blick auf die Neuerscheinungen

Krimis und Thriller von portugiesischen Autorinnen und Autoren sind gar nicht mal so verbreitet. Wir werden ziemlich oft danach gefragt, auf Deutsch gibt es praktisch nur die beliebten und erfolgreichen „Urlaubskrimis“, die von von deutschen Autoren oft unter portugiesischem Pseudonym geschrieben werden, wie etwa die „Lost in Fuseta“-Reihe von Gil Ribeiro (eine neuen Fuseta-Krimi gibt es erst 2025 wieder) oder die Krimis von Luis Sellano.

Diesen Herbst sind aber doch in Portugal ein paar neue spannende Geschichten erschienen, die vielleicht irgendwann auch mal den Weg auf den deutschen Markt finden werden, wer weiß.

A Viagem do Oligarca vom Autor und Journalisten Miguel Szymanski und O Protocolo Caos vom portugiesischen Nachrichtensprecher José Rodrigues dos Santos verarbeiten beide aktuelle politische Entwicklungen in Spannungsliteratur.

Im ersten kommt der russische Oligarch Oleg Porovich nach Portugal mit dem Ziel auch dort eine populistische Rechtspartei finanziell zu unterstützen. Wir treffen in diesem dritten Krimi wieder auf Szymanskis Hauptfigur, den Journalisten Marcelo Silva, der versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Ähnlichkeiten mit aktuellen politischen Entwicklungen sind sicher beabsichtigt.

José Rodrigues dos Santos veröffentlicht quasi jedes Jahr einen neuen Bestseller, auch er hat einen bevorzugten Ermittler: Tomás Noronha. Im neuen Buch O Protocolo Caos geht es einmal um die halbe Welt – Russland, die Vereinigten Staaten, Brasilien und Burma sind die Schauplätze, die, wie sollte es anders sein, alle durch kryptische Botschaften miteinander verbunden sind.

Auch João Tordo, einer der bekanntesten und beliebtesten portugiesischen Gegenwartsautoren wendet sich in Os dias contados wieder den Thrillern zu. Auch er hat eine bevorzugte Ermittlerin, Pilar Benamor. Im Rückblick auf das Jahr 2013 wird hier ihr erster Fall erzählt, in dem sie mit dem Bösen konfrontiert wird und der vielleicht die Traumata und Obsessionen erklären hilft, die sie in den anderen Titeln der Reihe wie Águas Passadas oder Cem Anos de Perdão offenbart hat.

Wie die vorangegangenen Bücher ein echter Pageturner.

Mehr Krimis und Thriller gibt’s bei uns in der Buchhandlung.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 9. Dezember

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es am Montag, 9. Dezember um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über O que é meu des brasilianischen Autors José Henrique Bortoluci, ein autobiographisches Buch in der Tradition von Annie Ernaux oder Edouard Louis über den Vater des Autors, der über 40 Jahre als LKW-Fahrer in Brasilien gearbeitet hat. Das Buch ist in diesem Frühjahr bereits in deutscher Übersetzung von Maria Hummitzsch erschienen.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Die Bücher sind voraussichtlich ab Anfang kommender Woche (18.11.) wieder in der Buchhandlung verfügbar. Die deutsche Übersetzung ist vorrätig.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 9 de dezembro, às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livro O que é meu do escritor e sociólogo brasileiro José Henrique Bortoluci.

Os livros vão estar de novo disponíveis na livraria no início da próxima semana (18.11./19.11.)

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Bücher, Bücher, Bücher – Neuübersetzungen 2024

Gestern Abend haben wir im Rahmen der Woche des unabhängigen Buchhandels auf die diesjährigen Neuerscheinungen im Bereich der Übersetzungen geschaut und dabei festgestellt, dass das im Jahresverlauf gar nicht so wenige waren.

Das interessante „Ping-Pong“ von gestern, dass von „Autorenpflege“ deutscher Verlage über queere Literatur aus Brasilien, autofiktionales Erzählen, die portugiesische Nelkenrevolution, Klassikerübersetzung bis zur Suche nach Herkunft und Identität reichte und auch die eine oder andere noch nicht übersetzte Novität gestreift hat, ist natürlich schwierig in einem Blogbeitrag wiederzugeben, aber einen Überblick über die erschienenen und besprochenen Bücher wollen wir dennoch hier geben, jeweils mit Link zu näheren Informationen auf unserer Webseite:

Tatiana Salem-Levy: Der Schlüssel zum Haus, 25 EUR, übersetzt von Marianne Gareis, Secession Verlag für Literatur

Debüt der brasilianischen Autorin, in Brasilien schon 2007 erschienen, eigentlich 3 Romane in einem die Suche nach der eigenen türkisch-jüdischen Herkunft verbunden mit dem titelgebenden Schlüssel, eine schwierige, sehr körperliche Liebesbeziehung und die Auseinandersetzung mit dem Tod der Mutter, interessant zu lesen, in einer sehr schönen Ausgabe

Eça de Queirós: Die Maias, 44 EUR, übersetzt von Marianne Gareis, Hanser

Der Klassiker der portugiesischen Literatur des 19. Jahrhunderts in einer grandiosen Neuübersetzung, Leinen, Dünndruckpapier, eine Familiensaga in der portugiesischen Oberschicht des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ein großer klassischer realistischer Roman, beste Lektüre für lange Herbst- und Winternachmittage.

Victor Heringer: Die Liebe vereinzelter Männer, 24 EUR, übersetzt von Maria Hummitzsch, März Verlag

brasilianischer queerer Coming-of-Age Roman aus dem Nachlass des früh verstorbenen Autors. Mosaikartig erzählt, in dessen Mittelpunkt die Geschichte von Camilo und Cosme steht.

José Henrique Bortoluci: Was von meinem Vater bleibt, 20 EUR, übersetzt von Maria Hummitzsch. Aufbau Verlag

interessantes Memoir im Stil von Annie Ernaux oder Didier Eribon. In einem kleinen Independent Verlag in Brasilien erschienen, die Übersetzungsrechte wurden in viele Länder verkauft. Behandelt neben der brasilianischen Geschichte aus der Sicht eines LKW-Fahrers viele universale Themen wie Krankheit und Tod der Eltern und sozialen Aufstieg über Klassen hinweg.

Gonçalo M. Tavares: Herr Breton und das Interview, 16 EUR, Deutsch von Michael Kegler, Edition Korrespondenzen

Ein weiterer Band in der auch optisch wunderschönen Edition kleiner Texte des portugiesischen Autors, der sich ein Stadtviertel mit berühmten Persönlichkeiten ausgedacht hat.

António Lobo Antunes: Am anderen Ufer des Meeres, 26 EUR, Deutsch von Maralde Meyer-Minnemann, Luchterhand

Neuer Roman des bekanntesten zeitgenössischen Autors aus Portugal. Dreistimmiger Roman über das Erinnern, über Rassismus und über die Sehnsucht nach einem anderen Leben, wie immer zu einem der Hauptthemen von Lobo Antunes – der Auseinandersetzung mit der portugiesischen Kolonialherrschaft

Carla Bessa: Alle Eine, 16 EUR, Deutsch von Lea Hübner, Transit

Radikale, sprachlich variantenreiche und weit über feministische Gesellschaftskritik hinausgehende Erzählungen der in Berlin lebenden brasilianischen Autorin, bereits ihr zweiter Erzählungsband bei Transit

José Luís Peixoto: Mittagessen am Sonntag, 26 EUR, Deutsch von Ilse Dick, Septime

Bereits der vierte Roman des portugiesischen Autors José Luís Peixoto, der im österreichischen Verlag erscheint. Basierend auf der Biographie des Café-„Barons“ Rui Nabeiro erzählt Peixoto portugiesische Geschichte von der portugiesischen Diktatur, über die Nelkenrevolution und wirtschaftlichen Aufschwung, der seinen Ursprung im Alentejo hat.

Patrícia Melo: Die Stadt der Anderen, 26 EUR, Deutsch von Barbara Mesquita, Unionsverlag

Auch hier ein Verlag, der sich toll um seine Autorin kümmert. Der neue Roman der Brasilianerin Patrícia Melo ist kein Krimi, er führt nach São Paulo in die Welt derer, die auf der Straße leben und auf das luxuriöse Leben der Metropole schauen.

Amadú Dafé: Jasmim, 19,95 EUR, Deutsch von Rosa Rodrigues, Leipziger Literaturverlag

Das seltene Ereignis einer Übersetzung aus Guiné-Bissau. Der junge Fé begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, die ihn aus Liebe zu einem Mann auf den Kapverden zurückgelassen hatte, als er noch klein war. Nach einer langen Reise durch den afrikanischen Kontinent landet er im Norden von Guinea-Bissau.

José Falero: Supermarkt, 25 EUR, Deutsch von Nicolai von Schweder-Schreiner, Hoffmann und Campe

Eine stimmgewaltige, elektrisierende Geschichte über soziale Ungerechtigkeit und städtische Gewalt aus Brasilien, ein moderner Schelmenroman über den Aufstieg und Fall zweier Männer und ihrer Familien aus dem Nichts.

Yara Nakahanda Monteiro: Herz. Rhythmus. Störungen, 22,90 EUR, Deutsch von Michael Kegler, Haymon

Nach dem Erfolg des Romans Schwerkraft der Tränen veröffentlicht Haymon jetzt auch den ersten Lyrikband der luso-angolanischen Autorin. Feministische Lyrik über Heilung und Verlust, verwoben mit intimen Momenten und Erfahrungen; zutiefst menschlich, magisch.

Buhuu Boys. Wahre Geschichten über toxische Männlichkeit (Graphic Novel), 18 EUR , Deutsch von Michael Kegler, Alibri

Die Herausgeberinnen haben aus Hunderten von Geschichten, die von Frauen und nicht-binären Menschen aus ganz Brasilien eingesandt wurden, 11 beispielhafte ausgewählt und von 11 Künstlerinnen illustrieren lassen

Davi Kopenawa/Bruce Albert: Der Sturz des Himmels. 44 EUR, Deutsch von Karin Uttendörfer, Tim Trzaskalik, Matthes&Seitz

Alle Gattungen sprengendes, monumentales Werk: schamanisches Lehrstück, leidenschaftliche Verteidigung der Rechte indigener Völker und kompromisslose Verurteilung der Verwüstungen, die an Mensch und Umwelt begangen werden. Die Autobiografie des Schamanen Davi Kopenawa ist eine für das Menschheitsgedächtnis höchst bedeutende Erzählung, entstanden aus der jahrzehntelangen Freundschaft zwischen dem Schamanen und dem französischen Anthropologen Bruce Albert. Ursprünglich in französisch erschienen, dann auch in Brasilien veröffentlicht und jetzt ca. 20 Jahre nach Erstveröffentlichung auch in deutscher Übersetzung verfügbar.

Alle Bücher gibt es bei uns in der Buchhandlung, natürlich nicht nur die Übersetzungen, sondern meist auch das portugiesischsprachige Original. Schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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