Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova – neu auf Deutsch

Es gibt erfreulicherweise Zuwachs im Bücherregal der deutschen Übersetzungen. Manchmal braucht es einige Jahre und viel Durchhaltevermögen, bis ein deutscher Verlag auf ein interessantes aufmerksam wird und es publiziert.

Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova

So auch in diesem Fall. Der Wallstein Verlag hat jetzt in seiner „Weidle-Reihe“ Die Frauen der Fonte Nova (As Mulheres da Fonte Nova) der portugiesischen Autorin Alice Brito veröffentlicht, mit einem sehr schicken Cover, wie wir finden. Die Übersetzung stammt von Markus Sahr.

Erzählt wird die Geschichte von Arminda und Maria João, die in den 1930er Jahren in Setúbal im selben Stadtviertel aufwachsen, Setúbal war seinerzeit ein Stadt, die von Armut und der allgegenwärtigen Fischkonservenindustrie geprägt war. Alice Brito gelingt es ganz hervorragend, das Leben der Frauen zu beschreiben und gleichzeitig die Stimmung in der Stadt mit ihren Gerüchen, Geräuschen ganz plastisch einzufangen. Trotz der schwierigen Lebenssituation der Hauptfiguren wirkt das Buch überhaupt nicht schwermütig. Das Buch wurde 2012 in Portugal veröffentlicht, war das Debüt von Alice Brito und ist leider im Original schon seit einiger Zeit vergriffen.

Wir haben es als eines der ersten Bücher in unserer „Tertúlia“ gemeinsam gelesen und damals, soweit ich mich erinnere, einhellig positiv bewertet.

Umso schöner ist es, dass durch die Übersetzung jetzt auch das deutsche Publikum die Chance hat, das Buch kennenzulernen. Alice Brito ist nächste Woche auf der Leipziger Buchmesse zu Gast und wird den Roman am Stand der portugiesischen Botschaft vorstellen am Freitag 28.03.2025, Messe – Halle 4 Stand C300, 10.30-11.15 Uhr.

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2026 – Teil 2

Leipziger Buchmesse 2026 Programmübersicht

Ende März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Portugal ist mit einem eigenen Stand in Halle 4 Stand C300 vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.

Hier folgt das Programm für das Wochenende:

Samstag 29.03.2025
Messe – Halle 4 Stand C300

Samstag, 21.03.2026

10.30 – 11.30 Uhr / Halle 4, Stand C300

EIN GESPRÄCH MIT LÍDIA JORGE UND CARLA PAIS

Ist wahre literarische Inspiration ohne Qualen und Brüche möglich?

Moderation: Sabine Kieselbach

Lídia Jorge: Erbarmen

Die Frage, ob Inspiration und Kreativität vollständig von Schmerz, Leid oder Verlust abhängig sind, wird kontrovers diskutiert. Es gibt allerdings auch Befürworter, die zwar weniger zahlreich, aber ebenso vehement sind, dass ein inspiriertes Werk untrennbar mit Glück und Optimismus verbunden ist und von diesen abhängt. Dies ist das Thema, das wir den beiden Schriftstellerinnen mit Moderation der Journalistin Sabine Kieselbach (DW) zur Diskussion vorschlagen.

Lídia Jorge: Die Stunde der Nelken, Übersetzung: Marianne Gareis, Secession 2026

Erbarmen, Übersetzung: Steven Uhly, Secession, 2025

11.45 – 12.45 Uhr / Halle 4, Stand C300

DAS POETISCHE WERK VON JÚlIO POMAR: POESIE, MUSIK, FREUDE

Vorstellung: Toby Ashraf, Musik: Pedro Matos

Júlio Pomar ist einer der bedeutendsten portugiesischen Maler des 20. Jahrhunderts, dessen hundertster Geburtstag nun gefeiert wird. Neben seinem einzigartigen und vielgeschätzten bildnerischen Werk ist uns kürzlich auch Pomar als Dichter begegnet, dessen Schriften es verdienen, bekannt gemacht zu werden. Der Journalist Toby Ashraf stellt uns den Menschen Júlio Pomar vor und Pedro Matos macht uns mit seiner vertonten Poesie bekannt.

14:30 – 15:30 Uhr
EIN GESPRÄCH MIT ALICE BRITO UND FRANCISCO MOTA SARAIVA

Hat Literatur die Kraft, die Welt zu verändern: Traum oder Wirklichkeit?

Moderation: Elena Witzeck

Zwei Autoren verschiedener Generationen, die sich mit disruptiven Themen beschäftigen, sie jedoch unterschiedlich behandeln. Wir schlagen ein Gespräch vor, in dem sie ihre Meinung über die Kraft der Literatur, die Welt zu verändern, äußern und darüber sprechen, ob ihre Bestrebungen ein Traum oder Realität sind. Das Gespräch wird von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) moderiert.

Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova, Übersetzung: Markus Sahr. Wallstein Verlag, 2026

15.45 – 16.30 Uhr / Halle 4, Stand C300

VON MEINER SPRACHE AUS SIEHT MAN DAS MEER

Die Sprache ist ein ehrlicher und unverfälschter Spiegel der Kultur eines Volkes, jeder Laut, jeder Rhythmus und jeder Ausdruck erzählen lange Geschichten über seinen historischen Weg, der es in die Moderne geführt hat. Der Satz des Autors Vergílio Ferreira „Von meiner Sprache aus sieht man das Meer” sagt viel, ja sehr viel über Portugal aus: wo es schon überall gewesen ist, was es gesehen hat und wie es durch die Kontakte, die ihm das unermessliche Meer geschenkt hat, geprägt wurde.

Vielleicht noch eindringlicher als Prosa ist die Poesie mit ihrer Musik, ihrem Rhythmus, ihrer Fähigkeit, in einem einzigen Vers das Ergebnis langwieriger Überlegungen oder eines beschwerlichen Weges zusammenzufassen, und sie vermag uns in dieser kurzen Sitzung zu erzählen, wie sich dieses Land der Welt öffnet, wie es mit dem Fernen in Beziehung tritt, wie es sich von dem überzeugen lässt, was die Nation bereichert.

Die folgenden Auszüge zeigen die Seele nicht eines Volkes, sondern der vielen, die dieselbe Sprache sprechen.

Lyrik von Eugénio de Andrade, Fernando Pessoa, José Carlos Ary dos Santos, Miguel Torga und Sophia de Mello Breyner Andresen

Lesung: Ricardo Domeneck


20.00 – 20.50 Uhr / NaTo
, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig

EIN ABEND MIT LÍDIA JORGE UND FRANCISCO MOTA SARAIVA

Inspirieren oder hemmen die radikalen Veränderungen, die wir durchleben, ihr Schaffen?

Moderation: Elena Witzeck

Ob wir nun die heutige Zeit als eine Phase des Übergangs oder als eine Phase des Umbruchs betrachten, so ist doch unbestreitbar, dass sich die Realität in einigen wesentlichen Aspekten und mit einer Geschwindigkeit verändert, die wir vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht erwartet hätten.

Historisch gesehen haben tiefgreifende Veränderungen enorme Auswirkungen auf die Kunst, und es ist nicht ungewöhnlich, dass das künstlerische Schaffen selbst den Wandel beschleunigt. Historisch gesehen kann eine unerwartete Veränderung, wie wir sie derzeit erleben, gegensätzliche Auswirkungen auf das literarische Schaffen haben: Es kann zum Stillstand kommen, damit zumindest der Schriftsteller tief durchatmen kann, oder es kann sich bis zu einem fast schwindelerregenden Tempo beschleunigen.

Ob die Veränderungen, die die Welt derzeit durchläuft, unsere Autoren inspirieren oder zurückschrecken lassen, ist der Ausgangspunkt für eine Debatte, die wir für sehr interessant halten und die von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) geführt wird.

Lídia Jorge: Die Stunde der Nelken, Übersetzung: Marianne Gareis, Secession 2026

Lidia Jorge
Erbarmen, Secession Verlag, 2025
Übersetzung: Steven Uhly

Sonntag 22.03.2025
Messe – Halle 4 Stand C300

Metamorphosen 64

11.30 – 12.30 Uhr

HOMMAGE AN DICHTER PORTUGIESISCHER SPRACHE: MUSIK, EMOTION, CHARME

Vorstellung der Zeitschrift Metamorphosen

Vorstellung: Ingo Držečnik, Musik: Higino Andrade. Lesung: Noah Moisan

Portugal ist ein Land der Dichter, die die Sprache zu einem Kunstwerk erheben und sie als feste Brücke zu allen Kontinenten nutzen.

Diese Veranstaltung ist der Poesie in portugiesischer Sprache gewidmet, mit Klängen, Rhythmen, Aromen und exotischen, fernen und nahen Erinnerungen.

Der Verleger Ingo Držečnik präsentiert die neueste Ausgabe der literarischen Zeitschrift Metamorphosen, die den Dichtern gewidmet ist, die auf Portugiesisch schreiben. Noah Moisan rezitiert Gedichte, die zum Nachdenken anregen, Higino Andrade begleitet am Kontrabaß.

Lyrik von Conceição Evaristo, Florbela Espanca, José Alberto Postiga, José Luís Barreto Guimarães, Mia Couto, Natália Correia, Sebastião da Gama, Ricardo Domeneck und Sophia de Mello Breyner Andresen

Metamorphosen, Zeitschrift für Literatur. Meine Heimat ist die portugiesische Sprache, Elfenbein Verlag, 2025

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António Lobo Antunes (1942-2026)

Der portugiesische Verlag Dom Quixote teilt in einem heute früh veröffentlichen Kommuniqué mit, dass António Lobo Antunes verstorben ist.

António Lobo Antunes, Ray-Güde Mertin, José Cardoso Pires, José Saramago
António Lobo Antunes, Ray-Güde Mertin, José Cardoso Pires, José Saramago bei einer Lesung in Frankfurt, copyright: TFM

António Lobo Antunes ist einer der bekanntesten portugiesischen Autoren. Sein erstes Buch Memória do Elefante (Deutsch: Elefantengedächtnis) erschien 1979, kurz danach folgten Os Cus de Judas (Der Judaskuss) , Conhecimento do Inferno (Einblick in die Hölle) 1980 und Explicação dos Pássaros (Die Vögel kommen zurück), alles Romane, die durch seine Erfahrungen als Arzt im Kolonialkrieg in Angola geprägt sind. Dieses Thema ist auch in vielen seiner folgenden Romane präsent, die bis vor wenigen Jahren in fast jährlichem Rhythmus erschienen.

António Lobo Antunes: Wörterbuch der Sprache der Blumen

Das Werk von António Lobo Antunes erscheint in Portugal im Verlag Dom Quixote und wird auch in Deutschland seit vielen Jahre gepflegt. Die Übersetzungen ins Deutsche stammen fast ausnahmslos von Maralde Meyer-Minnemann und werden im Luchterhand Verlag veröffentlicht. Vor wenigen Tagen erschien mit Wörterbuch der Sprache der Blumen (Originaltitel: Diccionario da Linguagem das Flores) ein neuer Roman.

Viele Jahre lang war er António Lobo Antunes für den Literaturnobelpreis im Gespräch. Daraus ist leider nichts geworden, seine Romane werden bleiben. Einen Überblick über das Gesamtwerk finden Sie hier.

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Gonçalo M. Tavares erhält Premio Formentor de las Letras 2026

Der portugiesische Autor Gonçalo M. Tavares wird mit dem renommierten spanischen Premio Formentor de las Letras 2026 ausgezeichnet. Die Jury betonte bei der Bekanntgabe dass Tavares die strengen Grenzen zwischen den traditionellen literarischen Gattungen verwische und dass er in den letzten 25 Jahren ein literarisches Werk von starker Persönlichkeit, blendender Originalität und kraftvoller Fantasie geschaffen habe.
Tavares Romane bevölkerten Figuren, deren Extravaganz den ungewöhnlichsten, seltsamsten und unerwartetsten Dimensionen des Menschseins zugeschrieben werden könnten.

Gonçalo M. Tavares: Herr Eliot und die Vorträge

Vor ihm haben unter anderem Samuel Beckett, Jorge Luis Borges, Javier Marías, Mircea Cărtărescu, Annie Ernaux, Cees Nooteboom, César Aira, Liudmila Ulítskaya und László Krasznahorkai den Preis erhalten. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.

Gonçalo M. Tavares ist einer der meist übersetzten Autoren Portugals. In deutscher Übersetzung von Michael Kegler erscheinen seit einigen Jahren die Bände der „Senhores“ aus der Reihe „O Bairro“ (Das Stadtviertel) im österreichischen Verlag Edition Korrespondenzen.

Der 10. und letzte Band Herr Eliot und die Vorträge erscheint im März und kann schon vorbestellt werden. Auf der kommenden Leipziger Buchmesse stellen Michael Kegler und Reto Ziegler von der Edition Korrespondenzen den Band vor (Freitag, 20.3. 11.30 Uhr, Halle 4 C300). Ein kleines Porträt über Gonçalo M. Tavares von seinem Übersetzer Michael Kegler ist im Rahmen der „Weltlesebühne“ hier verfügbar.

Titelbild: Gonçalo M. Tavares: O Fim dos Estados Unidos de América

In Portugal veröffentlichte Gonçalo M. Tavares Ende letzten Jahres das Epos O Fim dos Estados Unidos da América, das mit dem rätselhaften Ausbruch der Pest in den Vereinigten Staaten von Amerika beginnt. Ted Trash, Faschist und Rechtsextremist, und Left Wing, Linksextremist, sind für einen zweiten Bürgerkrieg im Land verantwortlich. Arme und Reiche werden Probleme miteinander haben, und zwar nicht wenige.

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Lídia Jorge – Lesung am 27. März bei uns in der Buchhandlung

Ende März findet die Leipziger Buchmesse statt, wie in den Vorjahren auch wieder mit einiger portugiesischsprachiger Präsenz. Wir freuen uns sehr, dass wir erneut Lídia Jorge bei uns in der Buchhandlung begrüßen dürfen.

Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)
Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)

Am Freitag, dem 27. März, 19.30 Uhr stellt sie ihren Roman Die Stunde der Nelken (Os Memoráveis) vor, der in deutscher Übersetzung von Marianne Gareis in Kürze im Secession Verlag für Literatur erscheint. Michael Kegler moderiert und übersetzt.

Eintritt 10 EUR/ermäßigt 7 EUR. Wir bitten um Anmeldung.

Lídia Jorge, geboren 1946, ist eine der renommiertesten Schriftstellerinnen Portugals. Sie studierte französische Literatur in Lissabon und verbrachte einige Jahre damit, während des Unabhängigkeitskampfes in Angola und Mosambik zu unterrichten. Heute lebt sie in Lissabon.

Drei Jahrzehnte nach dem 25. April 1974, dem Tag der portugiesischen Revolution, soll die in den USA lebende Ich-Erzählerin Ana Maria Machado, Tochter eines linken portugiesischen Journalisten, für die CNN eine Fernsehreportage über die sogenannte »Nelkenrevolution« machen. Die junge Generation Portugals will eigentlich nichts mehr wissen von dieser Vergangenheit und sieht die »Helden« der Revolution eher als Verräter an ihren eigenen Idealen. Doch dies ändert sich für Ana Maria und zwei ihrer ehemaligen Kommilitonen, als sie sich gemeinsam an die Reportage für die CNN begeben. Ausgehend von einer Photographie mit den Protagonisten des Umsturzes porträtieren sie einige der damaligen Akteure.

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Prémio Pessoa geht an Lídia Jorge

Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)
Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

In der 39jährigen Geschichte des Preises ist sie erst die siebte Frau, die die Auszeichnung erhält.

Wir freuen uns ganz besonders und gratulieren, denn Lídia Jorge war im Frühjahr bei uns in der Buchhandlung zu Gast und hat ihren herausragenden Roman Erbarmen (Original: Miséricordia, übersetzt von Steven Uhly) vorgestellt.

Und: Für das kommende Frühjahr hat der Secession Verlag bereits die Übersetzung von Os Memoráveis (Deutsch: Die Stunde der Nelken, Ü: von Marianne Gareis) angekündigt – bei uns schon vorbestellbar.

Lídia Jorge: Erbarmen

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem José Tolentino Mendonça (2023) João Luís Barreto Guimarães (2022), Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

Alle Bücher von Lídia Jorge finden Sie in unserer Buchhandlung. Falls Sie noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchen – wir haben noch einige wenige von Lídia Jorge signierte Ausgaben bei uns in der Buchhandlung vorrätig.

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Prémio Oceanos 2025 geht an zwei brasilianische Autorinnen

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurde in der Lyrik-Kategorie:

Longarinas der brasilianischen Autorin Ana Maria Vasconcelos, erschienen 2024 bei 7Letras

Silvana Tavano: Ressucitar Mamutes

Den Preis als bester Roman erhielt Ressuscitar mamutes der brasilianischen Autorin Silvana Tavano, erschienen bei Autêntica Contemporânea.

Im autofiktionalen prämierten Roman, den der Verlag als Hybrid zwischen Essay, Memoir und Fiktion beschreibt, erfindet die Erzählerin Silvana Tavano die Vergangenheit und Zukunft ihrer Mutter neu.

Der Prêmio Oceanos ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 17. Dezember

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Kurz vor Weihnachten treffen wir uns zur letzten Runde in diesem Jahr hier in der Buchhandlung. Am Mittwoch, 17.12. um 19.00 Uhr sprechen wir über das Buch O Regresso de Júlia Mann a Paraty der portugiesischen Autorin Teolinda Gersão.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Die Bücher sind voraussichtlich ab 18.11. hier verfügbar.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 17 de dezembro às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livro O Regresso de Júlia Mann a Paraty da escritora portuguesa Teolinda Gersão.

Os livros estarão disponíveis a partir do dia 18.11.

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Prémio Oceanos – Die Finalisten

Die Literaturpreis-Saison ist im vollen Gange. Vor wenigen Tagen wurden die Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:

Lyrik

As coisas do morto, Francisco Guita Jr. – Moçambique

Coram populo- Poesia reunida [2], Maria do Carmo Ferreira – Brasilien

Lições da miragem, Ricardo Gil Soeiro – Portugal

Longarinas, Ana Maria Vasconcelos – Brasilien

O pito do pango & outros poemas, Fabiano Calixto – Brasilien

Prosa

A cegueira do rio, Mia Couto – Moçambique

As melhoras da morte, Rui Cardoso Martins – Portugal

Mestre dos batuques, José Eduardo Agualusa – Angola

Ressuscitar mamutes, Silvana Tavano – Brasil

Vermelho delicado, Teresa Veiga – Portugal

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet.

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Prémio Camões 2025 geht an Ana Paula Tavares

Ana Paula Tavares, Edition Delta, Buchmesse Leipzig 2023
Ana Paula Tavares, Edition Delta, Buchmesse Leipzig 2023

Großartige Neuigkeiten! Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an die angolanische Dichterin und Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Ana Paula Tavares. Damit wird zum ersten Mal eine Schriftstellerin aus Angola ausgezeichnet. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2024 die brasilianische Autorin Adélia Prado Auszeichnung.

Ana Paula Tavares wurde 1952 in Lubango, Angola geboren. Nach dem Schulabschluss studierte sie Geschichte in Luanda und arbeitete ab 1973 als Lehrerin. Ende der 1970er Jahre zog Ana Paula Tavares nach Lissabon, wo sie lusoafrikanische Literatur studierte und in afrikanischer Geschichte promovierte.
Ana Paula Tavares veröffentlichte ihre ersten Gedichte nach der Unabhängigkeit Angolas und gehört wie Conceição Lima aus São Tomé und Príncipe zur postkolonialen Generation lusoafrikanischer Dichterinnen.

Ana Paula Tavares, Gedichtband, Edition Delta

In deutscher Übersetzung von Tobias und Juana Burghardt liegen bei Edition Delta zwei Gedichtbände vor

Fieberbaum – Árvore da Febre, erschienen 2010

Wie feine Adern in der Erde & Wildes Wasser, erschienen 2021

Auf Portugiesisch erschien zuletzt 2023 ein Gesamtausgabe ihrer Gedichte: Poesia Reunida seguido de Água Selvagem

Alle lieferbaren Titel von Ana Paula Tavares finden Sie bei uns in der Buchhandlung oder auch online.

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