Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

José Luís Peixoto: Dentro do segredo

José Luís Peixoto ist einer der bekanntesten Autoren junger portugiesischer Autoren. Schon sehr früh wurde er mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnet (2001 für seinen Roman Nenhum Olhar) und seither regelmäßig Romane und auch Gedichtbände. Mit seinem neuen Buch Dentro do segredo betritt er nun Neuland, und zwar im doppelten Wortsinn. Im April dieses Jahres war er für zwei Wochen Teilnehmer einer geführten Reise nach Nordkorea, seine Erfahrungen mit einem der Länder, über die außer Propaganda so gut wie nichts bekannt ist, verarbeitet er in seinem neuen Buch aus dem Genre der Reiseliteratur.

Interessante Einblicke zum Projekt gibt dieser Artikel, der im Público erschienen ist.

José Luís Peixoto: Dentro do segredo, Quetzal 2012, bei TFM erhältlich

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Neues von Fernando Pessoa

Der S. Fischer Verlag setzt erfreulicherweise die vom Ammann Verlag mit viel Liebe und Ausdauer begonnene Edition der Werke Fernando Pessoas fort. Die berühmte Truhe Fernando Pessoas ist ja offenbar nahezu unerschöpflich und bringt immer wieder neue, spannende Facetten des portugiesischen Dichters zu Tage. Der Band Boca do Inferno – Aleister Crowleys Verschwinden in Portugal, übersetzt und herausgegeben  vom Pessoa-Forscher Steffen Dix, beleuchtet eine eher unbekannte Facette aus Pessoas Werk.

Im September 1930 treffen in Lissabon Fernando Pessoa und der für sein kapriziöses Leben berüchtigte englische Okkultist, und Dichter Aleister Crowley aufeinander. Die hitzige Freundschaft endet mit dem plötzlichen Verschwinden Crowleys. Ein mysteriöser Abschiedsbrief taucht auf, angeblich soll sich Crowley an der Boca do Inferno in Cascais das Leben genommen haben, ein Leichnam wird jedoch nie gefunden.

Steffen Dix stellt hier erstmals in deutscher Übersetzung zahlreiche Dokumente aus Pessoas Werk vor und – so das Versprechen des Verlags – löst viele Rätsel, die ins Werk Pessoas führen.

Fernando Pessoa: Boca do Inferno. Aleister Crowleys Verschwinden in Portugal, S. Fischer, 2012, 24,99 EUR

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Manuel António Pina (1943-2012)

Der portugiesische Lyriker und Kinderbuchautor Manuel António Pina ist heute im Alter von 68 Jahren in Porto gestorben. Erst 2011 hatte er mit dem Prémio Camões den wichtigsten portugiesischsprachigen Literaturpreis erhalten. Darüberhinaus veröffentlichte er zahlreiche Essays und schrieb regelmäßig Kolumnen zum Zeitgeschehen für die portugiesische Zeitung Jornal de Notícias.

Ausführliche Nachrufe sind in den portugiesischen Zeitungen  Público und Jornal de Notícias erschienen.

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Neu im Taschenbuch – Herbst 2012

Seit einigen Jahren gibt die portugiesische Verlagsgruppe LeYa die erfolgreiche Taschenbuchreihe BIS heraus, in der in diesem Herbst wieder einige interessante Neuerscheinungen veröffentlicht wurden.

Passend zum 100.Geburtstag Jorge Amados wurde sein Roman Jubiabá als Taschenbuch wieder aufgelegt, parallel dazu ist auch Gabriela, cravo e canela in einer neuen, allerdings etwas teureren Ausgabe neu erschienen.

Ebenfalls jetzt im Taschenbuch erhältlich José Saramagos Roman O Ano da morte de Ricardo Reis, in dem er eins der Heteronyme von Fernando Pessoa zu literarischem Leben erweckt.

Chico Buarques vergriffener Roman Estorvo ist wieder lieferbar, außerdem nach Afirma Pereira im Frühjahr, ein weiterer Band von Antonio TabucchiEstá a Fazer-se Cada Vez Mais Tarde.

Alle Titel der Reihe (soweit nicht beim Verlag vergriffen)  sind bei uns in der Buchhandlung vorhanden oder bestellbar, zur Titelliste bitte hier entlang.

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João Paulo Cuenca und Pedro Rosa Mendes in Berlin

Die kleine Sommerpause hier im Blog ist zu Ende und wird abgelöst von einem ereignisreichen Herbst mit zahlreichen Veranstaltungen nicht nur bei uns in Frankfurt, sondern auch in einigen anderen Städten.

Den Anfang machen der brasilianische Autor João Paulo Cuenca und der portugiesische Schriftsteller und Journalist Pedro Rosa Mendes, die beide am Internationalen Literaturfestival in Berlin teilnehmen, das in dieser Woche begonnen hat und noch bis zum 16. September dauert.

João Paulo Cuenca stellt am 15.9. seinen eben in deutscher Übersetzung von Michael Kegler erschienenen Roman Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall (O único final feliz de uma história de amor é um acidente) vor – zum Roman wird demnächst noch mehr hier im Blog zu lesen sein. Michael Kegler moderiert.

15.09.2012 13:00 Uhr
Literaturen der Welt
Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

ebenfalls am 15.9. um 10.00 Uhr nimmt er an einem Podium mit Raj Kamal Jha, Laura Restrepo, Adania Shibli,
und Ma Thida zum Thema „Europa, Blicke von außen“ teil.

In einem von Wolfgang Büscher moderierten Podium spricht Pedro Rosa Mendes mit Patrick de Saint-Exupéry über die Kunst der literarischen Reportage, die er wie kaum ein zweiter portugiesischer Journalist beherrscht.
Weiter geht es am 15.9. um 14.00 Uhr zum Thema „Über die Vernichtung des Menschen“. Mendes und der Fotograf Wolf Böwig zeigen in Schwarz.Licht die Bedrohung menschlichen Lebens in den Krisenregionen dieser Welt bis zur Grenze des Vorstellbaren und darüber hinaus.

15.09.2012 12:00 Uhr
Reflections
Haus der Berliner Festspiele
Oberes Foyer
Autoren: Pedro Rosa Mendes,Patrick de Saint-Exupéry
Moderation Wolfgang Büscher

15.09., 14.00 Uhr Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne
Pedro Rosa Mendes im Gespräch mit Michael Kegler

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Neu im Taschenbuch

Seit einigen Jahren gibt die portugiesische Verlagsgruppe LeYa die erfolgreiche Taschenbuchreihe BIS heraus, in der in diesem  Frühjahr einige interessante Neuerscheinungen veröffentlicht wurden.

Hervorzuheben ist besonders die Wiederveröffentlichung des lange vergriffenen Portugal-Romans Afirma Pereira (verfilmt mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle) des kürzlich verstorbenen italienischen Autors Antonio Tabucchi.

Gabriel Garcia Marquez‘ Bestseller O Amor nos tempos de cólera gibt es nun ebenfalls in einer preiswerten Taschenbuchausgabe wie die Krimitrilogie von Stieg Larsson. Erstmals im Taschenbuch erschienen ist Haruki Murakamis Sputnik, meu amor und Siddharta von Hermann Hesse.

Alle Titel der Reihe sind bei uns in der Buchhandlung vorhanden oder bestellbar, zur Titelliste bitte hier entlang.

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Gonçalo M. Tavares liest in Frankfurt

Wir laden ein zu einer zweisprachigen Lesung mit dem portugiesischen Autor Gonçalo M.Tavares am Mittwoch, 13. Juni, 19.30 Uhr  Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

Gonçalo M.Tavares, Copyright: Teresa Sá

Gonçalo M. Tavares liest aus Die Versehrten (Originaltitel: Jerusalém, aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis)
Moderation und Übersetzung: Michael Kegler.
Die deutschen Texte liest Jochen Nix.
Eintritt: 5 €/ 3 € (ermäßigt)

Gonçalo M. Tavares wurde 1970 in Luanda/Angola geboren und wuchs in Portugal auf. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller unterrichtet er Erkenntnistheorie an der Universität von Lissabon. Seit seinem Debüt im Jahr 2001 zählt Tavares zu den bedeutendsten portugiesischen Autoren seiner Generation. Viele seiner Bücher sind preisgekrönt, u.a. erhielt er den José Saramago Preis für Autoren unter 35. Tavares hat gut 20 Bücher publiziert, die verschiedenste Gattungen umfassen, Lyrik, Dramatik, Romane, Erzählungen, Kinderbücher und Essays. Sein Werk erscheint weltweit in über30 Sprachen.

Die Versehrten (siehe auch unseren Beitrag im Blog)  erzählt die unglaubliche Geschichte dreier Personen, die in einer schicksalhaften Nacht aufeinandertreffen.

»Die Versehrten ist ein besonderes Buch, und es verdient einen Platz unter den großen Werken der westlichen Literatur.« José Saramago

Eine Veranstaltung von TFM – Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt , der Deutschen Verlagsanstalt, Instituto Camões Portugal / Ministério dos Negócios Estrangeiros.

weitere Termine der Lesereise von Gonçalo M.Tavares:

12.6. 18.00 Uhr Berlin, Vertretung der Europäischen Kommission, Unter den Linden 78
14.6. 18.00 Uhr Heidelberg, Universität, Seminar für Übersetzen und Dolmetschen, Raum KSII, Plöck 57A

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Gonçalo M. Tavares: Die Versehrten

Gonçalo M. Tavares 2007 in Frankfurt, Copyright: TFM

Zur Buchmesse 2007 war Gonçalo M. Tavares zum ersten Mal in unserer Buchhandlung zu Gast und stellte einen Roman aus seiner sogenannten schwarzen Reihe vor. Ein besonderer, junger portugiesischer Autor, der mit damals Mitte 30 schon eine Dutzend Bücher in der Schublade hatte und eine genaue Vorstellung, welches Buch bei welchem Verlag erscheinen sollte. In Portugal waren damals einige Titel über die Bewohner des Bairro (Senhor Valéry, Senhor Henri, Senhor Brecht – und einige mehr sind inzwischen dazugekommen) erschienen, von der Kritik gefeiert wurde er aber vor allem für seine Reihe O Reino (livros pretos), deren Titel in Portugal alle mit einem komplett schwarzen Cover erschienen und inzwischen in zahlreichen anderen Ländern übersetzt wurden . Nach weiteren 5 Jahren erscheint nun endlich der erste Roman dieser Serie in einer deutscher Ausgabe. Marianne Gareis hat den Roman Jerusalém übersetzt, veröffentlicht wurde er vor wenigen Tagen in der Deutschen Verlagsanstalt unter dem Titel Die Versehrten.

Es ist ein ungewöhnliches, düsteres, nachdenkliches Buch, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit Vernunft und Wahnsinn steht. Auffällig sind – wie übrigens in der gesamten schwarzen Reihe – die deutsch klingenden Namen der Protagonisten, hier heißen sie unter anderem Ernst Spengler, Hinnerk Obst oder Theodor Busbeck.

Eine Leseprobe hat der Verlag hier veröffentlicht.

Gonçalo M. Tavares wird im Juni auf Lesereise sein. Wir freuen uns auf eine Lesung in Frankfurt, die am Mittwoch, dem 13. Juni 19.30 Uhr  in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek, nähere Informationen dazu demnächst hier. Weitere Lesungen finden in Heidelberg und Berlin statt.

Gonçalo M. Tavares: Die Versehrten, DVA, 2012, 19,99 EUR

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Prémio D. Dinis für Maria Teresa Horta

Die portugiesische Schriftstellerin Maria Teresa Horta erhält den diesjährigen Prémio D. Dinis für ihren im letzten Jahr erschienenen umfangreichen historischen Roman As luzes de Leonor, der sich mit dem Leben von Leonor de Almeida Portugal de Lorena e Lencastre (auch Marquesa de Alorna) beschäftigt, einer Persönlichkeit, die das literarische und politische Leben Portugals in der Zeit der Aufklärung sehr stark geprägt hat.

Der Preis wird seit 1980 von der Fundação Casa Mateus verliehen und ist mit 7500 Euro dotiert. Der Jury gehörten in diesem Jahr die Schriftsteller Vasco Graça Moura, Nuno  Júdice und Fernando Pinto do Amaral an.

Maria Teresa Horta wurde 1937 geboren. Bekannt wurde sie als eine der 3 Marias (neben Maria Isabel Barreno und Maria Velho da Costa), die den Briefroman Novas Cartas Portuguesas (Neue Portugiesische Briefe), in deutscher Übersetzung bei Tranvia erschienen) gemeinsam verfassten. Insgesamt hat sie mehr als 20 Prosa- und Lyrikbände veröffentlicht.

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Prémio Portugal Telecom geht an Rubens Figueiredo

Der brasilianische Autor Rubens Figueiredo erhält den mit 100.000 Reais (ca. 41.700 Euro) dotierten Prémio Portugal Telecom für seinen im vorigen Jahr erschienen Roman Passageiro do fim do dia  (Companhia das Letras). Den zweiten Preis bekommt der bereits vielfach prämierte Roman Viagem a Índia des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares, auf den dritten Platz wählte die Jury den autobiographischen Roman Minha guerra alheia der brasilianischen Autorin Marina Colasanti.

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