Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Ondjaki und Manuel Jorge Marmelo – neu in deutscher Übersetzung

Die deutschen Verlage waren im Frühjahr recht fleißig, was die Veröffentlichung portugiesischsprachiger Autoren angeht. Neben den in diesem Beitrag vorgestellten Titeln sind vor wenigen Wochen zwei weitere wichtige Bücher erschienen.

Ondjaki: Die Die DurchsichtigenEndlich in deutscher Übersetzung liegt nun der Roman Die Durchsichtigen (Os Transparentes) des angolanischen Autors Ondjaki vor. Das Buch ist in der von Indra Wussow herausgegebenen Afrika-Reihe des Wunderhorn Verlags erschienen und wurde von Michael Kegler übersetzt.

Ondjaki hat für Os Transparentes  2013 den Prémio Saramago erhalten, erstmals vorgestellt haben wir das Buch bei TFM schon in einer Lesung 2012 kurz nach Veröffentlichung des Romans in Portugal.

Schauplatz des Romans ist ein heruntergekommenes Hochhaus in Luanda, in dem sich die Angehörigen unterschiedlichster sozialer Schichten dieser turbulenten und von der Geschichte gebeutelten Stadt  auf die Füße treten, während Luanda brennt, weil gierige Geschäftsleute und Politiker unter der Stadt Erdöl fördern wollten. Katharina Schmitz hat das Buch für den „Freitag“ – Rezension „Die Durchsichtigen“ rezensiert und ist begeistert von diesem Porträt der teuersten Stadt der Welt und ihrer so unterschiedlichen Bewohner.

Hier können Sie einen Blick ins Buch werfen, bei uns in der Buchhandlung finden Sie wie immer das Original und die deutsche Übersetzung.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte LügeEbenfalls neu erschienen und auch von Michael Kegler übersetzt, ist im A1 Verlag der Roman Eine tausendmal wiederholte Lüge (Uma mentira mil vezes repetida) des portugiesischen Schriftstellers Manuel Jorge Marmelo. Auch Marmelo hat für diesen Roman einen wichtigen Preis erhalten, nämlich 2014 den Prémio Literário Correntes d’Escritas des gleichnamigen Literaturfestivals in Póvoa de Varzim.

Eine tausendmal wiederholte Lüge sind ein Roman oder gar viele Romane im Roman –  Um der Anonymität seines gewöhnlichen Lebens zu entkommen, der Einsamkeit beim Schreiben und dem Vergessen durch künftige Leser, erfindet der Erzähler ein monumentales Werk und seinen Autor – Oscar Schidinski, einen ungarischen Juden mit wechselvollem Leben – dazu eine Vielzahl an Protagonisten und Geschichten, die er den Mitreisenden im Zug immer aufs wieder aufs Neue nahebringt.

Auch hier finden Sie Original und Übersetzung natürlich in unserem Sortiment.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte Lüge, A1 Verlag, 2015, 18,80 EUR (E-book 12,99 EUR)
Ondjaki: Die Durchsichtigen, Wunderhorn 2015, 24,80 EUR (E-book: 16,99 EUR)

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Prémio Camões 2015 geht an Hélia Correia

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2015 an die portugiesische Autorin Hélia Correia verliehen.  Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Im letzten Jahr hatte der brasilianische Historiker Alberto Costa e Silva den Preis erhalten.

Hélia Correia: Vinte degraus e outros contosDer Jury, die sich einstimmig für Hélia Correia entschied, gehörten in diesem Jahr der Literaturkritiker Pedro Méxia, Rita Marnoto von der Universität Coimbra, der brasilianische Lyriker und Essayist Antonio Carlos Secchin, der Schriftsteller Affonso Romano Sant’Anna ebenfalls aus Brasilien sowie Inocência Mata aus São Tomé e Príncipe und der mosambikanische Autor Mia Couto, der Preisträger von 2013, an.

Hélia Correia hat bisher ein sehr vielfältiges Werk veröffentlicht, das sowohl Romane und Erzählungen, aber auch von der klassischen griechischen Tragödie inspirierte Theaterstücke, Gedichte und Kinderbücher beinhaltet.

Für ihren zuletzt erschienenen Erzählband Vinte degraus e outros contos hatte sie im vergangenen Jahr bereits den Grande Prémio do Conto Camilo Castelo Branco 2014 zuerkannt bekommen.

In einer ersten Reaktion zeigte sich die Autorin überrascht über die Preisvergabe. Ihr langjähriger Verleger Francisco Vale vom unabhängigen Verlag Relógio d’água sprach ebenfalls von einem „unerwarteten, aber wohlverdienten“ Preis.

In deutscher Übersetzung wurden bisher nur einzelne Gedichte und Erzählungen in Anthologien veröffentlicht, so in der 1999 zum 25. Jahrestag der Nelkenrevolution erschienen Ausgabe der Literaturzeitschrift „die horen“ sowie in der 1997 zum Portugal-Schwerpunkt der Buchmesse veröffentlichten Zeitschrift „Metaphora“.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Hélia Correia im Público erschienen.

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Das Ende der Fiesta – Lesung mit Miguel Szymanski in Offenbach

Miguel Szymanski liest aus Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend (Kösel 2014)

im Filmklubb Offenbach, Isenburgring 36, Tel. 0177-2222345

am Freitag, dem 8. Mai, ab 19.00 Uhr

An diesem Abend bietet der Filmklubb auch portugiesisches Essen an.

Miguel Szymansik: Ende der FiestaGenau 100 Jahre nachdem sein deutscher Urgroßvater aus dem damaligen „Armenhaus“ Schwaben nach Portugal an die Algarve auswanderte, kehrt der Autor 2013 mit seiner Familie aus Portugal nach Deutschland zurück. Die Eurokrise hat Miguel Szymanski vom erfolgreichen Journalisten zum Wirtschaftsflüchtling gemacht. Wie hunderttausende Südeuropäer  steht er über Nacht vor dem Nichts. Die Läden in seiner Straße schließen, Freunde ohne Arbeit sitzen auf Schuldenbergen, und in den Krankenhäusern geht das Verbandszeug aus. Szymanskis Geschichte ist die schonungslose Innenansicht eines sterbenden Landes, eine europäische Familiensaga und ein kritischer Blick auf Deutschland.

Miguel Szymanski fotoÜber den Autor
Miguel Szymanski wuchs in Deutschland, Spanien und Portugal auf. Als Journalist und Autor war er in Lissabon unter anderem tätig für die Wirtschaftszeitung Económico, die Wochenzeitung Expresso und das Lifestyle-Magazin GQ, sowie als Portugalkorrespondent für den ORF und andere deutschsprachige Sender. Seit 2013 ein Eurokrisenflüchtling kam er im Juli 2014 mit seiner Familie nach Frankfurt.

TFM ist mit einem Büchertisch vertreten.

Miguel Szymanski: Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend, Kösel, 17,99

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Neu in deutscher Übersetzung – die Frühjahrsnovitäten (1)

José Saramago: HellebardenDer Bücherfrühling hält eine ganze Reihe von Neuübersetzungen portugiesischsprachiger Autoren bereit. Schon eingetroffen sind das nachgelassene Romanfragment Hellebarden (Alabardas, Alabardas) des 2010 verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträgers José Saramago.  In den nun veröffentlichten Seiten, erschienen bei Hoffmann und Campe, an denen Saramago bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hat, setzt er sich mit den Folgen des Waffenhandels auseinander, einem brisanten Thema, das heute mehr denn je die ganze Welt bewegt. Der Text wurde von Karin von Schweder-Schreiner ins Deutsche übersetzt. Dem Buch beigefügt sind Essays von Roberto Saviano und Fernando Gómez Aguilera, die Illustrationen stammen von Günter Grass.

Beatriz Bracher: Die VerdächtigungMit der brasilianischen Militärdiktatur setzt sich der jetzt von Maria Hummitzsch ins Deutsche übertragene Roman Die Verdächtigung (Não falei) von Beatriz Bracher, erschienen bei Assoziation A auseinander. Ein Universitätsdozent lässt nach der Pensionierung sein Leben Revue passieren. Als Oppositioneller unter der Militärdiktatur verhaftet und gefoltert, lebte er jahrzehntelang mit dem Makel des Verdachtes, seinen Freund verraten zu haben. Beatriz Bracher wird im Mai den Roman auf einer Lesereise in Deutschland und Österreich vorstellen.

Carola Saavedra: Blaue BlumenAb 12. März ist Carola Saavedras Briefroman Blaue Blumen (Flores azuis) lieferbar, der ebenfalls von Maria Hummitzsch ins Deutsche übersetzt wurde und bei C.H. Beck erscheint. Eine Frau schreibt Briefe an einen Mann, der sie verlassen hat, aber der Mann, der sie erhält und liest, der von ihnen berührt und ergriffen wird, so sehr, dass er nicht mehr zur Arbeit geht, ist gar nicht der richtige Adressat. Er selbst lebt in Trennung von seiner Frau und seinem Kind, ist ebenfalls verlassen worden und so wechselt sich seine eigene Geschichte ab mit den Briefen, die offenbar irrtümlich bei ihm landen und auf die er zu warten beginnt.

Carola Saavedra liest am 17.3. in Frankfurt aus ihrem Buch.

Vanessa da Mata: BlumentochterDas Romandebüt Blumentochter (Filha das flores) der bekannten brasilianischen Sängerin Vanessa da Mata ist in der Übersetzung von Kirsten Brandt jetzt bei Ullstein erschienen. Hauptfigur ist die junge Giza, die mit ihren Tanten Florinda und Margarida in einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen lebt. . Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück.

Alle Bücher im Original und der deutschen Übersetzung gibt es wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über unsere Webseite.

Sollten Sie an den Ebooks der deutschen Übersetzungen interessiert sein, können Sie diese hier bestellen.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Fernando Echevarria

Fernando Echevarria: Categorias e outras paisagensWie im vorigen Beitrag berichtet, wurde das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim gestern eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Lyrik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Afonso Cruz, Almeida Faria, Ana Paula Tavares, Maria Flor Pedroso und Valter Hugo Mãe haben sich für Fernando Echevarria und sein 2013 erschienes Werk Categorias e outras paisagens entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen.

Fernando Echevarria wurde 1929 als Sohn einer spanischen Mutter und eines portugiesischen Vaters in Spanien geboren. Im Alter von 2 Jahren kam er nach Portugal. Er hat unter anderem Theologie und Philosophie Portugal und Spanien studiert und ging 1961 ins Exil nach Paris. Dort und später in Algier arbeitete er als Dozent. Er lebt heute immer noch in Paris.

Bereits in der Vergangenheit hat er für sein lyrisches Werk zahlreiche Literaturpreise erhalten (u.a. Prémio D. Dinis, Grande Prémio de Poesia da Associação Portuguesa de Escritores, Grande Prémio Sophia de Mello Breyner Andresen)

Die Pressemeldung der Festivalorganisation findet sich hier.

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 4

Gleich zwei der bekanntesten jungen Autoren Portugals haben in diesem Herbst neue Bücher vorgelegt.

José Luís Peixoto: GalveiasJosé Luís Peixoto kehrt mit dem Roman Galveias in seine gleichnamige Heimatstadt im Alentejo zurück. Ausgangspunkt ist ein für die Dorfgemeinschaft einschneidendes Erlebnis, das Peixoto zum Anlass nimmt in den folgenden Kapiteln die einzelnen Bewohner und ihre oft abgrundtiefen Geschichten zu erzählen.  Sicher einer der besten Romane des Herbstes.

José Luís Peixoto: Galveias, bei TFM für 24,80 EUR

Andere Titel von José Luís Peixoto finden Sie hier in unserem Angebot.

Gonçalo M. Tavares, vom dem mit Die Versehrten und Joseph Walsers Maschine schon zwei Romane aus der „schwarzen Serie“ in deutscher Übersetzung vorliegen, hat in diesem Herbst sogar zwei neue Bücher veröffentlicht.

Gonçalo M. Tavares: Uma menina está perdida no seu século à procura do paiDer Roman Uma menina está perdida no seu século à procura do pai erzählt die Geschichte der 12jährigen Hanna, die am Down-Syndrom leidet und sich zusammen mit Marius, der etwas zu verbergen scheint, auf die Suche nach ihrem Vater begibt. Die Suche führt sie auf eine, einmal mehr düstere,  Reise durch europäische Städte, die durch die Folgen des 2. Weltkriegs gezeichnet sind.

Der zweite Band, ein schmaleres Buch mit dem Titel Os velhos também querem viver  versetzt das Theaterstück Alkestis von Euripedes , in dem es um die Frage des stellvertretenden Todes für einen anderen geht, in die Zeit des Balkankrieges und der Belagerung von Sarajevo.

Gonçalo M. Tavares: Uma menina está perdida no seu século à procura do pai , bei TFM für 21,80 EUR

Gonçalo M. Tavares: Os velhos também querem viver  , bei TFM für 13,90 EUR

Weitere Bücher des inzwischen über 30 Titel umfassenden Werks von Gonçalo M. Tavares finden Sie in unserem Angebot.

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Das Ende der Fiesta – Lesung mit Miguel Szymanski

Miguel Szymanski liest aus Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend (Kösel 2014)

Moderaton: Bärbel Schäfer
Galerie Hake, Leipziger Straße 35
Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr. Eintritt: 6 Euro.

Reservierungen : galeriehake@gmail.com oder 069/7077928

Miguel Szymansik: Ende der FiestaGenau 100 Jahre nachdem sein deutscher Urgroßvater aus dem damaligen „Armenhaus“ Schwaben nach Portugal an die Algarve auswanderte, kehrt der Autor 2013 mit seiner Familie aus Portugal nach Deutschland zurück. Die Eurokrise hat Miguel Szymanski vom erfolgreichen Journalisten zum Wirtschaftsflüchtling gemacht. Wie hunderttausende Südeuropäer  steht er über Nacht vor dem Nichts. Die Läden in seiner Straße schließen, Freunde ohne Arbeit sitzen auf Schuldenbergen, und in den Krankenhäusern geht das Verbandszeug aus. Szymanskis Geschichte ist die schonungslose Innenansicht eines sterbenden Landes, eine europäische Familiensaga und ein kritischer Blick auf Deutschland.

Miguel Szymanski fotoÜber den Autor
Miguel Szymanski wuchs in Deutschland, Spanien und Portugal auf. Als Journalist und Autor war er in Lissabon unter anderem tätig für die Wirtschaftszeitung Económico, die Wochenzeitung Expresso und das Lifestyle-Magazin GQ, sowie als Portugalkorrespondent für den ORF und andere deutschsprachige Sender. Seit 2013 ein Eurokrisenflüchtling kam er im Juli 2014 mit seiner Familie nach Frankfurt, wo er eine Anstellung als Journalist fand.

TFM ist mit einem Büchertisch vertreten, wir haben das Buch aber natürlich auch jetzt schon vorrätig.

Miguel Szymanski: Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend, Kösel, 17,99

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 3

Kein Herbst ohne einen neuen Schmöker von José Rodrigues dos Santos. Der portugiesische Nachrichtensprecher erfreut seinen Verlag, die Leser und damit natürlich auch die Buchhändler im Wechsel mit einem historischen Roman (im letzten Jahr porträtierte er das Leben des  armenischen Ölmagnaten und Mäzens Calouste Gulbenkian) und einem Krimi à la Dan Brown.

José Rodrigues dos Santos: A chave de SalomãoIn A Chave de Salomão, eben in Portugal erschienen und schon bei uns vorrätig, steht einmal mehr der schon aus früheren Krimis bekannte Historiker Tomás de Noronha im Mittelpunkt. Er wird verdächtigt, Frank Bellamy, einen Direktor der CIA, der tot im Technologiezentrum CERN gefunden wird, ermordet zu haben. Natürlich ist er nicht der Mörder, soviel darf verraten werden, aber seine Unschuld kann er nur beweisen, wenn er selbst den Täter findet.

José Rodrigues dos Santos: A chave de Salomão, bei TFM für 29,90 EUR

Alle weiteren Titel von José Rodrigues dos Santos haben wir natürlich auch in der Regel auf Lager oder können sie bestellen.

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 2

José Saramago: AlabardasVor wenigen Wochen ist gleichzeitig in Portugal, Spanien und Brasilien das nachgelassene Romanfragment Alabardas von José Saramago erschienen.

Als Saramago 2010 verstarb, hat er ca. 30 Seiten des Romans hinterlassen, der Handlungsverlauf, in dessen Zentrum eine Waffenfabrik steht, stand ungefähr fest, ebenso war das Profil der beiden Protagonisten Artur Paz Semedo, der in der Fabrik angestellt ist und seiner Frau, einer überzeugten Pazifistin, klar.

Begleitet wird die Erstausgabe des Texte durch zwei Essays von Roberto Saviano und Fernando Gómez Aguilera. Die Illustrationen der Ausgabe stammen von Günter Grass.  Als Bestandteil der Werkausgabe von José Saramago sollte das Werk in den Bücherregalen von Sammlern nicht fehlen.

Die bekannten Romane von José Saramago erscheinen nach und nach, wie hier von uns berichtet, in neuem Layout und sind natürlich auch bei TFM erhältlich.

José Saramago: Alabardas, Porto Editora, bei TFM für 21,80 EUR

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Manuel Jorge Marmelo

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim, wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Belletristik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Isabel Pires de Lima, Carlos Quiroga, Patrícia Reis, Pedro Teixeira Neves und Sara Figueiredo Costa. haben sich für

Manuel Jorge Marmelo: Uma mentira mil vezes repetidaManuel Jorge Marmelo und sein Werk Uma mentira mil vezes repetida

entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am letzten Tag des Festivals verliehen. Michael Kegler hat das Buch vor kurzem für nova cultura! rezensiert.

Aus insgesamt 180 eingereichten Werken hatte die Jury neben dem Siegertitel noch folgende auf die Shortlist gewählt:

A Instalação do Medo, Rui Zink,
A Luz é Mais Antiga que o Amor, de Ricardo Menéndez Salmón,
A Maldição de Ondina, António Cabrita,
A Sul. O Sombreiro, de Pepetela,
A Vida no Céu, José Eduardo Agualusa,
Caligrafia dos Sonhos, Juan Marsé,
Dentro de Ti Ver o Mar, Inês Pedrosa,
Diário da Queda, Michel Laub,
Metade Maior, Julieta Monginho,
O Filho de Mil Homens, Valter Hugo Mãe,
O Retorno, Dulce Maria Cardoso,
Pai, Levanta-te, Vem Fazer-me um Fato de Canela, Manuel da Silva Ramos,
Quando o Diabo Reza, Mário de Carvalho,
Um Piano Para Cavalos Altos, Sandro William Junqueira,

An der 15. Ausgabe des Literaturfestivals nehmen bis Samtag 62 Schriftsteller teil. Mit dabei sind unter anderem Ondjaki, Miguel Sousa Tavares, Lídia Jorge, Michel Laub und Ungulani Ba Kha Khosa. Die komplette Teilnehmerliste mit biobibliographischen Informationen wird hier zur Verfügung gestellt.

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