Archiv der Kategorie: literaturpreise

Nobelpreis für Literatur geht an…

Herta Müller

Dies gab die Nobel-Stiftung soeben bekannt. Die in Rumänien geborene Schriftstellerin kam 1987 nach Deutschland und lebt seitdem in Berlin. Sie hat bereits zahlreiche renommierte Literaturpreise erhalten. Ihr jüngster Roman Atemschaukel steht auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, dessen Gewinner in der kommenden Woche bekanntgegeben wird. In den Feuilletons findet man zahlreiche Artikel über Herta Müller und ihr Werk, unter anderem in der Zeit, der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und in der taz.

In portugiesischer Übersetzung gibt es bisher nur sehr wenig, teilweise sind die Bücher auch vergriffen. 1993 wurde O homem é um grande faisão sobre a terra veröffentlicht, 1999 A terra das ameixas verdes.
In Brasilien ist der Titel O Compromisso lieferbar. Es ist davon auszugehen, dass sich das innerhalb von ein paar Monaten ändern wird. Bei der in der nächsten Woche beginnenden Frankfurter Buchmesse haben die Kollegen aus den deutschen Verlagen, in denen Herta Müllers Werk verlegt ist (vor allem aus dem Hanser Verlag) sicher alle Hände voll zu tun.

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Prêmio Jabuti geht an Moacyr Scliar

Der brasilianischer Autor Moacyr Scliar erhält in diesem Jahr den renommiertesten Literaturpreis Brasilien in der Kategorie Roman für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman Manual da paixão solitária. Den zweiten Platz belegt Milton Hatoum für seinen bereits ins Deutsche übersetzten Roman Orfãos do Eldorado (Die Waisen des Eldorado), Platz drei geht an den jungen Daniel Galera für sein Buch Cordilheira. Der Preis ist mit 30.000 Reais dotiert und wird am 4. November von der Câmara Brasileira do Livro verliehen.

Moacyr Scliar wurde 1937 in Porto Alegre (Südbrasilien) als Sohn jüdisch-russischer Immigranten geboren. Er studierte Medizin und hat bis zu seinem Ruhestand lange Jahre als Arzt gearbeitet. Sein umfangreiches Werk beinhaltet mehr als 50 Titel, sowohl Romane, Essays als auch Kinder- und Jugendbücher. Ins Deutsche wurde u.a. sein wunderbar ironischer Roman O exército de um homem só (Die Ein-Mann-Armee) übersetzt.

Der Prêmio Jabuti wird noch in vielen weiteren Kategorien verliehen (u.a. Lyrik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, beste Übersetzung usw.) Alle Preisträger können hier eingesehen werden.


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Literaturpreise

Etwas ruhiger war es hier in den letzten Tagen, in der Zwischenzeit sind einige Literaturpreise verliehen worden, in nova cultura! wurde darüber berichtet, daher hier nur kurz:

Die portugiesische Schriftstellervereinigung (Associação de Escritores Portugueses) hat ihre jährlichen Preise für Lyrik, Erzählung (crónica) und Roman verliehen. Die Preisträger sind:

Armando Silva Carvalho für den Lyrikband O Amante Japonês, José Cutileiro für sein Buch Bilhetes de Colares sowie Julieta Monginho für den Roman A terceira mãe.

Die Europäische Union hat in diesem Jahr zum ersten Mal einen mit jeweils 5000 Euro dotierten  Literaturpreis an Autoren ihrer Mitgliedsländer verliehen. In diesem Jahr wurden Autoren aus Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Schweden und Ungarn ausgezeichnet, die portugiesische Preisträgerin ist Dulce Maria Cardoso für den Roman Os meus sentimentos.

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Prémio Camões 2009 geht an Arménio Vieira

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2009 erstmals an einen kapverdischen Autor verliehen. Der Preis, der 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen wurde, mit 100.000 Euro dotiert ist und mit dem jährlich ein lusophoner Schriftsteller ausgezeichnet wird, geht in diesem Jahr an den 1941 geborenen Arménio Vieira.

In einer ersten Reaktion zeigten sich sowohl Arménio Vieira als auch andere bekannte kapverdische Schriftsteller wie Germano Almeida sehr zufrieden mit Preisverleihung, die von den Befragten zugleich auch als (längst fällige) Auszeichnung für die Literatur des Archipels verstanden wird.

Ein Interview mit Arménio Vieira in portugiesischer Sprache finden Sie hier.

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Vítor Aguiar e Silva erhält Prémio D. Dinis

Der von der portugiesischen Stiftung Fundação Casa de Mateus vergebene, renommiert Prémio D. Dinis wird in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler und Essayisten Vítor Aguiar e Silva vergeben. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird das Buch A lira doura e a tuba canora, das neue Essays über das Werk Luis Vaz de Camões enthält.

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Correntes d’Escritas – Nachlese

correntesGar nicht so einfach, die vielen Eindrücke, die wir aus Póvoa mitgebracht haben, in einem Blogeintrag unterzubringen. Die Correntes d’Escritas in ihrer 10. Jahr haben sich zu einem absoluten und in seiner Form einmaligen Ereignis im literarischen Leben Portugals entwickelt. Einen umfassenden Überblick über alle Podiumsdiskussionen, Buchpräsentationen und das ganze Drumherum mit vielen Fotos bietet das Pressedossier der Stadt Póvoa hier.

Correntes d'Escritas - PodiumNeben der enormen Gastfreundschaft der Organisatoren, den vielen persönlichen Begegnungen mit insgesamt über 100 Schriftstellern (u.a. Luís Fernando Verissimo, Paulina Chiziane, Manuel Rui, Nuno Júdice, Alice Vieira…) aus Portugal, Brasilien, Spanien und Lateinamerika bleiben vor allem die interessanten Anregungen der zahlreichen Podiumsdiskussionen mit so interessanten und zum kreativen Philosophieren anregenden Themem wie O desafio da folha em branco oder Estou farto de palavras im Gedächtnis.Correntes d'Escritas/Podiumsdiskussion

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis Prémio Literário Casino Póvoa, der in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen wurde, ging an den portugiesischen Dichter Gastão Cruz für sein Werk A moeda do tempo.

Weitere Preise wurden an die Nachwuchsautorin Tatiana Bessa sowie an drei Schulklassen aus Palmela, Santa Maria da Feira und Amadora verliehen, die am neuen, von Porto Editora geförderten Wettbewerb Prémio Conto Infantil Ilustrado teilgenommen hatten.Preisverleihung an Gastão Cruz


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X Correntes d’Escritas

Die Correntes d’Escritas, das größte, alljährlich in Póvoa de Varzim stattfindende  Literaturfestival Portugals werfen  ihre Schatten voraus.  Wie schon in nova cultura! gemeldet, wurden heute die Finalisten des Prémio Literário Casino da Póvoa, der mit 20.000 Euro dotiert ist und in diesem Jahr an eine Lyrikveröffentlichung vergeben wird,  bekanntgegeben.

Nominiert sind:

A cidade e os livros de Antonio Cicero (Quasi); A Moeda do Tempo de Gastão Cruz (Assírio & Alvim); As Coisas Mais Simples de Nuno Júdice (Dom Quixote); As Têmporas da Cinza de A.M. Pires Cabral (Cotovia); Descrição da Mentira de Antonio Gamoneda (Quasi); Dos limões amarelos do falo às laranjas vermelhas da vulva de Eduardo White (Campo das Letras); Filho Pródigo de José Agostinho Baptista (Assírio & Alvim); Inquietude de Maria Teresa Horta (Quasi); O Acidente de Jorge Gomes Miranda (Assírio & Alvim); O Amante Japonês de Armando Silva Carvalho (Assírio & Alvim); Oráculo de José Rui Teixeira (Quasi) e Rua do Mundo de Eucanaã Ferraz (Quasi).

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Prémio Portugal Telecom

Ein weiterer bedeutender Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wurde in dieser Woche in Brasilien verliehen. Der mit 100.000 Reais dotierte Prémio Portugal Telecom wurde an den brasilianischen Autor Cristóvão Tezza für seinen Roman O Filho Eterno vergeben. Erst kürzlich war Tezza mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet worden. Den zweiten Platz teilen sich Beatriz Braacher und António Lobo Antunes, der dritte Preis wurde Bernardo Carvalho zugesprochen.

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Prémio LeYa geht an…

den brasilianischen Autor Murilo António Carvalho für den noch unveröffentlichten Roman O Rasto do Jaguar.

Der Preisträger, der die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa erhält, wurde heute in Lissabon bekannt gegeben. Die namhafte Jury, der unter anderem Manuel Alegre, Nuno Júdice und Pepetela angehören, hatte insgesamt 422 eingereichte Werke zu begutachten. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und ist derzeit der höchstdotierte Preis der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Roman des Preisträgers erscheint in Kürze in einem der LeYa-Verlage.

Murilo António Carvalho wird morgen auf der Frankfurter Buchmesse erwartet, wo der Preis um 17.30 Uhr am Stand der Verlagsgruppe in Halle 5.1D953 übergeben und der Preisträger dem internationalen Verlagspublikum vorgestellt werden soll. Ob er es bis dahin nach Frankfurt schafft, wird man sehen, denn, wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dreht Carvalho derzeit einen Dokumentarfilm im Amazonas und erfuhr von der Preisverleihung über Satellitentelefon. In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich überrascht.

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Literaturnobelpreis 2008 geht an…

den französischen Autor Jean-Marie Gustave Le Clézio – das gab soeben die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. In portugiesischer Übersetzung sind nur relativ wenige Titel erschienen, in Brasilien das Buch O Africano , in Portugal O caçador de tesouros. Auch auf dem deutschen Buchmarkt sind nicht sehr viele Titel lieferbar, aber das wird sich sicher in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Für die Agenten auf der Frankfurter Buchmesse, die in der kommenden Woche beginnt, werden gewiss einige neue Termine hinzukommen.

Übrigens erhielt José Saramago die höchste Auszeichnung der Literaturwelt vor 10 Jahren, gestern jährte sich das Datum der Bekanntgabe. Im Blog der Fundação José Saramago lässt sich das Ereignis noch einmal nachvollziehen.

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