Vor nun fast 10 Jahren haben wir uns über die Neuauflage von Ilse Losas autobiografischem Roman Die Welt in der ich lebte im Bergmann Verlag gefreut. Danach war das Buch wieder einige Jahre vergriffen und wurde jetzt im August bei Wallstein (Imprint Weidle) neu veröffentlicht. Das Buch erschien 1949 mit dem Titel O Mundo em que vivi in portugiesischer Sprache, hat seither in Portugal zahlreiche Auflagen erlebt hat und gehört zur Schullektüre. Die deutsche Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann entstand noch unter Mitarbeit von Ilse Losa und erschien erstmals in den 1990 im Beck&Glückler Verlag.
Als Ilse Lieblich wurde Ilse Losa 1913 in Buer geboren und wuchs in Osnabrück auf. 1934 floh sie vor der Gestapo und verließ das von den Nazis regierte Deutschland. Sie gelangte in den Norden Portugals, wo sie 1935 in Porto den Architekten Armênio Losa heiratete und die portugiesische Staatsbürgerschaft annahm. Nach O Mundo em que vivi folgten zahlreiche weitere Bücher, unter anderem Sob Céus Estranhos (Unter fremden Himmeln, leider zur Zeit vergriffen), das sich mit dem Ankommen in Portugal beschäftigt und Kinderbücher wie O Príncipe Nabo, die auch heute noch in Portugal gern gelesen werden.
2013, anlässlich des 100. Geburtstags von Ilse Losa, hat Deutschland Radio Kultur einen sehr interessanten Beitrag veröffentlicht, den wir unbedingt zur Lektüre empfehlen, ebenso wie natürlich Die Welt in der ich lebte, das sie ab sofort bei uns in der Buchhandlung finden können.
Ilse Losa: Die Welt in der ich lebte, Weidle/Wallstein 2026, 25 EUR






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