Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Manuel Jorge Marmelo

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim, wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Belletristik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Isabel Pires de Lima, Carlos Quiroga, Patrícia Reis, Pedro Teixeira Neves und Sara Figueiredo Costa. haben sich für

Manuel Jorge Marmelo: Uma mentira mil vezes repetidaManuel Jorge Marmelo und sein Werk Uma mentira mil vezes repetida

entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am letzten Tag des Festivals verliehen. Michael Kegler hat das Buch vor kurzem für nova cultura! rezensiert.

Aus insgesamt 180 eingereichten Werken hatte die Jury neben dem Siegertitel noch folgende auf die Shortlist gewählt:

A Instalação do Medo, Rui Zink,
A Luz é Mais Antiga que o Amor, de Ricardo Menéndez Salmón,
A Maldição de Ondina, António Cabrita,
A Sul. O Sombreiro, de Pepetela,
A Vida no Céu, José Eduardo Agualusa,
Caligrafia dos Sonhos, Juan Marsé,
Dentro de Ti Ver o Mar, Inês Pedrosa,
Diário da Queda, Michel Laub,
Metade Maior, Julieta Monginho,
O Filho de Mil Homens, Valter Hugo Mãe,
O Retorno, Dulce Maria Cardoso,
Pai, Levanta-te, Vem Fazer-me um Fato de Canela, Manuel da Silva Ramos,
Quando o Diabo Reza, Mário de Carvalho,
Um Piano Para Cavalos Altos, Sandro William Junqueira,

An der 15. Ausgabe des Literaturfestivals nehmen bis Samtag 62 Schriftsteller teil. Mit dabei sind unter anderem Ondjaki, Miguel Sousa Tavares, Lídia Jorge, Michel Laub und Ungulani Ba Kha Khosa. Die komplette Teilnehmerliste mit biobibliographischen Informationen wird hier zur Verfügung gestellt.

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Prémio Correntes d’Escritas – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 15.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein Prosawerk verliehen, das in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein muss. Insgesamt wurden zahlreiche Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Isabel Pires de Lima, Carlos Quiroga, Patrícia Reis, Pedro Teixeira Neves und Sara Figueiredo Costa gebildet wird. Die folgende Shortlist wurde Ende letzter Woche veröffentlicht:

A Instalação do Medo, Rui Zink,
A Luz é Mais Antiga que o Amor, de Ricardo Menéndez Salmón,
A Maldição de Ondina, António Cabrita,
A Sul. O Sombreiro, de Pepetela,
A Vida no Céu, José Eduardo Agualusa,
Caligrafia dos Sonhos, Juan Marsé,
Dentro de Ti Ver o Mar, Inês Pedrosa,
Diário da Queda, Michel Laub,
Metade Maior, Julieta Monginho,
O Filho de Mil Homens, Valter Hugo Mãe,
O Retorno, Dulce Maria Cardoso,
Pai, Levanta-te, Vem Fazer-me um Fato de Canela, Manuel da Silva Ramos,
Quando o Diabo Reza, Mário de Carvalho,
Um Piano Para Cavalos Altos, Sandro William Junqueira,
Uma Mentira Mil Vezes Repetida, Manuel Jorge Marmelo

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 20. Februar nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Prémio Correntes d’Escritas – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 14.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen, das in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein muss. Insgesamt wurden zahlreiche Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Almeida Faria, Carlos Vaz Marques, Helena Vasconcelos, José Mário Silva unde Patrícia Reisgebildet wird. Die folgende Shortlist wurde gestern veröffentlicht:

A Terceira Miséria, Hélia Correia
As Raízes Diferentes, Fernando Guimarães
Negócios em Ítaca, Bernardo Pinto de Almeida
Caminharei Pelo Vale da Sombra, José Agostinho Baptista
Como se desenha uma casa, Manuel António Pina
De Amore, Armando Silva Carvalho
Em Alguma Parte Alguma, Ferreira Gullar
Lendas da Índia, Luís Filipe Castro Mendes

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 20. Februar nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Prémio Leya 2012 geht an Nuno Camarneiro

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa geht in diesem Jahr an den portugiesischen Autor Nuno Camarneiro. Prämiert wird sein noch unveröffentlichter Roman Debaixo de algum céu.

Die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre entschied sich mehrheitlich für das Werk des 35jährigen Portugiesen, das im kommenden März erscheinen soll. Das Buch dreht sich um die Bewohner eines Hauses an der Küste und spielt sich im Zeitraum von acht Tagen zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr ab. Jede Figur erlebt in dieser Zeit ihr ganz persönliches Fegefeuer.

Nuno Camarneiro wurde in Figueira da Foz geboren und lehrt Restaurierung an der Universität Portucalense in Porto und forscht an der Universität in Aveiro. In den vergangenen Jahren arbeitete er unter anderem am CERN in Genf und forschte in Florenz.

Der erste Roman von Nuno Camarneiro erschien im letzten Jahr mit dem Titel  No meu peito não cabem passáros.  Mit dem  Prémio LeYa wird ein noch unveröffentlichtes Werk von portugiesischsprachigen Autoren ausgezeichnet. Bisherige Preisträger waren der Brasilianer Murilo Carvalho, João Paulo Borges Coelho aus Moçambique und im letzten Jahr der portugiesische Autor João Ricardo Pedro.

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José Luís Peixoto: Dentro do segredo

José Luís Peixoto ist einer der bekanntesten Autoren junger portugiesischer Autoren. Schon sehr früh wurde er mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnet (2001 für seinen Roman Nenhum Olhar) und seither regelmäßig Romane und auch Gedichtbände. Mit seinem neuen Buch Dentro do segredo betritt er nun Neuland, und zwar im doppelten Wortsinn. Im April dieses Jahres war er für zwei Wochen Teilnehmer einer geführten Reise nach Nordkorea, seine Erfahrungen mit einem der Länder, über die außer Propaganda so gut wie nichts bekannt ist, verarbeitet er in seinem neuen Buch aus dem Genre der Reiseliteratur.

Interessante Einblicke zum Projekt gibt dieser Artikel, der im Público erschienen ist.

José Luís Peixoto: Dentro do segredo, Quetzal 2012, bei TFM erhältlich

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Afonso Cruz erhält Literaturpreis der EU

Der portugiesische Schriftsteller Afonso Cruz hat neben 11 anderen europäischen Schriftstellern den Literaturpreis der Europäischen Union erhalten. Prämiert wurde sein 2010 erschienener Roman A boneca de Kokoschka.Neben einem Preisgeld von 5000 Euro erhalten die Autoren vorrangige Unterstützung aus dem EU-Kulturprogramm bei der Übersetzung ihrer Werke. Die Ehrung der Preisträger findet am 22. November in Brüssel statt.

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Neu im Taschenbuch – Herbst 2012

Seit einigen Jahren gibt die portugiesische Verlagsgruppe LeYa die erfolgreiche Taschenbuchreihe BIS heraus, in der in diesem Herbst wieder einige interessante Neuerscheinungen veröffentlicht wurden.

Passend zum 100.Geburtstag Jorge Amados wurde sein Roman Jubiabá als Taschenbuch wieder aufgelegt, parallel dazu ist auch Gabriela, cravo e canela in einer neuen, allerdings etwas teureren Ausgabe neu erschienen.

Ebenfalls jetzt im Taschenbuch erhältlich José Saramagos Roman O Ano da morte de Ricardo Reis, in dem er eins der Heteronyme von Fernando Pessoa zu literarischem Leben erweckt.

Chico Buarques vergriffener Roman Estorvo ist wieder lieferbar, außerdem nach Afirma Pereira im Frühjahr, ein weiterer Band von Antonio Tabucchi – Está a Fazer-se Cada Vez Mais Tarde.

Alle Titel der Reihe (soweit nicht beim Verlag vergriffen)  sind bei uns in der Buchhandlung vorhanden oder bestellbar, zur Titelliste bitte hier entlang.

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João Paulo Cuenca und Pedro Rosa Mendes in Berlin

Die kleine Sommerpause hier im Blog ist zu Ende und wird abgelöst von einem ereignisreichen Herbst mit zahlreichen Veranstaltungen nicht nur bei uns in Frankfurt, sondern auch in einigen anderen Städten.

Den Anfang machen der brasilianische Autor João Paulo Cuenca und der portugiesische Schriftsteller und Journalist Pedro Rosa Mendes, die beide am Internationalen Literaturfestival in Berlin teilnehmen, das in dieser Woche begonnen hat und noch bis zum 16. September dauert.

João Paulo Cuenca stellt am 15.9. seinen eben in deutscher Übersetzung von Michael Kegler erschienenen Roman Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall (O único final feliz de uma história de amor é um acidente) vor – zum Roman wird demnächst noch mehr hier im Blog zu lesen sein. Michael Kegler moderiert.

15.09.2012 13:00 Uhr
Literaturen der Welt
Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

ebenfalls am 15.9. um 10.00 Uhr nimmt er an einem Podium mit Raj Kamal Jha, Laura Restrepo, Adania Shibli,
und Ma Thida zum Thema „Europa, Blicke von außen“ teil.

In einem von Wolfgang Büscher moderierten Podium spricht Pedro Rosa Mendes mit Patrick de Saint-Exupéry über die Kunst der literarischen Reportage, die er wie kaum ein zweiter portugiesischer Journalist beherrscht.
Weiter geht es am 15.9. um 14.00 Uhr zum Thema „Über die Vernichtung des Menschen“. Mendes und der Fotograf Wolf Böwig zeigen in Schwarz.Licht die Bedrohung menschlichen Lebens in den Krisenregionen dieser Welt bis zur Grenze des Vorstellbaren und darüber hinaus.

15.09.2012 12:00 Uhr
Reflections
Haus der Berliner Festspiele
Oberes Foyer
Autoren: Pedro Rosa Mendes,Patrick de Saint-Exupéry
Moderation Wolfgang Büscher

15.09., 14.00 Uhr Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne
Pedro Rosa Mendes im Gespräch mit Michael Kegler

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Rentes de Carvalho erhält Grande Prémio APE

Der portugiesische Schriftsteller José Rentes de Carvalho wird erhält den Großen Preis des Portugiesischen Schriftstellerverbands im Bereich „Biographische Literatur“ (Grande Prémio de Literatura Biográfica) für sein 2010 erschienenes (Tage)Buch Tempo Contado, das die Jahre 1995 und 1996 umfasst.

Rentes de Carvalho wurde 1930 im nordportugiesischen Vila Nova de Gaia geboren, Mitte der 1950er Jahre verließ er Portugal aus politischen Gründen, nach einer Zwischenstation in Brasilien, lebt er seit vielen Jahrzehnten in Amsterdam. Seine Romane, unter anderem A Amante Holandesa und O Rebate haben sowohl bei der Literaturkritik als auch beim Publikum (in Portugal und auch in den Niederlanden) Anerkennung gefunden.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wurde von der Jury aus insgesamt fünfzig eingereichten Werken ausgewählt.

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Frühjahrsnovitäten für den Sommerurlaub

Jetzt, da für einige schon die ersehnten Sommerferien beginnen, möchten wir noch auf ein paar Frühjahrsnovitäten hinweisen, die in den letzten beiden Monaten erschienen sind. Vielleicht findet das eine oder andere Buch ja noch Platz in Ihrem Reisegepäck.

Der mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnete Roman Os Malaquias der brasilianischen Autorin Andrea del Fuego ist in Portugal erschienen. Erzählt wird in die Geschichte der Geschwister Nico, Júlia e Antônio aus dem Hinterland Brasilien, deren die Eltern sind bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen sind . Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche, etwas aus der Zeit fallende Sprache, Elemente, die aus dem realismo mágico stammen könnten, und eine spannende Geschichte. Die deutsche Übersetzung soll im kommenden Jahr erscheinen.

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa, dank der verlegerischen Arbeit des A1 Verlags inzwischen auch dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff, hat mit Teoria Geral do Esquecimento ebenfalls einen neuen Roman vorgelegt. Die Handlung spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie  – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet.

Ein ganz anderes Thema steht im Mittelpunkt von A confissão da leoa, dem neuen Roman des mosambikanischen Schriftstellers und Biologen Mia Couto. Er basiert auf einer realen Begebenheit, im Jahr 2008 wurde die Provinz Cabo Delgado immer wieder von Löwen attackiert, in relativ kurzer Zeit starben mehr als 200 Menschen. Um das Problem zu lösen, wurden zwei professionelle Jäger in die Provinz entsandt, die über viele Wochen hinweg gegen die Löwen kämpften. Ein interessantes Interview (in portugiesischer Sprache) zur Entstehungsgeschichte des Romans ist im Blog des Literaturkritikers José Mário Silva erschienen.

Alle vorgestellten Bücher sind natürlich in unserer Frankfurter Buchhandlung oder online erhältlich.

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