Ein weiterer bedeutender Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wurde in dieser Woche in Brasilien verliehen. Der mit 100.000 Reais dotierte Prémio Portugal Telecom wurde an den brasilianischen Autor Cristóvão Tezza für seinen Roman O Filho Eterno vergeben. Erst kürzlich war Tezza mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet worden. Den zweiten Platz teilen sich Beatriz Braacher und António Lobo Antunes, der dritte Preis wurde Bernardo Carvalho zugesprochen.
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neue Taschenbuchreihe
Der neu entstandene Verlagsriese LeYa, der unter anderem die Verlag Caminho, Dom Quixote, Texto Editores und ASA umfasst, hat jetzt mit der Herausgabe einer neuen Taschenbuchreihe begonnen, in der neben Klassikern zahlreiche zeitgenössische Autoren in einer günstigen Ausgabe erscheinen werden.
Den Anfang machen unter anderem José Eduardo Agualusa, António Lobo Antunes, Mia Couto, Chico Buarque und João Aguiar. Alle Titel der Reihe gibt es wie immer in unserer Frankfurter Buchhandlung und über unsere Webshop.
Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen
Der Roman Ontem não te vi em Babilónia von António Lobo Antunes ist jetzt in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann mit dem Titel Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen im Luchterhand Verlag erschienen. Damit erweitert der Luchterhand seine umfangreiche Antunes-Werkausgabe um eine weitere Übersetzung. Alle Titel im Original und deutscher Übersetzung sind natürlich wie immer hier erhältlich.
weiterer Preis für António Lobo Antunes
Der portugiesische Autor António Lobo Antunes wird Ende November mit dem Preis der internationalen Buchmesse Guadalajara (PREMIO FIL DE LITERATURA 2008) ausgezeichnet.
Der Preis ist mit 150.000 Dollar dotiert und wird jährlich zu Beginn der Messe an einen Autor aus dem romanischen Sprachraum verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Rubem Fonseca, Sergio Pitol, Juan Goytisolo, Juan Marsé und Nélida Piñon.
João Ubaldo Ribeiro erhält Prémio Camões
Nachdem am gestrigen Abend der Prémio Camões 2007 an António Lobo Antunes überreicht wurde, wurde heute der diesjährige Preisträger des renommiertesten Literaturpreises der portugiesischsprachigen Welt bekanntgegeben.
Der 1988 von der portugiesischen und brasilianischen Regierung ins Leben gerufene Preis, mit dem jeweils ein Autor für sein Gesamtwerk ausgezeichnet wird, ist mit 100.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an den brasilianischen Autor João Ubaldo Ribeiro. Der 1941 geborene Autor ist vor allem durch seine herausragenden Romane Viva o povo brasileiro (in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp mit dem Titel Brasilien, Brasilien erschienen), Sargento Getúlio und O Sorriso do Lagarto bekannt geworden. Viele deutsche Leser kennen ihn außerdem durch das Buch Um brasileiro em Berlim (Ein Brasilianer in Berlin), in dem er seine amüsanten Erfahrungen aus dem Leben in der deutschen Hauptstadt Anfang der 90er Jahre beschreibt. Die meisten seiner Romane sind auch ins Deutsche übersetzt worden, aber nur noch teilweise lieferbar.
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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen
Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.
Seit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.
In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:
A Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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