Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Prémio Oceanos 2023

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurden in der Lyrik-Kategorie:

O gosto amargo dos metais von Prisca Agustoni (erschienen bei 7Letras) aus Brasilien. Das Buch entstand unter dem Eindruck der Umwelttragödien in Minas Gerais, zunächst in Mariana und dann in Brumadinho, wo eine Schlammlawine aus Bergbauabfällen ganze Stadtviertel zerstörte, Hunderte von Menschenleben forderte und den Rio Doce braun färbte.

Als bester Roman ausgezeichnet wurde

Siríaco e Mister Charles, des kapverdischen Autors Joaquim Arena (erschienen bei Quetzal). Der Roman erzählt die Geschichte einer fiktiven Freundschaft zwischen zwei realen Personen. Auf der einen Seite steht der junge Wissenschaftler Charles Darwin, auf der anderen Seite Siríaco, ein schwarzer, ehemals versklavter Mann, der in Brasilien geboren und in Portugal ausgebildet wurde und aufgrund seiner vom Vitilígo gezeichneten Haut zum sogenannten „exotischen Hof“ der Königin Maria I. gehörte. Im Roman treffen die beiden auf den Kapverden, dem Ort, an dem Siríaco zu beschließt zu leben, nachdem er während der Flucht 1807 mit der königlichen Familie auf der Insel Santiago vor Anker gegangen ist, und an dem Darwin zu Beginn seiner naturwissenschaftlichen Untersuchungen 16 Tage verbrachte.

Der Preis ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert. Die nominierten Titel finden Sie hier.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 9. Januar

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es im neuen Jahr am Dienstag, 9. Januar um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir versprechen dann über den Roman Um Cão no Meio do Caminho der portugiesischen Autorin Isabela Figueiredo, von wir zuvor auch schon Caderno de Memórias Coloniais und A Gorda gelesen haben, die beide auch schon in deutscher Übersetzung vorliegen.

Im neuen Roman von Isabela Figueiredo, der diesmal nicht so stark von der Biographie der Autorin beeinflusst ist wie die beiden anderen Bücher, ist die Einsamkeit in der modernen Gesellschaft das zentrale Thema. José Viriato, die männliche Hauptfigur, lebt ein Leben abseits gesellschaftlicher Normen, schlägt sich ohne Erwerbsarbeit durch und lebt von den „Resten der Konsumgesellschaft“. Seine Nachbarin Beatriz, als eine Art Gegenpol konzipiert, kann sich von nichts trennen und häuft immer mehr Gegenstände an. Was es mit dem titelgebenden Hund auf sich hat, wird sich ganz bestimmt aus der Lektüre ergeben.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist schon bei uns eingetroffen und kann abgeholt werden oder wir verschicken es natürlich auch gern.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 9 de janeiro às 19h00. Vamos falar sobre o livro Um Cão no Meio do Caminho da autora portuguesa Isabela Figueiredo.

O livro já chegou aqui e pode ser levantado.

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Prémio Oceanos – Die Finalisten

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Heute wurden die 10 Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:

Lyrik

Alma Corsária, Cláudia Roquette-Pinto (Editora 34)
Diário da encruza, Ricardo Aleixo (Segundo Selo)
Entre costas duplicadas desce um rio, Guilherme Gontijo Flores (Ars et Vita)
O gosto amargo dos metais, Prisca Agustoni (7Letras)
Paraíso, Pedro Eiras (Assírio & Alvim)

Prosa

A história de Roma, de Joana Bértholo (Caminho)
A última lua de homem grande, de Mário Lúcio Sousa (Dom Quixote)
Misericórdia, de Lídia Jorge (Dom Quixote)
Naufrágio, de João Tordo (Companhia das Letras Portugal)
Siríaco e Mister Charles, de Joaquim Arena (Quetzal)

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet. Die Unterteilung in eine Lyrik- und eine Prosakategorie ist in diesem Jahr neu. Im vergangenen Jahr wurden drei Prosawerke von Alexandra Lucas Coelho, Micheliny Verunschk und João Paulo Borges Coelho ausgezeichnet.

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Lektüretipps für die Herbsttage

Heute ist schon der 1. November, so richtig kühl ist es zwar noch nicht, aber die Tage sind merklich kürzer, Zeit also, um es sich auf dem Sofa, im Bett oder wo auch immer mit einem Buch gemütlich zu machen.

Daher hier ein erste Tipps zu Neuerscheinungen des Herbstes:

Der literarische Herbst bietet unter anderem neue Kurzprosa von Mia Couto, Dulce Maria Cardoso und bisher unveröffentlichte Texte von António Lobo Antunes. Mia Coutos Buch trägt den gleichsam schönen wie schwer übersetzbaren Titel Compêndio para Desenterrar Nuvens und versammelt Erzählungen und crônicas, die zuvor in der portugiesischen Wochenzeitung Visão erschienen sind, auch die Texte aus dem Band Autobiografia Não Autorizada 2 von Dulce Maria Cardoso wurden zuvor in Visão veröffentlicht genauso wie As Outras Crónicas von António Lobo Antunes. Alle drei sind zum einen gut für Lernende der portugiesischen Sprache geeignet, können aber vielleicht auch Anregung sein, auch einen guten Zugang zu den Romanen der jeweiligen Autorinnen und Autoren zu finden.

Eben erschienen ist die Übersetzung (Deutsch von Nicolai von Schweder-Schreiner) von Via Ápia, des fantastischen Romans von Geovani Martins aus Brasilien. Der Roman, der kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in der Favela Rocinha in Rio de Janeiro spielt, erzählt die Geschichte von 5 jungen Männern Zwischen Arbeitslosigkeit, stupiden Jobs, der strapaziösen Suche nach dem nächsten Joint und tosenden Funkpartys, versuchen die Anfang Zwanzigjährigen gerade, sich irgendwie ins Erwachsenenleben zu kämpfen – als eine Militärpolizeieinheit die Favela besetzt.

Im nächsten Jahr feiert Portugal den 50. Jahrestag der Nelkenrevolution. Dazu passt der neue Roman Revolução von Hugo Gonçalves. Die Handlung des Familiendramas begleitet das Schicksal der Familie Storm vor und nach dem 25. April begleitet, eine spannende, herausfordernde Zeit, bei der die Kinder der Familie auf unterschiedlichen Seiten der „Barrikaden“ stehen…

Und natürlich gibt es keinen Herbst ohne einen neuen Schmöker des portugiesischen Autors und Nachrichtensprechers José Rodrigues dos Santos. Der historische Roman O Segredo de Espinosa basiert frei auf der Lebensgeschichte des Philosophen Spinoza, der 1632 als Bento de Espinosa als Sohn sephardischer Juden in Amsterdam geboren wurde.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 1. November

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es am Mittwoch, 1. November (kein Feiertag in Hessen) um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Unsere literarische Reise führt uns diesmal nach Macau, denn wir sprechen dann über den Roman O Jogo das Escondidas des portugiesischen Autors Fernando Sobral.

Die spannende Handlung spielt in den 1920er Jahren, Macau ist ein Gebiet, das von den Portugiesen ignoriert wird, aber von mächtigen internationalen Interessen begehrt ist. Als Heimat von Piraten, Zufluchtsort für Spione und wichtiger Hafen für den Drogenhandel ist die östlichste Überseekolonie ein Ort mit wenigen Regeln und vielen politischen Intrigen. Leutnant Félix Amoroso, ein dubioser Geheimagent im Dienste des Staates, und Benedito Augusto, ein obskurer Franziskanerpater, kommen dorthin, um die Vergangenheit zu vergessen…

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist bestellt und wird in Kürze eintreffenn. Wir nehmen gern Vorbestellungen entgegen.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 1 de novembro às 19h00. Vamos falar sobre o livro O Jogo das Escondidas do escritor português Fernando Sobral, um romance pleno de suspense, mas também uma história de amor e de lealdade, na qual um certo Portugal de há um século espelha, paradoxalmente, um certo Portugal de hoje.

Vamos receber o livro brevemente e aceitamos encomendas.

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Lesung mit Jacinto Lucas Pires am 20.Oktober

Copyright: Paulo Goulart

Der portugiesische Autor Jacinto Lucas Pires, der im Oktober ein Literaturstipendium der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin erhält, kommt zur Frankfurter Buchmesse.

Wir freuen uns auf eine Lesung mit Gespräch am Freitag, dem 20. Oktober, 20.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung.

Moderation und Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist frei. Wir danken der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões für die Unterstützung.

Jacinto Lucas Pires schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Drehbücher, komponiert und textet Musik. Sein letzter Roman, Oração a que faltam joelhos (Porto Editora, 2020), wurde mit dem John-dos-Passos-Preis ausgezeichnet. Während der Pandemie veröffentlichte er auch einen Band mit Erzählungen: Doutor Doente (Húmus, 2021).

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Dulce Maria Cardoso: Eliete

Der literarische Herbst startet mit einigen wenigen Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Übersetzungen, die wir Ihnen hier gern nach und nach vorstellen möchten. Wir freuen uns sehr, dass mit Eliete. Das normale Leben nun der zweite Roman der großartigen Dulce Maria Cardoso in deutscher Übersetzung von Steven Uhly erschienen. Wie schon das erste Buch Die Rückkehr (Originaltitel: O Retorno), das glücklicherweise nun auch endlich wieder lieferbar ist, wurde das Buch im Secession Verlag veröffentlicht.

Cascais in der Gegenwart ist nicht mehr das, was es einmal war: ein glamouröser Ort, wo die Reichen sich zum Spiel trafen und die Mächtigen große Politik machten. Eliete, eine gewöhnliche Portugiesin in ihren Vierzigern, hat ihr ganzes Leben dort verbracht, hat die Tragödie ihres Vaters erlebt, der mitten in der Nelkenrevolution einen tödlichen Autounfall erlitt, die Spannungen zwischen ihrer verwitweten Mutter und ihrer Großmutter, die den einzigen Sohn verlor, die Armut, die erst endete, als Portugal Teil der EWG wurde.
Wir erleben den inneren Monolog einer Frau, die ihre besten Jahre hinter sich hat. Einsam und unverstanden inmitten von Menschen, die sie liebt, für die sie sorgt, begibt sie sich auf die Suche nach Leidenschaft und landet doch nur bei Tinder. Doch da geschieht etwas: Die Großmutter lüftet in ihrer fortschreitenden Demenz ein Geheimnis, das Elietes Leben über das Unmittelbare hinaushebt

Eliete. Das normale Leben , 24,00 EUR

Die Rückkehr, 24,00 EUR

Weitere Bücher von Dulce Maria Cardoso bei uns in der Buchhandlung vorrätig und/oder bestellbar. In Portugal erscheint in wenigen Woche ihr neuer Band mit Crónicas – Autobiografia Não Autorizada 2.

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Prémio Literário Eça de Queiroz geht an Joana Bértholo

Joana Bértholo: A História de Roma

Die Eça de Queiroz Stiftung hat in dieser Woche die Preisträgerin für den gleichnamigen Preis der Stiftung bekanntgegeben.

Ausgezeichnet wurde der Roman A História de Roma von Joana Bértholo.

Im Roman geht es um zwei Menschen, die einst ein Paar waren, treffen sich zehn Jahre nach ihrer Trennung. Sie, die Lissabonnerin, führt ihn, den Fremden, auf verschiedenen Wegen durch ihre Stadt, während sie ihre Erinnerungen freilegen.

Bei dem Versuch, eine gemeinsame Vergangenheit zu finden, stimmen nur wenige Wege überein. Ihnen bleiben die Namen bestimmter Straßen, bestimmter Städte – Buenos Aires, Berlin, Marseille, Beirut -, die zu intimen Topografien werden, die nicht mehr besucht werden können, wie der Name der Tochter, die sie nie hatten.

Der Preis, den es seit 2014 gibt und der mit 10.000 Euro dotiert ist, unterstützt die literarischen Werke in portugiesischer Sprache und zeichnet Autorinnen und Autoren unter 40 Jahre aus. Er wird alle 2 Jahre verliehen. Zuletzt wurde 2021 A Lição de Sonâmbulo von Frederico Pereira ausgezeichnet.

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Prémio Literário Eça de Queiroz gibt Finalisten bekannt

Die Eça de Queiroz Stiftung hat diese Woche die Nominierten für den gleichnamigen Preis der Stiftung bekannt gegeben.

Auf der Shortlist stehen Joana Bértholo mit dem Roman História de Roma, João Reis mit Cadernos de Água, Periferia von Catarina Costa, João Pedro Vala mit Grande Turismo und Desaparecida von Ricardo Lemos.

Der Preis, den es seit 2014 gibt und der mit 10.000 Euro dotiert ist, unterstützt die literarischen Werke in portugiesischer Sprache und zeichnet Autorinnen und Autoren unter 40 Jahre aus. Er wird alle 2 Jahre verliehen. Zuletzt wurde 2021 A Lição de Sonâmbulo von Frederico Pereira ausgezeichnet.

Die Bekanntgabe des neuen Preisträgers oder der Preisträgerin erfolgt im September.

Alle Bücher sind natürlich bei uns in der Buchhandlung bestellbar oder ggfs. vorrätig.

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Stipendium in Berlin für Jacinto Lucas Pires

Der portugiesische Autor Jacinto Lucas Pires erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin. Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes und Cláudia Galhós

In Berlin will Jacinto Lucas Pires ein Kapitel seines neuen Romans schreiben, in dem es um den Besuch eines Liebespaares in der deutschen Hauptstadt geht, bei dem beide in die Kunstszene der Stadt eintauchen.

Jacinto Lucas Pires schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Drehbücher, komponiert und textet Musik. Sein letzter Roman, Oração a que faltam joelhos (Porto Editora, 2020), wurde mit dem John-dos-Passos-Preis ausgezeichnet. Während der Pandemie veröffentlichte er auch einen Band mit Erzählungen: Doutor Doente (Húmus, 2021).

Im Theater arbeitet Jacinto Lucas Pires mit verschiedenen Gruppen und Regisseuren zusammen. Aberto 24 Horas, sein letztes Stück, wurde am 11. Juni 2022 in der Casa das Artes de Famalicão vom Ensemble unter der Regie von Jorge Pinto uraufgeführt.

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