Archiv der Kategorie: literaturpreise

Correntes d’Escritas – Nachlese

correntesGar nicht so einfach, die vielen Eindrücke, die wir aus Póvoa mitgebracht haben, in einem Blogeintrag unterzubringen. Die Correntes d’Escritas in ihrer 10. Jahr haben sich zu einem absoluten und in seiner Form einmaligen Ereignis im literarischen Leben Portugals entwickelt. Einen umfassenden Überblick über alle Podiumsdiskussionen, Buchpräsentationen und das ganze Drumherum mit vielen Fotos bietet das Pressedossier der Stadt Póvoa hier.

Correntes d'Escritas - PodiumNeben der enormen Gastfreundschaft der Organisatoren, den vielen persönlichen Begegnungen mit insgesamt über 100 Schriftstellern (u.a. Luís Fernando Verissimo, Paulina Chiziane, Manuel Rui, Nuno Júdice, Alice Vieira…) aus Portugal, Brasilien, Spanien und Lateinamerika bleiben vor allem die interessanten Anregungen der zahlreichen Podiumsdiskussionen mit so interessanten und zum kreativen Philosophieren anregenden Themem wie O desafio da folha em branco oder Estou farto de palavras im Gedächtnis.Correntes d'Escritas/Podiumsdiskussion

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis Prémio Literário Casino Póvoa, der in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen wurde, ging an den portugiesischen Dichter Gastão Cruz für sein Werk A moeda do tempo.

Weitere Preise wurden an die Nachwuchsautorin Tatiana Bessa sowie an drei Schulklassen aus Palmela, Santa Maria da Feira und Amadora verliehen, die am neuen, von Porto Editora geförderten Wettbewerb Prémio Conto Infantil Ilustrado teilgenommen hatten.Preisverleihung an Gastão Cruz


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X Correntes d’Escritas

Die Correntes d’Escritas, das größte, alljährlich in Póvoa de Varzim stattfindende  Literaturfestival Portugals werfen  ihre Schatten voraus.  Wie schon in nova cultura! gemeldet, wurden heute die Finalisten des Prémio Literário Casino da Póvoa, der mit 20.000 Euro dotiert ist und in diesem Jahr an eine Lyrikveröffentlichung vergeben wird,  bekanntgegeben.

Nominiert sind:

A cidade e os livros de Antonio Cicero (Quasi); A Moeda do Tempo de Gastão Cruz (Assírio & Alvim); As Coisas Mais Simples de Nuno Júdice (Dom Quixote); As Têmporas da Cinza de A.M. Pires Cabral (Cotovia); Descrição da Mentira de Antonio Gamoneda (Quasi); Dos limões amarelos do falo às laranjas vermelhas da vulva de Eduardo White (Campo das Letras); Filho Pródigo de José Agostinho Baptista (Assírio & Alvim); Inquietude de Maria Teresa Horta (Quasi); O Acidente de Jorge Gomes Miranda (Assírio & Alvim); O Amante Japonês de Armando Silva Carvalho (Assírio & Alvim); Oráculo de José Rui Teixeira (Quasi) e Rua do Mundo de Eucanaã Ferraz (Quasi).

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Prémio Portugal Telecom

Ein weiterer bedeutender Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wurde in dieser Woche in Brasilien verliehen. Der mit 100.000 Reais dotierte Prémio Portugal Telecom wurde an den brasilianischen Autor Cristóvão Tezza für seinen Roman O Filho Eterno vergeben. Erst kürzlich war Tezza mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet worden. Den zweiten Platz teilen sich Beatriz Braacher und António Lobo Antunes, der dritte Preis wurde Bernardo Carvalho zugesprochen.

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Prémio LeYa geht an…

den brasilianischen Autor Murilo António Carvalho für den noch unveröffentlichten Roman O Rasto do Jaguar.

Der Preisträger, der die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa erhält, wurde heute in Lissabon bekannt gegeben. Die namhafte Jury, der unter anderem Manuel Alegre, Nuno Júdice und Pepetela angehören, hatte insgesamt 422 eingereichte Werke zu begutachten. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und ist derzeit der höchstdotierte Preis der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Roman des Preisträgers erscheint in Kürze in einem der LeYa-Verlage.

Murilo António Carvalho wird morgen auf der Frankfurter Buchmesse erwartet, wo der Preis um 17.30 Uhr am Stand der Verlagsgruppe in Halle 5.1D953 übergeben und der Preisträger dem internationalen Verlagspublikum vorgestellt werden soll. Ob er es bis dahin nach Frankfurt schafft, wird man sehen, denn, wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dreht Carvalho derzeit einen Dokumentarfilm im Amazonas und erfuhr von der Preisverleihung über Satellitentelefon. In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich überrascht.

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Literaturnobelpreis 2008 geht an…

den französischen Autor Jean-Marie Gustave Le Clézio – das gab soeben die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. In portugiesischer Übersetzung sind nur relativ wenige Titel erschienen, in Brasilien das Buch O Africano , in Portugal O caçador de tesouros. Auch auf dem deutschen Buchmarkt sind nicht sehr viele Titel lieferbar, aber das wird sich sicher in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Für die Agenten auf der Frankfurter Buchmesse, die in der kommenden Woche beginnt, werden gewiss einige neue Termine hinzukommen.

Übrigens erhielt José Saramago die höchste Auszeichnung der Literaturwelt vor 10 Jahren, gestern jährte sich das Datum der Bekanntgabe. Im Blog der Fundação José Saramago lässt sich das Ereignis noch einmal nachvollziehen.

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Prêmio Jabuti 2008

Die Câmara Brasileira do Livro hat die diesjährigen Preisträger des Prêmio Jabuti, des wichtigsten brasilianischen Literaturpreises, bekanntgegeben. Der Preis wird in 20 verschiedenen Kategorien verliehen, unter anderem für den besten Roman, die beste Übersetzung, das beste Kinderbuch usw. Alle Preisträger kann man hier einsehen.

Als bester Roman wurde der Titel O filho eterno von Cristóvão Tezza ausgezeichnet, auf Platz zwei landete O sol se põe em São Paulo, von Bernardo Carvalho dessen vorherige Romane Mongólia und Nove noites auch schon ins Deutsche übersetzt wurden, drittbester Roman wurde Antonio von Beatriz Bracher.

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weiterer Preis für António Lobo Antunes

Der portugiesische Autor António Lobo Antunes wird Ende November mit dem Preis der internationalen Buchmesse Guadalajara (PREMIO FIL DE LITERATURA 2008) ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 150.000 Dollar dotiert und wird jährlich zu Beginn der Messe an einen Autor aus dem romanischen Sprachraum verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Rubem Fonseca, Sergio Pitol, Juan Goytisolo, Juan Marsé und Nélida Piñon.

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João Ubaldo Ribeiro erhält Prémio Camões

Nachdem am gestrigen Abend der Prémio Camões 2007 an António Lobo Antunes überreicht wurde, wurde heute der diesjährige Preisträger des renommiertesten Literaturpreises der portugiesischsprachigen Welt bekanntgegeben.

Der 1988 von der portugiesischen und brasilianischen Regierung ins Leben gerufene Preis, mit dem jeweils ein Autor für sein Gesamtwerk ausgezeichnet wird, ist mit 100.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an den brasilianischen Autor João Ubaldo Ribeiro. Der 1941 geborene Autor ist vor allem durch seine herausragenden Romane Viva o povo brasileiro (in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp mit dem Titel Brasilien, Brasilien erschienen), Sargento Getúlio und O Sorriso do Lagarto bekannt geworden. Viele deutsche Leser kennen ihn außerdem durch das Buch Um brasileiro em Berlim (Ein Brasilianer in Berlin), in dem er seine amüsanten Erfahrungen aus dem Leben in der deutschen Hauptstadt Anfang der 90er Jahre beschreibt. Die meisten seiner Romane sind auch ins Deutsche übersetzt worden, aber nur noch teilweise lieferbar.

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Auszeichnung für Ondjaki

Der junge angolanische Autor Ondjaki (*1977) ist mit dem Grande Prémio de Conto „Camilo Castelo Branco“ der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores ausgezeichnet wurde. Prämiert wurde der Erzählband Os da minha rua. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Stadtverwaltung in Vila Nova de Famalicão gesponsort.

In deutscher Übersetzung von Claudia Stein ist von Ondjaki der Titel Bom dia camaradas, erschienen im Nord-Süd Verlag, lieferbar.

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