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Prêmio Jabuti 2026: Die Preisträger im Überblick

Bei all der Aufregung und Anspannung um den Ausgang der brasilianischen Präsidentschaftswahl haben wir fast aus den Augen verloren, dass jetzt wieder die „Saison der Literaturpreise“ beginnt.

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

In der Kategorie „literarischer Roman“ wurde in diesem Jahr Meridiana (Companhia das Letras) von Eliane Alves Cruz ausgezeichnet. Der Roman handelt vom sozialen Aufstieg einer schwarzen Familie. Ein kaleidoskopartiger, vielstimmiger Roman, in dem jede Figur – die Mutter, der Vater, die Söhne und die Tochter – ihre eigene Geschichte in der Ich-Form erzählt.

Den Jabuti in der Kategorie Lyrik erhält Alberto Martins für sein neuestes Buch Boris e Mariana (Companhia das Letras). Ausgehend von Briefen, die drei große Dichter des 20. Jahrhunderts miteinander ausgetauscht haben, lässt Alberto Martins in seinem neuen Gedichtband die Stimmen dieser Schriftsteller (Boris Pasternak, Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke) neu aufleben

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträger in der Kategorie „Biographie und Reportage“ wurde wie schon im letzten Jahr der unermüdliche Ruy Castro der den Preis für Trincheira Tropical. A Segunda Guerra Mundial no Rio (auch schon in Portugal erschienen) erhielt.

Ruy Castro zeichnet darin nach, wie sich die Ereignisse in Europa von 1935-1945 auf den Alltag der Bevölkerung Rio de Janeiros auswirkten. Dazu gehören z. B. die Rationierung lebenswichtiger Güter, die obligatorischen Luftschutzbunker in neuen Gebäuden, Simulationsübungen für Gegenangriffe von U-Booten und das Eindringen nationalsozialistischer und faschistischer Ideen – vielleicht sogar im Nachbarhaus. Fast eine Geschichte des Privatlebens, mit den durch den Krieg hervorgerufenen Veränderungen der Gewohnheiten und der erzwungenen Modernisierung Brasiliens in der Regierungszeit von Getúlio Vargas.

Auch dieses Buch wurde bei Companhia das Letras veröffentlicht.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Übersetzung, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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Prêmio Jabuti 2025: Die Preisträger im Überblick

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern m Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

Vento em Setembro

In der Kategorie „literarischer Roman“ wurde in diesem Jahr Vento em Setembro (Companhia das Letras) von Tony Bellotto ausgezeichnet. Der eigentlich als Krimiautor und Leadgitarrist der Rockgruppe Titãs erzählt eine komplexe Geschichte, die in den 1970er Jahren beginnt und sich über verschiedene Teile der Welt erstreckt. Priesterseminare, Bordelle, Eisenbahnwaggons und Krankenhausbetten sind einige der Schauplätze dieses Epos, das den Leser von Santos nach Griechenland, von Assisi nach Mexiko-Stadt, von Kirchenmauern ins Herz der Repression während der brasilianischen Diktatur führt.

Respiro

Den Jabuti in der Kategorie Lyrik erhält Armando Freitas Filho für sein neuestes Buch Respiro (Companhia das Letras)

Ruy Castro: O ouvidor do Brasil

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträger in der Kategorie „Crónica“ wurde O Ouvidor do Brasil. 99 vezes Tom Jobim des unermüdlichen Ruy Castro über den brasilianischen Ausnahmemusiker António Carlos Jobim.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Übersetzung, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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Prêmio Jabuti 2023

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden Anfang dieser Woche im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

In der Kategorie „Roman“ wurde in diesem Jahr der historische Roman Os perigos do imperador von Ruy Castro ausgezeichnet. Im Jahr 1876 bestieg Pedro II. anlässlich der Hundertjahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeit einen Dampfer in Richtung Vereinigte Staaten und verbrachte drei Monate damit, das Land kennenzulernen. Ruy Castro nimmt diese wahre Geschichte als Ausgangspunkt für seine Roman, in dem er sich einen tödlichen Anschlag auf den Monarchen vorstellt, der von brasilianischen Republikanern inszeniert wird.

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträgerin in der Lyrikkategorie wurde Engenheiro Fantasma von Fabrício Corsaletti (erschienen bei Companhia das Letras).

João Gilberto Nolls postum erschienener Erzählband Educação Natural erhielt den Preis in der Kategorie „Conto“

Weitere Preisträger in sozialwissenschaftlichen Kategorien sind unter anderem Poder camuflado: os militares e a política, do fim da ditadura à aliança com Bolsonaro von Fábio Victo, Limites da democracia von Marcos Nobre

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Biographie, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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50 Jahre Bossa Nova

Die Bossa Nova wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – wie bestimmt man eigentlich das exakte Alter einer Musikrichtung? – was in der deutschsprachigen Presse ein gewisses Medienecho hervorgerufen hat, unter anderem sind Beiträge im Spiegel, in der Zeit und der Frankfurter Rundschau erschienen.

Zum Jahrestag auf jeden Fall zu Empfehlen ist die Lektüre der Musikgeschichte „Chega de Saudade“ von Ruy Castro, jetzt in einer recht günstigen brasilianischen Taschenbuchausgabe lieferbar und seit ein paar Jahren auch in deutscher Übersetzung von Nicolai von Schweder Schreiner mit dem Titel „Bossa Nova – The Sound of Ipanema“ aus dem Hannibal Verlag.

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