Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Themenschwerpunkt: Manoel de Barros in der Brasilianischen Botschaft

Der brasilianische Dichter Manoel de Barros steht im November im Mittelpunkt des Kulturprogramms der Brasilianischen Botschaft in Berlin.

Am Dienstag, dem 4.11. um 19 Uhr findet eine Vernissage mit Fotografien von Britta Morisse Pimentel und die Buchvorstellung von dem bei TFM erschienenen Fotoessayband

Manoel de Barros/ Britta Morisse Pimentel: Canto do Mato - Gesang des DickichtsManoel de Barros/Britta Morisse Pimentel:

Canto do Mato – Gesang des Dickichts

statt. Der Foto-Gedichtband Canto do Mato – Gesang des Dickichts , TFM 2013, von Manoel de Barros, einem der bedeutendsten brasilianischen Dichter, ist eine kontemplative Reise in das Herz Brasiliens, durch Flora und Fauna, auf den Spuren der seelischen Identität der Menschen. Die Hamburger Übersetzerin Britta Morisse Pimentel ergänzt seine Poesie durch die deutschen Übersetzungen und beeindruckende Fotografien und schafft somit ein neues Ganzes. Die gezeigten Fotografien werden von der Poesie beider Sprachen begleitet.

Ort: Brasilianische Botschaft, Wallstraße 57, 10179 Berlin

Einführungsvortrag: Prof. Dr.  Susanne Klengel (Lateinamerika-Institut der FU Berlin), Sprache: Deutsch/Portugiesisch

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten unter cultural.berlim@itamaraty.gov.br oder

Tel. 030-72628 606/131.

Die Ausstellung Canto do  Mato – Gesang des Dickichts ist vom 4. November bis 20.November in der Brasilianischen Botschaft zu sehen.

Als Finissage zeigt die Brasilianischen Botschaft am 20.11. 19.00 Uhr zwei Filme, die das Leben und Wirken von Manoel de Barros näher beleuchten: Língua de brincar BR 2006, R: Gabriel Sanna/Lucia Castello Branco, 72 min, O (portugiesisch ohne Untertitel): Eine Karte eröffnet die Reise zu einer Begegnung mit dem Dichter Manoel de Barros. Der Weg sind die Landschaften seiner Poesie. Der Dokumentarfilm beleuchtet dabei auch die Leserschaft und die tiefe Sympathie und Freundschaft, die sie mit dem Poeten verbindet. Wenceslau e a árvore do gramofone BR 2008, R: Adalberto Müller, 15 min, OmE: Der junge Wenceslau erlebt die Poesie der kleinen Dinge. Die Schriften des Großvaters, der in einem merkwürdigen Baum lebt, öffnen ihm die Augen für eine neue Sicht auf die Welt. Der Kurzfilm verknüpft de Barros‘ Biografie mit einer fantastischen Geschichte.

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Tatiana Salem Levy am 11.11. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht weiter. Ziel ist es weiterhin, brasilianische Autorinnen und Autoren und damit die brasilianische Literatur hierzulande bekannter zu machen. Im November freuen wir uns auf Tatiana Salem Levy.

tatianasalemlevy, copyright pedro loureiro

Tatiana Salem Levy, Copyright Pedro Loureiro

Sie liest am Dienstag, dem 11. September, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem Roman A chave de casa, der bisher nicht in deutscher Übersetzung vorliegt. Michael Kegler moderiert und übersetzt und liest einen Auszug in deutscher Sprache. Der Eintritt ist wie immer frei.

Tatiana Salem Levy: A chave de casaTatiana Salem Levy gehört zu den wichtigsten jungen Schriftstellerinnen Brasiliens.  Ihr Romandebüt „A Chave da Casa“ (dt. etwa: Der Schlüssel zum Haus, 2007) thematisiert die verschlungenen Pfade ihrer sephardischen Familiengeschichte: die Vorfahren, die vor der Inquisition aus Portugal in die Türkei fliehen mussten, die Großeltern, die nach Brasilien auswanderten. Mit dem Schlüssel zum Haus der Familie in Izmir begibt sich die Protagonistin auch auf die Suche nach ihrer eigenen Identität. 2008 erhielt Tatiana Salem Levy dafür den renommierten Prêmio São Paulo de Literatura und war nominiert für den Prêmio Jabuti. Ihr zweiter Roman Dois Rios erschien 2011. 2012 veröffentlichte sie das Kinderbuch Curupira Pirapora. Derzeit arbeitet sie in Portugal, wo sie 1979 als Tochter brasilianischer Exilanten zur Welt kam, an ihrem dritten Roman. 2013 erschienen einige ihrer Kurzgeschichten auch in deutscher Übersetzung in verschiedenen Anthologien.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal und Banco do Brasil.

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Buchmesse 2014, Teil 3 – Noite brasileira, 10.10. Instituto Cervantes

Viele erinnern sich noch an das letzte Jahr, als Brasilien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse war und mit einer großen Autorendelegation hier vertreten war.

Wir freuen uns, dass es ein wenig Kontinuität gibt und auch in diesem Jahr wieder brasilianische Schriftsteller in Frankfurt zu Gast sein werden. Am Freitag, dem 10. Oktober findet ab 19.30 Uhr eine Noite Brasileira – Nacht der brasilianischen Literatur im Instituto Cervantes, Staufenstraße 1 statt.

Es lesen und diskutieren Ana Martins Marques, Cuti, Eduardo Spohr, Edney Silvestre und Bernardo Kucinski. Michael Kegler führt durch den Abend und übersetzt ins Deutsche. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm Le Pont de Cratyle / A ponte de Crátilo von Maelys Meyer mit Carola Saavedra und den Übersetzern Maria Hummitzsch und Carola Saavedra uraufgeführt.

Der Eintritt ist frei.

Informationen zu den Autoren:

Ana Martins Marques, copyright: Rodrigo Valente

Ana Martins Marques, copyright: Rodrigo Valente

Ana Martins Marques

Die Lyrikerin Ana Martins Marques wurde 1977 in Belo Horizonte geboren, studierte Literaturwissenschaften und absolvierte ihre Masterprüfung in Brasilianischer Literatur an der Universidade Federal de Minas Gerais. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband A vida submarina, gefolgt von Da arte das armadilhas 2011, für das sie mit dem Prêmio Alphonsus Guimaraens der Fundação Biblioteca Nacional ausgezeichnet wurde.

In Deutscher Übersetzung erschien bisher ihr Gedicht „Uhr“ (übersetzt von Markus Sahr) in Die Horen Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, nº 251, Ein Spaziergang durch die Literatur Brasiliens. (Wallstein Verlag, 2013).

Bernardo Kucinski

Bernardo Kucinski, arquivo pessoal

Bernardo Kucinski, arquivo pessoal

Der Journalist Bernardo Kucinski wurde 1937 in São Paulo geboren, war Mitherausgeber der Zeitschrift Veja sowie der Zeitung Gazeta Mercantil, Brasilienkorrespondent für The Guardian sowie des Latin America Political Report, Mitbegründer verschiedener alternativer Zeitungen, darunter Amanhã, Opinião, Movimento und Em Tempo, sowie der Website Carta Maior. Sein 2011 veröffentlichter erster Roman K. Oder die verschwundene Tochter wurde in mehrere Sprachen übersetzt, auf Deutsch erschien er in der Übersetzung von Sarita Brandt im Transit Verlag 2013. Für seinen 2014 veröffentlichten Erzählband Você vai voltar para mim erhielt er den Prêmio Clarice Lispector, der Fundação Biblioteca Nacional. Anfang 2014 war Bernardo Kucinski im Rahmen der Kampagne „Nunca Mais“ zum Gedenken an den Militärputsch in Brasilien vor 50 Jahren auf einer Lesereise in Deutschland.

Cuti, copyright: Petra Noack (TFM)

Cuti, copyright: Petra Noack (TFM)

Cuti

Luiz Silva – Cuti – wurde 1951 in Ourinhos, Bundesstaat São Paulo geboren. Er studierte brasilianische und französische Literatur und ist einer der wichtigsten Vertreter der afrobrasilianischen (er nennt sie schwarzbrasilianische) Literatur. Er war Mitbegründer der Bewegung Quilombhoje-Literatura sowie der Schriftenreihe Cadernos Negros. Seine jüngsten publizistischen Werke sind Literatura negro-brasileira (2010), Lima Barreto (2011) sowie Quem tem medo da palavra negro (2011). In deutscher Übersetzung ist Cuti als Dichter in mehreren Anthologien vertreten, zum Beispiel in Schwarze Poesie (übers.: Johannes Augel, Edition diá 1988 – als Ebook wiederveröffentlicht 2013).

Edney Silvestre, copyright: Leo Aversa

Edney Silvestre, copyright: Leo Aversa

Edney Silvestre

Edney Silvestre wurde 1950 in Valença, Bundesstaat Rio de Janeiro geboren. Als langjähriger Journalist war er Korrespondent der Zeitung O Globo sowie des Senders TV Globo in New York, heute lebt er in Rio de Janeiro und ist Moderator der Sendung GloboNews Literatura. Sein erster Roman Se eu fechar os olhos agora (2009) wurde mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet und in bisher sieben Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschien er unter dem Titel Der letzte Tag der Unschuld in der Übersetzung von Kirsten Brandt bei Limes 2013. Er veröffentlichte außerdem die Romane A felicidade é fácil (2011) , Vidas provisórias (2013) und Boa noite a todos (2014).

Eduardo Spohr

Eduardo Spohr, copyright: Biblioteca Nacional do Brasil

Eduardo Spohr, copyright: Biblioteca Nacional do Brasil

Eduardo Spohr wurde 1976 in Rio de Janeiro geboren, studierte an der PUC-Rio und spezialisierte sich nach seinem Abschluss auf digitale Medien. Er war Reporter für Cadê Notícias sowie iG und arbeitete für verschiedene Internet-Portale. Heute ist er Berater für grafische Projekte und Drehbücher und lehrt kreatives Schreiben. Sein erster Roman A batalha do Apocalipse (2010) erschien unter dem Titel Armageddon. Der Krieg der Engel in der Übersetzung von Susanne Lötscher 2012 bei Heyne. In Brasilien veröffentlichte er außerdem die Romantrilogie Os filhos de Éden.

Der Abend wird gemeinsam veranstaltet und unterstützt von: Kulturministerium (MinC) und Ministerium für Auswärtiges (MRE) Brasiliens, Brasilianischer Verlegerverband CBL, Brasilianische Nationalbibliothek, Stiftung Editora Universidade Estadual Paulista (UNESP), Brasilianisches Kulturzentrum in Frankfurt (CCBF), Frankfurter Buchmesse, Instituto Cervantes, Buchhandlung TFM.

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Paulo Scott am 10.9. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht weiter. Ziel ist es weiterhin, brasilianische Autorinnen und Autoren und damit die brasilianische Literatur hierzulande bekannter zu machen. Im September freuen wir uns auf Paulo Scott.

Paulo Scott, copyright: Renato Parada

Paulo Scott, copyright: Renato Parada

Er liest am Mittwoch, dem 10. September, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus seinem Roman Unwirkliche Bewohner (Habitante irreal), der im vorigen Jahr in deutscher Übersetzung von Marianne Gareis bei Wagenbach erschienen ist.

Michael Kegler moderiert und übersetzt, die deutschen Text liest Jochen Nix . Der Eintritt ist wie immer frei.

Paulo Scott erzählt in Unwirkliche Bewohner die Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen den Kulturen, die dennoch bleibende Spuren hinterlässt – und er beschwört das Erbe der indianischen Ahnen, der unwirklichen Bewohner Brasiliens.

Paulo Scott: Unwirkliche BewohnerAls der Jurastudent Paulo in seinem VW- Käfer die 14- jährige Autostopperin Maína mitnimmt, verändert sich das Leben der beiden. Das Mädchen aus dem Indianercamp an der Ausfallstraße von Porto Alegre und der politisch engagierte Sohn aus gutem Hause kommen sich schnell näher – und doch nie wirklich nahe; zu unterschiedlich sind die beiden Welten, die hier aufeinanderprallen. Erst Donato, ihrem gemeinsamen Kind, gelingt es, das Unvereinbare zusammenzubringen. Alleingelassen von Vater und Mutter, wächst er zu einem jungen Mann heran, der unwissentlich in die Fußstapfen seiner Eltern tritt: Die Stimme seiner Mutter im Ohr – auf einer Tonbandkassette mit Guaraní-Legenden –, entlarvt Donato die Selbstzufriedenheit einer ganzen Gesellschaft.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

Mit freundlicher Unterstützung des Klaus Wagenbach Verlags und TAP Portugal.

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João Ubaldo Ribeiro

Wir trauern um unseren Autor João Ubaldo Ribeiro, der gestern in Rio de Janeiro im Alter von 73 Jahre plötzlich verstorben ist.

João Ubaldo Ribeiro, copyright: Berenice Ribeiro

João Ubaldo Ribeiro, copyright: Berenice Ribeiro

João Ubaldo Ribeiro hat die brasilianische Literatur geprägt. Seine Romane in den 1970er und 1980er Jahren entstandenen Romane Sargento Getúlio, Viva o Povo Brasileiro und O Sorriso do Lagarto sind längst moderne Klassiker, die auch in deutscher Übersetzung vorliegen, und erleben immer wieder neue Auflagen.

João Ubaldo Ribeiro wurde 1941 auf der Insel Itaparica im brasilianischen Bundesstaat Bahia geboren. Seit 1957 arbeitete er als Journalist und begann ein Jahr darauf ein Jurastudium an der Universität Bahia. Mit einem Masterstipendium für Politikwissenschaften ging er 1964 in die USA. 2009 wurde er für sein Werk mit dem Prêmio Camões ausgezeichnet. Seit 1994 war João Ubaldo Ribeiro Mitglied der Academia Brasileira de Letras. Er schrieb regelmäßig Kolumnen für zwei der wichtigsten brasilianischen Zeitungen, O Globo und O Estado de São Paulo.

1990 kam João Ubaldo Ribeiro mit einem Stipendium des DAAD für ein Jahr nach Berlin. In dieser Zeit entstanden die zunächst in der Frankfurter Rundschau und später als Buch mit dem Titel Ein Brasilianer in Berlin, in denen er mit dem ihm eigenen, unvergessenen Humor seine Eindrücke und Erlebnisse im deutschen Alltag schildert: Texte, die heute noch so aktuell sind wie damals und die schon viele Leser, in Deutschland lebende Brasilianer wie nach Brasilien ziehende Deutsche zum Schmunzeln gebracht haben.

Wir erinnern uns an große Lesungen hier in Frankfurt, 2006 zusammen mit Luis Fernando Veríssimo und zuletzt im vergangenen Jahr zum Brasilien-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse. Mit João Ubaldo Ribeiro verlieren wir einen langjährigen Freund, der TFM über die Jahre immer wieder unterstützt haben. Obrigado João.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.

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TFM – Verlag Teo Ferrer de Mesquita, 19.07.2014

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Neuerscheinungen aus Brasilien

Viele brasilianische Autorinnen und Autoren, die im letzten Jahr an der Frankfurter Buchmesse teilgenommen haben, oder im Rahmen der Reihe „Brasilesen“ in Frankfurt zu Gast waren, haben in diesem Frühjahr neue Bücher veröffentlicht. Frisch ausgepackt haben wir:

Sérgio Y. vai a AméricaAlexandre Vidal Porto: Sérgio Y. vai a América, aus diesem Roman hat der Autor noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin in Brasilien hier in Frankfurt gelesen. Sergio Y., ein Student aus São Paulo, beschließt eine Therapie zu machen, um ein glücklicherer Mensch zu werden. Nach einer New-York-Reise bricht er die Therapie plötzlich ab. Er habe seinen Weg zum Glück gefunden, erklärt er. Fünf Jahre danach begegnet der Therapeut zufällig Sergios Mutter und erfährt, welche ungewöhnliche Wendung Sergios Leben genommen hat. Eine schockierende und doch optimistische Geschichte, erzählt aus der Perspektive des Psychiaters.

Luiz Ruffato: Entre as quatro linhasPassend zur laufenden Fußball-WM, die derzeit beherrschendes Thema ist, kommt die von Luiz Ruffato herausgegebene Anthologie Entre as quatro linhas. Contos sobre futebol, mit Erzählungen u.a. von Fernando Bonassi, Ronaldo Correia de Brito, Tatiana Salem Levy, Adriana Lisboa, Ana Paula Maia, André Sant’Anna, Cristóvão Tezza und Carola Saavedra.

Bernardo Kucinski: Você vai voltar pra mimWieder lieferbar im neuen Verlag ist Bernardo Kucinskis Roman K. Relato de um busca. Zeitgleich wurde auch der Erzählband Você vai voltar pra mim e outros contos  veröffentlicht, aus dem er hier in Frankfurt die titelgebende, sehr beeindruckende Erzählung gelesen hat, die sich abermals mit der brasilianischen Militärdiktatur auseinandersetzt.

Carola Saavedra: Inventário das coisas ausentesCarola Saavedras neuer Roman Inventário das coisas ausentes dreht sich einmal mehr um die Liebe. Doch weder geht es um deren Mangel oder Überschwang, vielmehr steht die Liebe als Ausgangspunkt einer Suche nach dem anderen und sich selbst, wie die Autorin in diesem Interview erklärt. Nina lernt im Alter von 23 Jahren den Erzähler des Romans an der Universität kennen und lieben, doch eines Tages verschwindet sie, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Dieser versucht nun anhand von zurückgelassenen Tagebüchern, die Vergangenheit zu rekonstruieren…

Marcelo Ferroni: Das paredes, meu amor, os escravos nos contemplamMarcelo Ferroni, der 2012 mit dem Ché Guevara Roman Método prático de guerrilha zu Gast bei Brasilesen war, begibt sich mit seinem neuen Buch Das paredes, meu amor, os escravos nos contemplam auf das Terrain der Spannungsliteratur à la Agatha Christie. Auf einem luxuriösen Landsitz geschieht ein Verbrechen, und alle Anwesenden sind verdächtig.

Wie immer gibt es alle genannten Bücher in unserer Buchhandlung (vor Ort in Frankfurt oder online)

 

 

 

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João Ubaldo Ribeiro: Um brasileiro em Berlim – 4. Auflage

João Ubaldo Ribeiro: Um brasileiro em Berlim - Ein Brasilianer in Berlin (4.Auflage)In dieser Woche kam die 4. Auflage unseres zweisprachigen Buches Um brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin von João Ubaldo Ribeiro aus der Druckerei. Allen die die in den 1990er Jahren entstandenen Texte, in denen die kulturellen Unterschiede zwischen Brasilianern und Deutschen auf sehr humorvolle Weise aufs Korn genommen werden, sei also dieses Buch empfohlen, das sich für Lernende der portugiesischen und/oder deutschen Sprache gleichermaßen eignet.

João Ubaldo Ribeiro: Um brasileiro em Berlim – Ein Brasilianer in Berlin, ISBN 9783939455042, 4. Auflage, TFM, 2014, 14,80 EUR, erhältlich direkt bei uns und natürlich über jeder Buchhandlung.

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Prémio Camões 2014 geht an Alberto da Costa e Silva

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2014 an den brasilianischen Lyriker und Historiker Alberto da Costa e Silva verliehen. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Der 83jährige Costa e Silva, der sich in einer ersten Stellungnahme überrascht über die Zuerkennung des Preises zeigte, folgt auf den letztjährigen Preisträger, den mosambikanischen Autor Mia Couto, der neben José Eduardo Agualusa, Affonso Romano de Sant’Anna, Antonio Carlos Secchin, Rita Marnoto und José Carlos Vasconcelos der diesjährigen Jury angehörte.

Alberto Da Costa e Silva: Imagens da ÁfricaAlberto da Costa e Silva hat sich in seinen Veröffentlichungen vor allem mit der Geschichte Afrikas auseinandergesetzt. Als wegweisend gelten seine Arbeiten über die Sklaverei und die Beziehungen zwischen dem afrikanischen Kontinent und Brasilien. Sein neuestes diesbezügliches Werk Imagens da África wurde 2012 in Brasilien veröffentlicht.

Der Autor, der auch einige Jahre als Botschafter Brasiliens in Portugal tätig war, hat neben seinen historischen Werken auch einige Lyrikbände publiziert.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Onlineausgabe des Público erschienen.

 

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Luiz Ruffato am 27. Mai bei „Brasilesen“

Wir freuen uns sehr, dass die Reihe

auch in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Luiz Ruffato (Copyright: Adriana Vichi)

Luiz Ruffato,  der als Eröffnungsredner der letztjährigen Frankfurter Buchmesse für Furore gesorgt hat und auch jetzt im Vorfeld der Fußball-WM als Gesprächspartner zur aktuellen Situation in Brasilien sehr gefragt ist, liest am Dienstag, dem 27.Mai um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus seinem Roman Feindliche Welt, Vorläufige Hölle Bd. 2  (O Mundo Inimigo), der eben in deutscher Übersetzung von Michael Kegler im Hamburger Verlag Assoziation A erschienen ist.

Luiz Ruffato: O mundo inimigoZé Pintos Gasse, eines der Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens, ist Dreh- und Angelpunkt dieses zweiten Teils des Romanzyklus „Vorläufige Hölle“. Sie ist Zwischenstation und vorübergehende Heimat derjenigen, die aus dem kargen, archaischen Leben auf dem Land in das Elend der Städte ziehen. Wohnstätte der Dienstboten und Industriearbeiter, Ausgangspunkt der nächsten Migration. Ziel der vergeblichen Rückkehr. Mit geradezu körperlicher Empathie stellt Luiz Ruffatos Projekt einer Geschichte des brasilianischen Proletariats Individuen in den Vordergrund, die umgeben von einer großen und feindlichen Welt im Sog der Geschichte zu überleben versuchen.

Michael Kegler moderiert und übersetzt, Jochen Nix liest die deutsche Übersetzung.

Als Sohn eines Popcorn-Verkäufers und einer Wäscherin kam Luiz Ruffato in Cataguases im Staat Minas Gerais auf die Welt, seine beruflichen Anfänge waren die eines Werkarbeiters. Hartnäckig absolvierte er ein Studium, wurde Journalist und gilt heute als einer der wichtigsten Erneuerer in der brasilianischen Prosa-Landschaft.

Am Donnerstag, dem 29.5. ab 20.15 Uhr nimmt Luiz Ruffato an einer von Michael Kegler moderierten Podiumsdiskussion mit César Oiticica Filho & Tamur Aimara (Regisseure) im Anschluss an die Filmvorführung Vinegar Syndrome im Deutschen Filmmuseum teil. Der Film handelt von den Protesten im Jahr 2013 in Brasilien, als mehrere Millionen Menschen auf die Straße gingen: Er dokumentiert den Zeitraum vom Polizisten-Einmarsch ins Indian Museum bis zum Besuch des Papstes Ende Juli 2013 und damit dem Ende der Proteste. Fokus des Films ist der Medienkrieg, der einerseits die Manipulation durch die neuen Medien und andererseits deren Aufschwung gegenüberstellt.

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Hans-Christian-Andersen Preis geht an Roger Mello

Der brasilianische Illustrator und Kinderbuchautor Roger Mello erhält den diesjährigen Hans-Christian-Andersen Preis im Bereich Illustration.  Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und gilt weltweit als die größte Auszeichnung im Bereich Kinderbuch und Illustration.  Als beste Autorin wurde die Japanerin Nahoko Uehashi ausgezeichnet.

Die Preisträger wurden auf der in dieser Woche stattfindenden Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Messe, dementsprechend war die Freude beim anwesenden Roger Mello wie auch die Schar der Gratulanten groß.

Roger Mello war im vergangenen Jahr mehrmals in Deutschland und hat hier auch seine Illustrationen ausgestellt. Informationen zum Autor finden sich daher u.a.

auf der Seite der Frankfurter Buchmesse, in einem Artikel der Frankfurter Rundschau und auf der Seite der Internationalen Jugendbibliothek in München.

Wer sich für die Bücher von Roger Mello im Original interessiert, schaut am besten einmal bei uns im Laden oder auf unserer Webseite vorbei.

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