Archiv der Kategorie: brasilianische autoren

Frisch ausgepackt

Luiz Ruffato: Inferno Provisório

Während wir dieser Tage viele Pakete für unsere Kunden einpacken, bekommen wir auch selbst immer wieder Nachschub, heute zum Beispiel eine Sendung aus Brasilien. Dabei unter anderem der jetzt in einem Band zusammengefasste Romanzyklus Inferno Provisório von Luiz Ruffato. Darüber freuen wir uns sehr, da die Einzelbände größtenteils schon länger vergriffen waren.  Zwei Teilbände liegen bereits in deutscher Übersetzung von Michael Kegler bei Assoziation A vor, der dritte ist in Arbeit. Ruffatos fünfbändiger Romanzyklus zeichnet die Geschichte des brasilianischen Proletariats im 20. Jahrhundert nach.

Rafael Cardoso: O remanescente

Ebenfalls angekommen ist O Remanescente und damit die Originalausgabe von Das Vermächtnis der Seidenraupen (deutsch von Luis Ruby bei S.Fischer) von Rafael Cardoso, der sein Buch im November hier in Frankfurt vorgestellt hat. Sowohl im Original als auch in deutscher Übersetzung ist das Buch ein besondere Empfehlung von uns.  Erzählt wird die Emigrationsgeschichte des Bankiers und Kunstmäzens Hugo Simon (Urgroßvater des Autors) und seiner Familie, der Deutschland 1933 verlassen musste, zunächst nach Frankreich und schließlich 1941 unter tschechischen Namen nach Brasilien ging.

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Ricardo Adolfo und Martha Batalha – neu in deutscher Übersetzung

In diesem Herbst sind zwei neue Übersetzungen erschienen, auf die wir hinweisen möchten.

Ricardo Adolfo: Maria von den abgesägten Gewehrläufen

Der für die portugiesischsprachigen Literaturen so engagierte A1 Verlag (mit Titel u.a. von José Eduardo Agualusa, Ana Paula Maia und Manuel Jorge Marmelo) hat von Ricardo Adolfo das Buch mit dem ungewöhnlichen Titel Maria von den abgesägten Gewehrläufen (Original: Maria dos Canos Serrados) in der Übersetzung von Barbara Mesquita veröffentlicht.

Der Roman, der in einem krisengebeutelten Vorort Lissabons spielt, hat Maria zur Hauptfigur, die, verlassen und bankrott, beschließt mit einer abgesägten Schrotflinte alte Rechnungen zu begleichen.  Eine wilde Geschichte und eine Reflexion über eine Frau, „die keinen Clyde braucht, um Bonnie zu sein“, so der Verlag.

Ricardo Adolfo, geboren 1974 in Luanda/Angola, wuchs in Lissabon und Macau auf. Nach Stationen in London und Amsterdam lebt er heute als Creative Director einer internationalen Werbeagentur mit seiner Frau in Tokio. Dort entstand auch sein letztes Buch Tóquio vive longe da terra, das letztes Jahr in Portugal erschienen ist, mit dem er sich in die inzwischen relativ große Zahl von portugiesischenr und brasilianischen Autoren einreiht, auf die Japan eine gewisse Faszination ausübt, aber dafür vielleicht später einmal mehr in einem separaten Artikel.

Martha Batalha: Die vielen Talente der Schwestern Gusmão

Das  zweite Buch, das jetzt im November erschienen ist, stammt von der brasilianischen Autorin Martha Batalha, trägt den Titel Die vielen Talente der Schwestern Gusmão (Original: A vida invisível de Euridice Gusmão) und wurde von Marianne Gareis für den Insel-Verlag ins Deutsche übersetzt.

Die Geschichte spielt im Rio der 1940er Jahre und in ihrem Zentrum stehen die titelgebenden Schwestern Euridice und Guida Gusmão, die im kosmopolitischen  Flair der Stadt trotz allem vor allem eines sein sollen: liebende Gattinnen und Mütter. Damit wollen sich die beiden Schwestern Gusmão allerdings nicht zufriedengeben. Und so ersinnen sie mit großem Einfallsreichtum immer wieder neue Wege, um ihrem Familienalltag zu entkommen. Ob als Köchinnen, Schneiderinnen oder Liebhaberinnen – die beiden erkämpfen sich ihr eigenes Glück.

Martha Batalha ist Journalistin, Kulturschaffende und Schriftstellerin. Sie gründete einen erfolgreichen Verlag, brachte die Ausstellung World Press Photo nach Brasilien und lebt und arbeitet derzeit in New York.

Beide Romane im Original und in deutscher Übersetzung gibt es bei uns in der Buchhandlung.

Ricardo Adolfo: Maria von den abgesägten Gewehrläufen, 18,80 EUR

Martha Batalha: A vida invisível de Euridice Gusmão. 12,95 EUR

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Rafael Cardoso am 8. November bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im November auf Rafael Cardoso.

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Er  liest am Dienstag, dem 8. November um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus seinem im Herbst erscheinenden Buch Das Vermächtnis der Seidenraupen (Deutsch von Luis Ruby) , Moderation und Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist wie immer frei.

Als Rafael Cardoso zufällig auf Briefe und Dokumente seines Urgroßvaters stößt, ist seine Neugierde geweckt. Wer war Hugo Simon? Seine Nachforschungen führen ihn von São Paulo nach Berlin, wo er dem Familiengeheimnis allmählich auf die Spur kommt: Hugo Simon war nicht nur Bankier in der Weimarer Republik, er war auch enger Berater von Samuel Fischer, Besitzer von Munchs »Der Schrei«. Albert Einstein ging bei ihm ein und aus, Alfred Döblin verewigte den Freund in einem Roman.

Rafael Cardoso: Das Vermächtnis der Seidenraupen

Rafael Cardoso verfolgt die schillernde Biographie seines Urgroßvaters bis zu dessen Exil in Brasilien und lässt – ganz nah an der Geschichte und ihren Protagonisten – jüdisch-europäisches Leben im 20. Jahrhundert auferstehen.

Die faszinierende Lebensgeschichte von Hugo Simon, Wegbegleiter von Samuel Fischer und Thomas Mann

Rafael Cardoso, geboren 1964 in Rio de Janeiro, wuchs in den USA auf. Er ist Autor und Kunsthistoriker und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Seit 2012 lebt er in Berlin, wo er sich auf die Spuren seines Urgroßvaters Hugo Simon begab und das vorliegende Buch schrieb. Im S. Fischer Verlag erschien zuletzt Sechzehn Frauen. Ge­schichten aus Rio (Originaltitel: Entre as mulheres)

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Sommerkrimis

Zum Start der Urlaubssaison sind gleich drei neue Krimis erschienen, die sich mit Brasilien oder Portugal beschäftigen.

Edney Silvestre: Der stumme Zeuge

Im Mittelpunkt des neuen Krimis Der stumme Zeuge (Originaltitel: A felicidade é fácil, übersetzt von Kirsten Brandt) von Edney Silvestre steht die Vetternwirtschaft unter dem früheren brasilianischen Präsidenten Collor de Mello.  Maike Albath hat das Buch für Deutschlandradio Kultur sehr positiv rezensiert und konstatiert, dass man nach der Lektüre „die aktuellen Geschehnisse in Brasilien in einem anderen Licht“ sehe.  Die Verquickung von Polizei, Politik und Justiz ist leider kein neues Phänomen.

Patrícia Melo: Trügerisches Licht

Auch in Patrícia Melos neuem Krimi Trügerisches Licht (Originaltitel: Fogo-fátuo, übersetzt von Barbara Mesquita) geht es um ein Brasilien, das immer mehr ins Chaos stürzt. Angesiedelt ist die Handlung in der glamourösen Medienwelt, wo während einer Theatervorstellung der Serienstar Fábbio Cássio einem geschickt inszeniertem Mord zum Opfer fällt. Patrícia Melo ist die hierzulande bekannteste brasilianische Krimiautorin und wurde schon mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Neben anderen Autoren findet der neue Roman auch in einem Interview mit Michi Strausfeld im Deutschlandradio Kultur Erwähnung.

Luis Sellano: Portugiesisches Erbe

Mit Portugiesisches Erbe. Ein Lissabon-Krimi erscheint erstmals ein Städte-Krimi. Der Autorenname Luis Sellano lässt einen portugiesischen Autor vermuten. Das ist allerdings nicht der Fall. Hinter dem Pseudonym versteckt sich der Autor Oliver Kern aus Baden-Württemberg. Wie so häufig, war der Verlag der Meinung, dass sich zum Portugal-Thema auch ein portugiesischer Name gehört. Inhaltlich geht es um den ehemaligen Polizeikommissar Henrik Falkner, der von seinem Onkel ein Haus mit Antiquitätenladen in Lissabon erbt und erfährt, dass dieser Onkel hauptsächlich Stücke gesammelt hat, die mit Kriminalfällen in Verbindung stehen. Sicher eine eher amüsante und leichte Urlaubslektüre für Lissabon-Urlauber.

Alle drei Titel finden Sie natürlich in unserem Sortiment oder können Sie online in unserem Webshop bestellen.

Edney Silvestre: Der stumme Zeuge, Limes 2016, 19,99 EUR

Patrícia Melo: Trügerisches Licht, Tropen 2016, 14,95 EUR

Luis Sellano: Portugiesische Erbe, Heyne 2016, 14,95 EUR

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Prémio Camões 2016 geht an Raduan Nassar

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2016 an den brasilianischen Autor Raduan Nassar verliehen.  Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Im letzten Jahr wurde die portugiesische Schriftstellerin Hélia Correia ausgezeichnet.

Raduan Nassar wurde 1937 in Pindorama geboren, seine Eltern waren in den 1920er aus dem Libanon nach Brasilien emigriert. Er hat insgesamt nur drei Bücher veröffentlicht, die jedoch nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben und in viele Sprachen übersetzt wurden. Seine beiden Romane Um copo de cólera und Lavoura arcaíca wurden in den 1970er Jahren in Brasilien veröffentlicht, die deutschen Übersetzungen erschienen bei Suhrkamp, sind jedoch im Moment nur noch antiquarisch lieferbar. Mitte der 1990er Jahre folgte der Erzählband Menina a caminho, der bisher nicht in deutscher Übersetzung vorliegt.

Raduan Nassar hat sich nach dem Erfolg seiner beiden Romane in den 1980er Jahren nahezu vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und sich der Landwirtschaft auf seiner Quinta gewidmet. Er tritt bis heute nur sehr selten in Erscheinung, daher hatte seine öffentliche Unterstützung für Dilma Rousseff in den letzten Wochen besonderes Gewicht in der brasilianischen Öffentlichkeit.

Ein ausführlicher Artikel zu Raduan Nassar erschien in der portugiesischen Zeitung Público.

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Chico Buarque: Mein deutscher Bruder

Chico Buarque: Mein deutscher Bruder

Chico Buarque, seit den 1960er Jahren einer der bekanntesten brasilianischen Sänger, hatte einen deutschen Halbbruder. Sergio Günther war der Sohn von Chico Buarques Vater, dem bekannten Historiker Sérgio Buarque de Holanda, der in den 1930er Jahren als Journalist in Berlin war und der jungen Deutschen Anne Ernst. Sergio wurde adoptiert und war als Sergio Günther ein erfolgreicher Moderator und Sänger in der DDR. Er starb 1981, sodass sich die singenden Halbbrüder nie begegnet sind.

In Chico Buarques Familie war die Existenz des Halbbruders zunächst ein gut gehütetes Geheimnis, von dem er erst mit Mitte 20 erfuhr.  Jetzt, Jahre später und inzwischen auch als Schriftsteller erfolgreich, ist diese zweifellos spannende Familiengeschichte Ausgangspunkt für seinen Roman O irmão alemão, der 2015 im Original erschien und jetzt in deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner bei S. Fischer mit dem Titel Mein deutscher Bruder veröffentlicht wurde.

Chico Buarque: O irmão alemão

Der Roman, in dem der Protagonist Ciccio heißt und auch nur einen Bruder und nicht wie im wirklichen Leben sechs Geschwister hat, ist Ergebnis einer jahrelangen Recherche von Chico Buarque, die besonders in dieser Reportage der portugiesischen Zeitung Público sehr gut dokumentiert ist.

Für die deutschen Leser ist auch ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur interessant.

Original und Übersetzung erhalten Sie wie immer bei uns in der Buchhandlung.

Chico Buarque: Mein deutscher Bruder, S.Fischer 2016, 19,99 EUR

Chico Buarque: O irmão alemão, Companhia das Letras, 22,50 EUR

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Marina Colasanti am 23.03. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im März auf Marina Colasanti.

Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro
Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro

Sie liest am Mittwoch, dem 23. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem im Frühjahr in deutscher Übersetzung erscheinenden, autobiographischen Text Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia). Moderation: Markus Sahr, Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist wie immer frei.

Marina Colasanti wurde 1937 in Asmara (Eritrea, damals eine italienische Kolonie) geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Libyen und lebte dann weitere 11 Jahre in Italien, ehe sie 1948 mit ihrer Familie nach Brasilien emigrierte.  In Brasilien studierte sie Bildende Kunst, arbeitete anschließend als Journalistin und übersetzte aus dem Italienischen. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht  und ist in Brasilien vor allem auch als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt.

9783938803745

Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia), der jetzt in deutscher Übersetzung von Markus Sahr bei Weidle erscheint, ist ein autobiographisches Szenenbuch und zugleich eine Art erwachter Empfindungsfundus aus den Erinnerungen von Marina Colasanti. Es ist zudem ein Erinnerungsbuch, bei dem der Krieg sich in den Augen eines Kindes spiegelt, dem glückliche Umstände gestatteten, nicht nur am Leben, sondern mit allen Sinnen lebendig zu bleiben, sodass der erwachsene Mensch Impressionen von ungeheurer Detailgenauigkeit und verblüffender Präzision hervorzuholen vermag. Und die Wiederbegegnung der erwachsenen Autorin mit den Orten ihrer Kindheit verleiht den Kindheitserinnerungen eine melancholische Aura der Unwiederbringlichkeit. Die Erfahrungen der Kindheit sind zu Kristall geschossen, und die erwachsene Frau bemüht sich vergeblich, die Kristallschichten zu durchdringen, um dem Kind noch einmal begegnen zu können: Sie kann es sehen, aber nicht berühren.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Clarice Lispector: Der große Augenblick

Clarice Lispector: Der große Augenblick

Der Frankfurter Schöffling Verlag hatte anlässlich des Brasilien-Schwerpunkts der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2013 mit der Herausgabe des Werk von Clarice Lispector begonnen, einer der ungewöhnlichsten und bekanntesten Autorinnen Brasiliens. 2013 erschienen die Romane Nahe dem wilden Herzen (Originaltitel: Perto do coração selvagem, übersetzt von Ray-Güde Mertin) und Der Lüster (Originaltitel: O lustre, übersetzt von Luis Ruby).  Zur besseren Einordnung des Werks veröffentlichte der Verlag außerdem die große Lispector-Biographie des amerikanischen Autors Benjamin Moser.

Diese Reihe wird nun  mit Lispectors letztem Roman Der große Augenblick (A hora da estrela) fortgesetzt, der wieder von Luis Ruby übersetzt wurde. Der vielleicht bekannteste Roman von Clarice Lispector erzählt aus der Perspektive des kultivierten Schriftstellers Rodrigo S.M. die Geschichte des armen, aus dem brasilianischen Norden stammenden Mädchens Macabéa, das sich in der rauen Hafengegend von Rio de Janeiro mit Schreibarbeiten durchschlägt. Niemand hat das unansehnliche Mädchen gern, aber Macabéa besitzt eine große innere Freiheit, die Rodrigo bewundert. In ihrem gefeierten letzten Roman, der als Schlüssel zu ihrem Werk gilt, öffnet die Autorin auch Türen zu ihrer eigenen Gedankenwelt.

Bei uns in der Buchhandlung finden Sie wie immer den Titel im Original und in deutscher Übersetzung:

Clarice Lispector: Der große Augenblick, Schöffling 2016, 18,95 EUR,

Clarice Lispector: A hora da estrela

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Brasilien, ein Paradox – Diskussionsabend mit Luiz Ruffato

ruffatoLuiz Ruffato im Gespräch mit seinem Übersetzer Michael Kegler zum Thema

Brasilien, ein Paradox.

Diskussionsabend (Sprache: Deutsch-Portugiesisch). Eintritt frei

Mittwoch, 03. Februar 2016, 19:30 UhrHaus am Dom, Domstr. 3, Frankfurt/Main

Luiz Ruffato ist einer der wichtigsten brasilianischen Autoren der Gegenwart. Als politisch-moralischer Kommentator begleitet er den Weg Brasiliens aus der Unterentwicklung in den Rang eines Global Players, der nun über Korruptionsskandale in Bedrängnis gerät, begleitet von einer Wirtschaftskrise die längst zur moralischen Krise eines ganzen Landes geworden ist. Der Abraum der Eisenerzmine, die über Jahrzehnte den Wohlstand der umliegenden Gemeinden garantierte, verseucht gerade die Lebensader einer ganzen Region. Als wäre ein Traum zerplatzt. Fast könnte man dies als Symbol für die Krise Brasiliens nehmen…

Eine gemeinsame Veranstaltung von CCBF e.V. und der Heinrich Böll Stiftung Hessen.

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Prémio Oceanos geht an Silviano Santiago

Silviano Santiago: Mil rosas roubadasDer brasilianische Autor Silviano Santiago ist der erste Preisträger des Prémio Oceanos. Er wird für seinen  Roman  Mil Rosas Roubadas ausgezeichnet, der 2014 im Verlag Companhia das Letras erschienen ist. Der neu ins Leben gerufene Preis Oceanos ist mit 100.000 Reais dotiert und wird vom Institut Itaú Cultural in Brasilien vergeben und ersetzt den bisherigen Prémio Portugal Telecom de Literatura.

Der 79jährige Silviano Santiago hat bisher über 30 Bücher verschiedener literarischer Genre veröffentlicht und arbeitete auch als Professor für brasilianische Literatur sowie als Journalist.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Schriftsteller Elvira Vigna und Alberto Mussa.

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