Archiv der Kategorie: literaturpreise

LiBeraturpreis für Patrícia Melo

Die brasilianische Autorin Patrícia Melo, deren neuester Roman Leichendieb derzeit die erste Position in der Zeit-Krimi-Bestenliste und in der Weltempfängerliste von litprom einnimmt, erhält den LiBeraturpreis. Dieser besondere Preis besteht seit 1987 (gegründet von der Initiative LiBeraturpreis e.V.) und wird in diesem Jahr erstmals von litprom (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Asien, Afrika und Lateinamerika e.V.) mit Unterstützung der Frankfurter Buchmesse vergeben.

Patrícia Melo: LeichendiebDie Auszeichnung richtet sich ausschließlich an schreibende Frauen. Mit der Brasilianerin Patrícia Melo wird in diesem Jahr eine „kluge Autorin“ ausgezeichnet, die es verstehe, „glaubwürdige Charaktere zu schaffen und ohne die üblichen Mittel des Krimis aufzuzeigen, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht so einfach zu ziehen sind“, wie es in der Begründung der Jury heißt.

Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird während der diesjährigen Frankfurter Buchmesse verliehen.

Leichendieb (Ladrão de cadáveres), dessen spannende Lektüre auch die TFM-Blogredaktion nur empfehlen kann,  ist bei Klett-Cotta erschienen und wurde von Barbara Mesquita ins Deutsche übersetzt.

 

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2 Preise für Hélia Correia

Innerhalb weniger Tage ist die portugiesische Autorin Hélia Correia mit zwei Literaturpreisen geehrt worden. Anfang der Woche gab die Universität Évora bekannt, dass der diesjährige Prémio Vergílio Ferreira (dotiert mit 5000 Euros)  an die Lyrikerin und Romanautorin verliehen wird.

Hélia Correia: A terceira misériaDie Jury  des seit gestern im nordportugiesischen Póvoa de Varzim stattfindenden Literaturfestivals Correntes d’Escritas hat heute mitgeteilt, dass der diesjährige Prémio Literário Correntes d’Escrita – Casino da Póvoa, ebenfalls an Hélia Correia geht. Prämiert wird ihr im letzten Jahr erschienener Lyrikband A Terceira Miséria.

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am Ende des Festivals verliehen. Der Preis wird im jährlich wechselnden Rhythmus an einem Roman und ein lyrisches Werk verliehen. Neben Hélia Correia waren in diesem Jahr Manuel António Pina, Luís Filipe Castro Mendes, Fernando Guimarães, José Agostinho Baptista, Armando Silva Carvalho, Bernardo Pinto de Almeida und  Ferreira Gullar nominiert.

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Prémio Correntes d’Escritas – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 14.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen, das in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein muss. Insgesamt wurden zahlreiche Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Almeida Faria, Carlos Vaz Marques, Helena Vasconcelos, José Mário Silva unde Patrícia Reisgebildet wird. Die folgende Shortlist wurde gestern veröffentlicht:

A Terceira Miséria, Hélia Correia
As Raízes Diferentes, Fernando Guimarães
Negócios em Ítaca, Bernardo Pinto de Almeida
Caminharei Pelo Vale da Sombra, José Agostinho Baptista
Como se desenha uma casa, Manuel António Pina
De Amore, Armando Silva Carvalho
Em Alguma Parte Alguma, Ferreira Gullar
Lendas da Índia, Luís Filipe Castro Mendes

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 20. Februar nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Prémio Pessoa geht an Richard Zenith

Der nordamerikanische Schriftsteller und Pessoa-Forscher Richard Zenith wird mit dem diesjährigen Prémio Pessoa ausgezeichnet. Die Entscheidung wurde heute vom Präsidenten der Jury Francisco Pinto Balsemão bekannt gegeben. Zenith hat neben den Werken von Fernando Pessoa, unter anderem auch Werke von Sophia de Mello Breyner Andresen, Carlos Drummond de Andrade und Antero de Quental ins Englische übersetzt. Er ist einer der herausragenden Kenner des Werks von Fernando Pessoa und hat unter anderem die Neuausgabe des „Buchs der Unruhe“ (Livro do desassossego) herausgegeben und die Ausstellung Fernando Pessoa: Plural como o Universo mit kuratiert, die in den Räumen der Lissabonner Gulbenkian Stiftung gezeigt wurde. Richard Zenith wurde in Washington geboren, lebt aber seit Ende der 1980er Jahre in Portugal, seit einigen Jahren hat er auch die portugiesische Staatsbürgerschaft angenommen.

Der Prémio Pessoa  ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Zeitschrift Expresso mit Unterstützung der Caixa Geral de Depósitos verliehen. Im letzten Jahr hat der portugiesische Philosoph, Autor und Kritiker Eduardo Lourenço den Preis erhalten.

 

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Prêmio Jabuti 2012

Miriam Leitão und Stella Maris Rezende sind die Preisträgerinnen des diesjährigen Prêmio Jabuti in den Kategorien, Buch des Jahres „não-ficção“ bzw. „ficção“.

Als bestes Sachbuch wurde Leitãos Reportageband über die Geschichte der brasilianischen Währung Saga brasileira. A longa luta de um povo por sua moeda ausgezeichnet.

In der belletristischen Kategorie gewann mit Rezendes A mocinha do mercado central  etwas überraschend ein Jugendbuchtitel. Das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens aus dem ländlichen Raum Brasiliens, das sich auf eine Reise in verschiedene Städte begibt und dort andere Namen und Biografien annimmt.

Die Bücher des Jahres werden traditionell aus den Gewinnern der insgesamt 29 Kategorien des Prêmio Jabuti gewählt, die bereits im Oktober bekannt gegeben worden, eine Liste der Preisträger findet sich hier.

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Prémio Portugal Telecom für Valter Hugo Mãe

Der portugiesische Schriftsteller Valter Hugo Mãe ist mit dem Prémio Portugal Telecom in der Kategorie „Bester Roman“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde bei einer Zeremonie am Montag in São Paulo sein Roman A máquina de fazer espanhóis. Der Preis ist mit 50.000 Reais (ca. 18500 Euro) dotiert und wird jährlich verliehen. Weitere Preisträger sind Nuno Ramos für seinen Lyrikband Junco und der Camões-Preisträger Dalton Trevisan im Bereich Erzählung für O anão e a ninfeta.

 

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Ana Teresa Pereira erhält Grande Prémio Romance APE

Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an die Autorin Ana Teresa Pereira. Sie wird für Ihren im letzten Jahr erschienen Roman  O Lago ausgezeichnet und setzte sich gegen Teolinda Gersão, Maria Teresa Horta, Nuno Júdice und Mário Cláudio durch, die ebenfalls auf der Shortlist gestanden hatte. Insgesamt wurden über 100 Romane eingereicht.

Ana Teresa Pereira wurde 1958 in Funchal (Madeira) geboren und veröffentlicht seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig.  Sie hat in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe anderer Auszeichnungen erhalten.

Ein ausführlicherer Bericht zur Preisvergabe ist im Público erschienen.

 

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Afonso Cruz erhält Literaturpreis der EU

Der portugiesische Schriftsteller Afonso Cruz hat neben 11 anderen europäischen Schriftstellern den Literaturpreis der Europäischen Union erhalten. Prämiert wurde sein 2010 erschienener Roman A boneca de Kokoschka.Neben einem Preisgeld von 5000 Euro erhalten die Autoren vorrangige Unterstützung aus dem EU-Kulturprogramm bei der Übersetzung ihrer Werke. Die Ehrung der Preisträger findet am 22. November in Brüssel statt.

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Prémio Camões geht an Dalton Trevisan

Der brasilianische Schriftsteller Dalton Trevisan wird in diesem Jahr mit dem Prémio Camões, der höchsten literarischen Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt, ausgezeichnet.

Die Jury – bestehend aus Silviano Santiago, Ana Paula Tavares, Abel Barros Baptista, João Paulo Borges Coelho und  Alcir Pécora – entschied sich einstimmig für den 1925 in Curitiba geborenen brasilianischen Autor. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, die Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Dalton Trevisan ist vor allem als Autor von Kurzgeschichten bekannt geworden. Er lebt sehr zurückgezogen, selbst mit seinem brasilianischen Verlag ist der Kontakt auf das Nötigste beschränkt. Seine bekanntesten Werke sind Novelas nada exemplares, Guerra conjugal und Pico na veia.

In den 1980er Jahren erschien bei Suhrkamp der Titel Ehekrieg in deutscher Übersetzung.

siehe auch:

Público

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Manoel de Barros ausgezeichnet

Zum ersten Mal wird der Prémio de Literatura Casa da América Latina/Banif in diesem Jahr an ein lyrisches Werk eines brasilianischen Autors verliehen. Der brasilianische Autor Manoel de Barros erhält den Preis, der seit 2005 an Autoren aus Lateinamerika verliehen wird, deren Werk in Portugal veröffentlicht ist, für sein Gesamtwerk Poesia Completa, das von der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa herausgegeben wird. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Manoel de Barros wurde 1916 geboren und gilt als  der bekannteste zeitgenössische Lyriker Brasiliens.

 

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