Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio José Saramago geht an Bruno Vieira Amaral

Bruno Vieira Amaral: As primeiras coisasDer portugiesische Autor Bruno Vieira Amaral ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 8. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury unter Vorsitz von Guilhermina Gomes gehörten Ana Paula Tavares, António Mega Ferreira, Manuel Frias Martins, Nazaré Gomes dos Santos, Paula Cristina Costa, Nélida Piñon an. Bruno Vieira Amaral, der 1978 in Barreiros geboren wurde, erhält den Preis für seinen Debütroman As primeiras coisas, der2013 bei Quetzal erschienen ist.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo („As três vidas“) , Andréa del Fuego („Os Malaquias“) und Ondjaki („Os Transparentes“).

As primeiras coisas  liegt noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Ein größerer Artikel über die Preisverleihung am heutigen Dienstag, ist im Público erschienen.

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Prémio LeYa geht an António Tavares

Der Oktober ist ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den den portugiesischen Autor António Tavares

Er erhält den Preis für den Roman O Coro dos Defuntos, dessen Handlung 1968 beginnt und im Jahr der Nelkenrevolution 1974 endet. Es handelt sich um den zweiten Roman von António Tavares, der bereits 2013 Finalist des Prémio Leya war und bei Teorema den Roman As Palavras que me Deverão Guiar um Dia veröffentlicht hat.

António Tavares wurde 1960 geboren, studierte Jura in Coimbra und ist aktuell bei der Câmara Municipal in  Figueira do Foz beschäftigt.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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Mário Cláudio erhält Grande Prémio Romance APE

Mário Cláudio: Retrato de RapazDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an Mário Cláudio. Er wird für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman  Retrato de Rapaz ausgezeichnet und setzte sich in der letzten Runde gegen starke Konkurrenz durch,   Os Memoráveis, den Roman über den 25. April von Lídia Jorge, Cláudio e Constantino von Luísa Costa Gomes,  Impunidade, von H. G. Cancela und No Céu não há Limões  des jungen Autor Sandro Willem Junqueira.

Die Romanhandlung spielt im Italien der Renaissance und hat die nicht immer einfache Beziehung zwischen Leonardo da Vinci und seinem fiktiven Schüler Giacomo zum Inhalt. Retrato de Rapaz ist Teil einer Trilogie, die sich mit dem Verhältnis von Personen verschiedenen Alters beschäftigen. Zu diesem Romanzyklus gehören neben dem prämierten Roman das 2008 erschienene Buch Boa noite, Senhor Soares und der in diesem Jahr erschienen Roman O Fotógrafo e a Rapariga.

Der 1941 in Porto geborene Mário Cláudio (eigentlich Rui Barbot Costa) hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Literaturpreise erhalten, unter anderem 1984 den Grande Prémio APE für den Roman Amadeo und 2004 den Prémio Pessoa für das Gesamtwerk.

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Prémio Camões 2015 geht an Hélia Correia

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2015 an die portugiesische Autorin Hélia Correia verliehen.  Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Im letzten Jahr hatte der brasilianische Historiker Alberto Costa e Silva den Preis erhalten.

Hélia Correia: Vinte degraus e outros contosDer Jury, die sich einstimmig für Hélia Correia entschied, gehörten in diesem Jahr der Literaturkritiker Pedro Méxia, Rita Marnoto von der Universität Coimbra, der brasilianische Lyriker und Essayist Antonio Carlos Secchin, der Schriftsteller Affonso Romano Sant’Anna ebenfalls aus Brasilien sowie Inocência Mata aus São Tomé e Príncipe und der mosambikanische Autor Mia Couto, der Preisträger von 2013, an.

Hélia Correia hat bisher ein sehr vielfältiges Werk veröffentlicht, das sowohl Romane und Erzählungen, aber auch von der klassischen griechischen Tragödie inspirierte Theaterstücke, Gedichte und Kinderbücher beinhaltet.

Für ihren zuletzt erschienenen Erzählband Vinte degraus e outros contos hatte sie im vergangenen Jahr bereits den Grande Prémio do Conto Camilo Castelo Branco 2014 zuerkannt bekommen.

In einer ersten Reaktion zeigte sich die Autorin überrascht über die Preisvergabe. Ihr langjähriger Verleger Francisco Vale vom unabhängigen Verlag Relógio d’água sprach ebenfalls von einem „unerwarteten, aber wohlverdienten“ Preis.

In deutscher Übersetzung wurden bisher nur einzelne Gedichte und Erzählungen in Anthologien veröffentlicht, so in der 1999 zum 25. Jahrestag der Nelkenrevolution erschienen Ausgabe der Literaturzeitschrift „die horen“ sowie in der 1997 zum Portugal-Schwerpunkt der Buchmesse veröffentlichten Zeitschrift „Metaphora“.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Hélia Correia im Público erschienen.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Fernando Echevarria

Fernando Echevarria: Categorias e outras paisagensWie im vorigen Beitrag berichtet, wurde das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim gestern eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Lyrik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Afonso Cruz, Almeida Faria, Ana Paula Tavares, Maria Flor Pedroso und Valter Hugo Mãe haben sich für Fernando Echevarria und sein 2013 erschienes Werk Categorias e outras paisagens entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen.

Fernando Echevarria wurde 1929 als Sohn einer spanischen Mutter und eines portugiesischen Vaters in Spanien geboren. Im Alter von 2 Jahren kam er nach Portugal. Er hat unter anderem Theologie und Philosophie Portugal und Spanien studiert und ging 1961 ins Exil nach Paris. Dort und später in Algier arbeitete er als Dozent. Er lebt heute immer noch in Paris.

Bereits in der Vergangenheit hat er für sein lyrisches Werk zahlreiche Literaturpreise erhalten (u.a. Prémio D. Dinis, Grande Prémio de Poesia da Associação Portuguesa de Escritores, Grande Prémio Sophia de Mello Breyner Andresen)

Die Pressemeldung der Festivalorganisation findet sich hier.

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Correntes d’Escritas 2015

Mit der Präsentation zahlreicher Neuerscheinungen und der Bekanntgabe des Preisträgers des  „Prémio Literário Casino da Póvoa“ eröffnete gestern  die 16. Ausgabe der Correntes d’Escritas (25-28.2), des renommiertestem portugiesischen Literaturfestivals, im nordportugiesischen Póvoa de Varzim.

Eingeladen wurden trotzdem mehr als 60 Schriftsteller aus Brasilien,  Cabo Verde,  Spanien,  Angola,  Argentinien, Kuba, Moçambique und Portugal, die an verschiedenen Podiumsdiskussionen teilnehmen werden.

Alle Informationen zum Festival finden Sie hier.

Für den Literaturpreis, der diesmal an eine Publikation im Bereich Lyrik vergeben wird, sind die folgenden Titel nominiert:

A papoila e o monge, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

Aprendiz de dourado, Renato Filipe Cardoso, Texto Sentido

Aprendizagem Balnear, João Rios, Cadernos do Grito

Categorias e outras paisagens, Fernando Echevarría, Edições Afrontamento

Como uma flor de plástico na montra de um talho, Golgona Anghel, Assírio & Alvim

Equatorial, Fabiano Calixto, Tinta da China

Estação Central, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

A Gaveta do fundo, A.M. Pires Cabral, Tinta da China

Jóquei, Matilde Campilho, Tinta da China

Navegação de acaso, Nuno Júdice, Dom Quixote

Nó, Daniel Jonas, Assírio & Alvim

O Vidro, Luís Quintais, Assírio & Alvim

Os caminhos habitados, Fernando Guimarães, Edições Afrontamento

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Prémio Vergílio Ferreira

Der von der Universität Évora in diesem Jahr zum 19. Mal vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht an die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge, die für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet wird.  Dies gab die Jury, zu der unter anderem Eduardo Lourenço und Fernando Pinto do Amaral gehörten, gestern Abend bekannt.

Lídia Jorge wurde 1946 geboren und ist eine der auch international bekanntesten portugiesischsprachigen Schriftstellerinnen. Bereits ihr erster Roman, O dia dos prodígios (dt. Der Tag der Wunder, leider vergriffen) erhielt glänzende Kritiken. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr der Roman Os memoráveis, der sich mit der Geschichte des 25. April und der Nelkenrevolution in Portugal auseinandersetzt.

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Ana Margarida de Carvalho erhält Grande Prémio Romance APE

Ana Margarida de Carvalho: Que importa a fúria do marDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an die Autorin Ana Margarida de Carvalho. Sie wird für Ihren im letzten Jahr erschienenen Debütroman  O que importa a fúria do mar (Teorema) ausgezeichnet und setzte sich einstimmig gegen insgesamt 107 eingereichte Romane durch.

Die Romanhandlung setzt im Jahr 1934 nach einem berühmten Arbeiteraufstand in Marinha Grande ein. In der Eingangsszene wirft Joaquim, einer der Protagonisten, einen Stapel Postkarten aus einem Zug, in der Hoffnung, dass jemand diese aufhebt und seiner Frau übergibt. Joaquim war nach der Revolte festgenommen worden und wird einer der ersten politischen Gefangenen des berüchtigten Gefängnisses Tarrafal auf Cabo Verde werden, das damals eingerichtet wurde.

 

Interview mit Ana Margarida de Carvalho im Público

 

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Prémio LeYa geht an Afonso Reis Cabral

Der Oktober ist ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den erst 24jährigen Autor Afonso Reis Cabral.

Er erhält den Preis für den Roman O meu irmão (dt. Mein Bruder), in dessen Mittelpunkt zwei Brüder stehen, von denen einer am Down-Syndrom erkrankt ist.

Die Jury unter Vorsitz von  Manuel Alegre lobte zum einen die realistische und bisweilen harte Darstellung des Zusammenlebens, andererseits aber auch den lyrischen und oft humorvollen Ton des Textes.

Afonso Reis Cabral wurde 1990 in Lissabon geboren und wuchs in Porto auf. Schon in der Schule hat er erste literarische Versuche unternommen. Kurioserweise ist er entfernt mit Eça de Queirós, dem großen portugiesischen Romanautor des 19.Jahrhunderts, verwandt. Er studierte in Lissabon Lusitanistik und arbeitet im Augenblick beim portugiesischen Verlag Alêtheia.

Der Roman O meu irmão  erscheint im kommenden Jahr bei LeYa.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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Prémio Camões 2014 geht an Alberto da Costa e Silva

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2014 an den brasilianischen Lyriker und Historiker Alberto da Costa e Silva verliehen. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Der 83jährige Costa e Silva, der sich in einer ersten Stellungnahme überrascht über die Zuerkennung des Preises zeigte, folgt auf den letztjährigen Preisträger, den mosambikanischen Autor Mia Couto, der neben José Eduardo Agualusa, Affonso Romano de Sant’Anna, Antonio Carlos Secchin, Rita Marnoto und José Carlos Vasconcelos der diesjährigen Jury angehörte.

Alberto Da Costa e Silva: Imagens da ÁfricaAlberto da Costa e Silva hat sich in seinen Veröffentlichungen vor allem mit der Geschichte Afrikas auseinandergesetzt. Als wegweisend gelten seine Arbeiten über die Sklaverei und die Beziehungen zwischen dem afrikanischen Kontinent und Brasilien. Sein neuestes diesbezügliches Werk Imagens da África wurde 2012 in Brasilien veröffentlicht.

Der Autor, der auch einige Jahre als Botschafter Brasiliens in Portugal tätig war, hat neben seinen historischen Werken auch einige Lyrikbände publiziert.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Onlineausgabe des Público erschienen.

 

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