Archiv der Kategorie: literaturpreise

Correntes d’Escritas 2015

Mit der Präsentation zahlreicher Neuerscheinungen und der Bekanntgabe des Preisträgers des  „Prémio Literário Casino da Póvoa“ eröffnete gestern  die 16. Ausgabe der Correntes d’Escritas (25-28.2), des renommiertestem portugiesischen Literaturfestivals, im nordportugiesischen Póvoa de Varzim.

Eingeladen wurden trotzdem mehr als 60 Schriftsteller aus Brasilien,  Cabo Verde,  Spanien,  Angola,  Argentinien, Kuba, Moçambique und Portugal, die an verschiedenen Podiumsdiskussionen teilnehmen werden.

Alle Informationen zum Festival finden Sie hier.

Für den Literaturpreis, der diesmal an eine Publikation im Bereich Lyrik vergeben wird, sind die folgenden Titel nominiert:

A papoila e o monge, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

Aprendiz de dourado, Renato Filipe Cardoso, Texto Sentido

Aprendizagem Balnear, João Rios, Cadernos do Grito

Categorias e outras paisagens, Fernando Echevarría, Edições Afrontamento

Como uma flor de plástico na montra de um talho, Golgona Anghel, Assírio & Alvim

Equatorial, Fabiano Calixto, Tinta da China

Estação Central, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

A Gaveta do fundo, A.M. Pires Cabral, Tinta da China

Jóquei, Matilde Campilho, Tinta da China

Navegação de acaso, Nuno Júdice, Dom Quixote

, Daniel Jonas, Assírio & Alvim

O Vidro, Luís Quintais, Assírio & Alvim

Os caminhos habitados, Fernando Guimarães, Edições Afrontamento

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Prémio Vergílio Ferreira

Der von der Universität Évora in diesem Jahr zum 19. Mal vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht an die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge, die für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet wird.  Dies gab die Jury, zu der unter anderem Eduardo Lourenço und Fernando Pinto do Amaral gehörten, gestern Abend bekannt.

Lídia Jorge wurde 1946 geboren und ist eine der auch international bekanntesten portugiesischsprachigen Schriftstellerinnen. Bereits ihr erster Roman, O dia dos prodígios (dt. Der Tag der Wunder, leider vergriffen) erhielt glänzende Kritiken. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr der Roman Os memoráveis, der sich mit der Geschichte des 25. April und der Nelkenrevolution in Portugal auseinandersetzt.

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Ana Margarida de Carvalho erhält Grande Prémio Romance APE

Ana Margarida de Carvalho: Que importa a fúria do marDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an die Autorin Ana Margarida de Carvalho. Sie wird für Ihren im letzten Jahr erschienenen Debütroman  O que importa a fúria do mar (Teorema) ausgezeichnet und setzte sich einstimmig gegen insgesamt 107 eingereichte Romane durch.

Die Romanhandlung setzt im Jahr 1934 nach einem berühmten Arbeiteraufstand in Marinha Grande ein. In der Eingangsszene wirft Joaquim, einer der Protagonisten, einen Stapel Postkarten aus einem Zug, in der Hoffnung, dass jemand diese aufhebt und seiner Frau übergibt. Joaquim war nach der Revolte festgenommen worden und wird einer der ersten politischen Gefangenen des berüchtigten Gefängnisses Tarrafal auf Cabo Verde werden, das damals eingerichtet wurde.

 

Interview mit Ana Margarida de Carvalho im Público

 

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Prémio LeYa geht an Afonso Reis Cabral

Der Oktober ist ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den erst 24jährigen Autor Afonso Reis Cabral.

Er erhält den Preis für den Roman O meu irmão (dt. Mein Bruder), in dessen Mittelpunkt zwei Brüder stehen, von denen einer am Down-Syndrom erkrankt ist.

Die Jury unter Vorsitz von  Manuel Alegre lobte zum einen die realistische und bisweilen harte Darstellung des Zusammenlebens, andererseits aber auch den lyrischen und oft humorvollen Ton des Textes.

Afonso Reis Cabral wurde 1990 in Lissabon geboren und wuchs in Porto auf. Schon in der Schule hat er erste literarische Versuche unternommen. Kurioserweise ist er entfernt mit Eça de Queirós, dem großen portugiesischen Romanautor des 19.Jahrhunderts, verwandt. Er studierte in Lissabon Lusitanistik und arbeitet im Augenblick beim portugiesischen Verlag Alêtheia.

Der Roman O meu irmão  erscheint im kommenden Jahr bei LeYa.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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Prémio Camões 2014 geht an Alberto da Costa e Silva

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2014 an den brasilianischen Lyriker und Historiker Alberto da Costa e Silva verliehen. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Der 83jährige Costa e Silva, der sich in einer ersten Stellungnahme überrascht über die Zuerkennung des Preises zeigte, folgt auf den letztjährigen Preisträger, den mosambikanischen Autor Mia Couto, der neben José Eduardo Agualusa, Affonso Romano de Sant’Anna, Antonio Carlos Secchin, Rita Marnoto und José Carlos Vasconcelos der diesjährigen Jury angehörte.

Alberto Da Costa e Silva: Imagens da ÁfricaAlberto da Costa e Silva hat sich in seinen Veröffentlichungen vor allem mit der Geschichte Afrikas auseinandergesetzt. Als wegweisend gelten seine Arbeiten über die Sklaverei und die Beziehungen zwischen dem afrikanischen Kontinent und Brasilien. Sein neuestes diesbezügliches Werk Imagens da África wurde 2012 in Brasilien veröffentlicht.

Der Autor, der auch einige Jahre als Botschafter Brasiliens in Portugal tätig war, hat neben seinen historischen Werken auch einige Lyrikbände publiziert.

Ein ausführlicher Artikel über die Preisvergabe ist in der Onlineausgabe des Público erschienen.

 

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Manuel Jorge Marmelo

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim, wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Belletristik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Isabel Pires de Lima, Carlos Quiroga, Patrícia Reis, Pedro Teixeira Neves und Sara Figueiredo Costa. haben sich für

Manuel Jorge Marmelo: Uma mentira mil vezes repetidaManuel Jorge Marmelo und sein Werk Uma mentira mil vezes repetida

entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am letzten Tag des Festivals verliehen. Michael Kegler hat das Buch vor kurzem für nova cultura! rezensiert.

Aus insgesamt 180 eingereichten Werken hatte die Jury neben dem Siegertitel noch folgende auf die Shortlist gewählt:

A Instalação do Medo, Rui Zink,
A Luz é Mais Antiga que o Amor, de Ricardo Menéndez Salmón,
A Maldição de Ondina, António Cabrita,
A Sul. O Sombreiro, de Pepetela,
A Vida no Céu, José Eduardo Agualusa,
Caligrafia dos Sonhos, Juan Marsé,
Dentro de Ti Ver o Mar, Inês Pedrosa,
Diário da Queda, Michel Laub,
Metade Maior, Julieta Monginho,
O Filho de Mil Homens, Valter Hugo Mãe,
O Retorno, Dulce Maria Cardoso,
Pai, Levanta-te, Vem Fazer-me um Fato de Canela, Manuel da Silva Ramos,
Quando o Diabo Reza, Mário de Carvalho,
Um Piano Para Cavalos Altos, Sandro William Junqueira,

An der 15. Ausgabe des Literaturfestivals nehmen bis Samtag 62 Schriftsteller teil. Mit dabei sind unter anderem Ondjaki, Miguel Sousa Tavares, Lídia Jorge, Michel Laub und Ungulani Ba Kha Khosa. Die komplette Teilnehmerliste mit biobibliographischen Informationen wird hier zur Verfügung gestellt.

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Deutscher Krimipreis 2014 geht an Patrícia Melo

Patrícia Melo: LeichendiebDie brasilianische Autorin Patrícia Melo wird in er Kategorie „Deutscher Krimipreis international“ für Ihren Roman Leichendieb, der in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im vergangenen Jahr bei Tropen (Klett-Cotta) erschienen ist, ausgezeichnet.

Seit 1985 werden mit dem Preis in den Kategorien National und International in jedem Jahr Autoren gewürdigt, die dem Genre „Krimi“ neue Impulse geben. Der Preis wird vom Bochumer Krimi Archiv organisiert und ist nicht dotiert. Die Jury bilden Literaturkritiker, die sich auf Krimis spezialisiert haben und Krimi-Buchhandlungen. In der Kategorie „Deutscher Krimi“ kam Friedrich Ani mit „M“ auf den ersten Platz.

Das Buch im Original und in der prämierten deutschen Übersetzung erhalten Sie bei uns in der Buchhandlung. Das deutsche Ebook (im Format Epub) erhalten Sie hier bei Libreka.

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Prémio Correntes d’Escritas – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 15.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein Prosawerk verliehen, das in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein muss. Insgesamt wurden zahlreiche Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Isabel Pires de Lima, Carlos Quiroga, Patrícia Reis, Pedro Teixeira Neves und Sara Figueiredo Costa gebildet wird. Die folgende Shortlist wurde Ende letzter Woche veröffentlicht:

A Instalação do Medo, Rui Zink,
A Luz é Mais Antiga que o Amor, de Ricardo Menéndez Salmón,
A Maldição de Ondina, António Cabrita,
A Sul. O Sombreiro, de Pepetela,
A Vida no Céu, José Eduardo Agualusa,
Caligrafia dos Sonhos, Juan Marsé,
Dentro de Ti Ver o Mar, Inês Pedrosa,
Diário da Queda, Michel Laub,
Metade Maior, Julieta Monginho,
O Filho de Mil Homens, Valter Hugo Mãe,
O Retorno, Dulce Maria Cardoso,
Pai, Levanta-te, Vem Fazer-me um Fato de Canela, Manuel da Silva Ramos,
Quando o Diabo Reza, Mário de Carvalho,
Um Piano Para Cavalos Altos, Sandro William Junqueira,
Uma Mentira Mil Vezes Repetida, Manuel Jorge Marmelo

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 20. Februar nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Daniel Galera erhält Prêmio São Paulo de Literatura

Im Herbst werden immer besonders viele Literaturpreise verliehen, daher häufen sich die entsprechenden Nachrichten hier im Blog ein wenig.

Daniel Galera: Barba ensopada de sangueDer Prêmio São Paulo de Literatura in der Kategorie „Bestes Buch des Jahres“ geht in diesem Jahr an Daniel Galera, der für sein im im letzten Jahr erschienenes Werk Barba ensopada de sangue ausgezeichnet wird, das schon in diesem September unter dem Titel Flut in deutscher Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner bei Suhrkamp erschienen ist und auch einer der meist kommentierten Titel der letzten Buchmesse war.

Die Übersetzung wurde u.a. im Spiegel, der Zeit und der Welt besprochen. Dennis Scheck hat Daniel Galera für die Sendung Druckfrisch getroffen.

In der Kategorie „Bestes Debüt von Autoren über 40 Jahre“ gewann die Schriftstellerin Paula Fábio mit dem Titel Desnorteio, für das „Beste Debüt von Autoren unter 40 Jahren“ wurde der Titel Antiterapias von Jacques Fux ausgezeichnet.

Der Prêmio São Paulo de Literatura wird seit 2008 vom Kulturstaatssekretär des Staates São Paulo verliehen und ist mit insgesamt 400.000 Reais (ca. 130.000 Euro) dotiert.

Daniel Galera: Flut  (auch als Ebook bei Libreka)
Daniel Galera: Barba ensopada de sangue

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Alexandra Lucas Coelho erhält Grande Prémio Romance APE

Alexandra Lucas Coelho: E a noite rodaDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an die Autorin Alexandra Lucas Coelho. Sie wird für Ihren im letzten Jahr erschienenen Roman  E a noite roda (Tinta da China) ausgezeichnet und setzte sich nach drei Jurysitzungen einstimmig gegen Afonso Cruz, Jaime Rocha,  Mário de Carvalho und  Patrícia Portela durch, die ebenfalls auf der Shortlist gestanden hatten.

Alexandra Lucas Coelho wurde 1967 in Lissabon geboren, studierte Theater- und Kommunikationswissenschaften und arbeitet seit 1998 als Journalistin für die portugiesische Tageszeitung Público, unter anderem war sie Korrespondentin in Jerusalem. Seit 2010 lebt sie in Rio de Janeiro. E a noite roda ist ihr erster Roman. Er erzählt die in Jerusalem beginnende Geschichte von Ana und Leon, die sich am Vorabend des Todes von Yassir Arafat kennenlernen.

Zuvor hat Alexandra Lucas Coelho bereits Reiseliteratur und journalistische Sachbücher veröffentlicht. Für ihre Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Ihr neuestes Buch Vai, Brasil ist eben in Portugal erschienen und ist ein Reisebuch im besten Sinne mit Reportagen über Brasilien.

Alexandra Lucas Coelho: E a noite roda
Alexandra Lucas Coelho: Vai Brasil

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