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Portugiesische Nationalbibliothek schließt ab November

Eine große Polemik hat in Portugal die ab 15. November angekündigte Schließung eines großen Teils der Portugiesischen Nationalbibliothek ausgelöst. Der Lesesaal wird erst ab 1. September 2011 wieder zugänglich sein. Ein großer Teil der Bestände wird in dieser Zeit nicht zugänglich sein. Grund für die Schließung sind notwendige Bauarbeiten am Turm, in dem die Bestände lagern. Die betroffenen Wissenschaftler und andere Nutzer kritisieren neben der unzumutbar langen Schließung vor allem die recht kurzfristige Ankündigung der Bauarbeiten (Vorlauf ca. 3 Monate). Viele Wissenschaftler sind von Stipendien abhängig und können nun während der Bauphase nicht oder nur sehr eingeschränkt an ihren Projekten arbeiten. Eine Online-Petition gegen die Schließung haben in kürzester Zeit 3800 Menschen unterschrieben, aber ob ihre Forderungen gehört werden, ist derzeit fraglich.

Die portugiesische Tageszeitung Público berichtet in ihrer Onlineausgabe ausführlich

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Lissabon entdecken mit Fernando Pessoa

Fernando Pessoa hat 1925 eine Art Reiseführer über Lissabon in englischer Sprache veröffentlicht („Mysteries of Lisbon or What the tourist should see“). Dieses Buch, das übrigens auch seit vielen Jahren in deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner vorliegt und bei TFM erschienen ist, hat der bekannte portugiesische Regisseur José Fonseca e Costa zum „Drehbuch“ seines Films „Os Mistérios de Lisboa, What the tourist should see, A Lisbon Guide by Fernando Pessoa“ gemacht.

Der knapp 70minütige Film mit Musik von Joly Braga Santos und Tonspuren in englisch, portugiesisch, spanisch, französisch und deutsch ist ab sofort bei uns erhältlich, Pessoas Reiseführer in Textform natürlich auch.

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Poesiefestival V – 7.7. – Portrait einer Stadt – Lissabon

Das von der Literaturwerkstatt Berlin organisiert Poesiefestival wird heute Abend um 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit einer Veranstaltung fortgesetzt, in deren Zentrum die portugiesische Hauptstadt steht.

Die eingeladenen Gäste versprechen eine interessante Mischung aus Lyrik, Fado, Rap und Film, so dass es möglicherweise sogar gelingen kann, wie angestrebt, die kulturelle Vielfalt Lissabons abzubilden.

Eingeladen sind:

Teresa Balté
Geboren 1942 in Lissabon, Studium der Germanistik in Europa und den USA. Zur Zeit lehrt Teresa Balté an der Universidade Nova in Lissabon. Neben ihren Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kinderbuch hat sie auch verschiedene deutsche (u.a. Büchner, Brecht, Kunert) und ungarische Autoren ins Portugiesische übersetzt.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Sub Specie Aeternitatis und Poesia quase toda.

Ana Paula Tavares (Angola)
Geboren 1952 in Huíla, im Süden Angolas. Studium der Geschichte und Master in afrikanischer Literatur portugiesischer Sprache. Derzeit arbeitet sie als Historikerin in Lissabon. Sie hat zahlreiche Lyrik- und Prosabände veröffentlicht.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Manual Para Amantes Desesperados, Ex-Votos, Ritos de Passagem, der Roman Os Olhos do Homem que Chorava no Rio (mit Manuel Jorge Marmelo) sowie der Prosaband A Cabeça de Salomé.

Paulo Teixeira (Portugal)

Elfenbein Verlag

Paulo Teixeira, copyright Elfenbein Verlag

Geboren 1962 in Lourenço Marques (heute Maputo), Moçambique.
Studium der Geographie und Regionalplanung an der Universidade Nova in Lissabon, heute Lehrer am Gymnasium. Als Lyriker gehört Paulo Teixeira zu den herausragenden Stimmen in den 1980er Jahren neu entdeckten Generation junger Schriftsteller. Ganz frisch in deutscher Übersetzung von Niki Graça o, Berliner Elfenbein Verlag erschienen ist der zweisprachige Lyrikband Autobiografia Cautelar – Einstweilige Autobiografie.

Eine ganze Reihe von Lyrikbänden sind im portugiesischen Original lieferbar, unter anderem A Arte da Memória, Orbe und Descanco na Fuga para o Egipto.

Pacman (eigentlich Carlos Nobre Neves) (Portugal)
Ist einer der Sänger der portugiesischen Hip-Hop Band DaWeasel. Da Weasel wurde 1993 gegründet und ist damit eines der ältesten und heute erfolgreichsten Hip-Hop Projekte Portugals. Er unterstützte die Präsidentschaftskampagne von Manuel Alegre musikalisch und vertonte unter anderem Manuel Alegres Gedicht Trova ao vento que passa, das in unserem zweisprachigen Alegre-Band enthalten ist.

Von Da Weasel sind unter anderem die CDs Da Weasel ao vivo Coliseus und Re-Definições bestellbar.

Einen weiteren musikalischen Höhepunkt stellt sicher die Teilnahme der Fadista Aldina Duarte dar, die zusammen mit Miguel Gonçalves (Klassische Gitarre) und Paulo Parreira (Portugiesische Gitarre) auftreten wird.

Aldina Duarte wurde in Lissabon geboren. Mit 20 begann sie zunächst für eine Zeitung, später für einen Radiosender zu arbeiten. Später war sie in einer medizinischen Einrichtung für tätig
Sie ist eine leidenschaftliche, traditionelle Fadosängerin. Die vergangenen 12 Jahre ihres Lebens hat sie diesem Gesang gewidmet. Heute tritt sie vor allem im Sr. Vinho, einem bekannten Fadolokal im Lissabonner Stadtteil Lapa, auf. Sie hat die Alben Mulheres ao espelho, Apenas o amor und Crua veröffentlicht. Ein Video kann man auch bei Youtube finden.

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Inês Pedrosa – neue Chefin der Casa Fernando Pessoa

Die Journalistin und Schriftstellerin Inês Pedrosa übernimmt an diesem Freitag die Leitung der Casa Fernando Pessoa von Francisco José Viegas, der als Chefredakteur zur Literaturzeitschrift Ler zurückkehrt. Inês Pedrosa ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen Portugals und hat darüberhinaus jahrelange journalistische Erfahrung. In Portugal erschien zuletzt der Roman A eternidade e o desejo, in dem sich die Protagonistin Clara in Brasilien auf die SpurenInês Pedrosa: Du fehlst mir Padre António Vieiras begibt. Zwei ihrer Romane, Du fehlst mir (Fazes-me falta)  und In deinen Händen (Nas tuas mãos) liegen in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann im Luchterhand Verlag vor.

Die im Lissabonner Stadtteil Campo de Ourique gelegene Casa Fernando Pessoa ist in den letzten Monaten unter der Leitung von Francisco José Viegas aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwacht und hat sich zu einem Mittelpunkt des literarischen Lebens in der portugiesischen Hauptstadt entwickelt.

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Fernando Pessoa und Lissabon

Das literarische Lissabon beschreibt Kristina Maidt-Zinke in ihrem interessanten Artikel, der in der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung erschienen ist. Sie bewegt sich auf den Spuren Fernando Pessoas, berichtet über die Casa Fernando Pessoa, deren aktives literarisches Leben man in diesem Blog mitverfolgen kann und besucht die alte Livraria Buchholz. Die Lissabon - was der Tourist sehen sollteRede ist auch von einem literarischen Reiseführer, den Fernando Pessoa in den 20er Jahren in englischer Sprache verfasst hat. In deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner ist er bei TFM erschienen und noch lieferbar. Pessoa-Fans sei auch die Werkausgabe des Ammann Verlags ans Herz gelegt, der gerade in diesem Herbst mit der Poesie von Álvaro de Campos, einem der zahlreichen Heteronyme Pessoas, wieder einen neuen Band vorgelegt hat.

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