Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio Agustina Bessa-Luís Revelação

Die 29jährige portugiesische Autorin Raquel Ochoa ist die erste Preisträgerin des neu vergebenen Prémio Agustina Bessa-Luís Revelação, wie die Jury unter Vorsitz des portugiesischen Autors und Politikers Vasco Graça Moura heute bekannt gab. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert – das Preisgeld kommt von Estoril Sol –  und wird an ein noch unveröffentlichtes Werk eines jungen portugiesischen Autors (Altersgrenze 35 Jahre) verliehen.  Die Veröffentlichung des Buches ist Bestandteil des Preises. Raquel Ochoa wird für ihren Roman Casa-Comboio ausgezeichnet, der die Geschichte einer indo-portugiesischen Familien über mehrere Generationen hinweg erzählt.

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Prémio Portugal Telecom 2009 geht an…

den brasilianischen Autor und bildenden Künstler Nuno Ramos für sein Buch Ó.

Der zweite Preis wurde João Gilberto Noll für den Roman Acenos e Afagos zuerkannt, auf dem dritten Platz wurde  A arte de produzir efeito sem causa von Lourenço Mutarelli gewählt. Damit wurden in diesem Jahr ausschließlich Titel von brasilianischen Autoren prämiert. Der Preis ist insgesamt mit 150.000 Reais (ca. 59.000 Euro) dotiert und wird jährlich an den besten  Roman eines portugiesischsprachigen Autors verliehen, dessen Werk in Brasilien veröffentlicht sein muss.

Neben den prämierten Büchern standen folgende Werke/Autoren auf der Shortlist

A eternidade e o desejo von Inês Pedrosa,
Aprender a rezar na era da técnica von Gonçalo M. Tavares
Cemitério de pianos von José Luís Peixoto
Cinemateca von Eucanaã Ferraz
Heranças von Silviano Santiago
O livro dos nomes von Maria Esther Maciel und
Ontem não te vi em Babilônia von António Lobo Antunes

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Prémio José Saramago

João Tordo ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 6. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre) verliehen. Der diesjährigen Jury unter der Leitung von Guilhermina Gomes gehörten Pílar del Rio, Ana Paula Tavares, Nélida Piñon und  Vasco Graça Moura an. João Tordo erhält den Preis für seinen Roman As Três Vidas (Quid Novi).

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“).

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weitere Literaturpreise

Die noch bis Sonntag laufende Buchmesse lässt kaum Zeit zum Bloggen, vielleicht reicht es in der nächsten Woche zu einer Nachbetrachtung mit einigen Bildern von der Messe und unserer gestrigen Lesung mit Dulce Maria Cardoso.

In Portugal wurden inzwischen weitere Literaturpreisträger bekanntgegeben. Mário de Carvalho erhält den mit 25.000 Euro dotierten Prémio Fernando Namora für seinen Roman A Sala Magenta.

Die Literaturpreise des portugiesischen PEN-Clubs gehen in diesem Jahr in der Kategorie Poesie an Manuel Gusmão für das Buch A Terceira Mão, in der Kategorie Essay an Frederico Lourenço für Novos Ensaios Helénicos e Alemães und  Isabel Cristina Pinto Mateus für Kodakização e Despolarização do real – Para Uma Poética do Grotesco na Obra de Fialho de Almeida. Maria Velho da Costa erhält den Preis in der Kategorie Roman für ihr Werk Myra.

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Prémio LeYa geht an…

den mosambikanischen Autor João Paulo Borges Coelho für den Roman O olho de Hertzog.

Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal von der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa verliehen und prämiert ein bisher noch unveröffentlichtes Werk eines portugiesischsprachigen Autors. Zur Jury gehören die Schriftsteller Manuel Alegre, Nuno Júdice, Pepetela, Carlos Heitor Cony, Pepetela, Carlos Heitor Cony, Lourenço do Rosário, Rektor der ISPU Maputo, die Kritikerin Rita Chaves und João Amaral von der Verlagsgruppe LeYa.

Insgesamt wurden 201 Originale eingereicht, von denen 11 in die engere Auswahl kamen. Manuel Alegre, der Vorsitzende der Jury, würdigte vor allem die große Intensität des Romans.

João Paulo Borges Coelho wurde 1955 in Porto geboren. Sein Vater stammt aus der portugiesischen Region Trás-Os-Montes, seine Mutter ist Mosambikanerin. Schon sehr früh ging er mit seinen Eltern nach Moçambique und nahm die mosambikanische Staatsbürgerschaft an. Er studierte Geschichte und unterrichtet heute zeitgenössische Geschichte an der Universidade Eduardo Mondlane in Maputo. Seit 2003 veröffentlicht er Romane, die im portugiesischen Verlag Caminho erschienen sind, der heute zur Verlagsgruppe LeYa gehört. Lieferbar sind u.a. As visitas do Dr. Valdez, Campo de trânsito und Hinyambaan (alle bei TFM erhältlich)

Der prämierte Roman wird in Kürze in der Verlagsgruppe LeYa erscheinen.

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Nobelpreis für Literatur geht an…

Herta Müller

Dies gab die Nobel-Stiftung soeben bekannt. Die in Rumänien geborene Schriftstellerin kam 1987 nach Deutschland und lebt seitdem in Berlin. Sie hat bereits zahlreiche renommierte Literaturpreise erhalten. Ihr jüngster Roman Atemschaukel steht auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, dessen Gewinner in der kommenden Woche bekanntgegeben wird. In den Feuilletons findet man zahlreiche Artikel über Herta Müller und ihr Werk, unter anderem in der Zeit, der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und in der taz.

In portugiesischer Übersetzung gibt es bisher nur sehr wenig, teilweise sind die Bücher auch vergriffen. 1993 wurde O homem é um grande faisão sobre a terra veröffentlicht, 1999 A terra das ameixas verdes.
In Brasilien ist der Titel O Compromisso lieferbar. Es ist davon auszugehen, dass sich das innerhalb von ein paar Monaten ändern wird. Bei der in der nächsten Woche beginnenden Frankfurter Buchmesse haben die Kollegen aus den deutschen Verlagen, in denen Herta Müllers Werk verlegt ist (vor allem aus dem Hanser Verlag) sicher alle Hände voll zu tun.

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Prêmio Jabuti geht an Moacyr Scliar

Der brasilianischer Autor Moacyr Scliar erhält in diesem Jahr den renommiertesten Literaturpreis Brasilien in der Kategorie Roman für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman Manual da paixão solitária. Den zweiten Platz belegt Milton Hatoum für seinen bereits ins Deutsche übersetzten Roman Orfãos do Eldorado (Die Waisen des Eldorado), Platz drei geht an den jungen Daniel Galera für sein Buch Cordilheira. Der Preis ist mit 30.000 Reais dotiert und wird am 4. November von der Câmara Brasileira do Livro verliehen.

Moacyr Scliar wurde 1937 in Porto Alegre (Südbrasilien) als Sohn jüdisch-russischer Immigranten geboren. Er studierte Medizin und hat bis zu seinem Ruhestand lange Jahre als Arzt gearbeitet. Sein umfangreiches Werk beinhaltet mehr als 50 Titel, sowohl Romane, Essays als auch Kinder- und Jugendbücher. Ins Deutsche wurde u.a. sein wunderbar ironischer Roman O exército de um homem só (Die Ein-Mann-Armee) übersetzt.

Der Prêmio Jabuti wird noch in vielen weiteren Kategorien verliehen (u.a. Lyrik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, beste Übersetzung usw.) Alle Preisträger können hier eingesehen werden.


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Literaturpreise

Etwas ruhiger war es hier in den letzten Tagen, in der Zwischenzeit sind einige Literaturpreise verliehen worden, in nova cultura! wurde darüber berichtet, daher hier nur kurz:

Die portugiesische Schriftstellervereinigung (Associação de Escritores Portugueses) hat ihre jährlichen Preise für Lyrik, Erzählung (crónica) und Roman verliehen. Die Preisträger sind:

Armando Silva Carvalho für den Lyrikband O Amante Japonês, José Cutileiro für sein Buch Bilhetes de Colares sowie Julieta Monginho für den Roman A terceira mãe.

Die Europäische Union hat in diesem Jahr zum ersten Mal einen mit jeweils 5000 Euro dotierten  Literaturpreis an Autoren ihrer Mitgliedsländer verliehen. In diesem Jahr wurden Autoren aus Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Schweden und Ungarn ausgezeichnet, die portugiesische Preisträgerin ist Dulce Maria Cardoso für den Roman Os meus sentimentos.

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Prémio Camões 2009 geht an Arménio Vieira

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2009 erstmals an einen kapverdischen Autor verliehen. Der Preis, der 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen wurde, mit 100.000 Euro dotiert ist und mit dem jährlich ein lusophoner Schriftsteller ausgezeichnet wird, geht in diesem Jahr an den 1941 geborenen Arménio Vieira.

In einer ersten Reaktion zeigten sich sowohl Arménio Vieira als auch andere bekannte kapverdische Schriftsteller wie Germano Almeida sehr zufrieden mit Preisverleihung, die von den Befragten zugleich auch als (längst fällige) Auszeichnung für die Literatur des Archipels verstanden wird.

Ein Interview mit Arménio Vieira in portugiesischer Sprache finden Sie hier.

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Vítor Aguiar e Silva erhält Prémio D. Dinis

Der von der portugiesischen Stiftung Fundação Casa de Mateus vergebene, renommiert Prémio D. Dinis wird in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler und Essayisten Vítor Aguiar e Silva vergeben. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird das Buch A lira doura e a tuba canora, das neue Essays über das Werk Luis Vaz de Camões enthält.

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