Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio Portugal Telecom geht an Rubens Figueiredo

Der brasilianische Autor Rubens Figueiredo erhält den mit 100.000 Reais (ca. 41.700 Euro) dotierten Prémio Portugal Telecom für seinen im vorigen Jahr erschienen Roman Passageiro do fim do dia  (Companhia das Letras). Den zweiten Preis bekommt der bereits vielfach prämierte Roman Viagem a Índia des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares, auf den dritten Platz wählte die Jury den autobiographischen Roman Minha guerra alheia der brasilianischen Autorin Marina Colasanti.

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Prémio José Saramago 2011 geht an Andréa del Fuego

Die brasilianische Autorin Andréa del Fuego erhält den Preis für ihren 2010 veröffentlichten Roman Os Malaquias (Língua Geral). Mit dem Preis, der von der Fundação Círculo de Leitores ins Leben gerufen wurde, um an die Verleihung des Literaturnobelpreises an José Saramago zu erinnern, wird alle 2 Jahre ein Roman eines portugiesischsprachigen Autors unter 35 Jahre geehrt. Für junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist er einer der prestigeträchtigsten Preise der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde heute in Lissabon vom portugiesischen Kulturstaatssekretär Francisco José Viegas an Andrea del Fuego überreicht.

Bisherige Preisträger waren Paulo José Miranda, Adriana Lisboa, José Luís Peixoto, Gonçalo M. Tavares, Valter Hugo Mãe und João Tordo.

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Prémio LeYa geht an João Ricardo Pedro

Oktober ist der Monat der Preisverleihungen. Heute wurde der diesjährige Preisträger des von der Verlagsgruppe LeYa verliehenen Preises bekanntgegeben.

Die Jury (Carlos Heitor Cony, Nuno Júdice, Pepetela, José Carlos Seabra Pereira,  Lourenço do Rosário, Rita Chaves)  unter Vorsitz von Manuel Alegre votierte per Mehrheitsentscheid für den Debütroman O teu rosto será o último des jungen portugiesischen Autors João Ricardo Pedro. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Bisher wurden 2008 der Brasilianer Murilo de Carvalho und 2009 João Paulo Borges Coelho aus Moçambique ausgezeichnet, im vergangenen Jahr wurde der Preis nicht vergeben.

O teu rosto será o último wird in Kürze in einem der zu LeYa gehörenden Verlage erscheinen.

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Prêmio Jabuti 2011

Die Câmara Brasileira do Livro hat gestern die Preisträger des 53.Prêmio Jabuti bekannt gegeben. Der bedeutendste Literaturpreis Brasiliens wird in insgesamt 29 Kategorien vergeben.

Als bester Roman wurde Ribamar von José Castello geehrt, in der Kategorie Reportage siegte 1822 von Laurentino Gomes. Dalton Trevisans Desgracida erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Contos e Crônicas, Ferreira Gullar in der Kategorie Lyrik für Em alguma parte alguma.

Die Liste aller Preisträger findet sich hier.

Aus den 29 Preisträgern der verschiedenen Kategorien werden Ende des Monats noch zwei Titel ausgewählt, die mit dem Titel „Buch des Jahres“ in den Bereichen Belletristik (ficção) und Sachbuch (não-ficção) geehrt werden.

 

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Prémio PEN Clube für Pedro Rosa Mendes, Jaime Rocha und André Gago

Der Roman Peregrinação de Enmanuel Jesus des portugiesischen Schriftsteller Pedro Rosa Mendes wird mit dem Prémio PEN Clube Narrativa ausgezeichnet. Das Jurymitglied Luiz Fagundes Duarte hob neben der gut erzählten Geschichte besonders die Arbeit an der Sprache des Romans hervor.

In der Kategorie Lyrik wird Jaime Rocha für sein Buch Necrophilia ausgezeichnet.

André Gago erhält den Preis für das beste Debüt für seinen Roman Rio-Homem.

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Der Nobelpreis für Literatur 2011 geht an…

… den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer.


Bisher liegen keine Werke in portugiesischer Übersetzung vor. Tomas Tranströmer wurde 1931 in Schweden geboren und stand schon lange auf der Liste der potentiellen Kandidaten für den Nobelpreis.

Einige seiner Werke sind in deutscher Übersetzung im Hanser Verlag erschienen.

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Prémio Fernando Namora für Gonçalo M. Tavares

Das im letzten Jahr erschienene Buch Viagem à Índia des portugiesischen Schriftstellers Gonçalo M. Tavares ist erneut ausgezeichnet wird. Eine Jury unter Vorsitz von Vasco Graça Moura verlieh ihm den mit 25.000 Euro dotierten Prémio Fernando Namora/Estoril Sol. Tavares‘ Buch setzte sich unter anderem gegen Hélia Correia (“Adoecer”), João Tordo (“O Bom Inverno”), Pedro Rosa Mendes (“Peregrinação de Enmanuel Jhesus”) und  Valter Hugo Mãe (“A Máquina de Fazer Espanhóis”) durch. Viagem à Índia war zuvor bereits mit dem großen Preis des portugiesischen Schriftstellerverbands (Grande Prémio APE Romance) ausgezeichnet worden.

Die Jury begründetet die Preisvergabe mit der innovativen Herangehensweise, die versucht Roman und Epos zu verknüpfen. Gonçalo M. Tavares erzählt in Viagem à Índia  die Geschichte des Helden Bloom und bedient sich dabei der Struktur der Lusiaden, des portugiesischen Epos von Camões.

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Prémio D. Dinis 2010 geht an João Barrento

Der Schriftsteller, Wissenschaftler und Übersetzer João Barrento erhält den Prémio D. Dinis für seinen Essayband O Género Intranquilo. Anatomia do Ensaio e do Fragmento (Assirio& Alvim 2010).

Die Preisverleihung findet am 16. September statt.

João Barrento (*1940) ist einer der besten Kenner der deutschsprachigen Literatur in Portugal und hat in der Vergangenheit bereits viele Bücher deutschsprachiger Autoren (vor allem Lyriker)  ins Portugiesische übersetzt.

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Prémio Camões geht an Manuel António Pina

Der portugiesische Schriftsteller Manuel António Pina  erhält in diesem Jahr den Prémio Camões, die höchste literarische Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt.

Die Jury – bestehend aus Rosa Martelo, Abel Barros Baptista, António Carlos Secchim, Edla Van Steen, Ana Paula Tavares und Inocência Mata – entschied sich einstimmig für den Lyriker, Chronisten und Kinderbuchautor, der sich in einer ersten Stellungnahme gegebenüber der portugiesischen Tageszeitung Público überrascht zeigte. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, die Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Manuel António Pina wurde 1943 geboren, arbeitete mehrere Jahrzehnte als Journalist. 1974 erschien der erste Lyrikband mit dem Titel  Ainda Não É o Fim nem o Princípio do Mundo Calma É Apenas Um Pouco Tarde. 

Ein Jahr darauf veröffentlichte er sein erstes KinderbuchO País das Pessoas de Pernas para o Ar. In der Folgezeit hat er zahlreiche weitere Kinderbücher und Lyrikbände publiziert.

Manuel Alberto Pina  gilt als einer der besten portugiesischsprachigen Chronisten und schreibt noch heute regelmäßig eine Kolumne für die Tageszeitung Jornal de Notícias.

siehe auch:

Público

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Internationaler Literaturpreis – Shortlist

Die Shortlist des Internationalen Literaturpreises – Haus der Kulturen der Welt wurde heute bekannt gegeben, und wir freuen uns sehr, dass mit José Eduardo Agualusas Buch Barroco Tropical (übersetzt von Michael Kegler) auch ein portugiesischsprachiger Autor vertreten ist (vor kurzem haben wir den Roman hier im Blog vorgestellt).

Hier die komplette Shortlist:

José Eduardo Agualusa und Michael Kegler, Lesung TFM 2009

José Eduardo Agualusa: „Barroco tropical
A1 Verlag 2011, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler

Joanna Bator: „Der Sandberg“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Polnischen von Esther Kinsky

Edwidge Danticat: „Der verlorene Vater“
Edition Büchergilde 2010, aus dem Amerikanischen von Susann Urban

Mathias Énard: „Zone“
Bloomsbury/Berlin-Verlag 2010 , aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller

Elias Khoury: „Yalo“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Arabischen von Leila Chammaa

Michail Schischkin: „Venushaar“
Deutsche Verlags-Anstalt 2011, aus dem Russischen von Andreas Tretner

Nähere Informationen zu allen Büchern bietet die Webseite des HKW in Berlin.

Das Haus der Kulturen der Welt (Berlin) und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) verleihen in diesm Jahr zum 3. Mal den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Seit 2009 zeichnet der Preis einen herausragenden, ins Deutsche übersetzten fremdsprachigen Titel der gegenwärtigen internationalen Erzählliteratur und seine Übersetzung aus. Der Preis ist mit 25.000 € für die Autorin / den Autor und 10.000 € für die Übersetzerin / den Übersetzer des Werkes dotiert.

In diesem Jahr reichten 64 Verlage über 130 Titel ein, übersetzt aus 24 Sprachen, von Autoren aus 52 verschiedenen Herkunftsländern. Zur Jury gehören in diesem Jahr Ramón García-Ziemsen (Journalist, Deutsche Welle), Marie Luise

Knott (Kritikerin / Übersetzerin), Claudia Kramatschek (Literaturkritikerin / Kulturjournalistin) Lothar Müller (Redakteur / Feuilleton Süddeutsche Zeitung), Ilma Rakusa (Schriftstellerin / Übersetzerin / Publizistin), Susanne Stemmler (Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt) und Stefan Weidner (Autor / Übersetzer / Literaturkritiker).

Die Preisträger werden am 15. Juni 2011 bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit der Preisträger am 29. Juni in Berlin statt.

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