Archiv der Kategorie: literaturpreise

Der Nobelpreis für Literatur 2011 geht an…

… den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer.


Bisher liegen keine Werke in portugiesischer Übersetzung vor. Tomas Tranströmer wurde 1931 in Schweden geboren und stand schon lange auf der Liste der potentiellen Kandidaten für den Nobelpreis.

Einige seiner Werke sind in deutscher Übersetzung im Hanser Verlag erschienen.

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Prémio Fernando Namora für Gonçalo M. Tavares

Das im letzten Jahr erschienene Buch Viagem à Índia des portugiesischen Schriftstellers Gonçalo M. Tavares ist erneut ausgezeichnet wird. Eine Jury unter Vorsitz von Vasco Graça Moura verlieh ihm den mit 25.000 Euro dotierten Prémio Fernando Namora/Estoril Sol. Tavares‘ Buch setzte sich unter anderem gegen Hélia Correia (“Adoecer”), João Tordo (“O Bom Inverno”), Pedro Rosa Mendes (“Peregrinação de Enmanuel Jhesus”) und  Valter Hugo Mãe (“A Máquina de Fazer Espanhóis”) durch. Viagem à Índia war zuvor bereits mit dem großen Preis des portugiesischen Schriftstellerverbands (Grande Prémio APE Romance) ausgezeichnet worden.

Die Jury begründetet die Preisvergabe mit der innovativen Herangehensweise, die versucht Roman und Epos zu verknüpfen. Gonçalo M. Tavares erzählt in Viagem à Índia  die Geschichte des Helden Bloom und bedient sich dabei der Struktur der Lusiaden, des portugiesischen Epos von Camões.

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Prémio D. Dinis 2010 geht an João Barrento

Der Schriftsteller, Wissenschaftler und Übersetzer João Barrento erhält den Prémio D. Dinis für seinen Essayband O Género Intranquilo. Anatomia do Ensaio e do Fragmento (Assirio& Alvim 2010).

Die Preisverleihung findet am 16. September statt.

João Barrento (*1940) ist einer der besten Kenner der deutschsprachigen Literatur in Portugal und hat in der Vergangenheit bereits viele Bücher deutschsprachiger Autoren (vor allem Lyriker)  ins Portugiesische übersetzt.

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Prémio Camões geht an Manuel António Pina

Der portugiesische Schriftsteller Manuel António Pina  erhält in diesem Jahr den Prémio Camões, die höchste literarische Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt.

Die Jury – bestehend aus Rosa Martelo, Abel Barros Baptista, António Carlos Secchim, Edla Van Steen, Ana Paula Tavares und Inocência Mata – entschied sich einstimmig für den Lyriker, Chronisten und Kinderbuchautor, der sich in einer ersten Stellungnahme gegebenüber der portugiesischen Tageszeitung Público überrascht zeigte. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, die Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Manuel António Pina wurde 1943 geboren, arbeitete mehrere Jahrzehnte als Journalist. 1974 erschien der erste Lyrikband mit dem Titel  Ainda Não É o Fim nem o Princípio do Mundo Calma É Apenas Um Pouco Tarde. 

Ein Jahr darauf veröffentlichte er sein erstes KinderbuchO País das Pessoas de Pernas para o Ar. In der Folgezeit hat er zahlreiche weitere Kinderbücher und Lyrikbände publiziert.

Manuel Alberto Pina  gilt als einer der besten portugiesischsprachigen Chronisten und schreibt noch heute regelmäßig eine Kolumne für die Tageszeitung Jornal de Notícias.

siehe auch:

Público

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Internationaler Literaturpreis – Shortlist

Die Shortlist des Internationalen Literaturpreises – Haus der Kulturen der Welt wurde heute bekannt gegeben, und wir freuen uns sehr, dass mit José Eduardo Agualusas Buch Barroco Tropical (übersetzt von Michael Kegler) auch ein portugiesischsprachiger Autor vertreten ist (vor kurzem haben wir den Roman hier im Blog vorgestellt).

Hier die komplette Shortlist:

José Eduardo Agualusa und Michael Kegler, Lesung TFM 2009

José Eduardo Agualusa: „Barroco tropical“
A1 Verlag 2011, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler

Joanna Bator: „Der Sandberg“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Polnischen von Esther Kinsky

Edwidge Danticat: „Der verlorene Vater“
Edition Büchergilde 2010, aus dem Amerikanischen von Susann Urban

Mathias Énard: „Zone“
Bloomsbury/Berlin-Verlag 2010 , aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller

Elias Khoury: „Yalo“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Arabischen von Leila Chammaa

Michail Schischkin: „Venushaar“
Deutsche Verlags-Anstalt 2011, aus dem Russischen von Andreas Tretner

Nähere Informationen zu allen Büchern bietet die Webseite des HKW in Berlin.

Das Haus der Kulturen der Welt (Berlin) und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) verleihen in diesm Jahr zum 3. Mal den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Seit 2009 zeichnet der Preis einen herausragenden, ins Deutsche übersetzten fremdsprachigen Titel der gegenwärtigen internationalen Erzählliteratur und seine Übersetzung aus. Der Preis ist mit 25.000 € für die Autorin / den Autor und 10.000 € für die Übersetzerin / den Übersetzer des Werkes dotiert.

In diesem Jahr reichten 64 Verlage über 130 Titel ein, übersetzt aus 24 Sprachen, von Autoren aus 52 verschiedenen Herkunftsländern. Zur Jury gehören in diesem Jahr Ramón García-Ziemsen (Journalist, Deutsche Welle), Marie Luise

Knott (Kritikerin / Übersetzerin), Claudia Kramatschek (Literaturkritikerin / Kulturjournalistin) Lothar Müller (Redakteur / Feuilleton Süddeutsche Zeitung), Ilma Rakusa (Schriftstellerin / Übersetzerin / Publizistin), Susanne Stemmler (Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt) und Stefan Weidner (Autor / Übersetzer / Literaturkritiker).

Die Preisträger werden am 15. Juni 2011 bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit der Preisträger am 29. Juni in Berlin statt.

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Reiner Kunze Preis geht an Inés Koebel

Der von der erzgebirgischen Stadt Oelsnitz (Sachsen) und der Sparkasse Erzgebirge vergebene Reiner-Kunze-Preis wird in diesem Jahr an die Übersetzerin Inés Koebel verliehen.

Inés Koebel hat sich vor allem als Übersetzerin von Fernando Pessoas Werk einen Namen gemacht, das im  Ammann-Verlag erschienen ist und jetzt im S.Fischer-Verlag fortgeführt wird.

Der Reiner-Kunze-Preis ist mit 4000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum dritten Mal überreicht. Der bekannte Lyriker Reiner Kunze, Namensgeber für die Auszeichnung, wurde 1933 in Oelsnitz im Erzgebirge geboren. Er lebt heute in Passau und ist selbst als literarischer Übersetzer tätig.

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Lyrikpreis geht an Pedro Tamen

Der portugiesische Lyriker und Übersetzer Pedro Tamen erhält für seinen im letzten Jahr erschienenen Gedichtband O livro do sapateiro den Lyrikpreis der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Grande Prémio de Poesia da APE). Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und bereits die zweite Auszeichnung nach dem Prémio Correntes d’Escritas, die Pedro Tamen für dieses Buch erhält.

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Manuel Gusmão erhält Grande Prémio de Ensaio APE

Der portugiesische Lyriker und Essayist Manuel Gusmão wird in diesem Jahr mit dem Großen Essay-Preis  der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores) ausgezeichnet. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert, wird von der Stadtverwaltung der nordportugiesischen Stadt Vila Nova de Famaliacão unterstützt und wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben.

Manuel Gusmão erhält den Preis für sein im vergangenen Jahr bei Assírio und Alvim erschienenen Band Tatuagem & Palimpsesto. Da poesia de alguns poetas e poemas

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Prémio Correntes d’Escritas – Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 12.Mal.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein lyrisches Werk verliehen. Auf die Shortlist haben es folgende Titel geschafft:

A Inexistência de Eva, Filipa Leal,

Anthero, Areia & Água, Armando da Silva Carvalho,

Arado, A. M. Pires Cabral,

Curso Intensivo de Jardinagem, Margarida Ferra,

Guia de Conceitos Básicos, Nuno Júdice,

Mais Espesso que a Água, Luís Quintais,

Necrophilia, Jaime Rocha,

O Anel do Poço, Paulo Teixeira,

O livro do sapateiro, Pedro Tamen,

O viajante sem sono, José Tolentino Mendonça.

Der Preisträger wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes am 23. Februar bekannt gegeben.

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Prémio LeYa 2010 ohne Preisträger

Wie die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre gestern bekannt gab, wird der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa in diesem Jahr nicht verliehen. Unter den eingereichten Texten fand sich offenbar keiner, der die gewünschte stilistische und narrative Qualität erreicht hat.

Preisträger in den vergangenen beiden Jahren waren der brasilianische Autor Murilo Carvalho für den Roman O rastro de Jaguar und der mosambikanische Autor João Paulo Borges Coelho für den Roman O olho de Hertzog.

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