Tagesarchiv: 2. Dezember 2016

Litprom Literaturtage 2017

litprom literaturtage 2017Unter dem Titel Weltwandeln in französischer Sprache

veranstaltet litprom – die Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika am 20. und 21. Januar ein Literaturfestival im Literaturhaus Frankfurt.

Teilnehmen werden die folgenden Autoren:

Meriam Bousselmi (Tunesien)
Carolin Callies (Deutschland)
Louis-Philippe Dalembert (Haiti)
Pedro Kadivar (Iran/Frankreich)
Linda Lê (Vietnam/Frankreich)
Alain Mabanckou (Frankreich)

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Dauerkarten für beide Tagen kosten 28 EUR bzw. 19 EUR für Schüler, Azubis, Studierende und Frankfurt-Card-Inhaber sowie für die Mitglieder von litprom.

Sie können die Tickets bei uns in der Buchhandlung im Vorverkauf erwerben.

Hier das vorläufige Programm:

Veranstaltungen am Freitag, 20.01.2017

16.00 Uhr, Lesesaal Eröffnung und Grußworte
Mit: Sonja Vandenrath und Jürgen Boos

16.15 – 18.00 Uhr, Lesesaal Podiumsdiskussion
Weltwandeln – Französisch schreiben und dichten in der globalen Welt

Der Wandel des Französischen über den Globus zieht eine Reihe von Verwandlungen dieser Literatursprache nach sich. Unsere Gäste bewegen sich auf internationalem Literaturparkett (Boualem Sansal, „2084“), kämpfen gegen eine Normierung des Französischen (Alain Mabanckou, „Morgen werde ich zwanzig“) oder haben in der französischen Migrationsbehörde gedolmetscht (Shumona Sinha, „Erschlagt die Armen!“).
Mit: Alain Mabanckou, Shumona Sinha und Boualem Sansal
Moderation: Jan Wilm

19.30 – 21.00 Uhr, Lesesaal Literarische Lesung mit Shumona Sinha
Erschlagt die Armen!

Dies ist das Verhörprotokoll mit einer Dolmetscherin der Pariser Migrationsbehörde, die einem Asylbewerber eine Rotweinflasche auf den Kopf gehauen hat. Es ist auch das „Märchen der menschlichen Zugvögel“ und der „ungeliebten Quallen“, die an das Ufer der französischen Sprache geworfen werden. Shumona Sinha erzählt eine Gratwanderung zwischen Sprachen, welche ihre Protagonistin, selbst Migrantin, ins Wanken geraten lässt.
Moderation: Claudia Kramatschek
Lesung des deutschen Textes: Stéphane Bittoun

Die Veranstaltungen werden ins Deutsche gedolmetscht.

Veranstaltungen am Samstag, 21.01.2017

Literaturen im Gespräch
In den Werkstattgesprächen diskutieren die Autor*innen mit dem Publikum.

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 1
Mutter „Sprache“ – Wer bist du? Was sprichst du? Wie schreibst du?

Die Wahl einer literarischen Sprache geht nicht selten mit Gesellschaftskritik einher. Die Zuwendung Pedro Kadivars zum Französischen entspringt einer Ablehnung seiner Muttersprache. Boualem Sansal wiederum lebt in seiner Heimat Algerien literarisch und intellektuell isoliert. Wie halten es beide mit „Französisch“ als literarischer Mutter „Sprache“?
Mit: Pedro Kadivar und Boualem Sansal
Moderation: Regina Keil

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 2
Über-Setzen

In Zeiten globaler Migration scheint Über-Setzen zu einer Königsdisziplin geworden zu sein. Das Französische als internationale Literatursprache steht auch in einer Übersetzungsbeziehung zu anderen Sprachen, denn viele internationale Autor*innen bewegen sich in und zwischen mehreren Sprachen. Welche Spuren hinterlässt dieser polyglotte Wandel zwischen Lebenswelten im literarischen Französisch?
Mit: Shumona Sinha und Louis-Philippe Dalembert
Moderation: Ruthard Stäblein

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 3
Ahnen – literarische Vorfahren

2014 veröffentlichte Linda Lê ihren Roman „Œuvres vives“, eine Hommage an den Autor Antoine Sorel, der sein Leben durch eigene Hand beendete. Ihre Gesprächspartnerin Anne Weber wendet sich in „Ahnen“ der Biographie ihres Urgroßvaters Florens Christian Rang zu. Wie halten es die Autorinnen mit literarischen Traditionen, dem französischen, vietnamesischen oder deutschen Literaturkanon?
Mit: Linda Lê und Anne Weber
Moderation: Katharina Borchardt

Die Werkstattgespräche werden konsekutiv ind Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

ARTE-Filmprogramm im Lesekabinett

Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.

13.00 Uhr Mit offenen Karten: Die Frankophonie
Dokumentation von Jean-Christophe Victor, ARTE France 2009, 11 Min.

„Frankophonie“, was ist das eigentlich? Geht es um Sprache oder auch um Geschichte, Identität, Politik? Oder gar um alles auf einmal? Rund 200 Millionen Menschen sprechen heute Französisch. Der Film zeigt, wo die französische Sprache eine Rolle spielt und erkennt in der Frankophonie eine andere Form der Globalisierung.

Dieser Film ist außerdem durchgehend auf dem Monitor im Foyer des Literaturhauses zu sehen

Boualem Sansal – Literatur statt Krieg
Einleitendes Gespräch mit Boualem Sansal, moderiert von Thomas Schmid
Dokumentation von Alain de Sédouy, ARTE France 2010, 44 Min.

Jedes Jahr verleiht die Académie française den Grand Prix de la Francophonie an eine Persönlichkeit für ihre Verdienste um die französische Sprache. 2013 erhielt diese Auszeichnung der algerische Schriftsteller Boualem Sansal. Ein Film über Leben und Werk des Autors.

14.30 – 16.00 Uhr Werkstattgespräch 4
Partitur und Performance – Sprache über Sprache hinaus

Fiston Mwanza Mujila fasst seine Texte als Jazzpartituren auf. Meriam Bousselmi ist ihrerseits als Dramaturgin ihrer eigenen Texte bekannt.Ihre Erfahrungen als Mitveranstalterin von Literaturperformances bringt Carolin Callies ein. Wie bearbeiten die Autor*nnen das Material „Französisch“ mit ihren Artikulationswerkzeugen? Wie schneidern sie es ihren Figuren oder sich selbst auf den Leib? Welchen Anwandlungen gibt sich die französische Sprache im performativen Dichten hin?
Mit: Meriam Bousselmi, Fiston Mwanza Mujila und Carolin Callies
Moderation: Claudia Kramatschek

14.30 – 16.00 Uhr Werkstattgespräch 5
Sprachweh – mal de langue

Der Begriff „frankophone Literatur“ ist auf eine breite Ablehnung bei vielen Autor*innen gestoßen, da er französischsprachige Literatur insbesondere ehemaliger Kolonien Frankreichs marginalisiere und degradiere. Als Gegenbegriff ist die „Littérature monde en Français“ vorgeschlagen worden, welche den zentralistischen Wertmaßstab der Pariser Sprach-Norm ablehnt. Wie verorten sich Autor*innen heute in dieser Debatte?
Mit: Alain Mabanckou, Linda Lê und Boniface Mongo-Mboussa

Die Gespräche werden konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

18.00 – 19.30 Uhr, Lesesaal Abschlusspodium
AbgeWandelt – Französisch in seinen literarischen Facetten

Wie verwandeln Autor*innen die französische Sprache als Medium von Literatur? Welche Rolle spielen kollektive Bewegungen wie die Négritude oder die Créolité heute noch? Welche Vorstellungs- und Weltbilder werden ins Französische übersetzt? Abschließende oder letztgültige Antworten kann es wohl kaum geben, denn Literatur bleibt stets im Wandel.
Mit: Louis-Philippe Dalembert, Boniface Mongo-Mboussa und Anne Weber
Moderation: Ruthard Stäblein

20.00 Uhr, Lesesaal Konzert/Performance

Wie ein Jazzalbum von John Coltrane präsentiert Fiston Mwanza Mujila seinen Roman „Tram 83“. In dieser Jamsession wechseln sich Autor und Saxophonspieler in Call and Response ab, der Autor spielt die Worte auf seinem Körperinstrument. Call-and-Response wechselt er dabei mit dem Saxofonisten Mikalai Zastsenski.
Mit: Fiston Mwanza Mujila, Mikalai Zastsenski am Saxofon
Moderation: Florian Kniffka

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Unsere Geschenktipps

Ehe man sichs versieht, hat schon der Dezember begonnen, unverkennbar durch die virtuellen Schneeflocken hier im Blog. Wenn Sie noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk sind, haben wir wie immer ein paar Tipps für Sie.

Zeit bleibt bis einschließlich 22.12., danach begeben wir uns in die alljährliche Weihnachtspause und sind ab 3. Januar wieder für Sie da.Pakete verschicken wir bis zum 22.12. 

O Grande Livro dos Contos de NatalFür die kleinen Leser:

Neben Klassikern wie O Grufalão, A lagartinha muito comilona oder O Principezinho  für die Kleinsten, empfehlen wir den neuen Band mit Weihnachtsgeschichten O Grande Livro dos Contos de Natal.

9783737353601Ein tolles Jugendbuch, was aber auch Erwachsenen gut gefallen kann, ist Irmão Lobo (Bruder Wolf) von Carla Maia de Almeida, das ein schwieriges Thema auf ganz besondere Weise anpackt.

José Rodrigues dos Santos: VaticanumZum Schmökern für Erwachsenene gibt es natürlich eine große Auswahl: Wie jedes Jahr hat der portugiesische Nachrichtensprecher José Rodrigues dos Santos einen neuen Schmöker vorgelegt, in Vaticanum (wieder lieferbar ab Ende nächster Woche) muss der Ermittler Tomás de Noronha einen Fall am Heiligen Stuhl klären. Auch Paulo Coelho erfreut seine zahlreichen Leser mit einem neuen Roman, die Protagonistin von Paulo Coelho: A espiaA Espia ist die Spionin Mata Hari.  Deutlich anspruchsvoller geht es in Mia Coutos neuem Roman As Areias do Imperador: A Espada e a Azagaia zu, den zweiten Teil einer Trilogie über den Mosambik im 19. Jahrhundert, den wir vor kurzem hier vorgestellt haben.  Noch gut in Erinnerung ist uns die Lesung mit Rafael Cardoso im letzten November. Sein dort vorgestelltes BuchRafael Cardoso: Das Vermächtnis der Seidenraupen Das Vermächtnis der Seidenraupen, das das Leben seines Urgroßvaters, des Bankiers und Mäzens,  Hugo Simon und dessen Emigration nach Brasilien zum Inhalt hat, ist ein hervorragendes Geschenk nicht nur für historisch interessierte Leser.

Edle Tropfen fürs Fest von Weingütern aus dem Alentejo, Douro oder der Region Lisboa finden Sie ebenfalls bei uns in der Buchhandlung. Dazu passen das neue Portweinbuch (in deutscher Sprache) von Axel Probst und auch in diesem Jahr Weinauswahl bei TFMnoch wunderbare Kochbuch Cozinha portuguesa von Alexandra Klobouk (Die portugiesische Küche, in deutsch) aus dem Antje Kunstmann Verlag, das sich zu einem Dauerbrenner  hier entwickelt hat. Fachgerecht eingepackt in Geschenkpapier mit portugiesischem Azulejo-Design fallen die vorgestellten Titel in jedem Fall auf.

kopie-von-img_5043Sollten Sie ganz unentschlossen sein, dann ist vielleicht der Bücherscheck das Geschenk der Wahl, Sie erhalten ihn bei uns in unterschiedlichen Wertstufen und können ihn außer in unserer Buchhandlung auch bundesweit in vielen teilnehmenden Buchhandlungen einlösen. Auch Eintrittskarten zu Konzerten, Lesungen oder Festivals sind eine Möglichkeit, Tickets erhalten Sie ebenfalls bei uns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Großen Seestraße 47 in Frankfurt, Ihren Anruf (069-282647) oder Ihre E-mail-Nachricht (info@tfmonline.de). Eine entspannte Vorweihnachtszeit wünscht das TFM-Team.

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Passaporte para Português B1 – neues Lehrbuch (PLE)

Passaporte para português B1Lernende der portugiesischen Sprache mit mittleren Kenntnissen (europäische Variante) können jetzt auf ein neues Lehrbuch aus dem Verlag Lidel zurückgreifen. Das ebene erschienene  Passaporte para Português B1 der Autoren José Pascoal und Robert Kuzka umfasst das Niveau B1 Europäischen Referenzrahmens für Sprache. In insgesamt 28 Lektionen, die für ca. 130 Unterrichtsstunden konzipiert sind, wird auf über 200 Seiten Portugiesisch für für Lernende mit mittlerem Niveau  gelehrt. Das dazugehörige Audiomaterial (MP3-Format) kann über die Webseite des Verlags heruntergeladen werden, das ist vielleicht ein kleiner Kritikpunkt, da die Suche etwas aufwändig ist und auf jeden Fall Portugiesischkenntnisse voraussetzt. Jede Lektion verfügt über Abschnitte zur Grammatik, Aussprache und Wortbildung, 7 Lektionen sind speziell der Kommunikation und dem Hörverständnis gewidmet, weitere 7 der Erstellung von schriftlichen Texten. Des weiteren finden sich verteilt im Buch 7 Wiederholungslektionen mit Übungen (Lösungsschlüssel ist im Buch enthalten).

Erhältlich und ab sofort bei uns verfügbar ist derzeit nur das  Lehrbuch (Livro do aluno), Übungsbuch und Lehrerhandbuch sind noch in Planung.

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