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Litprom Literaturtage 2019

Unter dem Titel Global Crime: Kriminalliteratur als globaler Code

veranstaltet litprom am 25. und 26. Januar das schon zur Tradition gewordene Literaturfestival im Literaturhaus Frankfurt.

Teilnehmen werden die folgenden Autoren:

Max Annas DEUTSCHLAND
Marcelo Figueras ARGENTINIEN
Candice Fox AUSTRALIEN
Chan Ho-kei CHINA
Jeong Yu-Jeong SÜDKOREA
Merle Kröger DEUTSCHLAND
Patricia Melo BRASILIEN
Deon Meyer SÜDAFRIKA
Mercedes Rosende URUGUAY
Gary Victor HAITI

Der Vorverkauf beginnt am morgigen Donnerstag, dem 30.11. . Dauerkarten für beide Tage kosten 28 EUR bzw. 19 EUR für Schüler, Azubis, Studierende und Frankfurt-Card-Inhaber sowie für die Mitglieder von litprom.

Sie können die Tickets (nur Dauerkarten) bei uns in der Buchhandlung im Vorverkauf erwerben.

Programm:

FREITAG, 25.01.2019

16.00 Uhr | Lesesaal

Eröffnung und Grußworte
Tobias Voss, Geschäftsleitung Frankfurter Buchmesse
Thomas Wörtche, Kurator der Litprom-Literaturtage

16.15—18.00 Uhr | Lesesaal

Kriminalliteratur als globaler Code
Eröffnungspodium

Die Kriminalliteratur ist ein weltweit höchst erfolgreiches Genre. Wie lässt sich der anhaltende Erfolg beim Lesepublikum erklären? Gibt es einen globalen Code, der das extrem ausdifferenzierte Genre verbindet und es quer durch alle Generationen und Kulturen so faszinierend macht? Sind Verbrechen und das Böse im Menschen in seiner Natur angelegte Universalien oder mordet jede Kultur nach eigener Façon?

Mit:
Merle Kröger DEUTSCHLAND
Patrícia Melo BRASILIEN
Deon Meyer SÜDAFRIKA
Moderation: Ulrich Noller

19.30—21.00 Uhr | Lesesaal

Redemption Point — Lesung und Gespräch mit Candice Fox

Ted Conkaffey verkriecht sich, nachdem er unschuldig unter Verdacht geraten war, ein Mädchen vergewaltigt zu haben, im abgeschiedenen Crimson Lake. Als ihn die Geister der Vergangenheit einholen, begibt er sich, unterstützt durch eine verurteilte Mörderin, auf die Suche nach dem wahren Täter.
Die internationale Bestsellerautorin Candice Fox mischt das Genre gründlich auf. Sie liest aus ihrem neuesten Werk »Redemption Point« (Suhrkamp 2018, Ü. Andrea O’Brien).

Mit: Candice Fox AUSTRALIEN
Moderation: Sonja Hartl
Lesung des deutschen Texts: Ingrid El Sigai

Die Veranstaltungen werden simultan gedolmetscht.

Samstag, 26.01.2019

Literaturen im Gespräch

In den Werkstattgesprächen diskutieren die Autoren und Autorinnen mit dem Publikum. Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können. Alle Gespräche werden gedolmetscht.

11.00—12.30 Uhr | Werkstattgespräch 1:
Global Crime — In Asien neu erfunden?

Jeong Yu-jeongs Romane sind keine klassischen Thriller, die mittels Sex and Crime die Leser vor sich hertreiben, sondern die meisterhaften Darstellungen verschlungener Gedankenwelten, die einen Menschen ins Verbrechen treiben können. Chan Ho-kei hingegen lauscht in seiner Schilderung des alltäglichen Verbrechens dem Mühlrad der großen Politik.

Mit:
Chan Ho-kei HONGKONG
Jeong Yu-jeong SÜDKOREA
Moderation: Ulrich Noller

11.00—12.30 Uhr | Werkstattgespräch 2:
Kann die Kritik Erfolge verzeihen?
Der Markt der Kriminalliteratur ist weltweit hart umkämpft. Subgenres mit zweifelhaftem literarischem Wert schießen aus dem Boden, während die Literaturkritik dankend abwinkt. Verlage beauftragen ihre Autoren generische Wälzer zu schreiben, die eine möglichst große Leserschaft erreichen sollen. Wie behauptet sich Literatur auf diesem Markt und muss man sich für einen Bestseller heute schon rechtfertigen?

Mit:
Candice Fox AUSTRALIEN
Deon Meyer SÜDAFRIKA
Moderation: Nele Hoffmann

13.00–14.30 Uhr | Werkstattgespräch 3:
Voodoo und True Crime, Fantasmen und Facts
Die Kriminalliteratur tanzt wie kaum eine andere Literatur auf der Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion. Der Haitianer Gary Victor mischt in seinen phantasmagorischen Buchwelten Krimi und Voodoo. Marcelo Figueras hingegen wandelt auf den Spuren Rodolfo Walshs, der mit seinen True Crime-Reportagen dem autoritären Argentinien den Spiegel vorhielt. Zwei Autoren im Spiel um Fakt und Fiktion.

Mit:
Marcelo Figueras ARGENTINIEN
Gary Victor HAITI
Moderation: Nele Hoffmann

13.00—14.30 Uhr | Werkstattgespräch 4:
Kriminalliteratur als Porträt der Großstadt

In der heutigen Kriminalliteratur ist die kulturell durchmischte Großstadt längst der eigentliche Schauplatz großer Verbrechen und Gewalttaten geworden. Bieten die Unübersichtlichkeit und Anonymität globalisierter Metropolen die perfekte Kulisse für bizarre Morde und unlösbare Rätsel? Berichte von der Nachtseite zweier Weltstädte: Hongkong und Berlin.

Mit:
Max Annas DEUTSCHLAND
Chan Ho-kei HONGKONG
Moderation: Alf Mayer

15.00—16.30 Uhr | Werkstattgespräch 5:
Hat Verbrechen ein Geschlecht?
Der hartgesottene Detektiv und die schöne Leiche: Diese Geschlechterklischees halten sich hartnäckig, sind aber von gestern. Denn in Sachen Diversität hat sich seit den Tagen eines Raymond Chandler einiges bewegt. Drei Autorinnen aus unterschiedlichen Ländern erzählen, wie sie ihre Figuren entwickeln, männlich oder weiblich, und wie sie den Erwartungen an festgelegte Rollenbilder trotzen.

Mit:
Merle Kröger DEUTSCHLAND
Patrícia Melo BRASILIEN
Mercedes Rosende URUGUAY
Moderation: Ulrich Noller

15.00—16.30 Uhr | Werkstattgespräch 6:
Das ewige Whodunit? Alte Fährten, neue Spuren
Edgar Allen Poe erfand die Kriminalliteratur als manipulative Erzählform, die mit den Primärreizen des Lesers spielt. In einem konventionellen Whodunit-Krimi weiß dieser, worauf er sich einlässt: ein Inspektor, ein rätselhafter Mord, falsche Fährten, zum Schluss die Aufklärung. Wie können Autoren diese Lesererwartung unterlaufen? Welche eigenständigen Ansätze fügen sie dem Genre hinzu?

Mit:
Jeong Yu-jeong SÜDKOREA
Gary Victor HAITI
Moderation: Sonja Hartl

ARTE-Filmvorführung im Lesekabinett mit anschließendem Gespräch.
Der Eintritt ist frei.

16.30—17.00 Uhr | Lesekabinett
Mein Leben — Deon Meyer
Dokumentation, ARTE/WDR 2011, 43 Min.
Er wird als der Mankell Südafrikas bezeichnet: Deon Meyer ist der Star unter den südafrikanischen Krimiautoren. Seine Bücher sind immer auch Porträts der südafrikanischen Gesellschaft, sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Ein Besuch bei Deon Meyer in Kapstadt. In einem anschließenden Gespräch knüpft Deon Meyer an den gezeigten Film an und berichtet von seinem weiteren literarischen Schaffen, aber auch von seiner großen Liebe zum Kino, für das er zahlreiche Drehbücher geschrieben hat.

Mit: Deon Meyer SÜDAFRIKA
Moderation: Alf Mayer

18.00—19.30 Uhr |Abschlusspodium im Lesesaal
Kriminalliteratur am Puls der Zeit

Anspruchsvolle Kriminalliteratur ist nicht (nur) Unterhaltung, sondern fühlt der Zeit den Puls. Sie zwingt im Drama des Einzelschicksals die Gesellschaft zum Blick in den Spiegel. Kann die Kriminalliteratur der bessere Gesellschaftsroman oder gar »engagierte« Kunst sein?

Mit:
Max Annas DEUTSCHLAND
Marcelo Figueras ARGENTINIEN
Mercedes Rosende URUGUAY
Moderation: Thomas Wörtche

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Litprom Literaturtage 2017

litprom literaturtage 2017Unter dem Titel Weltwandeln in französischer Sprache

veranstaltet litprom – die Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika am 20. und 21. Januar ein Literaturfestival im Literaturhaus Frankfurt.

Teilnehmen werden die folgenden Autoren:

Meriam Bousselmi (Tunesien)
Carolin Callies (Deutschland)
Louis-Philippe Dalembert (Haiti)
Pedro Kadivar (Iran/Frankreich)
Linda Lê (Vietnam/Frankreich)
Alain Mabanckou (Frankreich)

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Dauerkarten für beide Tagen kosten 28 EUR bzw. 19 EUR für Schüler, Azubis, Studierende und Frankfurt-Card-Inhaber sowie für die Mitglieder von litprom.

Sie können die Tickets bei uns in der Buchhandlung im Vorverkauf erwerben.

Hier das vorläufige Programm:

Veranstaltungen am Freitag, 20.01.2017

16.00 Uhr, Lesesaal Eröffnung und Grußworte
Mit: Sonja Vandenrath und Jürgen Boos

16.15 – 18.00 Uhr, Lesesaal Podiumsdiskussion
Weltwandeln – Französisch schreiben und dichten in der globalen Welt

Der Wandel des Französischen über den Globus zieht eine Reihe von Verwandlungen dieser Literatursprache nach sich. Unsere Gäste bewegen sich auf internationalem Literaturparkett (Boualem Sansal, „2084“), kämpfen gegen eine Normierung des Französischen (Alain Mabanckou, „Morgen werde ich zwanzig“) oder haben in der französischen Migrationsbehörde gedolmetscht (Shumona Sinha, „Erschlagt die Armen!“).
Mit: Alain Mabanckou, Shumona Sinha und Boualem Sansal
Moderation: Jan Wilm

19.30 – 21.00 Uhr, Lesesaal Literarische Lesung mit Shumona Sinha
Erschlagt die Armen!

Dies ist das Verhörprotokoll mit einer Dolmetscherin der Pariser Migrationsbehörde, die einem Asylbewerber eine Rotweinflasche auf den Kopf gehauen hat. Es ist auch das „Märchen der menschlichen Zugvögel“ und der „ungeliebten Quallen“, die an das Ufer der französischen Sprache geworfen werden. Shumona Sinha erzählt eine Gratwanderung zwischen Sprachen, welche ihre Protagonistin, selbst Migrantin, ins Wanken geraten lässt.
Moderation: Claudia Kramatschek
Lesung des deutschen Textes: Stéphane Bittoun

Die Veranstaltungen werden ins Deutsche gedolmetscht.

Veranstaltungen am Samstag, 21.01.2017

Literaturen im Gespräch
In den Werkstattgesprächen diskutieren die Autor*innen mit dem Publikum.

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 1
Mutter „Sprache“ – Wer bist du? Was sprichst du? Wie schreibst du?

Die Wahl einer literarischen Sprache geht nicht selten mit Gesellschaftskritik einher. Die Zuwendung Pedro Kadivars zum Französischen entspringt einer Ablehnung seiner Muttersprache. Boualem Sansal wiederum lebt in seiner Heimat Algerien literarisch und intellektuell isoliert. Wie halten es beide mit „Französisch“ als literarischer Mutter „Sprache“?
Mit: Pedro Kadivar und Boualem Sansal
Moderation: Regina Keil

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 2
Über-Setzen

In Zeiten globaler Migration scheint Über-Setzen zu einer Königsdisziplin geworden zu sein. Das Französische als internationale Literatursprache steht auch in einer Übersetzungsbeziehung zu anderen Sprachen, denn viele internationale Autor*innen bewegen sich in und zwischen mehreren Sprachen. Welche Spuren hinterlässt dieser polyglotte Wandel zwischen Lebenswelten im literarischen Französisch?
Mit: Shumona Sinha und Louis-Philippe Dalembert
Moderation: Ruthard Stäblein

11.00 – 12.30 Uhr Werkstattgespräch 3
Ahnen – literarische Vorfahren

2014 veröffentlichte Linda Lê ihren Roman „Œuvres vives“, eine Hommage an den Autor Antoine Sorel, der sein Leben durch eigene Hand beendete. Ihre Gesprächspartnerin Anne Weber wendet sich in „Ahnen“ der Biographie ihres Urgroßvaters Florens Christian Rang zu. Wie halten es die Autorinnen mit literarischen Traditionen, dem französischen, vietnamesischen oder deutschen Literaturkanon?
Mit: Linda Lê und Anne Weber
Moderation: Katharina Borchardt

Die Werkstattgespräche werden konsekutiv ind Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

ARTE-Filmprogramm im Lesekabinett

Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.

13.00 Uhr Mit offenen Karten: Die Frankophonie
Dokumentation von Jean-Christophe Victor, ARTE France 2009, 11 Min.

„Frankophonie“, was ist das eigentlich? Geht es um Sprache oder auch um Geschichte, Identität, Politik? Oder gar um alles auf einmal? Rund 200 Millionen Menschen sprechen heute Französisch. Der Film zeigt, wo die französische Sprache eine Rolle spielt und erkennt in der Frankophonie eine andere Form der Globalisierung.

Dieser Film ist außerdem durchgehend auf dem Monitor im Foyer des Literaturhauses zu sehen

Boualem Sansal – Literatur statt Krieg
Einleitendes Gespräch mit Boualem Sansal, moderiert von Thomas Schmid
Dokumentation von Alain de Sédouy, ARTE France 2010, 44 Min.

Jedes Jahr verleiht die Académie française den Grand Prix de la Francophonie an eine Persönlichkeit für ihre Verdienste um die französische Sprache. 2013 erhielt diese Auszeichnung der algerische Schriftsteller Boualem Sansal. Ein Film über Leben und Werk des Autors.

14.30 – 16.00 Uhr Werkstattgespräch 4
Partitur und Performance – Sprache über Sprache hinaus

Fiston Mwanza Mujila fasst seine Texte als Jazzpartituren auf. Meriam Bousselmi ist ihrerseits als Dramaturgin ihrer eigenen Texte bekannt.Ihre Erfahrungen als Mitveranstalterin von Literaturperformances bringt Carolin Callies ein. Wie bearbeiten die Autor*nnen das Material „Französisch“ mit ihren Artikulationswerkzeugen? Wie schneidern sie es ihren Figuren oder sich selbst auf den Leib? Welchen Anwandlungen gibt sich die französische Sprache im performativen Dichten hin?
Mit: Meriam Bousselmi, Fiston Mwanza Mujila und Carolin Callies
Moderation: Claudia Kramatschek

14.30 – 16.00 Uhr Werkstattgespräch 5
Sprachweh – mal de langue

Der Begriff „frankophone Literatur“ ist auf eine breite Ablehnung bei vielen Autor*innen gestoßen, da er französischsprachige Literatur insbesondere ehemaliger Kolonien Frankreichs marginalisiere und degradiere. Als Gegenbegriff ist die „Littérature monde en Français“ vorgeschlagen worden, welche den zentralistischen Wertmaßstab der Pariser Sprach-Norm ablehnt. Wie verorten sich Autor*innen heute in dieser Debatte?
Mit: Alain Mabanckou, Linda Lê und Boniface Mongo-Mboussa

Die Gespräche werden konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

18.00 – 19.30 Uhr, Lesesaal Abschlusspodium
AbgeWandelt – Französisch in seinen literarischen Facetten

Wie verwandeln Autor*innen die französische Sprache als Medium von Literatur? Welche Rolle spielen kollektive Bewegungen wie die Négritude oder die Créolité heute noch? Welche Vorstellungs- und Weltbilder werden ins Französische übersetzt? Abschließende oder letztgültige Antworten kann es wohl kaum geben, denn Literatur bleibt stets im Wandel.
Mit: Louis-Philippe Dalembert, Boniface Mongo-Mboussa und Anne Weber
Moderation: Ruthard Stäblein

20.00 Uhr, Lesesaal Konzert/Performance

Wie ein Jazzalbum von John Coltrane präsentiert Fiston Mwanza Mujila seinen Roman „Tram 83“. In dieser Jamsession wechseln sich Autor und Saxophonspieler in Call and Response ab, der Autor spielt die Worte auf seinem Körperinstrument. Call-and-Response wechselt er dabei mit dem Saxofonisten Mikalai Zastsenski.
Mit: Fiston Mwanza Mujila, Mikalai Zastsenski am Saxofon
Moderation: Florian Kniffka

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