Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Maralde Meyer-Minnemann im Gespräch

9783630874241Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Romans von António Lobo Antunes Mitternacht zu sein ist nicht jedem gegeben (in Portugal 2012 mit dem Titel Não é meia noite quem quer erschienen) stand die langjährige Übersetzerin Maralde Meyer-Minnemann dem WDR Rede und Antwort. Zum Nachhören bitte hier entlang, eine der eher seltenen Gelegenheiten, bei der ein Übersetzer für die ausdauernde, wie in diesem Fall jahrelange Arbeit am Werk eines Autors, einmal im Mittelpunkt steht.

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Manuel Jorge Marmelo zu Gast bei TFM

Nach der ereignisreichen Buchmesse mit zwei wunderbaren Lesungen bei TFM steht Anfang November schon die nächste Veranstaltung ins Haus.

Manuel Jorge Marmelo, copyright: privat

Manuel Jorge Marmelo, copyright: privat

Wir begrüßen am Freitag, dem 6. November um 19.30 Uhr den portugiesischen Autor Manuel Jorge Marmelo.

Er liest aus seinem Roman Uma mentira mil vezes repetida, der im Frühjahr in deutscher Übersetzung von Michael Kegler unter dem Titel Eine tausendmal wiederholte Lüge im Verlag A1 erschienen ist.

Die Lesung ist wie immer zweisprachig portugiesisch-deutsch, Michael Kegler moderiert und übersetzt. Unkostenbeitrag 5,00 EUR.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte LügeEine tausendmal wiederholte Lüge wurde 2014 mit dem Literaturpreis des Festivals „Correntes de Escritas“ ausgezeichnet. Der Erzähler des Romans will der Anonymität seines gewöhnlichen Lebens entkommen, der Einsamkeit beim Schreiben und dem Vergessen durch künftige Leser und  erfindet deshalb ein monumentales Werk und seinen Autor – Oscar Schidinski, einen ungarischen Juden mit wechselvollem Leben – dazu eine Vielzahl an Protagonisten und Geschichten. Immer großartigere Handlungsstränge des erfundenen Romans, immer konkretere und abenteuerliche biografische Details seines angeblichen Autors entwirft er, verstrickt sich in literarische Konstruktionen und Exkurse über die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und die Weltliteratur, löst sie elegant wieder auf und stellt gelegentlich alles infrage, was er zuvor spannungsreich aufgebaut hat – einschließlich seiner eigenen Biografie –, um zu erzählen und zu erzählen, wie eine moderne Scheherazade, der niemand mehr zuhört.

Manuel Jorge Marmelo, geboren 1971 in Porto, schreibt, seit er kaum volljährig bei der portugiesischenTageszeitung „Público“ anheuerte. 1997 erschien seine erste Novelle, 1999 sein erster Roman. Seitdem veröffentlichte er fast zwei Dutzend Romane, Erzählbände, Theaterstücke und Kinderbücher.  Manuel Jorge Marmelo lebt in Porto.

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Prémio José Saramago geht an Bruno Vieira Amaral

Bruno Vieira Amaral: As primeiras coisasDer portugiesische Autor Bruno Vieira Amaral ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 8. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury unter Vorsitz von Guilhermina Gomes gehörten Ana Paula Tavares, António Mega Ferreira, Manuel Frias Martins, Nazaré Gomes dos Santos, Paula Cristina Costa, Nélida Piñon an. Bruno Vieira Amaral, der 1978 in Barreiros geboren wurde, erhält den Preis für seinen Debütroman As primeiras coisas, der2013 bei Quetzal erschienen ist.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo („As três vidas“) , Andréa del Fuego („Os Malaquias“) und Ondjaki („Os Transparentes“).

As primeiras coisas  liegt noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Ein größerer Artikel über die Preisverleihung am heutigen Dienstag, ist im Público erschienen.

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Prémio LeYa geht an António Tavares

Der Oktober ist ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den den portugiesischen Autor António Tavares

Er erhält den Preis für den Roman O Coro dos Defuntos, dessen Handlung 1968 beginnt und im Jahr der Nelkenrevolution 1974 endet. Es handelt sich um den zweiten Roman von António Tavares, der bereits 2013 Finalist des Prémio Leya war und bei Teorema den Roman As Palavras que me Deverão Guiar um Dia veröffentlicht hat.

António Tavares wurde 1960 geboren, studierte Jura in Coimbra und ist aktuell bei der Câmara Municipal in  Figueira do Foz beschäftigt.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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José Eduardo Agualusa und Luiz Ruffato – neu in deutscher Übersetzung

Die Sommerpause hier im Blog ist vorbei. Wir hoffen, Sie hatten erholsame Ferien und freuen sich so wie wir über die ersten Herbstnovitäten.

Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dichAssoziation A setzt seine Werkreihe mit Titeln von Luiz Ruffato aus Brasilien fort. Eben erschienen ist der Band Ich war in Lissabon und dachte an dich (Original: Estive em Lisboa e lembrei-me de você) in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler.

Serginho aus dem brasilianischen Cataguases (übrigens auch die Geburtsstadt des Autors) hat Arbeit und Frau verloren und die Schnapsidee, sich nach Europa abzusetzen. In Lissabon ohne Geld und Papiere angekommen, schlägt er sich durch und entdeckt die portugiesische Hauptstadt mit den Augen eines Einwanderers. In den traditionellen Restaurants der Touristenviertel arbeiten Osteuropäer, Brasilianer, Afrikaner – alle getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben und mit einer Fluchtgeschichte im Gepäck.  Es wäre kein „Ruffato“, wenn uns nicht auch hier das Lissabon der kleinen Leute, der Mittellosen, Benachteiligten vorgestellt würde, fernab aller touristischen Klischees.

José Eduardo Agualusa: Das Lachen des GeckosDie zweite Neuerscheinung ist eigentlich eine Wiederauflage eines vergriffenen Titels. Mit einem schicken neuen Cover präsentiert uns der A1 Verlag aus München einen der besten Romane von José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados, ebenfalls in der Übersetzung von Michael Kegler.

Der Protagonist Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie, beliefert sie mit Fotografien von Großeltern und Urgroßeltern und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus. Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Agualusas Roman wurde 2007 mit dem britischen Independent Foreign Fiction Award ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Wenn Sie das Buch noch nicht kennen, sollten Sie die „zweite Chance“ auf keinen Fall verpassen.

Wie immer finden Sie Original und deutsche Übersetzung in unserer Frankfurter Buchhandlung und in unserem Onlineshop.

Luiz Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dich, Assoziation A, 14,00 EUR

José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos,A1 Verlag, 17,80 EUR

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Festival Poetische Quellen mit João Ricardo Pedro und Manuel Jorge Marmelo

Das Festival  „Poetische Quellen“ findet vom 27. – 30. August 2015 in Bad Oeynhausen und Löhne bereits zum 14. Mal statt. Jährlich nehmen etwa 25 bis 30 deutsche und internationale Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer, Publizisten, Künstler und Künstlerinnen als Gäste teil, um in Ostwestfalen einen Hauch Europas und der Welt in Geschichten, Erzählungen und Gedichten, in Gedanken und Ideen erfahren zu können.Wie in jedem Jahr räumen die „Poetischen Quellen“ dabei literarischen Neuentdeckungen viel Platz ein:
Wohin der Wind uns wehtErstmals sind mit Manuel Jorge Marmelo und João Ricardo Pedro zwei portugiesische Autoren  zu Gast beim Internationalen Literaturfest. Beide treffen am Samstag, 29. August 2015 um 20.00 Uhr aufeinander. Beide stellen ihre in Portugal preisgekrönten Romane Eine tausendmal wiederholte Lüge (Uma mentira mil vezes repetida) und Wohin der Wind uns weht (O teu rosto será o último) vor.

Es moderiert Jürgen Keimer, die Texte werden von Thomas Streipert gelesen, Michael Kegler und Marianne Gareis übersetzen. Die Veranstaltung findet im Landschafts- und Kulturpark AQUA MAGICA Bad Oeynhausen & Löhne statt, Eintritt 11,00 EUR.

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Mário Cláudio erhält Grande Prémio Romance APE

Mário Cláudio: Retrato de RapazDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an Mário Cláudio. Er wird für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman  Retrato de Rapaz ausgezeichnet und setzte sich in der letzten Runde gegen starke Konkurrenz durch,   Os Memoráveis, den Roman über den 25. April von Lídia Jorge, Cláudio e Constantino von Luísa Costa Gomes,  Impunidade, von H. G. Cancela und No Céu não há Limões  des jungen Autor Sandro Willem Junqueira.

Die Romanhandlung spielt im Italien der Renaissance und hat die nicht immer einfache Beziehung zwischen Leonardo da Vinci und seinem fiktiven Schüler Giacomo zum Inhalt. Retrato de Rapaz ist Teil einer Trilogie, die sich mit dem Verhältnis von Personen verschiedenen Alters beschäftigen. Zu diesem Romanzyklus gehören neben dem prämierten Roman das 2008 erschienene Buch Boa noite, Senhor Soares und der in diesem Jahr erschienen Roman O Fotógrafo e a Rapariga.

Der 1941 in Porto geborene Mário Cláudio (eigentlich Rui Barbot Costa) hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Literaturpreise erhalten, unter anderem 1984 den Grande Prémio APE für den Roman Amadeo und 2004 den Prémio Pessoa für das Gesamtwerk.

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Ondjaki und Manuel Jorge Marmelo – neu in deutscher Übersetzung

Die deutschen Verlage waren im Frühjahr recht fleißig, was die Veröffentlichung portugiesischsprachiger Autoren angeht. Neben den in diesem Beitrag vorgestellten Titeln sind vor wenigen Wochen zwei weitere wichtige Bücher erschienen.

Ondjaki: Die Die DurchsichtigenEndlich in deutscher Übersetzung liegt nun der Roman Die Durchsichtigen (Os Transparentes) des angolanischen Autors Ondjaki vor. Das Buch ist in der von Indra Wussow herausgegebenen Afrika-Reihe des Wunderhorn Verlags erschienen und wurde von Michael Kegler übersetzt.

Ondjaki hat für Os Transparentes  2013 den Prémio Saramago erhalten, erstmals vorgestellt haben wir das Buch bei TFM schon in einer Lesung 2012 kurz nach Veröffentlichung des Romans in Portugal.

Schauplatz des Romans ist ein heruntergekommenes Hochhaus in Luanda, in dem sich die Angehörigen unterschiedlichster sozialer Schichten dieser turbulenten und von der Geschichte gebeutelten Stadt  auf die Füße treten, während Luanda brennt, weil gierige Geschäftsleute und Politiker unter der Stadt Erdöl fördern wollten. Katharina Schmitz hat das Buch für den „Freitag“ – Rezension „Die Durchsichtigen“ rezensiert und ist begeistert von diesem Porträt der teuersten Stadt der Welt und ihrer so unterschiedlichen Bewohner.

Hier können Sie einen Blick ins Buch werfen, bei uns in der Buchhandlung finden Sie wie immer das Original und die deutsche Übersetzung.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte LügeEbenfalls neu erschienen und auch von Michael Kegler übersetzt, ist im A1 Verlag der Roman Eine tausendmal wiederholte Lüge (Uma mentira mil vezes repetida) des portugiesischen Schriftstellers Manuel Jorge Marmelo. Auch Marmelo hat für diesen Roman einen wichtigen Preis erhalten, nämlich 2014 den Prémio Literário Correntes d’Escritas des gleichnamigen Literaturfestivals in Póvoa de Varzim.

Eine tausendmal wiederholte Lüge sind ein Roman oder gar viele Romane im Roman –  Um der Anonymität seines gewöhnlichen Lebens zu entkommen, der Einsamkeit beim Schreiben und dem Vergessen durch künftige Leser, erfindet der Erzähler ein monumentales Werk und seinen Autor – Oscar Schidinski, einen ungarischen Juden mit wechselvollem Leben – dazu eine Vielzahl an Protagonisten und Geschichten, die er den Mitreisenden im Zug immer aufs wieder aufs Neue nahebringt.

Auch hier finden Sie Original und Übersetzung natürlich in unserem Sortiment.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte Lüge, A1 Verlag, 2015, 18,80 EUR (E-book 12,99 EUR)
Ondjaki: Die Durchsichtigen, Wunderhorn 2015, 24,80 EUR (E-book: 16,99 EUR)

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Neu in deutscher Übersetzung – die Frühjahrsnovitäten (1)

José Saramago: HellebardenDer Bücherfrühling hält eine ganze Reihe von Neuübersetzungen portugiesischsprachiger Autoren bereit. Schon eingetroffen sind das nachgelassene Romanfragment Hellebarden (Alabardas, Alabardas) des 2010 verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträgers José Saramago.  In den nun veröffentlichten Seiten, erschienen bei Hoffmann und Campe, an denen Saramago bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hat, setzt er sich mit den Folgen des Waffenhandels auseinander, einem brisanten Thema, das heute mehr denn je die ganze Welt bewegt. Der Text wurde von Karin von Schweder-Schreiner ins Deutsche übersetzt. Dem Buch beigefügt sind Essays von Roberto Saviano und Fernando Gómez Aguilera, die Illustrationen stammen von Günter Grass.

Beatriz Bracher: Die VerdächtigungMit der brasilianischen Militärdiktatur setzt sich der jetzt von Maria Hummitzsch ins Deutsche übertragene Roman Die Verdächtigung (Não falei) von Beatriz Bracher, erschienen bei Assoziation A auseinander. Ein Universitätsdozent lässt nach der Pensionierung sein Leben Revue passieren. Als Oppositioneller unter der Militärdiktatur verhaftet und gefoltert, lebte er jahrzehntelang mit dem Makel des Verdachtes, seinen Freund verraten zu haben. Beatriz Bracher wird im Mai den Roman auf einer Lesereise in Deutschland und Österreich vorstellen.

Carola Saavedra: Blaue BlumenAb 12. März ist Carola Saavedras Briefroman Blaue Blumen (Flores azuis) lieferbar, der ebenfalls von Maria Hummitzsch ins Deutsche übersetzt wurde und bei C.H. Beck erscheint. Eine Frau schreibt Briefe an einen Mann, der sie verlassen hat, aber der Mann, der sie erhält und liest, der von ihnen berührt und ergriffen wird, so sehr, dass er nicht mehr zur Arbeit geht, ist gar nicht der richtige Adressat. Er selbst lebt in Trennung von seiner Frau und seinem Kind, ist ebenfalls verlassen worden und so wechselt sich seine eigene Geschichte ab mit den Briefen, die offenbar irrtümlich bei ihm landen und auf die er zu warten beginnt.

Carola Saavedra liest am 17.3. in Frankfurt aus ihrem Buch.

Vanessa da Mata: BlumentochterDas Romandebüt Blumentochter (Filha das flores) der bekannten brasilianischen Sängerin Vanessa da Mata ist in der Übersetzung von Kirsten Brandt jetzt bei Ullstein erschienen. Hauptfigur ist die junge Giza, die mit ihren Tanten Florinda und Margarida in einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen lebt. . Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück.

Alle Bücher im Original und der deutschen Übersetzung gibt es wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über unsere Webseite.

Sollten Sie an den Ebooks der deutschen Übersetzungen interessiert sein, können Sie diese hier bestellen.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Fernando Echevarria

Fernando Echevarria: Categorias e outras paisagensWie im vorigen Beitrag berichtet, wurde das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim gestern eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr standen ausschließlich Lyrik-Titel zur Auswahl. Die Jurymitglieder Afonso Cruz, Almeida Faria, Ana Paula Tavares, Maria Flor Pedroso und Valter Hugo Mãe haben sich für Fernando Echevarria und sein 2013 erschienes Werk Categorias e outras paisagens entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen.

Fernando Echevarria wurde 1929 als Sohn einer spanischen Mutter und eines portugiesischen Vaters in Spanien geboren. Im Alter von 2 Jahren kam er nach Portugal. Er hat unter anderem Theologie und Philosophie Portugal und Spanien studiert und ging 1961 ins Exil nach Paris. Dort und später in Algier arbeitete er als Dozent. Er lebt heute immer noch in Paris.

Bereits in der Vergangenheit hat er für sein lyrisches Werk zahlreiche Literaturpreise erhalten (u.a. Prémio D. Dinis, Grande Prémio de Poesia da Associação Portuguesa de Escritores, Grande Prémio Sophia de Mello Breyner Andresen)

Die Pressemeldung der Festivalorganisation findet sich hier.

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