Aufgrund von kurzfristigen Hindernissen wird die 11. Literarische Residenz in Berlin an den Zweitplatzierten der Ausschreibung, den brasilianischen Autor Rafael Gallo, erteilt.
Während seines Aufenthalts in Berlin wird der Rafael Gallo den Roman „Os pesadelos herdados“ (Vererbte Alpträume) weiterentwickeln. Die Recherche in Berlin über Menschen, die während des Nazi-Regimes aufgrund ihres psychischen oder kognitiven Zustands verfolgt und getötet wurden, wird ein wichtiger Teil des Schreibprozesses und der Gestaltung der Geschichte sein.
Wir freuen uns sehr, dass Rafael Gallo auch kurzfristig zur Buchmesse nach Frankfurt kommt und auch bei uns in der Buchhandlung lesen wird (Freitag, 9.10., 20.00 Uhr) – nähere Informationen dazu folgen in Kürze.
Rafael Gallo wurde 1981 in São Paulo, Brasilien, geboren und lebt derzeit in Lissabon. Er ist Autor des Romans „Dor fantasma“, der mit dem José-Saramago-Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde (Porto Editora/Biblioteca azul); des Romans „Rebentar“ (Porto Editora/Record), Gewinner des São-Paulo-Literaturpreises; von „Réveillon e outros dias“ (Record, 2012), einem Erzählband, der mit dem SESC-Literaturpreis 2012 ausgezeichnet wurde, sowie von „Cavalos no escuro“, seinem jüngsten Erzählband, der 2024 in Brasilien beim Verlag Record erschien und mit dem Candango-Literaturpreis in der Kategorie „Bestes Cover“ ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus hat er zahlreiche Texte in Anthologien und Sammelbänden veröffentlicht, unter anderem in Frankreich, den Vereinigten Staaten, Kuba, Ecuador und Mosambik.
Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes, Cláudia Galhós, Jacinto Lucas Pires, Francisco Sousa Lobo und zuletzt Margarida Vale do Gato.







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