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Africa Alive! mit spannenden Filmen

Die 30. Ausgabe des Africa Alive Festival präsentiert vom 1. bis 27. Februar 2024 das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. Es werden sowohl aktuelle Produktionen als auch einige Filmklassiker gezeigt. Neben den Filmen im Kino des DFF und im Filmforum Höchst finden ein Vortrag mit Diskussion, ein Kinderfest und ein Konzert statt. Eine kleine Präsentation im Kinofoyer des DFF zeigt Filmplakate aus 30 Jahren Festivalgeschichte.

Wir möchten hier besonders auf zwei interessante Dokumentarfilme hinweisen, die sich zum mit der großen Musikerin Cesária Évora und zum anderen Beziehungen zwischen der DDR und Mosambik beschäftigen

CESÁRIA ÉVORA Portugal/USA 2022. von Ana Sofia Fonseca. Dokumentarfilm. Port./Frz.-Kreolisch/Engl. OmeU läuft am

SAMSTAG, 3.2.2024, 18:30 Uhr // FILMFORUM HÖCHST
WDH.: SONNTAG, 4.2.2024, 12 Uhr // KINO DES DFF

Cesária Évora (1941–2011), auch bekannt als die „barefoot diva“, wuchs im Kap Verde der Kolonialzeit in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit zehn Jahren kam sie in ein Kinderheim, aus dem sie floh, um sich als Sängerin in Cafés Geld zu verdienen. Erst 1988, im Alter von 47 Jahren, erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag und wurde daraufhin ein Weltstar. Ihre einmalige Stimme führte sie aus der Armut auf die Bühnen der Welt. Zeit ihres Lebens kämpfte Évora dabei für Freiheit und Selbstbestimmung. Mit zuvor ungesehenem Material und gerahmt von Musikpassagen rekonstruiert Regisseurin Ana Fonseca die Karriere und das Privatleben des Weltstars, die sich und ihren Wurzeln trotz ihres Ruhms stets treu blieb.

Trailer vorab hier

THE HOMES WE CARRY

Deutschland 2022. von Brenda Akele Jorde. Dokumentarfilm. 85 Min. DCP. OmU (Deutsch, Portugiesisch, Englisch, Zulu)

MITTWOCH, 7.2.2024, 18 Uhr // KINO DES DFF

Die afrodeutsche Sarah will ihrer Tochter Luana eine Kindheit mit persönlichen Beziehungen zur eigenen Familie ermöglichen, die ihr selbst als Kind immer verwehrt blieb. Gemeinsam reisen die beiden ins südliche Afrika, um dort sowohl Sarahs als auch Luanas Vater wiederzusehen. Während Mutter und Tochter eine vertiefende Bindung mit ihrer zweiten Heimat aufbauen, erinnert sich Sarahs Vater Eulidio an seine Zeit als mosambikanischer DDR-Vertragsarbeiter zurück. Die einfühlsame Dokumentation über die komplexen Beziehungen zwischen Weltgeschehen und zerrissener Familiengeschichte wirft zugleich ihren Blick auf die Unvorhersehbarkeit der menschlichen Existenz und eine fast vergessene Lebensrealität in der DDR.

Hier gibt’s den Trailer

Das komplette Programm von Africa-Alive finden Sie hier. Eintrittskarten gibt es in den beteiligten Kinos.

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Africa Alive! mit Film aus Angola

Die 29. Ausgabe des Africa Alive Festival präsentiert vom 01.02. bis 25.02.2023 das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. Neben den Filmen im Kino des DFF und im Filmforum Höchst finden eine Lesung, ein Kinderfest und ein Konzert statt.

Wir möchten hier besonders auf einen Film aus Angola hinweisen, der gleich Anfang Februar gezeigt wird:

2.2.2023, 20:30 Uhr // DFF – DEUTSCHES FILMINSTITUT & FILMMUSEUM
Wiederholung: 5.2.2023, 20:30 Uhr // FILMFORUM HÖCHST

NOSSA SENHORA DA LOJA DO CHINÊS Our Lady of the Chinese Shop
Angola 2022. R: Ery Claver. D:Cláudia Pucuta, David Caracol, Willi Ribeiro
98 Min. DCP. Portugiesisch, chinesische OmeU

Der Film entwirft in drei Kapiteln und einem Prolog eine fragmentierte, surreale Geschichte: Der chinesische Händler Zhang Wei verkauft eine mysteriöse Marienstatue aus Plastik. Domingas pflegt ihren kranken Mann, während sie um eine Verstorbene trauert. Zoyo sucht seinen verschwundenen Freund und ein Friseur errichtet eine neue Kultstätte. In diesem verstörenden wie bezaubernden Stadtmärchen erzählt der angolanische Regisseur Ery Claver von einer grundlegenden Unzufriedenheit und den religiösen wie politischen Manipulationsversuchen, denen die angolanische Gesellschaft ausgesetzt ist. Produziert wurde der Film vom angolanischen Kollektiv Geração 80, das im Rahmen des Schwerpunkts zu Filmkollektiven beim 28. Africa Alive Festival im vergangenen Jahr vorgestellt wurde.

Das komplette Programm von Africa-Alive finden Sie hier. Eintrittskarten gibt es in den beteiligten Kinos.

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Africa Alive! mit Filmen aus Angola

Die 28. Ausgabe von Africa Alive präsentiert vom 22. bis 30. September 2022 das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents mit Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilmen. Das Festival findet auch dieses Jahr in etwas reduzierter Form im September statt, bevor es 2023 wieder regulär im Februar über die Bühne geht. Neben den Filmen im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und im Filmforum Höchst gibt es ein Kinderfest und ein Konzert

Wir möchten hier besonders auf die Filme aus und über Angola hinweisen:

25.09. 18.30 Uhr Filmforum Höchst

Angola im Dschungel der Informationen, Regie: Malte Rauch

Als der WDR in den Siebzigern eine Reihe über die Medien konzipierte, schlug Malte Rauch vor, Angola in den Blick zu nehmen. Dort hatte am 11. November 1975 Agostino Neto, Präsident der Befreiungsbewegung MPLA, die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen, nach fast 500 Jahren brutaler Unterdrückung durch Europa, zuletzt angeleitet von den USA im Bündnis mit der NATO und ebenso „Undercover“ (CIA/BND/Franz Josef Strauß/CSU) mit der BRD und dem Apartheit-Regime Südafrikas. Während der Reise quer durchs Land konnte auch der Chef der CIA Angola Task Force befragt werden, zu dessen Aufgabe, den Krieg gegen die Unabhängigkeitsbewegung zu orchestrieren, vor allem auch die Desinformation mit Fake News gehörte. Er war danach aus dem blutigen Geschäft ausgestiegen und hat als Whistleblower (In Search Of Enemies) alles enthüllt. Das bedrückende Ergebnis: Die deutschen Medien haben seine oft abenteuerlichen Erfindungen begierig aufgenommen und dem deutschen Publikum als Wahrheit präsentiert.

26.09., 18.00 Uhr Kino im Filmmuseum

Independência – Dokumentarfilm von Fradique aus dem Jahr 2016, der Regisseur ist anwesend.

Der angolanische Filmemacher Mario Bastos alias Fradique hat einen umfangreichen Dokumentarfilm kreiert, der vom vierzehnjährigen Unabhängigkeitskrieg Angolas unter der Kolonialherrschaft Portugals erzählt und mit der Nelkenrevolution 1974 abrupt endet. Als eines der letzten afrikanischen Länder konnte Angola seine Unabhängigkeit erklären. Der Dokumentarfilm arbeitet mit einer Fülle an Materialien, wie Fotos, Zeitungsartikeln und historischen Filmaufnahmen. Eindringlich sind die Interviews mit Zeitzeug:innen, die von der Unterdrückung und vom Kampf berichten. INDEPENDÊNCIA ist ein komplexes und wichtiges Zeitdokument, das weit mehr als einen reinen Informationszweck erfüllt. Er ist Zeugnis für die Kraft der angolanischen Bevölkerung.

26.09., 20.30 Uhr Kino im Filmmuseum

Sambizanga – Angola/Frankreich/DR Kongo 1972. Regie Sarah Maldoror

SAMBIZANGA spielt im Jahr 1961: Der Befreiungskampf gewinnt auch in Angola Momentum. Mit Bildern des Alltäglichen erzählt Sarah Maldoror die Suche Marias nach ihrem Ehemann Domingos: Er wurde inhaftiert, weil er sich der Revolution angeschlossen hat. Dabei legt Maldoror mit Feingefu¨hl das Alleinsein einer Frau auf einer beschwerlichen Reise offen, und nimmt Zeit und Mu¨he in den Blick, die nötig sind, um diesen Weg zuru¨ckzulegen. Marias Marsch, ihre Suche, entpuppt sich als einfu¨hlsame und kraftvolle Metapher fu¨r das Leiden des angolanischen Volkes und dessen „Entwicklung eines revolutionären Bewusstseins“. (S. Maldoror)

Dienstag, 27.9., 20:30 Uhr // Kino des Deutschen Filmmuseums
Mittwoch, 28.9., 18:00 Uhr // Filmforum Höchst

Air Conditioner, Angola 2020, von Fradique

Der Regisseur ist anwesend.

In AIR CONDITIONER, dem ersten Spielfilm Fradiques, fallen eines Tages alle Klimaanlagen in der angolanischen Hauptstadt Luanda auf mysteriöse Weise von den Wänden. Ein Wachmann erhält den Auftrag, seinem Vorgesetzten schnellstmöglich im Laufe eines Tages ein neues Klimagerät zu beschaffen. Fradique, Teil des angolanischen Kollektivs Geração 80, nutzt dies für eine Erkundung der Stadt und ihrer Bewohner:innen mit Auge und Ohr für die Musik, Kunst und den Sound der Stadt. Immer wieder präsent werden dabei auch Spuren der Geschichte des Landes und seiner Hauptstadt, die 2002 nach dem Ende des Bürgerkriegs umfassend wiederaufgebaut werden musste.

Das komplette Programm von Africa-Alive finden Sie hier. Eintrittskarten gibt es in den beteiligten Kinos.

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Africa Alive! mit Beiträgen aus Mosambik und von den Kapverden

Vom 30. Januar bis 18. Februar findet das diesjährige Festival Africa Alive! statt, das sich bereits zum 24. Mal der afrikanischen Kultur in Frankfurt widmet. Der diesjährige Schwerpunkt heißt „AFRO UTOPIA“. Veranstaltungsorte sind das Deutsche Filmmuseum, Filmforum Höchst, Brotfabrik, Haus am Dom, Neues Theater Höchst und das Weltkulturenmusem. Das komplette Programm können Sie hier einsehen.

Wir möchten hier besonders auf das Eröffnungskonzert und einen Film aus Moçambique hinweisen.

Schon morgen, am 30.1., um 20.00 Uhr eröffnet Tcheka von den Kapverden mit einem Konzert das Festival im Neuen Theater Höchst. Tickets gibt es direkt beim Veranstalter.

Der junge Singer-Songwriter Tcheka stammt von der Kapverdeninsel Santiago. Sein einzigartiger Musikstil vereint zahlreiche globale Einflüsse. Tcheka verarbeitet traditionelle Musikstile der Kapverden wie beispielsweise Batuku, Funaná, andererseits finden sich Elemente brasilianischer und afrikanischer Popmusik ebenso wie Folk und Jazz. Tcheka fesselt seine Zuhörer ganz besonders durch sein fantastisches Gitarrenspiel und die Intensität, mit der er Musik wie Geschichten erzählt. Tchekas lange erwartetes fünftes Album »Boka Kafé« – ein Solo-Album – wurde von dem portugiesischen Pianisten Mário Laginha produziert und ist im Frühjahr 2017 erschienen.

Der Spielfilm Comboio de Sal e Açucar  des mosambikanischen Regisseurs Licinio Azevedo wird am Donnerstag, 1.2., um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum gezeigt.  Im Jahr 1989 ist Mosambik ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land. Der Zug, der die nördliche Region Nampula mit Malawi verbindet, ist die einzige Hoffnung für Menschen, die bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um ein paar wenige Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen. Langsam über sabotierte Schienen dahinrollend, ist die Reise voller Hindernisse und Gewalt. Mariamu, eine Vielreisende, ist unterwegs mit ihrer Freundin Rosa, einer Krankenschwester, die auf dem Weg in ihr neues Spital ist und die Kriegsrealität zum ersten Mal miterlebt. Auch dabei sind Leutnant Taiar, der die Realität nur aus seinem Militäralltag kennt, und der Soldat Salomão, mit dem Taiar nicht auskommt. Unter Gewehrkugeln und Gelächter werden Geschichten von Liebe und Krieg erzählt, während sich der Zug der nächsten Station nähert.

Der Film wird im portugiesischsprachigen Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Tickets gibts im Filmmuseum.

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Konzert mit Telmo Pires am 22.5. in Frankfurt

Telmo Pires präsentiert sein Album „Ser Fado“ erstmals in Frankfurt. Er singt am 22. Mai um 20.00 Uhr im Neuen Theater in Höchst. Karten zum Preis von 22,70 EUR gibt es direkt beim Veranstalter.

Telmo Pires ist „Fadista“, Poet, Komponist und einer der wenigen Männer in der Welt des Fado, der international in Erscheinung tritt. „Ser Fado“ repräsentiert seine Idee eines alten Fado, der immer neu klingt. Pires ist ein außergewöhnlicher Künstler: Geboren im Norden Portugals, verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens in Deutschland. Hier begann seine Karriere, ersten Alben entstanden. Vor einigen Jahren verließ er Berlin. In Lissabon nahm er 2011 sein Album „Fado Promessa“ auf. 2014 wurde er eingeladen, im „Museu do Fado“in Lissabon aufzutreten. Die Begeisterung nach diesem ersten, ausverkauften Konzert war so groß, dass das Fadomuseum Co-Produzent des neuen Albums wurde.

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Hotel Bossa Nova am 12.5. in Frankfurt

Hotel Bossa Nova spielen am 12. Mai um 20.00 Uhr im Neuen Theater in Frankfurt-Höchst. Tickets zum Preis von 19,70 EUR gibt es direkt beim Veranstalter.

Hotel Bossa Nova hat sich mit Leib und Seele dem Bossa Nova verschrieben. Jetzt zünden sie mit ihrem neuen Album ein Jazz-World-Music-Fusion-Feuerwerk der Extraklasse. Sängerin Liza da Costa, Tochter eines Inders und einer Portugiesin, verzaubert mit einem himmlischen Organ und verleiht der melancholischen Lebensfreude des Bossa Nova und seiner portugiesischen Entsprechung, dem Fado, eine wundervolle Stimme. Die improvisationsfreudigen und virtuosen Musiker von Hotel Bossa Nova überraschen immer mit bewundernswerter Abenteuerlust, bravourösen Tempovorstößen und wegweisendem Innovationsdrang.

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