Monatsarchiv: Oktober 2023

Mainlesen präsentiert Buch&Bembel

Vor ungefähr einem Jahr hat sich mit Mainlesen ein Netzwerk unabhängiger, inhabergeführter Frankfurter Buchhandlungen entstanden, das Frankfurt sowohl in der Verteilung über die verschiedenen Stadtteile als auch in der Diversität des Sortiments ganz gut abbildet.

Wir treffen uns regelmäßig immer in einer anderen Buchhandlung und haben jetzt anlässlich der Woche unabhängiger Buchhandlungen mit Buch&Bembel eine erste kleine Veranstaltungsreihe organisiert.

Wir sind mit der literarischen Weinprobe am 10.November dabei, aber schauen Sie auf jeden Fall auch mal bei den Kolleginnen vorbei.

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Portugiesische Weinprobe am 10.November

Weinprobe bei TFM

Wir laden ein zu unserer Herbstweinprobe am Freitag, dem 10.November um 20.00 Uhr
wie immer in unserer Buchhandlung (TFM, Große Seestr. 47, 60486 Frankfurt-Bockenheim).

Wir freuen uns auf unsere „Haus-Önologin“ Dr. Teresa Rosário aus Köln. Sie stellt diesmal Weine aus dem Douro zum Thema: „Das Douro Tal – Eine Revolution mit 40 Jahren“. Dazu gibt es von uns Tipps zu interessanten literarischen Neuerscheinungen. Die Weinprobe findet diesmal im Rahmen der WuB – Woche unabhängiger Buchhandlungen statt und ist auch Teil von „Buch&Bembel„, dem Programm von Mainlesen – einer Kooperation unabhängiger Frankfurter Buchhandlungen, zu denen wir natürlich auch gehören.

Unkostenbeitrag 15,00 EUR

Für Ihre Teilnahme an der Weinprobe bitten wir wegen der begrenzten Teilnehmerzahl um Vorabreservierung per Telefon (069-282647) oder E-mail (info@tfmonline.de) bis zum 08.11.

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Prémio Camões 2023 geht an João Barrento

Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Essayisten und Übersetzer João Barrento. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2022 der brasilianische Autor Silviano Santiago die Auszeichnung.

Für die deutsch-portugiesischen Kulturbeziehungen ist die Preisverleihung an João Barrento ein ganz besonderes Ereignis, denn João Barrento ist ein profunder Kenner der deutschsprachigen Literatur und hat viele Autorinnen und Autoren aus dem Deutschen ins Portugiesische übersetzt, unter anderem Goethe, Walter Benjamin, Paul Celan oder Robert Musil. Doch auch umgekehrt funktioniert hier der Kulturaustausch. Im Berliner Verlag Tranvia erschien 1999 das Buch Nelken und Immortellen, das sich essayistisch mit der portugiesischen Literatur des ausgehenden 20. Jahrhunderts beschäftigt. Zuletzt bemühte sich João Barrento unter anderem um das Studium des Nachlasses der portugiesischen Autorin Maria Gabriela Llansol. Dazu gibt es hier ein Video.

João Barrento wurde am 26. April 1940 in Alter do Chão geboren. Er schloss sein Studium der Germanistik an der Fakultät für Literatur der Universität Lissabon ab und hat viele Essays, Literaturkritiken und Chroniken veröffentlicht. Er lehrte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Geschichte und von 1986-2002 Übersetzungstheorie an der Universidade Nova de Lisboa .

Alle lieferbaren Titel von João Barrento finden Sie bei uns in der Buchhandlung oder auch online.

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Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens

Mia Coutos wunderbarer, autobiografisch inspirierter Roman Der Kartograph des Vergessens ist jetzt auf Deutsch, wie immer übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner, im Unionsverlag erschienen.

Der Roman, im Original 2020 mit dem Titel O Mapeador de Ausências bei Caminho veröffentlicht, setzt sich mit der jüngeren Geschichte Mosambiks kurz vor und kurz nach der Unabhängigkeit auseinander. Die Hauptfigur Diogo Santiago, ein respektierter Intellektueller, besucht nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder seine Heimatstadt Beira. Er kommt dort am Vorabend des verheerenden Zyklons Idai an, der die Stadt fast vollkommen zerstören wird. Doch die Rückkehr nach Beira ist für ihn vor allem eine Rückkehr an die Orte seiner Kindheit und Jugend, als Mosambik noch eine portugiesische Kolonie war.

Diogo Santiagos Vater auch ein Poet, versuchte, im Geheimen die Verbrechen der Kolonialtruppen zu dokumentieren. Sein Cousin, der eines Tages plötzlich verschwand, war nie der, für den ihn alle hielten. Und was steckt hinter der tragischen Legende des schwarzen Jungen und des weißen Mädchens, die den Tod wählten, weil ihre Liebe verboten war?

Die junge Frau, mit der sich Diogo rätselhaft verbunden fühlt, scheint Teil dieser Geschichten zu sein.

Große Leseempfehlung und unser Tipp der Woche!

Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens, Unionsverlag 2023, 24 EUR

P.S. Für alle Freunde der Kurzprosa von Mia Couto gibt es gute Nachricht. In wenigen Tagen erscheint sein neues Buch Compêndio para Desenterrar Nuvens , für das wir natürlich auch schon Vormerkungen notieren.

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Nobelpreis für Literatur geht an Jon Fosse

Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Den Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den norwegischen Autor Jon Fosse.

Er stand schon lange auf der Liste der Nobelpreiskandidaten und wird für seine innovative Prosa und Theaterstücke ausgezeichnet.

Die deutsche Übersetzung seiner Werke erscheint im Rowohlt Verlag in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel.

Auch in Portugal ist Jon Fosse übersetzt. Sein Werk erscheint im Verlag Cavalo de Ferro in der Übersetzung von Liliete Martins. Zuletzt wurde im vorigen Jahr der Titel O Outro Nome veröffentlicht. Die bestellbaren Titel finden Sie auf unserer Webseite. Übersetzungen in Brasilien liegen ebenfalls vor, wir werden diese in den nächsten Tagen ergänzen.

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