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Prémio José Saramago 2022 geht an Rafael Gallo

Copyright: Willian Olivato

Der brasilianische Autor Rafael Gallo ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 12. Mal verliehenen Prémio Literário José Saramago. Er erhielt den Preis gestern für den Roman Dor Fantasma. Im Gegensatz zu den bisherigen Preisvergaben wurden die Regularien der Preisvergabe verändert. Er wird jetzt für ein bisher unveröffentlichtes Werk eines Autors oder einer Autorin verliehen, der/die bis zum Zeitpunkt der Abgabe des Manuskripts jünger als 40 Jahre alt ist. Mit der Preisvergabe (Dotierung 40.000 EUR) ist die Veröffentlichung des Werks in Portugal und Brasilien verbunden. Der Roman erscheint in Kürze bei den Verlagen Porto Editora und Globo.

In einer Mischung aus Literatur und Musik erzählt „Dor Fantasma“ die Geschichte eines klassischen Pianisten und seines Strebens nach Perfektion. Der Protagonist will ein Stück erlernen, das er für unspielbar hält. Seine Besessenheit führt dazu, dass er sich von seiner Familie entfernt und sich ganz dem Klavier widmet. Als die Hauptfigur jedoch einen Unfall erleidet und ihre rechte Hand verliert, ist sie nicht mehr in der Lage zu spielen.

„Dieser Roman hat eine schwierige Geschichte. Ich habe sechs Jahre gebraucht, um ihn zu schreiben. Es gab Verleger, die ihn nicht haben wollten. Ich kämpfte und nahm mehrere Änderungen vor. Es war ein persönlicher Prozess, ich habe viele Veränderungen in meinem Leben vorgenommen, und das spiegelt sich im Roman wider. Er ist etwas ganz Besonderes und ich bin sehr gespannt auf die Veröffentlichung“, sagte Rafael Gallo anlässlich der Preisvergabe gestern in Lissabon.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo (2009-„As três vidas“) und Andréa del Fuego (2011-„Os Malaquias“) , Ondjaki ( 2013-Os Transparentes), Bruno Vieira Amaral (2015- As primeiras coisas) ,  Julian Fúks (2017- A resistência) und zuletzt Afonso Reis Cabral (2019 -Pão de açucar ).

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